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Bundesrat Alain Berset, Vorsteher Eidgenoessisches Departement des Innern (EDI), ueber die

Alain Berset freut sich über die Unterstützung der Frauenverbände für seine Revisionsideen. Bild: KEYSTONE

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«Ein wichtiger Schritt für die Gleichberechtigung» — Linke jubeln über Rentenalter 65 für Frauen

Pavel Kulicka

Bern (den). Gestern hat Bundesrat Alain Berset die Vorschläge des Bundesrats zur Altersvorsorge präsentiert. Hauptbestandteil dabei ist, dass das bisherige Rentenalter von 64 für Frauen nach und nach auf 65 angehoben und somit demjenigen der Männer angepasst wird. Er sei sich bewusst, dass dieser Schritt nicht überall auf Gegenliebe stossen werde, es sei jedoch eine wichtige Massnahme um das drohende Defizit bei der Altersvorsorge abwenden zu können, sagte Bundesrat Berset gestern an der Pressekonferenz in Bern.

Ähnlich sehen dies die linken Parteien und die Frauenverbände. «Ein mutiger Entscheid des Bundesrates. Umstritten zwar, aber wegweisend für die Zukunft», sagt Doris Wyss, Zentralsekretärin des Schweizer Gewerkschaftsbunds SGB. Sie unterstützt den Entscheid des Bundesrates deshalb vorbehaltlos. «Es ist wichtig, dass Frauen in der Berufswelt nicht weiterhin benachteiligt werden. Denn bis jetzt werden wir mit 64 einfach aufs Abstellgleis ausrangiert, wie eine alte Lok, während Männer noch weiter arbeiten dürfen. Dies ist unfair gegenüber gut ausgebildeten, emanzipierten Frauen.»

«Dieser Entscheid ist eine Ohrfeige für alle Frauen»

Auch SP-Nationalrätin Yvonn Frey ist mit der Arbeit «ihres» Bundesrates zufrieden. «Berset hat dieses heisse Eisen angepackt und es zu einem guten Paket geschmiedet.» Frey ist sich jedoch sicher, dass die Vorlage vor allem bei rechten Parteien auf Widerstand stossen wird. «Die Bürgerlichen tun sich allgemein schwer mit der Gleichstellung von Mann und Frau. Ich könnte mir vorstellen, dass Personen aus dem rechten Lager ‹Dieser Entscheid ist eine Ohrfeige für alle Frauen› schreien werden. Diese Personen möchten leider weiterhin Frauen bevormunden und ihnen eine volle und faire Teilnahme am Arbeitsmarkt verbieten», sagt Frey sichtlich genervt.

Des militaires de l'armee Suisse s'equipent de leur combinaison NBC lors de la presentation de l'exercice D-CH ABC FTX14, ce lundi 17 novembre 2014, au village d'excercice d'Epeisses. Plus de 900 militaires sont engages (parmi lesquels 130 de la Bundeswehr), une dizaines de partenaires civils participent a cet exercice (douanes, police, NEDEX, brigade sanitaire, SIS, SIG, SSA Geneve, ainsi que l'Office cantonal de la protection de la population et des affaires militaires, OCPPAM). (KEYSTONE/Anthony Anex)

Militärdienstpflicht auch für Frauen? Die Linken sagen Ja. Bild: KEYSTONE

Frey sieht durch den Entscheid des Bundesrates die Politik der linken Parteien und der Gewerkschaften bestätigt. «In den letzten 40 Jahren ist viel für die Gleichstellung von Frauen und Männern getan worden. Trotzdem sind wir noch nicht am Ziel. Nach wie vor herrscht ein Ungleichgewicht bei den Löhnen», so Frey. Doch auch in einem anderen Bereich sehen Frey und ihre linken MitstreiterInnen Handlungsbedarf. «Wir sind mit der Gleichstellung noch nicht am Ziel. Nach wie vor werden Männer gezwungen einen Dienst fürs Vaterland zu leisten. Sei dies im Zivilschutz und -dienst, im Militär oder durch das Bezahlen eines Beitrages. Da ist es nur fair, wenn nun auch die Frauen in die Pflicht genommen werden. In der Wintersession plane ich deshalb einen Vorstoss, dass dieser Dienst auch auf Frauen und Ausländer ausgedehnt wird.»

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Hart recherchierte Fakten, fundierte Kritik und realistische Analysen? Die gibt es anderswo. Chefredaktor Buzz Orgler und sein Praktikant Pavel Kulicka decken auf, was keiner wissen will. Ob Berichte über einen Schwangerschaftstest fürs iPhone oder mit Zwiebeln verunreinigte Kebabs, die beiden gescheiterten Journalisten sind sich für keine satirische Schlagzeile zu schade. Und schneller als die Wahrheit sind sie noch dazu.

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    Alle Leser-Kommentare
  • BeWi 22.11.2014 11:40
    Highlight Highlight Ja, das wäre dann mal die richtig gelebte Gleichberechtigung. Nur blöd, dass (auch) die Männer profitieren würden, daher kann das ja nicht im Sinne der Frauen sein. Noch eine Anmerkung: die 20% Lohnungleichheit kann niemand beweisen. Das sind Annahmen aus den entsprechende Kreisen. Es ist absolut unmöglich aus den offiziellen Angaben die gerechten Löhne zu ermitteln. Ich weiss von was ich rede, bin Arbeitgeber..
  • Androider 20.11.2014 17:56
    Highlight Highlight Herrlicher Artikel :'D

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