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Fehler von Flugverkehrsleiter führte wohl zu F/A-18-Absturz beim Sustenpass



Ene fehlerhafte Höhenangabe des Flugverkehrsleiters hat am 29. August 2016 mutmasslich den Absturz einer F/A-18 in der Region Sustenpass verursacht. Gegen den Flugverkehrsleiter sowie den zweiten Piloten der Patrouille ist nun eine Voruntersuchung eingeleitet worden.

Der Unfall ereignete sich im Rahmen eines Kampfflugtrainings. Bei der Kollision der F/A-18 der Schweizer Luftwaffe mit der westlichen Bergflanke des Hinter Tierberg in der Region Sustenpass war der Pilot ums Leben gekommen. Das Flugzeug wurde durch den heftigen Aufprall vollständig zerstört.

Die Untersuchungsrichter seien zum Schluss gekommen, dass der später verunfallte Pilot in der Startphase der Zweierpatrouille auf dem Militärflugplatz Meiringen den Radarkontakt zum vorausfliegenden Piloten (Leader) verloren habe, teilte die Schweizerische Militärjustiz am Dienstag weiter mit.

Radarkontakt verloren

Dies misslang, da sich gemäss den Untersuchungsergebnissen das Flugzeug des Leaders aufgrund von zeitweiligen Abweichungen von den Standardvorgaben für den Steigflug im gewählten Suchmodus wahrscheinlich ausserhalb des Sichtbereichs des Radars des nachfolgenden Flugzeugs befand.

In der Folge nahm der später verunfallte Pilot Kontakt mit dem Flugverkehrsleiter von Meiringen auf, um weitere Instruktion zu erhalten. Dieser gab ihm die Anweisung, auf eine Flughöhe von 10'000 Fuss (3048 m ü.M.) aufzusteigen. Der Pilot führte diese Anweisungen aus.

58 Sekunden nach diesem letzten Funkverkehr kollidierte der Pilot auf einer Höhe von 3319 m ü.M. mit der Westflanke des südlich vom Hinter Tierberg gelegenen Grats. Der Pilot wurde durch den heftigen Aufprall sofort getötet.

Mindestflughöhe nicht eingehalten

Gemäss den geltenden Vorschriften beträgt die Mindestflughöhe für das Instrumentenflugverfahren im Luftraum, in dem sich der Unfall ereignete, 15'000 Fuss (4572 m ü.M.). Der Flugverkehrsleiter habe somit dem Piloten mutmasslich eine zu tiefe Flughöhe angegeben, heisst es in der Medienmitteilung der Militärjustiz.

Zusätzliche Faktoren technischer Natur könnten für den Unfall ebenfalls mitursächlich sein. Eine weitere Ursache für den Flugunfall könnte sein, dass der Leader die Standardvorgaben für den Steigflug nicht vollständig beachtete.

Aufgrund der Untersuchungsergebnisse bestehe ein Anfangsverdacht gegen den Flugverkehrsleiter von Skyguide auf fahrlässige Tötung sowie der Störung des öffentlichen Verkehrs, schreibt die Militärjustiz.

Die konkrete Prüfung, ob die genannten Tatbestände erfüllt seien, habe im Rahmen der Voruntersuchungen zu erfolgen. Für die Beschuldigten gelte die Unschuldsvermutung, stellt die Militärjustiz fest. (sda)

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Die Schweizer Armee präsentiert erste F/A-18-Pilotin

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    Alle Leser-Kommentare
  • Fizjak 07.04.2020 18:25
    Highlight Highlight Ist das nicht ein pilotenfehler? Ich meine schlussendlich entscheidet er, wass in der aktuellen situation angebracht ist. Und ich denke, dass es nicht sein erster start von meiringen war. Jeder schweizer weiss doch, dass es ziemlich hohe berge in der umgebung gibt. Ausserdem hat der doch eine karte im cockpit er weiss also wo er sich im moment befindet. Er hätte doch dem fluglotsen melden sollen, dass seine idee eine schlechte idee ist und er sich nicht daran halten kann/will.
  • c_meier 07.04.2020 12:35
    Highlight Highlight und um das Abzuklären braucht es 3.5 Jahre?
    • ands 07.04.2020 13:07
      Highlight Highlight Da der Flugdatenschreiber nicht geborgen werden konnte, dauerte die Rekonstruktion des Unfallhergangs sehr lange. Dass der Lotse dem Piloten die falsche Flughöhe angegeben hat, war schon kurz nach dem Unfall klar. Das wurde damals auch so in einer Medienmitteilung kommuniziert. Damit ist die Untersuchung aber noch lange nicht abgeschlossen. Dazu müssen alle offenen Fragen geklärt werden. Weshalb ging der Radarkontakt zum Leader verloren? Weshalb war dem Piloten die geringe Flughöhe nicht suspekt? Weshalb wurde der Schleudersitz nicht ausgelöst? Gab es technische Defekte am Flugzeug? ....
  • Cpt. Jeppesen 07.04.2020 10:27
    Highlight Highlight Im Cockpit ist der Pilot immer die letzte und entscheidende Instanz. Das lernt man schon in der Grundausbildung.
    Wenn der Fluglotse mich mitten in Bergen auf 10000 Fuss schickt, würde ich dieses ablehnen und einen höheren Flight-Level verlangen: "Ääh... negativ, due to obstacle request Flight-Level 1 5 0 and climb through."

    Der Pilot ist von Meiringen aus gestartet, was hat er denn erwartet? Es weiss ein jedes Kind, dass es dort HOHE Berge hat. Somit Pilotenfehler, sorry.

    Jetzt dem Lotsen daraus einen Strick drehen zu wollen halte ich für falsch, auch wenn er eine Fehlanweisung gegeben hat.
    • Hamster X 07.04.2020 12:16
      Highlight Highlight Als Berufskollege stimme ich Dir natürlich zu.. Um Meiringen herum sollte man das Gelände eigentlich blind kennen. Aber wie es halt immer ist bei Flugunfällen, sind stets mehrere Faktoren das Problem. Der Lotse war einer davon. Ihn daran aufhängen ist falsch. Das standardmässige Verfahren wegen Fahrlässigkeit und überhaupt die ganze Geschichte sind schon genug Ballast.
    • Don Alejandro 07.04.2020 12:43
      Highlight Highlight Das habe ich mich als Laie auch gefragt. Man bedenke die Topographie in dieser Gegend zumal ja ein Flug auf Sicht nicht möglich war. Anyhow, eine ganz tragische Sache.
    • Joe Smith 07.04.2020 13:10
      Highlight Highlight Danke, genau das wollte ich auch schreiben. Kommt dazu, dass in einer F/A-18 nur Berufsmilitärpiloten sitzen, die die Schweiz wie ihre Hosentasche kennen, ganz besonders die topografischen Besonderheiten der Umgebung der Militärflugplätze. Aber niemand ist fehlerfrei, deshalb gibt es ja das Käsescheibenmodell, und der Fluglotse ist halt auch so eine zusätzliche Scheibe. Aber ohne den Bericht zu kennen, nur auf Medienberichte gestützt, die in Sachen Flugunfälle erfahrungsgemäss im besten Fall unvollständig sind, bilde ich mir kein Urteil.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Destiny // Team Telegram 07.04.2020 09:26
    Highlight Highlight Den Job des Fluglotsen möchte ich echt nicht machen.
  • Auric 07.04.2020 08:44
    Highlight Highlight Aha, da war doch mal was mit einem Fluglotsen, Stichwort Überlingen 2002, und die Beinahezusammenstösse auf der Rollbahn in ZRH 2011

    • PlayaGua 07.04.2020 09:42
      Highlight Highlight Bewirb dich doch als Fluglotse. Einen verantwortungsvolleren Job, in dem nicht der kleinste Fehler geschehen darf, wirst du kaum finden.
    • ands 07.04.2020 09:49
      Highlight Highlight Gratuliere! Du hast aufgrund der Worte "Unfall" und "Fluglotse" einen völlig haltlosen Zusammenhang konstruiert.
    • Auric 07.04.2020 10:31
      Highlight Highlight Wow da blitzt es ja häufiger als aufbauen Straßen im Kanton Luzern. 👍

      Was jetzt hab ich mich mal wieder der Nestbeschmutzung schuldig gemacht oder sind das gefährlichste am Schweizer Luftraum die unterbezahlten Bodentruppen?
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