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Religiöser Konflikt im Jemen

Autobomben reissen 15 Kinder in den Tod – Ziel des Anschlags war ein Schiiten-Führer

16.12.2014, 21:1817.12.2014, 10:42

Bei einem Selbstmordanschlag im Jemen sind am Dienstag mindestens 25 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien 15 Kinder, verlautete aus Kreisen der Sicherheits- und Rettungskräfte. Der Bus der Schüler wurde demnach von zwei Autobomben in die Luft gerissen.

Der Anschlag in der zentraljemenitischen Stadt Rada habe einem Anführer der schiitischen Huthi-Rebellen gegolten, sagte ein Vertreter der örtlichen Sicherheitskräfte. Er machte mutmassliche al-Kaida-Anhänger für die Tat verantwortlich.

Sunniten bekämpfen schiitische Aufständische

Der Jemen wird seit dem Sturz von Staatschef Ali Abdullah Saleh im Jahr 2012 von Gewalt und schweren politischen Unruhen erschüttert. Schiitische Milizen brachten in den vergangenen Monaten die Hauptstadt Sanaa und auch Teile von Rada unter ihre Kontrolle. Im Namen der schiitischen Minderheit fordern die Aufständischen mehr politische Mitsprache.

Der Vormarsch der Huthi-Rebellen stösst aber auf den Widerstand sunnitischer Stammesmilizen, die gemeinsam mit der Extremistengruppe al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (Aqap) gegen die Schiiten kämpfen. In Rada waren bereits vor etwa einem Monat bei einem Bombenanschlag auf einen schiitischen Stammesführer dutzende Menschen getötet worden. (sda/afp/tat)

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