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Ein $2000 Bumerang und Rassismusvorwürfe: Chanel hatte schon bessere Zeiten

17.05.2017, 11:5817.05.2017, 15:21

Ein neuer Tag, ein neuer Brand, der gerade gegen Rassismusvorwürfe kämpft: Stein des Anstosses ist ein Bumerang – nicht irgendeiner, sondern derjenige des Modelabels Chanel. Das Wurfgeschoss kostet läppische $2000.

Der Make-Up Artist Jeffree Star postet über Twitter ein Bild des Luxus-Bumerangs und erntete prompt viel Häme – nicht nur des horrenden Preises wegen, sondern auch wegen des Bumerangs an sich. 

Das gekrümmte Holz ist nämlich das Symbol der australischen Ureinwohner, genauer gesagt: eine Jagdwaffe. Chanel wird nun vorgeworfen, sich den Bumerang als kulturelles Gut anzueignen und so die Kultur der Aborigines zu missachten. Das Chanel-Logo auf den Bumerang zu drucken und es für $2000 zu verkaufen sei ein enormer Affront gegen die Kultur der Ureinwohner. So lauten jedenfalls die Vorwürfe, die zurzeit auf Twitter kursieren. 

Chanel hat darauf reagiert und sich in einem offiziellen Statement quasi entschuldigt: «Chanel respektiert alle Kulturen. Die Inspiration für den Bumerang wurde bei sportlichen Aktivitäten geholt und es war nie unsere Absicht, die Kultur der Aborigines und die Signifikanz des Bumerangs als kulturelles Symbol zu missbrauchen.». Verkauft wird der Bumerang aber weiterhin. 

Twitter-User empören sich über die Kopie: «Was für eine hässliche Abzocke! Vor Jahren gab ein Aborigine meinem Vater einen richtigen Bumerang. Um einiges besser als diese Chanel-Abzocke!», schreibt der eine. Und ein anderer will wissen, wieviel der generierten Einnahmen an die australischen Ureinwohner gehen. 

Viele Twitter-User und Follower des Make-Up-Artists kritisieren oder machen sich über den enorm hohen Preis lustig. 

(ohe)

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