DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa09378521 Jeremy Desplanches of Switzerland is being kissed by his girlfriend Charlotte Bonnet of France while posing for a photo with his Bronze medal after finishing third in the men's 200m Individual Medley Final during the Swimming events of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Tokyo Aquatics Centre in Tokyo, Japan, 30 July 2021.  EPA/Patrick B. Kraemer

Das verdiente Küsschen für Jérémy Desplanches von seiner Freundin Charlotte Bonnet. Bild: keystone

«Meine Besessenheit hat sich ausgezahlt» – Bronze-Gewinner erklärt sein Erfolgsgeheimnis

«Es ist erstaunlich. Mein erstes olympisches Finale, und ich gewinne gleich eine Medaille. Das ist wirklich eine besondere Leistung», sagte Jérémy Desplanches nach dem Gewinn von Bronze über 200 m Lagen gleich selbst.



«Es ist ein Erfolg für mich, aber auch für all die Menschen, die mich auf meinem Weg begleitet haben. Es waren schwierige fünf Jahre», nimmt der Genfer Bezug auf sein Ausscheiden im Halbfinal an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. Besonders schwierig sei «wegen Corona» das vergangene Jahr gewesen. «Ich hatte eine Menge Zweifel. Aber zugleich auch das Glück, gut begleitet zu werden und Leute um mich herum zu haben, die an mich glauben.»

Desplanches zu Besuch im Studio des SRF. Video: SRF

Der in einer Woche 27 Jahre alt werdende Romand trainiert seit Frühling 2014 in Nizza unter Fabrice Pellerin. «Das war und ist eine Wahnsinns-Zeit mit ihm», sagt er über seinen französischen Coach, der 2012 in London Yannick Agnel und Camille Muffat gar zu Olympia-Gold geführt hatte.

Bild

Bild: Instagram

Desplanches wollte – oder konnte – es am Ende des Finals nicht glauben. «Ich habe das kleine Kreuz gesehen, ich habe Desplanches gesehen und ich habe das ein paar Mal verifiziert. Auch im Nachhinein ist es unglaublich», erzählte der Schweizer, dem es schwerfällt zu erkennen, wie weit er seit seinem Umzug an die Côte d'Azur gekommen ist.

Desplanches erhält seine Bronze-Medaille. Video: SRF

«Wenn ich auf meinem Bett liege, werde ich mir sagen, dass ich mich an das gehalten habe, was ich angekündigt habe. Ich habe gesagt, dass ich eine Medaille will, und ich bringe eine solche nach Hause», so Desplanches. «Ich bin extrem stolz, eine Medaille in die Schweiz mitzunehmen. Es ist mir wirklich eine Ehre.»

Hat er denn das perfekte Rennen gezeigt? «Wahrscheinlich war es nicht weit weg davon. Aber wenn ich mir die Zeit zur Analyse nehmen werde, werde ich die Schwachstellen erkennen. Und das ist gut so, denn ich bin noch eine Sekunde vom Titel entfernt (1,17 Sekunden - Red.). Aber es war ein grossartiges Rennen.»

Das fast perfekte Rennen von Jérémy Desplanches. Video: SRF

Hinsichtlich der Sommerspiele in Tokio «hat sich meine Besessenheit ausgezahlt», so Desplanches weiter. «Seit fünf Jahren setzte ich alles auf diese Spiele. Ich weiss nicht, was ich noch sagen soll. Es ist so schön.» Um am Tag X 100 Prozent geben zu können, bedeute, dass man in allen Trainings 100 Prozent geben müsse. Und das habe er gemacht. «In den letzten Tagen bin ich dieses Rennen immer wieder im Kopf geschwommen. Ich war fast schon wie ein Roboter unterwegs.»

Um dann doch auf seinen Schweizer Rekord von 1:56.17 zu sprechen zu kommen. Ganz ehrlich sei ihm diese Marke «egal, ob 1:56,17, 1:55.15 oder 1:57.00. Mir war der Platz wichtig. Das ist das Einzige, was bei den Spielen zählt. Aber natürlich ist die Zeit nicht so schlecht.» (pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle Schweizer Medaillen-Gewinner bei Olympia 2020 in Tokio

1 / 14
Alle Schweizer Medaillen-Gewinner bei Olympia 2020 in Tokio
quelle: keystone / laurent gillieron
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Japanische Olympia-Heldin: Mit diesen Videos verblüfft die 13-Jährige auf Social Media

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Corinna Schumacher nach Ski-Unfall: «Michael fehlt mir jeden Tag»

Vor acht Jahren erlitt Michael Schumacher einen schweren Skiunfall. Nun spricht seine Frau Corinna Schumacher über ihren Mann und das Leben nach diesem Schicksalsschlag.

Erstmals seit Michael Schumachers schwerem Skiunfall vor acht Jahren hat Ehefrau Corinna Schumacher Einblicke in das Leben danach mit dem Formel-1-Rekordweltmeister gewährt. «Es ist ganz klar, dass Michael mir jeden Tag fehlt, und nicht nur mir, die Kinder, die Familie, sein Vater, alle, die um ihn herum sind. Jeder vermisst Michael», sagt Corinna Schumacher in einer Netflix-Dokumentation über den Rennfahrer.

Im Film «Schumacher», der ab dem 15. September abrufbar ist, wird vor allem die …

Artikel lesen
Link zum Artikel