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Opferzahl nach Brand in sibirischem Einkaufszentrum steigt auf 53



Nach dem Brand in einem Einkaufszentrum in Sibirien ist die Opferzahl deutlich angestiegen. Mindestens 53 Menschen kamen nach jüngsten Erkenntnissen beim Unglück in der Industriestadt Kemerowo ums Leben.

Dies meldete die russische Nachrichtenagentur Tass am Montag unter Berufung auf die Rettungskräfte. Mehrere Menschen würden noch vermisst. Am Sonntagabend hatten die Behörden zunächst von 37 Todesopfern gesprochen.

Ersten Ermittlungen zufolge war das Feuer am Sonntagnachmittag in einem Kinosaal in der obersten Etage ausgebrochen und erfasste mehr als tausend Quadratmeter des dreistöckigen Komplexes. Wie viele Menschen sich in dem Einkaufszentrum aufhielten, war zunächst unklar, doch war es zum Unglückszeitpunkt gut besucht. Den Rettungsdiensten zufolge wurden 120 Menschen in Sicherheit gebracht.

Die Feuerwehr brachte den Brand am Montagmorgen unter Kontrolle, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Das Gebäude ist nach Angaben der Behörden einsturzgefährdet.

Mehrere Festnahmen

Auch die Brandursache blieb zunächst unklar. Die Behörden leiteten Ermittlungen wegen «Verletzung der Sicherheitsbestimmungen» ein. Drei Menschen wurden festgenommen, wie Tass unter Berufung auf Polizeiquellen meldete. Unter den Festgenommenen sei auch der Direktor des Einkaufszentrums in der Stadt Kemerowo.

Katastrophenschutzminister Wladimir Putschkow reiste in die Industriestadt, um sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen, wie Ria Nowosti berichtete. Es war das schlimmste Brandunglück in Russland seit Jahren.

Kemerowo liegt in Westsibirien, rund 3000 Kilometer von der russischen Hauptstadt Moskau entfernt. Mehr als 500'000 Menschen leben in der Industriestadt im Kusbass, Russlands grösstem Kohlerevier. (sda/dpa/afp)

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