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Ein britischer Professor hat eines der grossen Rätsel der Menschheit geklärt.<br data-editable="remove">
Ein britischer Professor hat eines der grossen Rätsel der Menschheit geklärt.
bild: shutterstock

Kleiner Trost für Pechvögel: Darum fallen Handys (fast) immer aufs Display

Merke: nicht Murphys Law, sondern knallharte Physik.
29.11.2015, 16:5930.11.2015, 12:34

Zuschauen, wie ein Handy aus der Hand rutscht und zu Boden stürzt, ist schlimm. Vor allem, wenn's um das eigene Gerät geht.

Kaum hat man den Schock des Aufprallgeräusches verdaut, folgt der Moment der Wahrheit. Man greift zu Boden und dreht es mit flauem Gefühl im Magen um – zur Begutachtung des Schadens.

Warum zum Geier fallen Handys immer aufs Display? Der britische Forscher Robert Matthews hat eine Studie verfasst zum weltbewegenden Problem. Und unter uns gesagt hat es der Physik-Professor nicht nur aus purer wissenschaftlicher Neugier getan. Der Smartphone-Hersteller Motorola hatte seine Hände im Spiel.

Folgende Erkenntnisse lassen, ähm, aufhorchen:

  • Wenn das Handy locker in einer Hand gehalten wird mit den Fingern unter dem Schwerpunkt des Geräts – zum Beispiel beim Schreiben von SMS – steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich (beim Abrutschen) noch um die Finger dreht.
  • Wenn das Handy die Hand verlässt, dreht es sich aufgrund verschiedener Faktoren und Kräfte, die einwirken. Zu nennen ist die Erdanziehungskraft, es kommt aber auch auf den Winkel an, indem es gehalten wurde, wie auch auf die Grösse des Geräts und die Höhe, aus der es zu Boden stürzt.
  • Im Fallen dreht sich das Handy, bei der typischen Fallhöhe schafft es keine ganze Drehung und fällt darum selten auf die Geräte-Rückseite.
  • Das Material, aus dem moderne Smartphones gemacht sind, erhöht deutlich das Risiko von fatalen Stürzen. Je glatter/geschmeidiger das Gehäuse ist, desto eher geht der Kontakt verloren. Das heisst, es erhält nicht den richtigen «Dreh», um sich im freien Fall einmal um die eigene Achse zu drehen.

Weiter beglückt uns Professor Matthews mit der folgenden Formel:

Es ist eine Gleichung zur Berechnung der Rate, mit der sich ein zu Boden stürzendes Smartphone dreht.

grafik: robert matthews / motorola

Der Professor: «Die Leute denken vielleicht, es sei nur Pech, wenn ein aus den Händen gleitendes Handy mit dem Display nach unten aufschlägt und kaputt geht. Tatsächlich ist die Physik schuld, weil Landungen mit dem Display nach unten wahrscheinlicher sind.»

Natürlich können wir eine solche Story nicht beenden, ohne an das legendäre Murphys Law zu erinnern: «If something can go wrong, chances are it will».

Speziell gefährdet seien Leute, die von Haus aus ungeschickt seien und häufig an ihrem Smartphone herumfummeln. Nun gut, für diese Erkenntnis hätten wir keinen britischen Professor benötigt, oder?

Ist dein Handy-Display beschädigt?
Das Butterbrot-Phänomen
Fällt ein Butterbrot immer auf die Butterseite? Diese Frage beschäftigt die Menschheit schon lange. Als Erster habe der britische Physiker Robert Matthews die ganze Sache mit Formeln berechnet, berichtete 2011 die «Welt». Für seine wissenschaftliche Arbeit «Tumbling Toast, Murphy’s Law and the Fundamental Constants», erschienen im European Journal of Physics, habe er 1996 den parodistisch gemeinten «IgNobel-Preis» erhalten.

Bleibt anzumerken, dass Motorola die Forschung nicht uneigennützig vorangetrieben hat. Das Unternehmen vermarktet das Smartphone Moto X Force als idiotensicher bruchfest. Das Display überstehe dank spezieller Beschichtung jeden Aufprall ohne Schaden.

via Android Authority

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