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Merkel würdigt Macrons Verdienste um Europa



Für seine Verdienste um Europas Einigung ist der französische Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag in Aachen mit dem internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Beim Festakt würdigte ihn Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Macron sei der derzeit grösste Impulsgeber des heutigen Europas, sagte Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp bei der Preisverleihung. Die Auszeichnung solle Ermutigung sein, weiterhin als starke Stimme für ein neues Europa zu streiten. Nötig sei die Bereitschaft zum ehrlichen Austausch und das Bekenntnis, gemeinsam mehr erreichen zu können.

Die bisherigen Reaktionen auf das Reformkonzept Macrons für Europa seien aber enttäuschend, sagte der CDU-Politiker Philipp. Die Rede Macrons mit den Reformvorschlägen werde nicht in der Gesamtheit, sondern wie beim Eurozonen-Budget nur in Bruchstücken diskutiert, und zwar «medial zerstückelt und dadurch geradezu vernichtet».

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte Macrons Begeisterung, Einsatz und Courage. «Du sprühst vor Ideen und hast die europapolitische Debatte mit neuen Vorschlägen neu belebt», sagte Merkel in ihrer Laudatio.

Gemeinsame Vorschläge bis Juni

Die Auszeichnung solle nicht nur Bestätigung für den richtigen Weg sein, sondern auch Bestärkung und Ansporn, den Weg zuversichtlich weiterzugehen. «Ich freue mich, auf diesem Weg mit Dir gemeinsam arbeiten zu können», sagte Merkel im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses.

Bislang hat die deutsche Regierung noch keine konkrete Antwort auf die Reformvorschläge Macrons für Europa gegeben. Merkel bekannte sich aber dazu, «dass wir einen neuen Aufbruch in Europa brauchen». Das sei entscheidend, «um sich den Ewiggestrigen entgegen zu stellen». Bis Juni werde es gemeinsame Vorschläge geben, die Eurozone werde durch eine vertiefte Zusammenarbeit gestärkt, zudem müsse man dringend die Aussen- und Sicherheitspolitik vertiefen.

An dem Festakt nahmen zahlreiche Staatsoberhäupter sowie frühere Karlspreisträger teil, darunter Spaniens König Felipe VI., der ukranische Staatspräsident Petro Poroschenko sowie die litauische Präsidentin und Karlspreisträgerin Dalia Grybauskaite. (sda/dpa/afp)

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