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82-jähriger New Yorker Mafioso zu acht Jahren Gefängnis verurteilt

29.12.17, 12:04


Jahrzehntelang ist der New Yorker Mafioso Vincent Asaro den Fängen der US-Justiz entkommen. Nun muss der 82-Jährige wegen eines Wutanfalls der besonderen Art für acht Jahre hinter Gitter.

Eine Bundesrichterin in Brooklyn befand Asaro am Donnerstag (Ortszeit) für schuldig, 2012 drei Männern das Anzünden eines Fahrzeugs befohlen zu haben, nachdem dessen Fahrer ihm die Vorfahrt genommen hatte.

Neben der Haftstrafe verurteilte die Richterin Allyne Ross den Angeklagten zur Zahlung von rund 21'000 Dollar Entschädigung. Die Staatsanwältin Bridget Rohde erkärte, Asaro sei auch für «ein Leben voller gewalttätiger krimineller Aktivitäten» verurteilt worden.

Asaro hatte die Wut gepackt, als ihm im April 2012 ein Wagen die Vorfahrt genommen hatte. Zunächst nahm er selbst die Verfolgung auf, verlor den respektlosen Verkehrsteilnehmer jedoch. Allerdings notierte er sich das Kennzeichen, fand so den Fahrer wieder - und schickte drei Männer, die den Wagen in Brand setzten.

Bisher stets freigesprochen

Der Sohn und Enkel von Mafiosi wuchs in Ozone Park auf, einer der Hochburgen der Cosa Nostra im New Yorker Stadtteil Queens. Asaro war nach Erkenntnissen der Fahnder jahrzehntelang eines der führenden Mitglieder des berüchtigten Bonanno-Clans. Er gehört zu den letzten Kriminellen einer Zeit, in der die italo-amerikanische Mafia das organisierte Verbrechen in New York beherrschte.

Bislang hatte er sich jedoch einer Verurteilung entzogen. So wurde Asaro 2015 von dem Vorwurf freigesprochen, an dem sogenannten Lufthansa-Raub am Flughafen John F. Kennedy beteiligt gewesen zu sein. Bei dem brutalen Überfall 1978 erbeuteten die Täter Geld und Schmuck im Wert von heute etwa 20 Millionen Dollar aus dem Lufthansa-Frachtzentrum.

Ebenfalls nicht nachgewiesen werden konnte Asaro der Mord an einem anderen Mafioso. Eine Geschworenenjury sprach ihn von dem Vorwurf frei, 1969 Paul Katz erwürgt zu haben, weil er ihn für einen Polizeiinformanten hielt.

Dass Asaro auch im Alter nichts von seiner kriminellen Energie verloren hat, zeigen Dokumente aus seiner jüngsten Haftzeit: In den vergangenen Monaten kündigte er demnach an, er wolle die für ihn zuständige Staatsanwältin ermorden lassen. (sda/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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