Eishockey
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L'entraineur biennois Kevin Schlaepfer, donne des consignes a ses joueurs lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League A, entre  Lausanne HC, LHC, et le EHC Biel ce samedi 1 fevrier 2014 a la patinoire de Malley a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: Keystone

Biel-Trainer Kevin Schläpfer

«Da muss ich jetzt einfach durch …»

Biels Trainer und «Hockeygott» Kevin Schläpfer sagt, warum er auch nach dem Sturz in die Liga-Qualifikation Trainer bleibt.



Kevin Schläpfer, Sie haben im Herbst gesagt, dass Sie im Falle einer Liga-Qualifikation nicht mehr Trainer sein werden. Weil jemand, der das Playout verliert, ausgeschossen habe, anschliessend in der Liga-Qualifikation nicht mehr zulegen könne und deshalb entlassen werden müsse. Was jetzt?
Kevin Schläpfer:
 Das habe ich tatsächlich so gesagt. Ich bleibe trotzdem auch in der Liga-Qualifikation Trainer. Weil ich noch nicht ausgeschossen habe.

Was haben Sie denn noch auf Lager?
Das sage ich jetzt nicht. Halt so das was man Motivations-Voodoo nennt. Ich gebe den Spielern erst einmal am Sonntag und am Montag frei und dann sehen wir weiter.

Haben Sie nie daran gedacht, zurückzutreten?
Nein, nie. So einen Entscheid müsste ich sowieso mit dem Management und dem Verwaltungsrat besprechen. Wir haben in den letzten Wochen viele Gespräche geführt. Ich habe gesagt: Wir dürfen nicht die Nerven verlieren und überstürzte Entscheidungen treffen. Der Verwaltungsrat hat mir das Vertrauen ausgesprochen.

Jedem Trainer wird vor der Entlassung das Vertrauen ausgesprochen.
Ja, aber so ist es in meinem Fall nicht. Wir haben die Situation eingehend besprochen und sind zum Schluss gekommen, dass es besser ist, wenn ich bleibe. Zumindest vorerst einmal bis wir 0:2 in Rückstand geraten …

… und dann?
Müssen wir die Situation neu beurteilen.

Der EHC Biel kämpft gegen den Abstieg. Bild: Keystone

Warum dieser Sturz in die Liga-Qualifikation?
Ich habe schon vor dem Saisonstart gesagt, dass es für uns sehr schwer werden wird. Nicht um den Druck von mir wegzunehmen, sondern weil es einfach so war. Bisher ist in meiner Trainerkarriere der Puck immer auf meine Seite gefallen – nun zum ersten Mal nicht mehr.

Sind Sie vom Glück verlassen worden?
Das nicht. Da muss ich jetzt einfach durch und das Glück wieder auf meine Seite zwingen. Es ist eine neue Herausforderung für mich. 

Ist es Ihre bisher grösste Herausforderung?
Ja. Ich habe zwar schon zweimal eine Liga-Qualifikation an der Bande erlebt. Aber da kam ich für den Trainer, den ich als Sportchef in Biel entlassen hatte. Das war anders, wohl ein bisschen einfacher. Ich kann nun nachvollziehen wie das für die beiden Trainer war, die gehen mussten. (Heinz Ehlers und Kent Ruhnke, Anm. d. Red.)

Der Bieler Headcoach Kevin Schlaepfer, im Playout-Final der 5. Runde der National League A zwischen dem EHC Biel und den Rapperswil-Jona Lakers am Donnerstag, 3. April 2014, im Eisstadion in Biel. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Wohin führt der Weg von Kevin Schläpfer? Bild: Keystone

Es ist sehr gut möglich, dass Sie gegen Langnau um den Klassenerhalt stechen müssen. Mit Langnau sind Sie 1998 als Spieler in die NLA aufgestiegen. Und jetzt geht es vielleicht wieder in die Ilfishalle …
… na und? Ich meinem Leben war in den letzten Jahren so vieles verrückt, dass mich eigentlich nichts mehr überraschen kann. Visp oder Langnau, das ist mir einerlei.

Sie haben fünf Ausländer, können in der Liga-Qualifikation aber nur zwei einsetzen. Welche zwei werden das sein?
Ich weiss es, sage es aber noch nicht. Wir haben zwar fünf Ausländer, das stimmt. Aber brauchbar sind sowieso nur noch drei.

Welche drei?
Darauf müssen Sie schon selber kommen.

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