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Viele Skilager wegen Corona abgesagt – werden sie im Sommer nachgeholt?



Eine Gruppe Snowboarderinnen aus dem Jugendskilager (JUSKILA) tobt sich am Mittwoch, 3. Januar 2007, im frischen Pulverschnee in Lenk aus. Bereits zum 66. Mal findet in der ersten Januarwoche das traditionelle Jugendskilager von Swiss Ski statt, an dem 600 Jugendliche aus der ganzen Schweiz gratis Ski- und Snowboardferien machen koennen.  (KEYSTONE/Juerg Mueller)

Skilager finden in diesem Winter so gut wie nicht statt. Bild: KEYSTONE

Zahlreiche Schulen haben ihre jährlichen Skilager wegen der Corona-Krise abgesagt. Die Schneesportinitiative «GoSnow», die die Skilager organisiert, arbeitet nun an einem Alternativangebot für den Frühsommer.

«185 der geplanten 250 Skilager sind bereits abgesagt, sagte Ole Rauch, Geschäftsführer der Schneesportinitiative »GoSnow« gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit, was er bereits am frühen Morgen zu Radio SRF gesagt hatte: Für die übrigen Skilager sehe es nicht gut aus, »wir gehen davon aus, dass diese Lager abgesagt werden müssen".

Dabei müsse man jedoch jedes Lager einzeln anschauen, sagte Rauch gegenüber Keystone-SDA. Nicht empfehlenswert sei ein Lager für ein ganzes Schulhaus oder wenn etwa alle achte Klassen eines Schulhauses gemeinsam ein Lager wollten. Da sei die Durchmischung der Kinder zu gross. Anders sei es, wenn man als Klasse mit den rund 20 Kindern, die ohnehin zusammen in der Schule sind, ins Lager wolle. Da sei das Ansteckungsrisiko nicht viel grösser als im normalen Schulbetrieb.

Einige der Schulen, die noch nicht abgesagt haben, wollen ihre Lager gemäss Rauch Ende Februar bis Ende März durchführen. In einigen Kantonen wie zum Beispiel im Kanton Zürich gilt bis Ende Februar ein Lagerverbot. Die Schulen warteten daher noch ab, ob sich daran etwas ändere, sagte Rauch. Er ist jedoch wenig zuversichtlich.

Clean-Up-Day statt Skifahren auf Piste

Um die abgesagten Lager aufzufangen, arbeitet die Schneesportinitiative nun an Alternativen. Sie seien zwar dafür zuständig, den Schneesport an Schulen zu fördern, sagte Rauch. «Aber wir wollen den Klassen eine Alternative bieten, und zwar noch in diesem Jahr.» Die Schulen sollen daher die Möglichkeit haben, die Schullager im Frühsommer nachzuholen.

Man könne eine Klasse aber nicht einfach fünf Tage zum Wandern schicken, sagte Rauch. Einige Destinationen hätten aber bereits gute Angebote zusammengestellt, etwa, mit den Kindern ein Clean-Up-Day auf der Piste durchzuführen.

So könne zugleich das Thema Nachhaltigkeit vermittelt werden. Zudem werde der Bezug zum Schneesport hergestellt. Die Kinder seien oft überrascht, eine Skipiste ohne Schnee zusehen. Etwa, weil der Hang steil ist oder voller Steine, sagt Rauch. Weitere Ideen seien das Instandsetzen von Wanderwegen, Bike-Kurse, Themenwege oder Klettereinführungen.

Rauch erachtet es als realistisch, dass diese Lager im Mai und Juni gebucht werden können. Die Organisatoren der Schneesportinitiative bereiten sich nun darauf vor, sodass sie bereit sind, wenn die ersten Schulen ein solches Lager buchen wollen. (aeg/sda)

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