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FILE - In this Feb. 1, 2015, file photo, Saudi journalist Jamal Khashoggi speaks during a news conference in Manama, Bahrain. Jamal Khashoggi was Katherine Roth's friend and mentor when she was a young reporter in Yemen in the mid-1990s. He was a perceptive guide and a much-needed bridge between political Islam and the West, Roth said. She said he changed her life and may even have saved it. (AP Photo/Hasan Jamali, File)

Journalist Jamal Khashoggi. Bild: AP/AP

Saudi-Arabien bestätigt Tötung Khashoggis in Istanbuler Konsulat

Saudi-Arabien bestätigt die Tötung des Regierungskritikers und Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat. Dies berichteten saudische Staatsmedien am Freitagabend. Demnach starb er nach einem Kampf im Konsulat. 18 saudische Staatsbürger wurden festgenommen.

Die «Diskussionen» zwischen Khashoggi und «denjenigen, die er im Konsulat des Königreichs in Istanbul getroffen» habe, «entwickelten sich zu einem Faustkampf, der zu seinem Tod führte», berichtete die amtliche Nachrichtenagentur SPA mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft. Damit räumte Saudi-Arabien mehr als zwei Wochen nach dem Verschwinden Khashoggis den Tod des Dissidenten ein.



Zudem wurde mit Verweis auf einen königlichen Erlass berichtet, dass der Vizepräsident des Geheimdienstes, Ahmad al-Assiri, entlassen worden sei. Auch Saud al-Kahtani, ein hochrangiger Berater des Königs, wurde demnach entlassen.

«In den nächsten zwei oder drei Tagen werden wir viel wissen»

sagte US-Präsident Donald Trump wenige Stunden bevor Saudi-Arabien die Tötung des Journalisten im Istanbuler Konsulat bestätigte.

Nur wenige Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump neue Erkenntnisse im Fall Khashoggis in den kommenden Tagen in Aussicht gestellt. «In den nächsten zwei oder drei Tagen werden wir viel wissen», sagte er bei einem Auftritt in Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona. «Ich könnte am Montag viel wissen.» Sanktionen gegen Saudi-Arabien schloss der Präsident nicht aus. Auf eine entsprechende Frage sagte er: «Könnte sein, könnte sein.»

Er wollte Dokumente abholen

Khashoggi wollte am 2. Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul Papiere abholen und ist seitdem verschwunden. Die türkischen Behörden gingen bisher nach Medienberichten davon aus, dass er von einem aus Saudi-Arabien angereisten 15-köpfigen Spezialkommando getötet wurde.

Am Freitag hatte die türkische Staatsanwaltschaft Angestellte des saudischen Konsulats als Zeugen vorgeladen. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, es handele es sich um 15 Türken, unter ihnen ein Fahrer, ein Buchhalter und ein Techniker des Konsulats.

US-Aussenminister Mike Pompeo hatte in dieser Woche sowohl Riad als auch Ankara besucht, um sich nach dem Stand der Ermittlungen zu erkundigen. (fvo/sda/afp/reu/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Klaus07 20.10.2018 12:10
    Highlight Highlight Das sagt doch alles aus.

    User Image
    3 0 Melden
  • Fischra 20.10.2018 06:52
    Highlight Highlight Die Bauernopfer sind schon serviert. Alle haben sie zwischenzeitlich schon neue Identitäten und Leben friedlich weiter. Und die Weste des Königs ist sauber und Trump findet das Ganze glaubwürdig. Zum glück können sich nicht alle Verbrecher die Weste so einfach reinwaschen.
    10 0 Melden
  • Baba 20.10.2018 05:16
    Highlight Highlight Und wieso mussten die Saudis denn bis jetzt die Lüge verbreiten, dass Kashoggi erst nach dem Verlassen des Konsulates verschwunden sei?

    Das ganze stinkt immer mehr. Und tRump, dieser blöde Kürbiskopf windet sich in den Versuchen, seine Saudi Freunde zu verteidigen 😡

    Wie aus einem ganz schlechten Agentenfilm...
    7 0 Melden
  • Juliet Bravo 20.10.2018 04:05
    Highlight Highlight So - bei einem Faustkampf soll er ums Leben gekommen sein - und der US-Präsident findet das glaubwürdig...? Meine Güte!
    50 10 Melden
    • nilly 20.10.2018 05:23
      Highlight Highlight So was passiert in der öfter als du denkst! Informier dich mal über Samstagsmütter...
      2 5 Melden
    • Tsetse 20.10.2018 05:26
      Highlight Highlight Wo steht, dass er das glaubwürdig findet?
      3 1 Melden
    • Dirk Leinher 20.10.2018 05:41
      Highlight Highlight Wenigstens in diesem Artikel steht nirgends dass Trump den Faustkanpf für glaubwürdig hält. Man sollte zuerst den Artikel wenigstens ansatzweise lesen.
      3 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • p4trick 20.10.2018 02:06
    Highlight Highlight Ah sehr gut also alles geregelt und die Welt kann weiterhin Geschäfte machen mit den Saudis..
    3 0 Melden
  • Luchs 20.10.2018 01:56
    Highlight Highlight Dissidenten? Ist das die richtige Wortwahl?
    Faustkampf: da bleibt nur ein Fragezeichen?
    2 0 Melden
  • rolf.iller 20.10.2018 01:50
    Highlight Highlight Ahh okey, wenn es so ist, dann ist das ja alles nicht so schlimm. Kann halt mal so passieren.

    Dann können die Saudis ja jetzt sicher auch die Leiche rausrücken, damit die angehörigen die bestatten können. Die ist ja sicher noch in einem Stück, bei so einem Kampf fällt ein Körper ja nicht einfach in zig Einzelteile auseinander...
    5 0 Melden
    • Flötist 20.10.2018 14:41
      Highlight Highlight Bei diesem Kampf schon.
      0 0 Melden
  • Barracuda 20.10.2018 01:49
    Highlight Highlight Klar, und morgen kommt der Weihnachtsmann. Für wie blöd halten uns die Saudis. Selbstverständlich wird es auch keine Obduktion von einer neutralen Stelle geben.
    4 0 Melden
    • Vanessa_2107 20.10.2018 15:10
      Highlight Highlight Für eine Obduktion benötigt man aber die Leiche...
      1 0 Melden
  • Pana 20.10.2018 01:45
    Highlight Highlight Der Journalist starb nach einem Faustkampf mit einem 15-köpfigen Spezialkommando, das in der Nacht aus Saudi Arabien eingeflogen wurde? Seems legit.
    11 0 Melden
  • Vanessa_2107 20.10.2018 00:44
    Highlight Highlight ...zum Streit gekommen ....und Khashoggi stand 15 Männern, darunter Einem mit einer Knochensäge gegenüber und sagte sich "jetzt kämpfe ich"....die Geschichte wird immer stupider....
    9 0 Melden
  • Gummibär 20.10.2018 00:44
    Highlight Highlight Jetzt wird fieberhaft eine Story zusammengezimmert, die es Donald Trump und Kronprinz Jared Kushner erlaubt weiterhin private und amerikanische Regierungsgeschäfte mit den Saudis zu betreiben.
    Der Mord an Kashoggi und die Zerstückelung und der Abtransport seiner Leiche wird mit einer Riesenladung Kamelmist zugedeckt.
    5 1 Melden
  • schnoogg 20.10.2018 00:42
    Highlight Highlight "Zum Streit gekommen", und als einzig logische Konsequenz davon gefoltert, getötet, zerteilt und entsorgt. That escalated quickly...
    4 0 Melden
  • Bulwark 20.10.2018 00:36
    Highlight Highlight Wann will endlich jemand etwas gegen Saudi-Arabien unternehmen? Dieses Land ist seit längerem durch mehrere Verfehlungen untragbar!
    6 0 Melden
    • Flötist 20.10.2018 14:44
      Highlight Highlight Keiner, der Geld von den Saudis erhält will da was machen. Wer hat Macht und erhält kein Geld von ihnen? Ja, da haben wir ein Problem.
      1 0 Melden

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