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Thurgau entscheidet Schicksal von «Frühfranzösisch»



Der Thurgauer Grosse Rat entscheidet heute Mittwoch über die Zukunft des Französisch-Unterrichts in der Primarschule.

Englisch-Unterricht ab der dritten, Französisch-Unterricht ab der fünften Klasse: So sieht die Stundentafel in den Thurgauer Primarschulen heute aus. Ob dies so bleibt, oder Französisch erst auf der Oberstufe unterrichtet wird, entscheidet heute der Grosse Rat.

Abgeschafft hatte das Thurgauer Kantonsparlament das sogenannte Frühfranzösisch bereits vor knapp drei Jahren. Damals hiess der Grosse Rat eine entsprechende Motion gut. Die Begründung: die Primarschüler seien mit dem Erlernen von zwei Fremdsprachen überfordert. Das Ausscheren aus dem gängigen Sprachenmodell brachte dem Thurgau scharfe Kritik ein.

Die Thurgauer Regierung will am aktuellen Modell festhalten, welches die meisten Deutschschweizer Kantone praktizieren. Deshalb legt sie dem Parlament die Vorlage nochmals vor, damit dieses allenfalls von seinem ersten Entscheid abkommen könnte. Konkret befindet das Parlament am heutigen Mittwoch über eine Änderung des Volksschulgesetzes. Diese lautet: «Französisch wird erst auf der Sekundarschule I unterrichtet».

Ob das neue Gesetz am Mittwoch eine Mehrheit im Grossen Rat findet, ist offen. Die vorberatende Kommission, in der zahlreiche Lehrer und Schulbehörden sitzen, hält an der Abschaffung des «Frühfranzösisch» fest. Ehemalige Gegner haben aber durchblicken lassen, dass sie am Französisch-Unterricht in der Primarschule festhalten wollen, falls dieser praxisnaher wird und schwache Schüler dispensiert werden können. (sda)

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