Leichtathletik
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ADVANCE FOR SATURDAY, OCT. 1 - In this Aug. 1, 1996, file photo, Michael Johnson, of the United States, celebrates after he won the men's 200 meter final in a world record time of 19.32 at the 1996 Summer Olympic Games in Atlanta. Turner Field began its brief life as the main stadium for the 1996 Summer Olympics. After just two decades as the home of the Atlanta Braves, it's headed for another transformation. The Braves are moving to the suburbs next season, leaving the Ted to Georgia State University. (AP Photo/Doug Mills, File)

Der Lauf seines Lebens: Johnson wird 1996 mit neuem Weltrekord Olympiasieger. Bild: AP

Fabelweltrekordler Michael Johnson nach Schlaganfall: 200 Meter in 15 Minuten

Michael Johnson war der schnellste Mann der Welt über 200 Meter. Nach einem Schlaganfall kämpft sich der frühere Leichtathletik-Topstar aus den USA langsam zurück ins Leben.



Die 200 Meter spulte der Weltrekordler früher in 19,32 Sekunden ab. Gut zwei Monate nach einem Schlaganfall brauchte Michael Johnson 15 Minuten dafür. Der ehemalige Weltklasse-Leichtathlet stoppte diese Zeit im Gang einer Klinik in Los Angeles, wo der 51-Jährige derzeit behandelt wird. Erstmals seit drei Tagen quälte sich der vierfache Olympiasieger aus dem Bett.

«Ich habe 15 Minuten gebraucht», sagte der Welt-Leichtathlet von 1996 und 1999 dem «Telegraph». Es war das erste Interview seit seinem Schlaganfall, den Johnson am 31. August beim Fitnesstraining erlitten hatte. «Ich war auf dieser Distanz der schnellste Mensch der Welt. Aber ich bin jetzt nicht entmutigt. Ich ging in mein Zimmer zurück und sagte zu meiner Frau: ‹Ich werde mich vollständig erholen, und ich werde mich schneller erholen als jeder andere zuvor›», berichtete Johnson, der immer sehr gesund gelebt hat und seine Krankheit nun mit grosser Willensstärke bekämpft.

«Warum passiert mir das?»

Der Schlag kam für Johnson wie aus heiterem Himmel. «Ich habe keine Vorgeschichte von Herzkrankheiten, ich rauche nicht, ich habe trainiert, als dies geschah, ich esse kein Junkfood», betonte der Amerikaner, der sein Geld heute als Trainer verdient. Deshalb sei er anfangs «sehr wütend» gewesen, «weil ich dachte, ich hätte alle Dinge richtig gemacht und alle Opfer gebracht. Warum passiert mir das?»

Johnson war der überragende Sprinter der 1990er-Jahre über 200 und 400 Meter. Auf der Stadionrunde wurde der Modellathlet viermal in Folge Weltmeister – von 1993 bis 1999. Das schaffte kein anderer 400-Meter-Sprinter.

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19,32 Sekunden! Michael Johnsons Triumph in Atlanta. Video: YouTube/ClassicSports75010

Seinen Fabelweltrekord über 200 Meter lief Johnson am 1. August 1996 bei seinem Olympiasieg in Atlanta. Erst 12 Jahre und 19 Tage später verlor er ihn an Jamaikas Ausnahmesprinter Usain Bolt, der in Peking in 19,30 Sekunden zu Olympia-Gold lief. Ein Jahr später verbesserte Bolt diesen Weltrekord bei der WM in Berlin auf 19,19. (ram/sda/dpa)

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