DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Heinrich Schifferle macht sich Sorgen wegen des Coronavirus.
Heinrich Schifferle macht sich Sorgen wegen des Coronavirus.Bild: KEYSTONE

Liga-Boss Schifferle: «Die Coronakrise bedroht den Schweizer Fussball in seiner Existenz»

28.04.2020, 12:4228.04.2020, 15:15

Die Coronakrise hat seit Monaten grossen Einfluss auf die Sportwelt – auch der Schweizer Fussball ist vom Virus betroffen. Seit Ende Februar konnte in der Super League kein Spiel mehr ausgetragen werden.

Wann die Fussball-Pause zu Ende ist, lässt sich noch nicht voraussagen. Vor allem Spiele mit Zuschauern scheinen in naher Zukunft nicht möglich zu sein. Entscheidend ist, welche Neuigkeiten der Bundesrat diese Woche verkünden wird.

Eine schwierige Situation, das weiss auch SFL-Präsident Heinrich Schifferle. Vor allem die vielen offenen Fragen seien eine grosse Herausforderung, sagt er in einem Interview auf sfl.ch: «Es geht um die infrastrukturellen und medizinischen Rahmenbedingungen, unter welchen Trainings und Geisterspiele durchgeführt werden können. Dann stellen sich Fragen zu den Kosten dieser Massnahmen. Parallel dazu müssen die Klubs von den kantonalen und/oder kommunalen Behörden die Bewilligungen für mögliche Geisterspiele erhalten.»

Grosser Schaden auch mit Geisterspielen

Auch falls Geisterspiele stattfinden können, sind aber noch nicht alle Probleme gelöst. Das fehlende Einkommen durch Zuschauer wird die Klubs schmerzen – und sie, je nach Dauer, womöglich sogar gefährden, so Schifferle: «Solange die Klubs ohne Publikum spielen müssen, generieren sie keine Einnahmen – es bleiben ihnen aber die weiterlaufenden Kosten für Infrastruktur und Personal. Es drohen innert kürzester Zeit die Illiquidität und die Überschuldung. Die Coronakrise bedroht den Schweizer Fussball in seiner Existenz.»

Aus diesem Grund brauche es einen Finanzstabilisierungsfonds, fordert Schifferle. Dieser sei nötig, um die Fortführung des Spitzenfussballs in der Schweiz zu sichern und den Zusammenbruch der Nachwuchsarbeit zu verhindern.

In einem ersten Schritt hofft Schifferle nun, dass der Bundesrat das Schutzkonzept der SFL akzeptieren wird. Ist das der Fall, könnten im Mai zumindest mal die Kleingruppentrainings wieder aufgenommen werden. (dab)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Spiele in leeren Fussball- und Eishockey-Stadien

1 / 11
Spiele in leeren Fussball- und Eishockey-Stadien
quelle: keystone / ennio leanza
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Ein wahrer Kommentator eskaliert auch ohne Fussball

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Real patzt und lässt Barça vorbeiziehen – Haaland-Hattrick in Manchester-Derby
Auch am Sonntag rollte in Europas grossen Ligen der Ball. Die wichtigsten Partien im Überblick.

Die Stärkeverhältnisse in Manchester bleiben glasklar. In der 9. Runde der Premier League deklassierte City seinen Stadtrivalen Manchester United 6:3 und schloss bis auf einen Punkt zu Leader Arsenal auf.

Zur Story