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Eine Gruppe Wanderer wartet auf das Postauto bei der Haltestelle Sagendorf in Emmetten im Kanton Nidwalden am zweiten Tag der Schutzmaskenpflicht im oeffnetlichen Verkehr waehrend der Corona-Pandemie am Dienstag, 7. Juli 2020. (KEYSTONE/Urs Flueeler).

Ausflügler warten am Dienstag in Emmetten (NW) auf das Postauto. Bild: keystone

Kommentar

Ohne Onkel Alain und Tante Natalie geht es nicht – warum nicht?

Wochenlang trägt kaum jemand Masken im öV. Dann tun es plötzlich alle, weil es der Bundesrat befohlen hat. Mit unserer viel gelobten Eigenverantwortung ist es nicht weit her.



Gibt es irgendwo im Bundeshaus einen Schalter? Einen, den man umlegen muss, damit das Volk spurt? Solche Fragen stellte man sich am Montag, als auf einmal die ganze Schweiz in Bahn, Bus und Tram mit Masken unterwegs war. Noch am Sonntag waren kaum welche zu sehen, wie zuvor während Wochen, trotz eindringlicher Mahnungen.

Man fühlte sich unweigerlich an das ominöse Wochenende Mitte März erinnert. Obwohl der Bundesrat deutlich vor dem Coronavirus gewarnt und erste Einschränkungen verordnet hatte, verhielten sich viele, als ginge sie das nichts an. Gesundheitsminister Alain Berset machte sich in Bern persönlich ein Bild der Lage und war not amused.

Bundesrat Alain Berset, rechts, und Regierungsraetin Natalie Rickli verfolgen das Konzert von Opernsaengerin Stefanie C. Braun im Alterszentrum Trotte, aufgenommen am Donnerstag, 30. April 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli und Alain Berset mussten auf den Putz hauen, damit die Leute spurten. Bild: KEYSTONE

Am Montag versetzte der Bundesrat die Schweiz in den partiellen Lockdown. Danach hatten die Leute verstanden, sie verhielten sich diszipliniert. Offenbar musste Onkel Alain uns mit der Rute zur Räson bringen. Von uns aus waren wir nicht dazu in der Lage.

Ein Schönwetter-Konzept

Wir bilden uns in der Schweiz sehr viel ein auf unseren Sinn für Eigenverantwortung. Mit unserem Bottom-Up-System, in dem das Volk das letzte Wort hat, fühlen wir uns den anderen Ländern überlegen, die nach dem Top-Down-Prinzip funktionieren. Denn die Menschen wissen selbst am Besten, was gut für sie ist, lautet die reine Lehre.

Corona entlarvt, wie es darum wirklich steht. Eigenverantwortung scheint ein Schönwetter-Konzept zu sein. In der grössten Krise seit Menschengedenken sind wir offenbar nicht in der Lage, aus eigenem Antrieb rational zu handeln.

Ignoranz allenthalben

Zum Beispiel in der Maskenfrage. Die SBB und andere Verkehrsbetriebe ermahnten uns «dringend», eine zu tragen, wenn der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann. Sie verteilten sogar Masken an die Pendlerinnen und Pendler. Das Zugpersonal flehte uns regelrecht an, zu seinem Schutz eine Maske zu tragen. Genützt hat alles nichts.

Video: watson/Lea Bloch, Jara Helmi

Oder die Clubs. Obwohl klar ist, dass sie alles andere als Safe Spaces sind, verhielten sich viele Besucherinnen und Besucher ignorant. Prompt kam es an diversen Orten zu Corona-Infektionen, worauf Tante Natalie auf den Putz haute und mit der Schliessung drohte. Am folgenden Weekend zeigten die Nachtschwärmer am Eingang brav ihre ID.

Ein fader Beigeschmack

Es gibt Gründe für das irrationale Verhalten, etwa die wirre Kommunikation des Bundes bei den Schutzmasken. Die während Wochen sehr tiefen Fallzahlen verleiteten uns gerade in der Deutschschweiz zur Annahme, das Coronavirus sei gar nicht so schlimm und alles überstanden. Das forsche Öffnungstempo des Bundes verstärkte diese Illusion.

Dabei zeigen watson-Recherchen, dass die Clubs bereit waren, ihre Verantwortung wahrzunehmen. Sie wollten deutlich weniger Leute einlassen und später öffnen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ignorierte sie. Das verleiht den Forderungen nach Eigenverantwortung einen mehr als faden Beigeschmack.

Das betrifft auch die mit grossem Aufwand lancierte SwissCovid-App. Eine Comparis-Umfrage ergibt ein ernüchterndes Bild: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung will die App nicht herunterladen. Begründet wird die Verweigerung unter anderem mit Bedenken in Sachen Datenschutz, obwohl die App gerade in diesem Bereich als vorbildlich gilt.

Kaum Eingaben auf der App

Diese Botschaft scheint nicht anzukommen. Eher nachvollziehen lässt sich der fehlende Glaube an den Nutzen. So wurden laut dem «Tages-Anzeiger» vom Mittwoch seit dem Start der App 910 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Von diesen hätten nur 40 die App aktiviert und 30 ihren Code eingegeben. Ein BAG-Sprecher sprach gegenüber watson von über 60 Codes, doch auch das basiert auf Freiwilligkeit.

Sicheres Contact-Tracing, Made in Switzerland

Man kann argumentieren, dass jede auf diese Weise verhinderte Infektion eine gute Sache ist. Aber die erhoffte Breitenwirkung wird die SwissCovid-App so niemals erreichen.

Ähnlich sieht es bei der Quarantäne aus, die man nach dem Kontakt mit einer infizierten Person sowie nach einer Reise in 29 Risikoländer antreten müsste. Ob das geschieht, wird kaum kontrolliert. Und wer sich bemüht, erhält wenig Hilfe vom BAG und den Kantonen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtete. Nun soll es Stichproben geben.

Überforderte Kantone

Die Kantone rufen auch in diesem Fall zu Eigenverantwortung auf. Sie spielen eine zwiespältige Rolle. Ihre Überforderung ist manchen Bereichen offensichtlich, vor allem beim wichtigen Contact Tracing. Unsere schlanken Verwaltungen haben in guten Zeiten ihren Charme. Für Krisen sind sie schlecht gerüstet.

Deshalb brauchen wir wohl die starke Hand von Onkel Alain und Tante Natalie, damit wir das Richtige tun. Von uns aus sind wir dazu nicht in der Lage. Das erzeugt ein ungutes Gefühl. Zu grosse Autoritätsgläubigkeit hat in der Geschichte schon oft üble Folgen gehabt. Man neigt beinahe dazu, sich über jede und jeden zu freuen, der jetzt keine Maske trägt.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 11.07.2020 14:48
    Highlight Highlight Um was geht es in diesem Artikel?

    Darum, aufzuzeigen, wie autoritätsgläubig wir sind?
    Oder will Herr Blunschi sagen, ohne Autorität gehe in der Schweiz nichts?
    Oder sollen wir erkennen, dass sich auch unsere Autoritäten irren?
    Soll man nun Masken tragen oder nicht (was würde Herr Blunschi mehr Freude bereiten)?

    Wir haben Krise. Viele von uns machen auch ausserhalb von Krisen in bestimmten Bereichen, was sie wollen. Beliebte "Freiräume": Strassenverkehr, Steuern etc.). Einschränkungen gegenüber der Normalität waren noch nie beliebt. Sie werden deshalb unterschiedlich wahrgenommen.
  • Halimasch 10.07.2020 23:42
    Highlight Highlight Ich denke es können zwei Dinge festgehalten werden:
    1. Mit der hochgelobten Eigenverantwortung ist es nicht so weit her. Oder anders gesagt, zeigt sich exemplarisch, dass Eigenverantwortung, wie von Wirtschaft und Politik propagiert, gemeinhin als "jeder schaut für sich selber" anstatt als "jeder übernimmt Verantwortung" verstanden wird.
    2. (Eigen)verantwortung ist kein Ersatz für Regeln.
  • pablosmama 10.07.2020 17:55
    Highlight Highlight maske tragen bringt uns nicht um - aber
    keine maske tragen kann das... sicher war es nicht gut, uns vor monaten zu suggerieren,
    dass die maske nicht nützt (weil es nicht genug gab). der mensch neigt nun einmal dazu, den bequemsten weg zu gehen, und das ist der ohne maske. in der zwischenzeit
    wurde aber genügend über den nutzen berichtet, so dass jeder einigermassen intelligente bürger nun wissen sollte, was er zu tun hat, freiwillig.
    • Nekomana 12.07.2020 08:14
      Highlight Highlight Nun, es wurde vor der Pflicht so oft durchgekaut... Wie oft muss es wiederholt werden, damit du es schnallst?
  • PrinzLionel 10.07.2020 17:20
    Highlight Highlight Die Leute tragen zwar seit dieser Woche Masken im ÖV, doch 90% von ihnen machen x Fehler, so dass sie dennoch angesteckt werden könnten dabei. Sie berühren die Maske, hängen sie weg Mund usw, desinfizieren aber dann nicht die Hände, sondern tatschen sich ins Gesicht usw. Auch das Bahnpersonal.
    Hierzu wäre eine erneute Aufklärung wie man Masken richtig benutzt mehr als sinnvoll.
    Ach ja, und im Artikel wurde es etwas speziell dargestellt. Wer bitte hört schon auf Na Ri? Niemand.
  • yey 10.07.2020 16:54
    Highlight Highlight In Punkto Eigenverantwortung ist alles in Ordnung: Die allermeisten Leute halten sich an die offiziellen Empfehlungen, ohne das die Regierung mit drakonischen Strafen drohen muss.

    Das sich die Empfehlung in Punkto Maskentragen geändert hat muss man nicht der Bevölkerung in die Schuhe schieben wollen - und zwar unabhängig davon, ob der Grund für die Änderung die Überwindung des temporären Verfügbarkeitsengpasses, oder eine veränderte Gefahreneinschätzung war.
    • Mad Heidi 10.07.2020 18:55
      Highlight Highlight „Punkto Eigenverantwortung ist alles in Ordnung“.

      Du solltest nicht von dir auf andere schliessen. Der Ort, wo ich lebe, wird gerade jetzt umso mehr geflutet von Stadtflüchtlingen, die sich einen feuchten Dreck um irgendwelche Regeln oder Empfehlungen scheren. Eigenverantwortung funktioniert nicht.
  • Luki Bünger 10.07.2020 16:30
    Highlight Highlight Bisschen ein rhetorischer Spagat.
    Du redest von der Fähigkeit, ohne staatliche Bevormundung im Sinne des Kollektivs zu handeln.
    Und sorry, das ist nun aber mal gar keine Schweizerische Tugend.
    Der Begriff Eigenverantwortung steht heutzutage wohl eher für das Recht, sich ohne Rücksicht auf Umfeld und -welt für seinen eigenen Vorteil einzusetzen und wer das nicht gebacken kriegt, ist selber schuld.
  • Nik G. 10.07.2020 15:14
    Highlight Highlight Wie will man die Eigenverantwortung fördern wen am einen Tag Rechts und am nächsten Tag links gesprochen wird. Klar muss man erforschen und weiss nicht alles aber besonders bezüglich Masken macht man lieber von Anfang an eine Pflicht und kann sie später lockern. Zusätzlich haben die Menschen vermutlich langsam genug von dem ewigen Vorschriften. Schlussendlich sind wir zum grösstenteils Selbstbestimmend. Und der wirtschaftliche Schaden in den nächsten 5 Jahren wird sehr gross sein. Wirtschaftlicher Schaden vs. die anzahl Personen die während des Lockdowns starben.
    • lilie 10.07.2020 18:34
      Highlight Highlight @Nik: Oder man probierts zunächst mit eher lockeren Massnahmen und wenn man sieht, dass es nicht funktioniert, dann zieht man die Schraube an.

      Weil zuerst Pflicht und dann lockern und dann wieder Pflicht, weils nicht funktioniert hat, ist ja auch nicht das Gelbe vom Ei (siehe Israel und viele andere Länder).
  • rudolf_k 10.07.2020 15:07
    Highlight Highlight "Oder die Clubs. Obwohl klar ist, dass sie alles andere als Safe Spaces sind, verhielten sich viele Besucherinnen und Besucher ignorant." Absoluter Schwachsinn. Was erwartet ihr eigentlich vom durchschnittlichen Club-Besucher? Wenn diese geöffnet haben, dann läuft es dort so ab wie immer, weil dies gar nicht anders möglich ist. Vorwurf direkt zurück an den Absender, einzig diejenigen welche die Öffnung erlaubt und die Club-Betreiber welche sich nicht an die Auflagen gehalten haben müssen sich hier irgendwelche Vorwürfe gefallen lassen.
    • Shlomo 10.07.2020 17:51
      Highlight Highlight Einmal mehr erwartete ich halt zu viel. Ich hab gedacht die Leute verhalten sich rational. Aber Menschen und Intelligenz 🤷‍♂️
  • _stefan 10.07.2020 14:50
    Highlight Highlight Die Schweiz ist ja bekanntlich voller Polizisten, denen hat bisher aber das Gesetz gefehlt, die Maskenpflicht im ÖV durchzusetzen 😉

    Inzwischen funktioniert das aber glücklicherweise sehr gut. Wer ohne Maske in einen Zug einsteigt wird sofort ermahnt, innert Sekunden kümmert sich dann ein Grossaufgebot von bösen Blicken um den Querulanten 😁
  • Steibocktschingg 10.07.2020 14:26
    Highlight Highlight "Eigenverantwortung" ist halt heute tendenziell eher zu einem Euphemismus für "mir doch scheissegal, ob wer zu Schaden kommt, ich komme zuerst" verkommen. Vergessen die eifrigsten Proponenten der heiligen Eigenverantwortung, hauptsächlich in FDP und SVP, besonders in deren Jungmannschaften, zu finden, gerne, schliesslich beweisen sie ja auch gleich selbst, wie schlecht eine Gesellschaft, die nur darauf fusst, funktionieren kann.
    • Slender Man the Mohrenkopf 10.07.2020 15:00
      Highlight Highlight Natürlich sind die alle Menschen, welche nicht freiwillig eine Maske tragen und sich in Clubs aufhalten, nach Serbien reisen und danach das Virus in der Schweiz verbreiten, Anhänger oder Mitglieder der FDP / SVP oder deren Jungparteien.

      Mitglieder der SP, JUSO, GLP und Grünen und deren Sympathisanten haben alle brav ihre Masken getragen, die App installiert, sich an Distanz- und Hygieneregeln gehalten und haben keine Events und Clubs besucht.

      Dein Weltbild ist wirklich sehr einfach gestrickt.
    • Steibocktschingg 10.07.2020 21:35
      Highlight Highlight Vielleicht wäre es von Vorteil, wenn du begreifen würdest, dass ich über den Begriff im Allgemeinen schrieb. Darüber, dass es Deppen überall gibt, quer durchs Politik- wie auch Bildungsspektrum, auch solche, die keine Masken tragen, darüber braucht es keine Diskussion, das ist offensichtlich.

      Aber gut, Lesen ist nicht Jedermanns Sache...
    • Interessierter 11.07.2020 00:55
      Highlight Highlight @Slenderman: Vielleicht liest Du noch einmal den Text, dann verstehst Du es vielleicht und dann verstehst Du vielleicht auch, warum ich Deine Antwort nicht verstehe....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glücklicher 10.07.2020 14:14
    Highlight Highlight Ich finde, man soll nicht unnltig Tote inkauf nehmen. Dennoch ist selbst jetzt für die Gruppe der meistbetroffenen (v.a. ü80) das Risiko z.B. als Fussgänger im Strassenverkehr oder auf der Treppe zu sterben wesentlich höher, als vom Corona erwischt zu werden.
    Da wie dort trifft man Massnahmen, lässt aber nicht alles von Angst vorschreiben und will 0-Risiko.
  • emcel 10.07.2020 13:49
    Highlight Highlight Und einen grossen Nachteil sehe ich bei der Maskenpflicht!

    Als nur diejenigen eine hatten, welche das freiwillich wollten, war genau ersichtlich. bei wem man aus Rücksicht etwas mehr als die 1.5 oder 2m Abstand halten sollte.
    Diese Menschen hatten Angst, waren Risikopatienten, oder hatten sonst einen guten Grund.
    Seit dem alle eine haben, habe ich das Gefühl, dass wieder weniger Rücksicht auf Einzelne genommen wird.
    • MiaMiu 10.07.2020 15:08
      Highlight Highlight Mein guter Grund war, andere zu schützen! Ich hatte um mich selbst nie Angst und habe sie auch jetzt nicht, trage aber seit Wochen im ÖV und beim Einkaufen eine Maske, wenn es mehr als nur eine Handvoll Leute hat.
  • emcel 10.07.2020 13:45
    Highlight Highlight Eigenverantwortung bedeuted nicht Egoismus, aber genau so wenig nachmachen was die meisten für gut befinden.
    Fur mich gehört da vorallem dazu, sich nichts vor zu machen, keine Panik zu schieben und vorallem sich seinen Taten bewusst sein.
    Wenn ich ohne Maske den Bus betrete, nichts anfasse, Abstand halte, mich still hinsetze und dann einfach zum Fenster hinaus träume, bin ich wahrscheinlich weniger gefährich/gefährdet, als diejenigen mit Maske, welche alles antatschen, andauernd labern, sich überall durchquetschen und denken; Ich hab ja ne Maske, alles gut so.
    Nicht die Maske, das Verhalten!
    • Mutzli 10.07.2020 15:14
      Highlight Highlight @emcel

      Sie persönlich vielleicht schon, aber, und das ist ja der Punkt von Masken, dafür gefährden Sie alle anderen um ein vielfaches mehr.

      Schmierinfektion, d.h. durch das direkte Berühren von mit dem Virus belastete Oberflächen und dann z.B. ins Gesicht fassen, ist ein anderes Thema als die Infektion durch ausgeatmete Tröpfchen.

      Während Handhygiene Sie persönlich vor Schmierinfektion schützen kann, schützen Masken andere vor Infektion über die Luft. Und da auch asymptomatische leider bereits Viren verbreiten können -> Maske auf, Abstand und gut ist.
  • Rethinking 10.07.2020 13:39
    Highlight Highlight Es könnte daran liegen dass wir letzten Endes halt doch sehr egoistisch sind...

    Oder aber wir haben einen so schwachen Charakter, dass wir uns nicht getrauen eine Maske zu tragen, solange es die Mehrheit nicht tut...

    Beides ein Armutszeugnis...
  • Fakten 10.07.2020 13:26
    Highlight Highlight Ihr wollt euch schützen - ich habe euch nicht gebeten, mich zu schützen. Also kann ich eine oder eben keine Maske tragen wann ich will 💁🏻‍♂️
    • Steibocktschingg 10.07.2020 21:44
      Highlight Highlight Ich bitte dich, MICH zu schützen. Sei also so nett und respektiere das und trage eine Maske. Oder bist du zu egoistisch dafür?
  • mae 10.07.2020 13:24
    Highlight Highlight Ich habe selten einen solch unlogischen Text gelesen. Sollen wir gemäss dem Autor nun autoritätsgläubig sein oder nicht? Sollen wir, weil die SBB fleht, Masken anziehen, obwohl dies überhaupt keinen Sinn macht, wenn die Epidemie vorbei ist, wie es bei uns der Fall ist? Die Leute können für sich selber denken, deshalb keine überflüssigen Masken. Wenn dann eine Pflicht kommt, zieht man halt eine an, nicht aus Überzeugung, sondern weil man dazu gezwungen wird.
    • Steibocktschingg 10.07.2020 21:46
      Highlight Highlight Die Pandemie ist nicht vorbei und die Leute können offensichtlich nicht von sich aus auf die Idee kommen, andere zu schützen. Also muss es angeordnet werden. Hat nichts mit "Autoritätsgläubigkeit" zu tun, sondern damit, dass man an seine Verantwortung anderengegenüber erinnert wird.

      Dein Kommentar ist daher unlogisch und realitätsfern und strotzt vor schlecht verborgenem Egoismus.
  • De-Saint-Ex 10.07.2020 13:06
    Highlight Highlight Danke Herr Blunschi, Sie schreiben mir aus dem Herzen.
    Einerseits sind das Auswirkungen unserer „Ego-ich will Spass-Kultur“ und andererseits ein Beleg mehr dafür, dass unsere Regierung eine von Schönwetter abhängige ist, halt alles andere als Krisen-erprobt, genau so wie unsere Bevölkerung. Sollte es wirklich zur „ominösen“ 2. Welle diesen Herbst kommen... ich mag nicht daran denken...
  • PlayaGua 10.07.2020 13:06
    Highlight Highlight Ist doch wie bei den Steuern. Grundsätzlich wissen alle, dass sie nötig sind. Aber wären sie freiwillig, würde dennoch niemand bezahlen.
  • invisible 10.07.2020 12:59
    Highlight Highlight Viele hier verwechseln Eigenverantwortung mit einer Garantie, dass man machen kann was man will ohne dabei gestört zu werden. Nicht mal aus eigenem Antrieb gesund bleiben zu wollen ist selbstverständlich. "Hauptsach MIR redet keine dri, haha!"
    • invisible 10.07.2020 13:26
      Highlight Highlight Ach stimmt ja, mein Fehler, Corona ist ja für alle total harmlos und wir wissen auch längst alles über Langzeitfolgen. Also warum chillen wir nicht endlich alle?
    • Glücklicher 10.07.2020 14:03
      Highlight Highlight Eigenverantwortlich ist es, die Risiken für sich abzuschätzen (und wenn man den Begriff etwas weit fassen will auch für andere) und dann gemäss dieser Einschätzung zu handeln. Bei halbleerem Zug ist das Risiko ohne Maske Schaden zu nehmen für mich und andere wesentlich geringer. Da ist das Überqueren des Fussgängerstreifens vor dem Bahnhof oftmals wesentlich riskanter.
    • Steibocktschingg 10.07.2020 21:49
      Highlight Highlight Da sich das Virus, laut Nature-News, in geschlossenen Räumen per Aerosole anzureichern scheint: Nope, eben nicht, Glücklicher. Es dauert nur etwas länger.
  • smartash 10.07.2020 12:49
    Highlight Highlight „In der grössten Krise seit Menschengedenken....“

    Ernsthaft? Dann reicht das hier das „Menschengedenken“ gerade mal bis zum Jahr 1945 zurück?
  • Hierundjetzt 10.07.2020 12:47
    Highlight Highlight Na ja, im Verwaltungssprech ist „Empfehlung“ / „dringende Empfehlung“ das Maximum an Weisung. Das wäre übersetzt „mach sofort oder es häscheret“.

    Ausserhalb der Departemente der Eidgenossenschaft wird dies aber als „wenn Lust hast, machs“ interpretiert
  • slick 10.07.2020 12:41
    Highlight Highlight Ich denke für viele war die empfundene Gefahr einfach nie genügend stark, um sich persönlich wirklich einzuschränken. Hätten wir täglich 20k Ansteckungen, würde wohl so mancher aus 1.5m Abstand freiwillig 5m und mehr machen.
  • DerSchreder 10.07.2020 12:40
    Highlight Highlight Hier wird die Thematik mit dem freiwilligen Tragen der Masken aus meiner Sicht schön erläutert bzw. eine schöne Theorie dazu aufgestellt:

    https://hub.hslu.ch/informatik/von-schutzmasken-und-anderen-dilemma-ov-maskenpflicht-corona/
  • Hardy18 10.07.2020 12:31
    Highlight Highlight Es ist ganz einfach. Der Mensch braucht eine klare Ansage!
    Wenn Hans Wurst von der SBB und anderen Institutionen nur darauf hinweisen, können sie sich ihre Wünsche in die Haare schmieren. Ganz einfach.

    Solange der Krisenchef nix sagt, scheint alles in Ordnung sein und damit kein Wildwuchs herrscht darf in Krisenzeiten nur einer das Sagen haben. Sonst kann man das alles nicht ernst nehmen, wenn jeder irgendwas beschliesst.
    Es gibt immer freiwillige die z.B. mit den Masken Vorpreschen, diese brauchen aber nicht jammern wenn kaum einer mitmacht, solange der Krisenstab nichts sagt.
    • Hardy18 10.07.2020 16:37
      Highlight Highlight Danke.
      Ich finde es auch eine Frechheit, wenn man Solidarität - verlangt.
      Und z.B. hier in den Kommentaren angepisst wird, wenn man vor der Anordnung nicht mitmacht hat, aus Gründen die vielleicht belanglos oder gerechtfertigt sind.

      So lange es keine Anordnung gibt, ist das was passiert, in den Clubs/Bars etc und sogar das ausgehen an sich, freiwillig.
      Wer Angst hat bleibt zu Hause und muss nicht andere, die kein Gesetz oder Anweisung gebrochen haben, fertig machen.
  • Theo Rehtisch 10.07.2020 12:15
    Highlight Highlight "In der grössten Krise seit Menschengedenken ..."

    Schwarze Pest, Weltkrieg 1, Weltkrieg 2, die Antoninische Pest, die grosse Depression, die Tulpenkrise, diverse Eiszeiten, etc.

    Waren wohl grössere Krisen als Corona. Corona sollte man auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen, aber man sollte dieses Thema auch nicht grösser machen als es ist.

  • murrayB 10.07.2020 12:14
    Highlight Highlight Der stinkende Fisch dem Volk nun unterjubeln zu wollen ist wohl fehl am Platz...

    Dieser hat vor 3 Monaten angefangen zu stinken, als stief und fest von offizieller Seite gesagt wurde, Masken bringen nichts...

    Und nun hat man plötzlich neue Erkenntnisse? Diese hatte nur die Schweiz nicht, aber alle anderen Länder der Welt?
    • Blubber 10.07.2020 13:05
      Highlight Highlight Ich finde murrayB hat nicht unrecht. Ich glaube unterschwellig hat sich das in den Köpfen festgesetzt, dass Masken angeblich nichts nützen. Weiter kommen wir aus einer Situation wo uns genau gesagt wurde was o.k. ist und was nicht. Der Übergang in die Eigenverantwortung ist dann nicht unbedingt leicht.
    • Rundlauf 10.07.2020 13:16
      Highlight Highlight Wenn du schon beim Rest der Welt zuschauen konntest und es schon viel früher für sinnvoll hieltest, warum hast du's dann nicht gemacht? Es gab ja kein Maskentrageverbot; es fehlte lediglich die ausdrückliche Trageempfehlung.

      Den eigenen Verstand darf man auch ohne Anweisung der Landesregierung benutzen, das scheint aktuell leider vergessen zu gehen.

      Es zeigt aber auch auf, dass es in unserer Gesellschaft definitiv vorpreschende Leistungs- bzw. Verantwortungsträger auf der einen Seite, und wie die Lemminge der Regierung Vorwürfe machende Trittbrettfahrer auf der anderen Seite gibt.
    • Glücklicher 10.07.2020 13:58
      Highlight Highlight Also wenn ich so sehe, WIE die Masken getragen werden, gilt die Aussage von Herrn Koch immer noch: Falsch getragen ist der Schaden vermutlich grösser als der Nutzen.
  • Blues 10.07.2020 12:05
    Highlight Highlight Es ist schon interessant: als wir anfangs Woche eine Wanderung im Schwarzwald machten und wir danach in DE nahe an der CH Grenze einkauften, man staune, alle Schweizer hatten im Laden ohne wenn und aber den Mundschutz auf. Wenn es ums billig Einkaufen geht, kann Herr und Frau Schweizer in allen Läden Maske tragen!
    • Rundlauf 10.07.2020 13:17
      Highlight Highlight Den Zusammenhang zum billig Einkaufen kann ich nicht erkennen. Fragwürdig an der Sache ist jedoch, dass man sich zu Hause dann aber schwertut mit dem Maskentragen.
    • Barracuda 10.07.2020 14:48
      Highlight Highlight Es gibt schon eine grosse Schnittmenge zwischen dem gemeinen Einkaufstouristen und den "Mir schreibt niemand eine Maske vor"-Polteris. Zeigt einmal mehr wie verlogen einige handeln. Wenn man selbst profitieren kann, dann fügt man sich gerne, ansonsten darf man aber in der persönlichen Freiheit nicht eingeschränkt werden.
    • Fakten 10.07.2020 21:45
      Highlight Highlight Mir schreibt niemand eine Maske vor!! ☝️
  • Barracuda 10.07.2020 11:55
    Highlight Highlight Ironischerweise sind es tendenziell vor allem Wähler von SVP und FDP, die Mühe mit der Eigenverantwortung bekunden. Also die Parteien, welche die Eigenverantwortung als Allzweckwaffe verkaufen. Ziemlich widersprüchlich und verlogen, da neue oder strengere Gesetze anscheinend insbesondere wegen solchen Leuten nötig sind, die Eigenverantwortung mit Egoismus gleichsetzen. Wenn aus dieser Ecke die hochgelobte Eigenverantwortung hochgehalten wird, dann nur wegen dem EIGEN und nicht wegen der VERANTWORTUNG ;-)
  • Kunibert der Fiese 10.07.2020 11:51
    Highlight Highlight "Grösste krise seit menschengedenken"

    Lol.
    • Hierundjetzt 10.07.2020 12:51
      Highlight Highlight Im WK 1 + 2 hatten wir keinen Lockdown oder demnächst 10% des BIP für die Krisenbewältigung ausgegeben. Es gab für die Soldaten nicht mal EO (!)

      Also: wo passt Dein Boomer Lol exakt hin?
    • Berberis 10.07.2020 13:24
      Highlight Highlight @Hierundjetzt
      Im Ersten und Zweiten Weltkrieg sind aber schon ein paar Menschen mehr ums Leben gekommen. Einverstanden?
    • n3rd 10.07.2020 13:32
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: 2. WK hatte je nach Schätzung zwischen 60 - 80 Mio. Tote. Man kann daher jetzt bei weitem nicht von der „grössten Krise“ reden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clank 10.07.2020 11:49
    Highlight Highlight Ihr versteht wohl nicht genau was Eigenverantwortung bedeutet. Eigenverantwortung heisst, dass man selber für sein Handeln und die Konsequenzen einsteht. Eigenverantwortung bedeutet aber ganz sicher nicht, dass jeder sich an "rationalen" Empfehlungen hält.
    Was für den einen rational scheint, ist es für den anderen evtl nicht. Nicht bei jedem Bürger steht die Kampf gegen Corona oder allgemein die eigene Gesundheit an oberster Stelle.
    Als bestes Beispiel sieht man es beim Alkoholkonsum. Wird vom Konsum abgeraten? Ja. Ist es gesundheitsschädlich? Ja. Tun es die Leute trotzdem? Ja.
    • Phrosch 10.07.2020 12:19
      Highlight Highlight Clank, ein Teil von Eigenverantwortung wäre aber auch, im Interesse des grösseren Ganzen solidarisch zu sein. Eigenverantwortung ist nicht Egoismus.
    • Toerpe Zwerg 10.07.2020 12:27
      Highlight Highlight Danke.
    • Emil Eugster 10.07.2020 12:29
      Highlight Highlight Gemeint ist eben eigenverantwortlich die Mitverantwortung zu übernehmen.
      Wie Im Strassenverkehr kann nicht einer das Gefühl haben, er könne mit 100km/h durch die Stadt rasen und er ginge dabei eigenverantwortlich vor. Wer Eigenverantwortung übernimmt tut dies im Kontext mit dem Wohlergehen der Gesellschaft. Sonst übernimmt er eben gar keine Verantwortung.
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  • COVID-19 ist Evolution 10.07.2020 11:36
    Highlight Highlight "Eigenverantwortung" ist ein grosser Kommunikationsfehler des Bundesrates.

    "Soziale Verantwortung" wäre angebracht. Da ist die Schweiz aber sehr schlecht bei, zum Glück aber ein Volk grosser Hörigkeit, so dass die soziale Verantwortung über Führung abgewickelt wird.

    Die Schweiz tickt wie ihre Banken.
  • Don Alejandro 10.07.2020 11:36
    Highlight Highlight Die Leitplanken des Staates waren im Vergleich relativ breit gesetzt. Dies bedingt aber, dass die Bevölkerung diesen Vertrauensvorschuss auch mit der entsprechenden Verhaltensweise rechtfertigt.
  • Linus Luchs 10.07.2020 11:30
    Highlight Highlight Hübsches Foto, wie die fünf Personen mit Maske auf den Bus warten. Aber es ist nicht die Realität. Ich war diese Woche mehrmals mit dem Zug und dem Tram unterwegs und übte mich andauernd in Selbstberuhigung infolge meiner Beobachtungen: Ohne Maske einsteigen und sie erst am Sitzplatz anziehen. Maske beim Aufstehen abnehmen, bevor man ausgestiegen ist. Maske unter der Nase. Maske unter dem Kinn, weil man gerade telefonieren muss. Gar keine Maske. Den Ärmel des Sweatshirts um den Kopf gewickelt. Und so weiter und so fort. In Basler Trams verhält sich ein Drittel der Leute renitent.
    • meerblau 10.07.2020 11:45
      Highlight Highlight Diese Beobachtungen habe ich ebenfalls gemacht. Und ganz ehrlich: Ich fühle mich im ÖV nun unsicherer als vor der Pflicht. Denn in jedem Beitrag zu Masken finden sich die Hinweise, dass sie nur korrekt getragen helfen und die restlichen Massnahmen keineswegs ersetzen. Aber genau das beobachte ich nun zuhauf.
      Jänu.
    • Kanuli 10.07.2020 11:47
      Highlight Highlight Das deckt auch meine Beobachtungen.
  • Lavamera 10.07.2020 11:22
    Highlight Highlight Grösste Krise seit Menschengedenken? Ernsthaft? Im Vergleich zu anderen Problemen, wie das Abschlachten von unschuldigen Menschen, Hungersnöte und die Katastrophe in Russland, ist dieses Virus zwar lästig, aber vollkommen harmlos. So und jetzt her mit den Blitzen.
  • Glücklicher 10.07.2020 11:22
    Highlight Highlight Die Situation ist ernst, aber weitem nicht einmal mittelfristig die grösste Gefahr auf dem Planeten. Mich erschreckt, wie Journalisten die momentane Situation als eine oder wie hier sogar DIE grösste Krise seit Menschengedenken bezeichnen können. Und wie ein grosser Teil der Bevölkerung bereits unter solchen Umständen zu Denunziation, massivem moralischem Druck, Verschärfung von Regulatorien, weitreichenden Einschränkungen von Grundrechten, drakonischen Strafen etc. bereit sind.
    Zum Glück hat wenigstens die Regierung noch einigermassen Augenmass.
    • wurzeli 10.07.2020 13:50
      Highlight Highlight Danke, sehe ich auch so.
    • Lichtblau550 10.07.2020 20:46
      Highlight Highlight @Glücklicher: 100 Pro bei Ihnen. Danke.
  • Beat_ 10.07.2020 11:13
    Highlight Highlight Zum Titel: ich bin weder mit Nathalie noch mit Alain verwandt, also lasst dies mit Tante und Onkel doch einfach sein.
    Und im weiteren, die Nathalie hat vor allem dadruch geglänzt, nichts zu tun und ein bisschen Eigenmarketing zu machen. Und dann zuerst: mimimi, der Bund schreibt alles vor, um danach sagen zu können: mimimi Bund mach mal was.
  • Liselote Meier 10.07.2020 11:09
    Highlight Highlight Ähm Punkt 1) Die grösste Krise seit Menschengedenken, nicht dein Ernst? Fängt dein Gedenken im Jahre 1950 an? Beulenpest im 14. Jahrhundert nur schon ein Beispiel einer viel übleren Krise (Halb Europa getötet). Toba Ausbruch, Santorin, der 1. WK usw.

    Punkt 2) Eigenverantwortung ist eben Eigenverantwortung, dass heisst ja auf sich selber Schauen und selber die Konsequenzen tragen und eben nicht auf andere schauen, das ist solidarisches Verhalten und eben nicht eigenverantwortliches Handeln

    Auf sich selber schauen/Eigenverantwortung heisst halt auch, das Risiko eingehen sich anzustecken.

    • Lichtblau550 10.07.2020 20:50
      Highlight Highlight Punkt 1: Klar ein unglücklich gewählter Begriff. Wahrscheinlich ist damit die Erinnerungsfähigkeit heute lebender Menschen gemeint. Hm.
    • Liselote Meier 11.07.2020 11:50
      Highlight Highlight Nein das ist Boulevard-Journalismus, Effekthascherei.

      Kein vernüftiger Mensch würde wenn man ihn fragt, was ist die Menschheitsgeschichte, einen Zeitraum von maximal 100 Jahren nennen ;)


  • Hangover 10.07.2020 11:05
    Highlight Highlight "Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli und Alain Berset mussten auf den Putz hauen, damit die Leute spurten."

    Auf dem Bild: Beide ohne Maske! Auch sie spurten nicht.


  • herrkern (1) 10.07.2020 11:03
    Highlight Highlight Der Artikel greift viel zu kurz. Wir sind uns verbindliche Regeln gewöhnt, niemand will auffallen. Gerade der Schweizer fühlt sich schnell peinlich berührt, wenn er als einziger etwas tut, was die anderen nicht tun. Deshalb wartet der Schweizer, bis es jemand befiehlt, und dann klappt alles wunderbar. Wundert mich etwas, dass man sich darüber wundert.
  • ETH1995 10.07.2020 11:01
    Highlight Highlight Bitte beleidgen sie Alain Berset nicht, indem sie ihn in einem Atemzug mit Nathalie Rickli nennen. Frau Rickli hat vor allem das gemacht, was sie immer tut: Den anderen die Schuld geben. Zuerst den Partygängern (völlig gerechtfertigt), danach noch dem Bund (völlig daneben und sich selbst demaskierend).
  • N. Y. P. 10.07.2020 10:50
    Highlight Highlight Ich mag Onkel Alain.

    Warum labern wir ständig rum wegen der Eigenverantwortung. Geht doch viel einfacher, wenn Onkel Alain den Tarif durchgibt. Und wumms, ALLE haben die Masken auf dem Kessel.

    Ausser der Alois von St. Antönien. Eine kleine Verwarnung vom Schaffner hat aber gereicht.
  • Lupe 10.07.2020 10:50
    Highlight Highlight Die EIGENverantwortung als Egoisten ist sehr gross, die Verantwortung gegenüber den Mitmenschen eher klein.
  • Antichrist 10.07.2020 10:47
    Highlight Highlight Wieviele Leute würden ein SBB Ticket kaufen, wenn es bloss die Empfehlung gäbe eins zu kaufen aber keine Kontrollen?
    • Kanuli 10.07.2020 11:53
      Highlight Highlight Und wenn es zwar Pflicht wäre, aber keine Kontrollen (Bussen) gäbe? Ich halte mich an Gesetze und Regeln, aber Empfehlungen befolge ich nach eigenem Wissen und Gewissen. Es gibt vieles was man tun sollte, aber dann doch anders entscheidet. Was konkret die Masken betrifft: Es wurde kommuniziert, dass die Masken hauptsächlich die anderen schützen, also wieso sollte ich eine tragen, wenn alle um mich herum keine tragen? Niemand will mich schützen, aber ich sollte sie schützen? Wenn der Gegenüber eine anhatte, habe ich auch eine angezogen.
  • landre 10.07.2020 10:43
    Highlight Highlight Ist hier jemand mit dem Totalitarismus am flirten?
    • Barracuda 10.07.2020 11:41
      Highlight Highlight Immer gleich übertreiben. Du hast wahrscheinlich keine Ahnung, wie es sich in einem (wirklich) totalitären Staat lebt. Ausserdem sind das nur Feststellungen, die sich nicht widerlegen lassen. Das ist wohl auch der Grund, weshalb du keine entsprechenden Gegenargumente hast und nur mit einem flachen Spruch kommst.
    • ZEWA Wisch und Weg 10.07.2020 12:02
      Highlight Highlight naja, von diesem föderalistischen kleinststaat mit direkter demokaratie bis zu einem totalitär regierten staat ist es doch ein sehr, sehr grosser sprung.
    • landre 10.07.2020 13:34
      Highlight Highlight @Barracuda; @Zewa Wisch

      Ich habe noch nie gesagt oder geschrieben dass unsere Schweiz zu einem totalitären Staat am verkommen ist und mache mir dies bezüglich auch noch keine Sorgen. System Schweiz ist solide genug.

      Ich habe nur den Artikel und die Kommentare gelesen. Es ist explizit dass hier markant viele mit dem Totalitarismus am Flirten sind...Anderswo sich aber als überzeugte Demokratinnen und Demokraten verkaufen...
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  • Morgenbrot 10.07.2020 10:43
    Highlight Highlight "Die während Wochen sehr tiefen Fallzahlen verleiteten uns [...] zur Annahme, das Coronavirus sei gar nicht so schlimm und alles überstanden."

    Mitnichten! Denn trotz monatelangem, medialem Fokus auf die Fallzahlen, verstehen viele, dass nicht die Fallzahlen ausschlaggebend sind, ob ein Virus "schlimm" ist - wie hier und in jedem Bericht über Corona impliziert wird -  sondern das Risiko zu erkranken, einen schweren Krankheitsverlauf zu haben, oder gar daran zu sterben. Und hier sieht es eben gar nicht so schlimm aus, wie anfangs geschätzt und befürchtet.
  • FrancoL 10.07.2020 10:41
    Highlight Highlight Egoismus und Eigenverantwortung scheinen sich auszuschliessen, auch Grund für die vielen Gesetze die wir haben. Folge der Staat muss stärker agieren, sonst läuft es aus dem Ruder.
    • CalibriLight 10.07.2020 10:51
      Highlight Highlight Fängt halt beides mit E an.....
      Die schliessen sich im Verständnis vieler nicht aus, sondern sind das gleiche. "Erst komme ich, dann lange nichts mehr und dann die anderen".
    • FrancoL 10.07.2020 11:13
      Highlight Highlight Bei diesen Vielen müsste man wohl die Wortauslegung näher besprechen, aber ich glaube kaum das dies etwas nützen würde.
    • Kanuli 10.07.2020 11:57
      Highlight Highlight @CalibriLight: Das ist ja auch so gewollt von Politik und Wirtschaft. Egoisten organisieren sich weniger. Egoisten brauchen ein eigenes Auto, Haus, usw. Gibt da ein interessantes Spiel: "The Evolution of Trust". Egoisten gewinnen, und züchten weitere Egoisten, so funktioniert die Gesellschaft. Irgendwann wurde jeder genug ausgenutzt, rumgeschubst, bis er selbst ein Egoist sein muss, nur schon um sich zu schützen.
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  • Fakten 10.07.2020 10:33
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • ThePower 10.07.2020 10:26
    Highlight Highlight Das überrascht jetzt niemanden wirklich, oder? Wir leben nun mal in einem System, dass alle zu Egoisten erzieht. In diesem Fall ist aber Teamwork gefragt, und zwar unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialem Status ect. Das ist einfach total ungewohnt für die meisten und genau deshalb braucht es gewisse Leitplanken.

    Btw Bin ich der Meinung, dass man zu schnell geöffnet hat. Hoffentlich rächt sich das nicht...
    • Toerpe Zwerg 10.07.2020 11:37
      Highlight Highlight "Wir leben nun mal in einem System, dass alle zu Egoisten erzieht."

      Das ist objektiv gesehen falsch. Das System verlangt im Gegenteil extrem viel Kooperation, Absprache, Teamarbeit.
    • Kanuli 10.07.2020 12:00
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg: Mit welchem Ziel? Dem eigenen Vorteil, meistens. Es kommt nicht darauf an, ob man in einem Team arbeitet, oder sich abspricht, sondern welche Motivation dahinter steckt, und das ist leider selten Nächstenliebe und Altruismus. Viele meiner Freunde bezeichnen mich beispielsweise als Altruist. Ich widerspreche dem allerdings vehement. Ich bin grosszügig, damit ich mich besser fühle, also aus Eigennutz = Egoist. Ich erkenne es, reflektiere und muss mich dann entscheiden, ob ich so sein/bleiben möchte. Das ist entscheidend.
    • Toerpe Zwerg 10.07.2020 12:18
      Highlight Highlight Sie Unterliegen einem Grundlagenirrtum. Sie beschreiben den Menschen und meinen, das sei eine Systemfrage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pascii 10.07.2020 10:25
    Highlight Highlight Der gesunde Menschenverstand und die Eigenverantwortung müssen unter Denkmalschutz gestellt werden.
  • Peter R. 10.07.2020 10:21
    Highlight Highlight Eigenverantwortung ist das Unwort des Jahres in der Schweiz. Sind wir offenbar schon so weit wie die Franzosen und die Amerikaner. Denen schreibt man auch alles vor, was sie tun müssen, weil sie selber nicht drauf kommen. Beispielsweise auf den südfranzösischen Autobahnen steht bei den meisten Tunneleinfahrten, dass man die Lichter einschalten soll wenn man in den Tunnel fährt. Und in den USA steht auf jedem Lebensmittelpäcklein, dass man die Packung nicht essen soll (Ironie).
    Diese Pandemie hat gezeigt, wie unselbständig und eitel (wie sehe ich in der Maske aus) die Schweizer sind.
    • Hangover 10.07.2020 11:07
      Highlight Highlight Peter. Schön, dass du dich nicht dazu zählen musst.
      Du bist mein Leuchtturm und Fels in der Brandung.
  • Dr. Unwichtig 10.07.2020 10:18
    Highlight Highlight "In der grössten Krise seit Menschengedenken..." - nehmen wir mal an, diese Behauptung wäre wahr. Was hat diese Krise ausgelöst? Die Eindämmungsmassnahmen gegen eine Krankheit mit einer Risikogruppe, die klar definiert werden kann, durch den Erreger eines Virengruppe, die seit Jahrzehnten bekannt ist und die für den grössten Teil der Bevölkerung kein echtes Bedrohungspotential aufweist. "Irrationales Verhalten" zeigen und zeigten v. a. diejenigen, die sich - unabhängig von der aktuellen Situation - auschliesslich der Prämisse "Verhinderung jeglicher Infektionen" verschreiben...
    • Hoffentlich 10.07.2020 11:01
      Highlight Highlight @DrUnwichtig: Hoffentlich beginnt nicht wieder die Hetze gegen 65+. Bei 50-59-ig gibt's ca. 6'500, bei 60-69-ig ca. 3'840 BAG-bestätigte Fälle. Ich bin 66 und mir ist die Sterblichkeitsrate absolut egal - solange ich mich nicht anstecke! Dazu trage ich Sorge, bin vorsichtig und habe selbstverständlich die swissCovidApp aktiviert, wenn ich ausser Haus bin. Dann würde ich evtl erfahren, wenn ich das Pech hätte, einem Weniger-Vorsichtigen länger als 15 Minuten mit zu wenig Abstand begegnet zu sein.
  • Toerpe Zwerg 10.07.2020 10:17
    Highlight Highlight Wenn der Autor die grösste Krise seit Menschengedenken herbeianalysiert, sollten seine Analysen zu dieser Sache mit Skepsis gelesen werden.

    Es ist viel einfacher als Top Down vs. Bottom up. Auch die Schweiz braucht Gesetze und Rechtsstaatlichkeit - solche Probleme können nur mit Gesetzen und Anordnungen gelöst werden. Niemand käme auf die Idee, statt auf Baugesetze auf Selbstverantwortung zu setzen oder Lärmemissionen der Vernunft der Motorradfahrer zu überlassen.

    Die Analyse ist für die Tonne, weil sie Politische Systeme gegeneinander ausspielt, obwohl diese nicht entscheidend sind.
  • Atavar 10.07.2020 10:12
    Highlight Highlight Bind grundsätzlich einverstanden - unsere Eigenverantwortung ist nicht sehr gross. Allerdings: "[...] die Clubs bereit waren, ihre Verantwortung wahrzunehmen. Sie wollten deutlich weniger Leute einlassen und später öffnen." Niemand hat den Clubs verboten, später zu öffnen oder weniger Leute hineinzulassen.

    Es ist halt schon so: innerhalb der geltenden regeln wollen die Meisten ihren eigenen Vorteil maximieren. Optionale Regeln & Selbstverpflichtungen sind deshalb in der Masse zum Scheitern verurteilt.

    Schimpft sich auch Individualisierung der Gesellschaft. Das Kollektiv zählt einfach wenig.
  • elGatillo 10.07.2020 10:12
    Highlight Highlight bis diesen montag war ich auch nicht gewillt im halbleeren zug (ich benutze den ÖV pandemiebedingt nur ausserhalb der stosszeiten) eine maske zu tragen, das ist so. wegen einer empfehlung der SBB fühle ich mich nicht verpflichtet eine maske zu kaufen. so geht es wahrscheinlich einem grossen teil der bevölkerung.

    ich sehe das problem in der inkonsequenten durchführung der absoluten maskenpflicht: in den bahnhöfen wird nämlich kaum eine maske korrekt getragen, geschweige denn überhaupt beim einkauf. ich spreche aus eigener erfahrung. habe monatelang als einlasskontrolle gejobbt...
  • JoeThrasher 10.07.2020 10:11
    Highlight Highlight Ich glaube nicht das die Schweizer es nicht kapiert haben. In der heutigen Zeit ist man doch schnell abgestempelt oder als argwönisch angesehen sobald man etwas anders ist. Die Leute wollten, trauten sich aber nicht, was psychologisch erklärbar ist. Deswegen alles schlecht Reden ist falsch. Die Menschen hier machen es recht gut, ausnahmen gibt es immer.
  • Posersalami 10.07.2020 10:09
    Highlight Highlight Top-down vs. Bottom-up

    Offensichtlich gibt es Bereiche im Leben oder einer Gesellschaft, für die das eine oder das andere Prinzip richtig ist. Die Kunst besteht offenbar darin, hier einen Ausgleich zu finden. Bottom-up ist zB. offensichtlich nicht geeignet, um eine Pandemie in den Griff zu bekommen.
    • Toerpe Zwerg 10.07.2020 13:06
      Highlight Highlight Wir haben "Bottom Up" ein Epidemiengesetz verabschiedet, auf dessen Basis die Pandemie erfolgreich eingedämmt wurde.

      Folglich liegen Sie falsch.
    • bbelser 10.07.2020 14:35
      Highlight Highlight @Toerpe: das Epidemien-Gesetz ist "bottom-up" durch Abstimmung beschlossen worden. Es wirkt allerdings dann im Einsatzfall wie jedes Gesetz top-down.
    • Posersalami 10.07.2020 14:43
      Highlight Highlight Ja, ein Gesetz welches dann Top-down funktioniert. Folglich liegen sie falsch.

      Gibts in der Weltwoche eigentlich nichts mehr zu kommentieren für sie?
  • landre 10.07.2020 10:08
    Highlight Highlight Soll dieser Artikel suggerieren dass die Schweiz mehr Repression (durch mehr Verbote und mehr Pflichten/ Zwänge) braucht?

    Na ja, da der Schweizer Alain und die Schweizerin Natalie sich wahrscheinlich nicht zu solchem Stuss verleiten lassen würden, müsste der Titel nicht mit "Onkel Adolf und Tante Imelda (Marcos)" bestückt sein?
  • Black Cat in a Sink 10.07.2020 10:08
    Highlight Highlight Was mit Masken funktioniert, funktioniert ganz sicher auch beim Klima... ich habe die Hoffnung, dass diese Krise uns die Augen öffnet und uns bewusst macht, dass wir uns ändern müssen, sonst wird die Natur uns ändern.
  • Bert der Geologe 10.07.2020 10:05
    Highlight Highlight Maskentragen ist lästig. Wir sind instinktiv und Opportunisten. Bei starker Staubentwicklung ist die Maske erkennbar ein Vorteil. Bei nicht riechbarer und nicht sichtbarer Gefahr funktionieren unsere Instinkte nicht. Daher machen wir das nur bei einer Pflicht. Ganz einfach und irgendwie sogar logisch.
    • Hoffentlich 10.07.2020 11:24
      Highlight Highlight @BertderGeologe. Sie haben wahrscheinlich Recht. Man profitiert nicht merkbar und deshalb lässt man es bleiben. Ich war soeben in Südfrankreich und dort trägt man Maske im ÖV, auf Märkten, in grossen Geschäften, Apotheken und wenn man in Restaurants herumläuft. Gewöhnungsbedürftig ist es aber auch machbar.
  • Amadeus 10.07.2020 09:56
    Highlight Highlight Guter Artikel. Mit den letzten zwei Sätzen bin ich aber nicht einverstanden. Ich freue mich nicht über Leute, die keine Masken tragen und ich würde die SchweizerInnen auch nicht generell als Autoritätsgläubig bezeichnen. Eine Maskenverordnung, die mangels Eigenverantwortung eingeführt und befolgt wird als Startpunkt für üble Folgen? Steile These.
  • lilie 10.07.2020 09:55
    Highlight Highlight Vor allem sind die Schweizer Weltmeister im Motzen: Als der BR auf Eigenverantwortung pochte, schrie das Volk nach Lockdown - kaum war er Tatsache, wars auch wieder nicht recht.

    Auch dieser Artikel ist ein Paradebeispiel für die Motzkultur: Zuerst wird lang und breit beklagt, dass die Schweizer nicht bereit seien, aus Eigeninitiative rational zu handeln und Maske zu tragen - nur um am Ende die Eigenverantwortung ad absurdum zu führen und zu fordern, dass mehr Leute sich dem "Diktat von oben" widersetzen und keine Maske tragen sollen. Obwohl das immer noch genau so irrational ist wie zuvor.
  • Scaros_2 10.07.2020 09:54
    Highlight Highlight Es sind Zeiten in denen eine "Demokratur" das beste ist. Eine Kombination aus Demokratie und Diktatur. Wir müssen unsere Leute frei wählen können aber diese müssen in solchen Situationen einfach den Tarif durchgeben und unsere Eigenverantwortung beschneiden. Stehts natürlich aber, das ihre Entscheide zum Wohle der Demokratie gefällt werden.

    Ich bin teils Neidisch auf die Mentalität der Asiaten. Es ist zwar lang nicht alles toll in China und anderen Länder aber leck Bobby, die haben ihre Leute im Griff und sagen klar wo und wie der Tarif läuft. Wir sind viel zu verwöhnt in der hinsicht.
    • Heinzbond 10.07.2020 10:09
      Highlight Highlight Nun ja wer halt nicht spurt, der bekommt bestenfalls negative Kritiken, wer dann imm noch zu der ja aber Fraktion gehört, der verschwindet in den Knast, wer Pech hat dem falschen Volk(sstamm) zu zu gehören, der wird mal schnell umerzogen, sterilisiert oder zur organspende geschickt... Ja an China kann sich der rest der Welt und Insel Schweiz eine Scheibe abschneiden...
    • Toerpe Zwerg 10.07.2020 10:20
      Highlight Highlight Wer hat wen im Griff?
    • Magnum 10.07.2020 10:29
      Highlight Highlight Zu Deiner Information: Während der ausserordentlichen Lage hatten wir quasi eine Demokratur, mit einer Reihe ausgesetzter Mechanismen (Parlament, Föderalismus).

      China ist hingegen eine lupenreine Einparteine-Diktatur, in der niemand irgendjemanden auf eine Art wählt, die man als demokratisch bezeichnen könnte.

      Wenn Du schon nach guten Vorbildern in Fernost suchst, dann nenn doch bitte Südkorea und Taiwan. Denn dort wird Demokratie gelebt und nicht wie in China verteufelt.

      Merci.
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  • B0bbleeeee 10.07.2020 09:54
    Highlight Highlight Schon echt Traurig wie Ignorant und unsolidarisch der Grossteil der Bevölkerung heutzutage ist und man sich dann noch wundert warum Papa Staat Pflichten verhängt. Aber Hauptsache auf den Balkon gehen und für die Instastory klatschen...
  • Hana Meier 10.07.2020 09:51
    Highlight Highlight Die Krise hat mir gezeigt, dass Schweizer genau so ungebildet und naiv sind wie die Bewohner jedes anderen Landes. Den einzigen Vorteil den wir haben ist ein gutes politisches System, mit Schutzmechanismen gegen verantwortungslose Entscheidungen. Verantwortung trägt trotzdem jeder einzelne Bürger (wenn überhaupt) nur für sich selber.
  • bokl 10.07.2020 09:51
    Highlight Highlight Wenn man erst zufrieden ist, wenn (dringende) Empfehlungen zu 95 oder 99 Prozent befolgt werden, dann kann man auch gleich ein Obligatorium aussprechen.

    Aber Alain und Nathalie wollen halt nicht der böse Onkel / die böse Tante sein. Darum appelliert man an die Eigenverantwortung, meint aber eigentlich (Staats-)Gehorsam.
    • Unicron 10.07.2020 10:27
      Highlight Highlight Ich denke nicht dass sie einfach nicht die "bösen" sein wollen, sondern dass wir Schweizer leider ein sehr trotziges Volk sind.
      Sieht man ja jetzt sehr schön, der Bundesrat sagt "steht bitte nicht näher als 1,5meter nebeneinander, so dass ihr nicht qualvoll an Atemnot sterbt", und Tausende von Menschen schreien gleich los und erzählen Sachen von Diktatur und Staatsterror.

      Es ist als würde man mit einem kleinen Kind reden und aufpassen dass es nicht anfängt zu töibälän.
  • Fruchtzwerg 10.07.2020 09:50
    Highlight Highlight Schöner Kommentar, kann man nicht besser sagen...

    PS: Was mich im Nachhinein überrascht ist, dass die Bevölkerung am Anfang sehr solidarisch war und fast geschlossen hinter fast allen Massnahmen stand.
    Wobei es ja auch da einfach Regeln brauchte um die Massnahmen durchzusetzen.
  • Gurgelhals 10.07.2020 09:50
    Highlight Highlight These: Eigenverantwortung funktioniert im CH Kontext genau umgekehrt, sprich: Die Eigenverantwortung greift nicht an der Stelle von einem Gebot oder Verbot; sie greift dort, wo man sich als einzelner situativ über ein solches hinwegsetzt (weil man sieht, dass es in diesem spezifischen Fall keinen Sinn macht). Siehe das klassische Beispiel vom Fussgängerstreifen bei Rot wenn von links und rechts weit und breit kein Auto zu sehen ist...
    • hgehjvkoohgfdthj 10.07.2020 10:40
      Highlight Highlight Hahaha, ich habe einen deutschen Kollegen, der mir sagte, dass er in der Schweiz zuerst mal lernen musste, einen Fussgängerstreifen auch bei Rot zu überqueren.
      Unterdessen hat er sich gut hier eingewöhnt und übernimmt als Fussgänger regelmässig und gerne Selbstverantwortung. Ein sympathischer unf weltoffener Typ dieser Kollege. Und da ist keine Ironie dabei.
  • McStem 10.07.2020 09:48
    Highlight Highlight 1. ist der Satzbeginn "In der grössten Krise seit Menschengedenken [...]." eine sehr steile These. Treffender wäre wohl "In der grössten Krise der letzten Jahre [...]". Da gab es alleine in den letzten 40 Jahren eindeutig grössere Krisen.

    2. ist die Menschheit nicht (mehr) fähig zur Selbstverantwortung in Krisen. Zum Beispiel sind Auswirkungen von CO2 auf die Umwelt schon lange bekannt. Aus Selbstverantwortung wurde dennoch viel zu wenig gemacht.
    • Track 10.07.2020 10:42
      Highlight Highlight @McStem
      Ich gebe dir absolut recht. Diese masslosen Uebertreibungen beschleunigen möglicherweise sogar das Ganze.
      Befragt mal andere Leute auf dieser Erde was eine Krise ist.....oder unsere Grosseltern....
    • Peter 10.07.2020 13:32
      Highlight Highlight Punkt 1 bezieht sich auf die Schweiz. Wir sind das Land der Glückseligen und Verschonten und haben tatsächlich seit langer Zeit keine Krise mehr erlebt, die wirklich ans Lebendige ging. Punkt 2 kann ich nicht bestreiten.
    • McStem 10.07.2020 14:36
      Highlight Highlight Das stimmt natürlich. Dennoch ist seit Menschengedenken ein sehr langer Zeitraum, der z.B. auch die spanische Grippe miteinschliesst und je nach Definition des Begriffs und dem Raum "Schweiz" auch diverse Pestausbrüche.
      Grundsätzlich können wir uns aber natürlich glücklich schätzen, dass wir in einem Land zu einem Zeitpunkt leben, in dem das hier als schlimmstes Ereignis seit sehr langer Zeit gilt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PostFinance-Arena 10.07.2020 09:48
    Highlight Highlight Clubs öffnen und glauben, die Leute würden sich da schön diszipliniert verhalten, ist schlicht und einfach Irrsinn und hat nichts mit fehlender Eigenverantwortung zu tun!

    Ist ja logisch, dass man sich weniger diszipliniert verhält, wenn eine solch "riskante" Öffnung wie die der Clubs erlaubt wird!
    • locogoa 11.07.2020 11:27
      Highlight Highlight Die Eigenverantwortung beginnt da wo man selber für sich bewusst die Entscheidung trifft nicht in einen Club zu gehen, auch wenn es erlaubt ist... es sollte jedem normal denkenden Menschen klar sein dass die erforderlichen Hygienemassnahmen in einem Club nicht oder nur sehr schwer umzusetzen sind... sich nachher hinzustellen und die Behörden oder andere dafür verantwortlich zu machen hat nicht nur mit fehlender Eigenverantwortung zu tun, sondern ist in meinen Augen schlicht asozial....
  • Ärdbeergonfi 10.07.2020 09:46
    Highlight Highlight Meine These: Unsere Neutralität hindert uns, in Krisen eigenverantwortlich zu handeln, weil wir als Gesellschaft nicht krisenerprobt sind. Ich sehe es bei mir selber. Meine ersten Gedanken sind oftmals: 'das betrifft mich sowieso nicht'.
  • Triumvir 10.07.2020 09:46
    Highlight Highlight Gerne möchte ich hier folgenden Punkt präzisieren: Eigenverantwortung funktioniert nur bei Menschen, die nicht nur an sich, sondern - zumindest ab und zu - auch an andere denken. In unserer Ellenbogengesellschaft wird uns schon von klein auf eingetrichtert, dass nur derjenige erfolgreich sein wird, der seine Ellenbogen auch richtig einzusetzen vermag. Die Konsequenzen dieses fragwürdigen Verhaltens können wir jetzt in dieser Krise beobachten.
  • Whaaaat?_Son 10.07.2020 09:46
    Highlight Highlight Dass Eigenverantwortung nicht funktioniert kann man bei der Klimathematik seit Jahren beobachten. Eigenverantwortung my ass...
    • Sarkasmusdetektor 10.07.2020 10:34
      Highlight Highlight Oder bei der Steuerehrlichkeit. Allein die Androhung des AIA hat Milliarden an unversteuerten Geldern ans Licht gebracht, wo vorher jahrzehntelang behauptet wurde, die Schweizer seien verantwortungsbewusst und ehrlich bei den Steuern.
  • Erklärbart. 10.07.2020 09:45
    Highlight Highlight Eigentlich ein guter Beitrag - aber ich finde der Grat zwischen Eigenverantwortung und Autoritätsgläubigkeit ist ziemlich schmal.

    Der letzte Satz bringt es irgendwie gut auf den Punkt. Wir wollen "geleitet" werden, aber nicht um jeden Preis "geführt" werden (der Führer und so). Weil das kann ausarten, schneller als der Bevölkerung lieb ist.

    Zudem sind es eher wenig Leute die einfach dumm und ignorant sind, ich finde die breite Masse macht es gut mit der Eigenverantwortung. Es gibt immer schwarze Schafe - aber die färben nicht auf die ganze Bevölkerung ab.
  • Hamudi Dudi 10.07.2020 09:43
    Highlight Highlight Ich könnte mir auch vorstellen, dass sich viele Leute, mich eingeschlossen, geniert haben, mit Maske rumzulaufen, da man schräg angeschaut und sich z.T. auch dumme Sprüche von irgendwelchen Idioten anhören durfte. Zumindest im ÖV sollte das jetzt ja Geschichte sein.
    • Hans Jürg 10.07.2020 09:48
      Highlight Highlight Wer sich wegen so was geniert und Angst hat, dumme Sprüche zu ernten hat wohl zu wenig Selbstvertrauen und -Wertgefühl.

      Also ich habe nie einen dummen Spruch gehört. Und falls ja, wäre es mir egal. Ich gebe nichts auf die Sprüche blöder Leute. Und das sind solche Sprücheklopfer offensichtlich.
    • DerSeher 10.07.2020 09:50
      Highlight Highlight Denke auch das dies in der Schweiz das Hauptproblem war. Ich habe mich auch geniert oder wollte nicht auffallen. Ist doof aber irgendwie sind "wir" Schweizer ein bisschen so. Nun ist es "befohlen" und kein Problem mehr.
    • Judge_Dredd 10.07.2020 09:52
      Highlight Highlight Ging mir genau auch so....saublöd und dämlich, aber man will nicht der einzige sein, der somit rumläuft. Anscheinend auch erwachsen noch immer dem Gruppendruck unterworfen.
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  • pnao 10.07.2020 09:43
    Highlight Highlight Wir Schweizer haben einfach immer das Gefühl wir sind unantastbar, eine Insel auf die so ein Virus sicher nicht kommt. Rührt wahrscheinlich noch vom 2 WK her, nur dass, das Virus nicht fernbleibt wenn wir Geld hüten..
    • sa5 10.07.2020 10:02
      Highlight Highlight Eine Sache der menschlichen Eigenschaften.
      Narzismus und mangelhafte Selbsteinschätzung betrifft uns alle.
      Man kann es auch positiver formulieren: Erst was man selber erfahren hat, kann man beurteilen.
    • Igor Gorbatschow 10.07.2020 10:29
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Die Schweiz hatte (zum Glück) schon sehr lange keine wirklichen Probleme im Land, daher kommt auch die Denkweise, man sei unverwundbar.
    • Wolkensprung 10.07.2020 12:00
      Highlight Highlight Der 2.WK hat zwar nichts mit dem heutigen Virus zu tun, die penetrante Besserwisserei der Schweizer/innen geht mir aber auch schon länger auf die Nerven. In der Pandemie sehen wir nur einen weiteren Auswuchs. Tragisch ist einzig, dass es für die Besserwissenden selten tragisch wird, sondern nur für alle drumherum.
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Zum Schweizer Nationalfeiertag: Darum feiern wir den 1. August

Der 1. August – das unumstrittene Datum für den Bundesfeiertag? Das Gegenteil ist der Fall. Insgesamt vier Daten standen zur Auswahl – am Ende entschieden dann die feierlustigen Berner.

Die Schweiz feiert sich am 1. August selber. Doch: Was passierte eigentlich an diesem Datum? Welches war der historische Moment, der uns auch 2020 noch den Bundesfeiertag beschert?

Die landläufige Meinung lautet: Es war die Unterzeichnung des Bundesbriefes von 1291. In diesem soll die Gründung der Schweiz beschlossen worden sein. Am 1. August 1291 sollen sich die Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden zum «ewigen Bund» zusammengeschlossen haben. Wilhelm Tell soll dabei die Schweiz zur Freiheit …

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