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Türkei: Verletzte bei Explosion an Istanbuler U-Bahn-Station

01.12.2015, 21:20

An einer U-Bahn-Station im europäischen Teil von Istanbul sind am Dienstagabend durch eine Explosion mindestens fünf Menschen verletzt worden. Das sagte der Bezirksbürgermeister von Bayrampasa, Atila Aydiner gegenüber den Medien; er sprach zudem von einer «Rohrbombe».

Gouverneur Vasip Sahin bestätigte dies zunächst nicht. Der gesamte U-Bahn-Verkehr wurde angehalten, im Laufe des Abends aber nach und nach wieder aufgenommen.

Bezirksbürgermeister Aydiner sagte, fünf Menschen seien durch eine Rohrbombe verletzt worden. Der Nachrichtensender NTV Türk berichtete unter Berufung auf Augenzeugen von sechs Verletzten.

Die Explosion ereignete sich kurz nach 17.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MEZ). Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie zahlreiche Rettungswagen zum Ort der Explosion fuhren. Fahrgäste brachten sich in Sicherheit, indem sie über die Gleise liefen.

Es habe sich um einen Sprengsatz gehandelt, der an einer über die Gleise führenden Fussgängerbrücke versteckt gewesen sei, meldeten die Nachrichtenagentur Dogan und die Zeitung «Hürriyet» unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Die Nachrichtenagentur DHA berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, es habe sich um einen selbst gebastelten Sprengsatz gehandelt. Die Online-Zeitung «Radikal» berichtete, die Bombe sei am Strassenrand platziert worden und habe sich mutmasslich gegen die Einsatzpolizei gerichtet, deren Bus kurz vor der Detonation vorbeifuhr.

Keine gesicherten Erkenntnisse

Gesicherte Erkenntnisse zur Ursache der Explosion gab es zunächst nicht. In Medienberichten war auch von der Explosion eines Elektro-Transformators die Rede. Zwei Stunden nach der Explosion waren Polizeieinheiten in weisser Schutzkleidung vor Ort, um Beweismittel zu sichern.

In der Türkei herrscht erhöhte Alarmbereitschaft, seit am 10. Oktober bei einem Doppel-Anschlag von Selbstmordattentätern vor dem Hauptbahnhof der Hauptstadt Ankara 103 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt wurden. Die Regierung machte dafür die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich. (sda/afp/reu)

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