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Brauereien: Heineken hofft auf wachsenden Bierdurst in Myanmar



Mit der zaghaften Öffnung Myanmars hoffen viele ausländische Firmen auf das grosse Geschäft im südostasiatischen Land - auch die Brauereien. Nachdem im Mai bereits Carlsberg eine Niederlassung in Myanmar eröffnet hat, zieht nun Konkurrent Heineken nach.

Heineken hat am Montag am Rande der Metropole Rangun für 53 Millionen Euro eine Bierbrauerei eröffnet. Das Werk habe eine Kapazität von 330'000 Hektolitern jährlich und werde mehr als 200 Einheimische beschäftigen, teilte Europas grösster Bierkonzern mit. Gebraut würden dort neben der Marke Heineken auch eine speziell für Myanmar entwickelte Marke namens Regal Seven.

Mit der Brauerei in Myanmar setze Heineken seine Expansion in schnell wachsenden Märkten fort, erklärte das Unternehmen. Myanmar war jahrzehntelang abgeschottet, erst seit dem offiziellen Ende der Diktatur 2011 öffnet sich das Land langsam.

Im Haushaltsjahr 2014 bis Ende März sei die Wirtschaft um 7.7 Prozent gewachsen, für das kommende Jahr seien 8.3 Prozent vorausgesagt, teilte Heineken mit. Laut der Asiatischen Entwicklungsbank würden die Mittelklasse und deren Konsum schnell wachsen.

Durst nach Bier ist noch gering

Zumindest der Bierkonsum steckt in Myanmar aber noch in den Kinderschuhen. Der Biermarkt wird zur Zeit noch zu 80 Prozent von der einheimischen Myanmar Brewery dominiert. Zudem ist der Bierkonsum der Myanmarer einer der geringsten in ganz Asien. 2013 betrug der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch nach Angaben von Euromonitor International lediglich 3.2 Liter. Zum Vergleich: Im Nachbarland Thailand betragt der durchschnittliche Konsum 31 Liter pro Jahr.

Das Forschungsinstitut rechnet aber damit, dass sich der Biermarkt in Myanmar binnen dreier Jahre von derzeit 375 Millionen Dollar auf jährlich 675 Millionen beinahe verdoppeln dürfte. (sda/afp)

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