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Prozess um Xamax-Pleite wird ohne Angeklagte fortgesetzt



Die beiden Angeklagten Bulat Tschagajew und Islam Satujew sind am Mittwoch nicht zur Fortsetzung der Gerichtsverhandlung zum Konkurs von Neuchâtel-Xamax erschienen. Der Prozess wird nun ohne die Angeklagten fortgesetzt.

Nach Angaben des Gerichtspräsidenten Alexandre Seiler meldete sich Bulat Tschagajew vergangene Woche beim Gericht ab. Er könne nicht kommen, weil er die im August versprochenen Zahlungen bezüglich Quellensteuer und Löhne für einige Spieler vorbereiten müsse.

Der Prozess wird nun in Abwesenheit der Angeklagten fortgesetzt. Am Mittwoch wird zunächst ein Zeuge befragt. Danach beginnen die Plädoyers.

Beim Prozessauftakt im August war Tschagajew überraschend zum Prozess aus Moskau angereist. Er wies dabei sämtliche Vorwürfe gegen ihn zurück. Er ist wegen ungetreuer Geschäftsführung, Misswirtschaft sowie wegen Hinterziehung der Quellensteuer angeklagt.

Tschagajew wird zudem wegen einer mutmasslich gefälschten Garantie der Bank of America versuchter Betrug sowie Urkundenfälschung vorgeworfen. Der zweite Angeklagte, der ehemalige Vizepräsident Islam Satujew, erschien wie bereits im August nicht zum Prozess.

Unter der Führung der beiden Tschetschenen war der Schweizer Traditionsverein Neuchâtel Xamax am 26. Januar 2012 innerhalb von nur acht Monaten Konkurs gegangen. Zurück blieb ein Schuldenberg von 20.1 Millionen Franken, 359 Gläubiger gingen leer aus. (sda)

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