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Syrien: UNO ringen mit Syrien um Zugang zu belagerten Städten



Angesichts des erschwerten Zugangs humanitärer Helfer zu belagerten syrischen Gebieten wollen die Vereinten Nationen möglicherweise auf eine Luftbrücke ausweichen. Die UNO will sich bei der syrischen Regierung am Sonntag um eine Genehmigung um Hilfsgüter bemühen.

Die Entscheidung, über die Diplomaten am Freitag in New York berichteten, wurde während einer Sitzung im UN-Sicherheitsrat hinter verschlossenen Türen getroffen. Zwar gewährte das Regime in Damaskus den Helfern Zugang zu zwölf belagerten Städten sowie eingeschränkten Zugang zu drei weiteren belagerten Gegenden.

Fünf der insgesamt 34 Anfragen lehnte die syrische Regierung der UNO-Nothilfeorganisation OCHA zufolge aber ab, darunter zu den belagerten Orten Sabadani im Südwesten sowie zu Al-Waer, einem Stadtteil von Homs. In sechs Fällen genehmigte das Regime nur eingeschränkten Zugang für Hilfslieferungen.

Viele Ratsmitglieder hätten sich für Lieferungen aus der Luft ausgesprochen, sagte Frankreichs UNO-Botschafter François Delattre. Damaskus habe «zu spät zu wenig» entschieden, sagte sein britischer Amtskollege Matthew Rycroft.

Die Möglichkeiten, Güter wie Lebens- und Arzneimittel an die Betroffenen zu bringen, schrumpften, warnte UNO-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien in der Sitzung. Die einzig wirkliche Lösung sei, die Belagerungen komplett zu beenden. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paco69 04.06.2016 11:37
    Highlight Highlight Etwa 25.000 Daesh-Kämpfer (IS) in Syrien und im Irak. Ungefähr 10.000 Al-Kaida Kämpfer in Syrien, dazu kommen noch Tausende von Kämpfern in Afghanistan, Libyen, Somalia und wohl auch im Jemen. Die Herrschaften brauchen sehr viel Waffen, Munition, Nahrung etc. Die Kosten pro Jahr dürften in die Milliarden gehen.
    Wer finanziert das alles und wer liefert die Waffen?
    Follow the money (and the guns) and you have the answers. Diesem Thema widmet sich wohl niemand. Vielleicht auch deswegen, weil die Antworten darauf doch sehr ernüchternd währen.
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