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Auszeichnungen: Taylor Swift gewinnt mit «1989» Grammy für Album des Jahres



Taylor Swift hat den Grammy für das Album des Jahres gewonnen und zwei weitere Trophäen des wichtigsten Musikpreises der Welt ergattert. Für ihre Platte «1989» gewann die 26-Jährige am Montag den Preis für das beste Album und das beste Pop-Gesangsalbum.

Mit «Bad Blood» stammte auch das beste Musikvideo von Swift. Aufnahme des Jahres wurde «Uptwown Funk» von Mark Ronson und Bruno Mars, während Ed Sheeran mit «Thinking Out Loud» den begehrten Grammy für den besten Song des Jahres gewann. Zur besten Newcomerin wurde die 22-jährige Popsängerin Meghan Trainor gekürt.

Einen Seitenhieb auf Kanye West, der Swift in seinem neuen Album «The Life of Pablo» beleidigt und vorgibt, er habe sie berühmt gemacht, konnte sich die Sängerin nicht verkneifen. «Es wird immer Menschen geben, die Deinen Erfolg untergraben oder Deine Errungenschaften für sich beanspruchen wollen.» Davon dürften auch jünge Künstler sich aber nicht aus der Bahn werfen lassen, sagte Swift.

Die 58. Grammy-Verleihung in Los Angeles war geprägt von Gedenk-Konzerten für verstorbene Musiker. So zollte Lady Gaga mit knallrotem Haar und einem Kostüm im David-Bowie-Stil ihrem verstorbenen Musikerkollegen Tribut, indem sie ein Medley aus «Space Oddity», «Changes», «Ziggy Stardust», «Let's Dance» und anderen Bowie-Hits anstimmte.

Kendrick Lamar mengenmässig vorn

Die Rock-Band Eagles ehrte ihr verstorbenes Gründungsmitglied Glenn Frey mit dem Hit «Take It Easy». Soul- und R&B-Legende Stevie Wonder sang zudem für Maurice White, das verstorbenes Gründungsmitglied der Band Earth, Wind & Fire, gemeinsam mit der A-capella-Gruppe Pentatonix aus Texas.

Während Rihanna wegen Halsschmerzen kurzfristig nicht zur Verleihung im Staples Center in Los Angeles erschien, sagte Rapperin Lauryn Hill ihren als Überraschung geplanten Auftritt kurzerhand ab. Wegen der kurzfristigen Planung habe sie keine Chance gehabt, sich ausreichend vorzubereiten, teilte ein Sprecher laut «New York Times» mit.

Der insgesamt für elf Grammys nominierte Rapper Kendrick Lamar sicherte sich mit «To Pimp A Butterfly» den Preis für das beste Rap-Album sowie Grammys in vier weiteren Sparten. Justin Bieber gewann seinen ersten Grammy überhaupt zusammen mit den DJs Skrillex und Diplo für die Single «Where Are U Now» als beste Dance-Aufnahme. Vier der Preise in insgesamt 83 Kategorien nahm die Rockband Alabama Shakes mit nach Hause.

Grammys für Politiker

Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter wurde zum zweiten Mal mit dem wichtigsten Musikpreis der Welt geehrt. Der 91-Jährige gewann den Grammy für das Hörbuch zu seiner Autobiografie «A Full Life: Reflections at Ninety». 2007 hatte er für das von ihm verfasste und gelesene «Unsere gefährdeten Werte» ebenfalls einen Grammy als bestes gesprochenes Album gewonnen.

Auch Amtsinhaber Barack Obama, Ex-Präsident Bill Clinton sowie dessen Ehefrau und Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton haben für gesprochene Ausgaben ihrer Bücher bereits Grammys gewonnen. (sda/dpa/afp)

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