Deutschland

In Berlin gehen 12'000 Menschen gegen die AfD auf die Strasse

22.10.17, 16:44

Im Regierungsviertel in Berlin haben am Sonntag rund 12'000 Menschen gegen die nationalkonservative AfD demonstriert. Die Teilnehmer warnten vor Rassismus und einem Rechtsruck im neuen Bundestag, der am Dienstag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammentritt.

«Meine Stimme gegen Hetze»

«Mein Herz schlägt für Vielfalt» oder «Meine Stimme gegen Hetze» stand auf den Plakaten. Die Demonstranten bildeten nach Angaben der Veranstalter einen «symbolischen Schutzring» um das Reichstagsgebäude.

Die Abschlusskundgebung fand am Brandenburger Tor statt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin verlief die Grossdemonstration bis zum Nachmittag störungsfrei. Die Sprecherin sprach von «etwas über 10'000 Teilnehmern» und bestätigte damit in etwa die Teilnehmerzahlen der Veranstalter.

Der Bundestag dürfe «nicht zum Sprachrohr für Rassismus und Diskriminierung werden», mahnten die Organisatoren. «Wir wollen nicht, dass bürgerliche Parteien nach rechts rücken», hiess es weiter mit Blick auf die Debatte über den Umgang mit der AfD.

Initiator «überwältigt»

Der Initiator der Demonstration, der 23-jährige Student Ali Can, zeigte sich «überwältigt» von der hohen Teilnehmerzahl. Dies zeige, «dass jeder Versuch, uns als Gesellschaft zu spalten, uns nur näher zusammenbringt».

Aufgerufen zu der Demonstration hatten die Bürgerbewegung Campact und weitere Organisationen, zu den Unterstützern zählen unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die gegen Rechtsextremismus engagierte Amadeu-Antonio-Stiftung.

Die Bürgerbewegung Avaaz als Mitveranstalter hatte in einer ganzseitigen Anzeige im Berliner «Tagesspiegel» für die Demonstration geworben. «Wir stehen auf gegen euren Rassismus», heisst es auch in einem offenen Brief an die AfD, der auf der Internet-Seite der Organisation steht und bereits von mehr als 500'000 Menschen unterzeichnet wurde. «Wir stehen für ein weltoffenes, soziales, liberales, vielfältiges Deutschland, in dem kein Platz ist für Fremdenfeindlichkeit.»

AfD kritisiert Veranstaltung

Die AfD hatte die Demonstration im Vorfeld als «Stimmungsmache» gegen ihre Abgeordneten und «Anschlag auf die Demokratie» kritisiert. Der neue Bundestagsfraktionsvize Peter Felser sprach von einer «nicht hinnehmbaren Diskreditierung» der demokratisch gewählten AfD-Abgeordneten.

Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) war bei der Bundestagswahl mit 12.6 Prozent drittstärkste Kraft geworden und hatte 94 Sitze im Parlament bekommen. Nach dem Austritt der bisherigen Parteichefin Frauke Petry und des Abgeordneten Mario Mieruch verfügt die AfD noch über 92 Mandate. (sda/afp/kün)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 23.10.2017 09:16
    Highlight Tolle Demokraten, momoll... 🙄
    8 2 Melden
    • Fabio74 23.10.2017 14:14
      Highlight Meinungsäusserungsfreiheit schon gehört?
      1 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.10.2017 21:48
      Highlight Sicher. Finde es trotzdem bescheuert und undemokratisch, gegen eine demokratisch gewählte Partei zu demonstrieren.

      Gewählt ist gewählt.
      6 1 Melden
  • Sapere Aude 22.10.2017 22:45
    Highlight Wieder so ein Beispiel wo die AfD bezüglich Meinungsfreiheit ihr wahres Gesicht zeigt.
    9 32 Melden
  • Marc Mueller 22.10.2017 20:50
    Highlight Was sind schon 12'000 Demonstranten...
    37 11 Melden
    • Informant 22.10.2017 22:04
      Highlight Vor allem in Anbetracht der 20'000 Rechtsextremen, die vor einer Woche durch Kiew marschierten.
      War natürlich für Watson kein Thema, wie alle anderen Sauereien die in der Ukraine so abgehen.

      19 20 Melden
  • Antiremplaceur 22.10.2017 20:02
    Highlight Ah, die Remplaceur machen mobil. Haben wohl Angst um ihr Projekt.
    27 20 Melden
  • silberstern 22.10.2017 19:44
    Highlight Zur Zeit gehört es zum guten Ton, die AFD zu bashen.
    Das ist normal. Die Grünen kamen bei ihrer Gründung auch sehr schlecht weg.
    Die etablierte Macht kämpft panisch und mit Haken und Ösen um ihren Erhalt. Auch um von ihrem Versagen abzulenken.

    Ich hoffe für Deutschland, das sich bis in einigen Jahren, die AFD etabliert hat.
    Eine Partei, die es wagt, die Zuwanderung in Frage zu stellen, und mehr Demokratie nach CH Vorbild fordert, ist auch den Deutschen zu gönnen.
    43 41 Melden
    • Rendel 22.10.2017 20:57
      Highlight Martin Luther King wäre garantiert nicht einverstanden, dass sie sein Bild benutzen. Das seh ich zunehmend öfters bei Leuten, die alles andere als seine Ideen im Kopf haben.
      26 33 Melden
    • Fabio74 22.10.2017 21:38
      Highlight eine Partei die Ausländerhass schürt, die Rassismus schürt, die Muslimregister fordert und als Deckmäntelchen direkte Demokratie fordert, braucht kein Mensch mit Verstand
      20 33 Melden
    • häfi der Spinat 23.10.2017 12:29
      Highlight @Rendel @Fabio:

      Eure Kommentare erinnern mich an einen Spaziergang auf der Champs elysee.
      Ehe man sich versieht, kleben sie einem schon am Fuss.

      9 4 Melden
    • Fabio74 23.10.2017 14:16
      Highlight @Häfi was immer du sagen willst. Die Champs elysées liegt in Paris
      0 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 22.10.2017 19:03
    Highlight "Student Ali Can, zeigte sich «überwältigt» von der hohen Teilnehmerzahl. Dies zeige, «dass jeder Versuch, uns als Gesellschaft zu spalten, uns nur näher zusammenbringt»."

    Währenddem seine Verwandten irgendwo am Gottesstaat arbeiten rsp. seine Heimat Wiederaufbauer benötigen würde?
    34 61 Melden
    • Datsyuk 22.10.2017 20:11
      Highlight Sehr einfaches Denken, sorry. Du bist eben leider jemand, der spalten will.
      35 31 Melden
    • Fabio74 22.10.2017 21:39
      Highlight Was für ein mieser Hasskommentar RosaL
      Ist deine Welt so simpel, dass jeder Muslim einen Gottesstaat unterstützt?
      Bist du einmal aus deiner braunen Blase rausgekommen?
      22 31 Melden
    • Juliet Bravo 22.10.2017 23:48
      Highlight Weisst du, dass es Muslim ist? Nein! Und eine allfällige Sippenhaft gibts bei uns garantiert auch nicht.
      7 11 Melden
    • Scott 23.10.2017 13:22
      Highlight Juliet Bravo
      "Sippenhaft gibts bei uns garantiert auch nicht."

      Für Muslime unter sich mag das ja stimmen. Aber im Koran wird genau diese Sippenhaft für alle Ungläubigen (Christen, Juden, Buddhisten, Atheisten usw.) ohne Ausnahmen vorgeschrieben.
      6 3 Melden
  • Knety 22.10.2017 18:23
    Highlight Eine Demo dagegen, dass andere Leute eine andere Meinung haben?
    Verstehe einer die Teutonen.
    44 36 Melden
    • Juliet Bravo 22.10.2017 23:39
      Highlight Rassismus ist keine Meinung.
      8 16 Melden
    • Scott 23.10.2017 13:25
      Highlight "Rassismus ist keine Meinung."

      Stimmt!
      Aber wer gegen unkontrollierte Zuwanderung politisiert, ist noch lange kein Rassist.
      7 2 Melden
  • stamm 22.10.2017 18:13
    Highlight Und anstatt sich zu fragen, warum die AFD so erstarkt ist, geht man protestieren.... Ihr müsstet in Flüchtlingsheime und denen bei allem Respekt erklären, wie sie sich in Europa zu verhalten haben. Und wenn ihr das früher gemacht hättet, und sich dies grad auch noch erfolgreich ausgewirkt hätte, bräuchte heute niemand eine AFD.
    46 37 Melden
    • Fabio74 23.10.2017 14:18
      Highlight Was für ein Schwachsinn um Rassismus und Hass zu legitimieren.
      Es gibt Meinungsäusserungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit.
      Respekt und Anstand fehlt bei der AfD
      1 5 Melden
  • Verifiable Truth 22.10.2017 17:27
    Highlight Aus meiner Sicht, es ist die bisherige Regelung mit Parteien wie CDU /CSU/ Grüne die rassistisch gehandelt haben, und zwar gegen das eigene Volk. Ja Ali Can will mehr, denn er hat das Gefühl es steht ihm mehr zu.
    Ich gab ein solches Gefühl nicht.
    In dem Regierung Merkel Grenzen für alle und alles geöffnet hat, hat sie das Vertrauen des Volkes verraten. Denn es müsste ihr klar gewesen sein, dass von denen die kommen, nur die wenigsten sind aus Kriegsgebieten.
    Also hat sie absichtlich das Risiko eingegangen, in der Hoffnung die Unmengen von Migranten woanders in der EU zu verteilen.
    37 29 Melden
    • Fabio74 22.10.2017 21:41
      Highlight nein, Merkel hat gehandelt in einer Situation wo Orban und andere ihr rückgra- und eierloses Dasein präsentiert haben. IN einer Zeit, wo alle feige, diese MENSCHEN durchgeschleust haben. Da hat eine entschieden diesen Menschen ein Dach über dem Kopf zu geben.
      14 32 Melden
    • Verifiable Truth 23.10.2017 17:02
      Highlight Es ist nicht Merkels Aufgabe, solche schiksaltragende Entscheidungen zu treffen. Sie ist nicht auf demokratische Weise gewählt worden, um dann zu tun und zu lassen wie es ihr passt.
      Und da hat Demokratie versagt, als die Gerichtskkage gegen sie abgewiesen wurde.
      Mechanismen und Mittel zur Unterbrechung der illegalen Migrantenströme, denn sie waren es alle, waren bekannt, und man konnte Grenzen rechtzeitig noch schliessen.

      Jetzt hören Sie mir auf , zu jammern, wir können nicht all diese Menschen aufnehmen .
      Wenn Sie persönlich etwas Gutes tun wollen, dann bitte als Volonteur anmelden.
      3 0 Melden
  • Rendel 22.10.2017 17:17
    Highlight Eine friedliche Demonstration ist kein Anschlag!
    25 31 Melden
  • Maria B. 22.10.2017 16:58
    Highlight 12'000 (in Worten: zwölftausend) Demonstranten in einer Viermillionen-Stadt?

    Ein unheurer Aufruhr - das ist ja wirklich sehr beeindruckend, schon fast ein Volksaufstand ;-)!
    41 28 Melden
    • Fabio74 22.10.2017 21:41
      Highlight immerhin 12000 Menschen mit Anstand und Verstand.
      14 32 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.10.2017 09:05
      Highlight @Fabio: linkes Moralistentum - du scherst dich einen Dr*** um diejenigen, die sich nicht mit fremdem anfreunden wollen ... aus gutem Grund ... oder lässt du heute die Wohnungstüre auf?
      9 4 Melden
    • Fabio74 23.10.2017 14:18
      Highlight @RosaL ich will ich mich auch nicht mit dem braunen Pack anfreunden!
      1 5 Melden
  • Flughund 22.10.2017 16:55
    Highlight Was hier unter den Schlagworten "offene Gesellschaft" und "Rechtspopolismus" läuft, ist in Wirklichkeit ein absolut undemokratisches Verhalten. Die Demonstranten glauben ihre Meinung ist die einzige und universelle Wahrheit und eine gegensätzliche Meinung kann damit nur unwahr sein.
    Dabei genügt logisches Denken um festzustellen, dass offene Grenzen und Sozialstaat nicht zusammenpassen.
    38 30 Melden
    • Rendel 22.10.2017 19:31
      Highlight Seit wann ist öffentliches kundtun seiner Meinung undemokratisches Verhalten? Leute wie sie, berufen sich doch immer auf die Meinungsfreiheit.
      19 25 Melden
    • Verifiable Truth 22.10.2017 20:01
      Highlight es geht wohl hier um linkspopulusmus, offene grenzen für alle, wie doof die idee.
      Nachkommen von Migranten wollen mehr Migration, das passt mir aber nicht.
      25 16 Melden
    • Fabio74 22.10.2017 21:43
      Highlight Demonstrieren und Meinungsäusserungsfreiheit sind Grundrechte in einem Rechtsstaat. Verfassungsmässig garantiert.
      Dies als undemokratisch zu brandmarken, zeigt höchstens deine Antidemokratische Gesinnung.
      11 26 Melden
    • Verifiable Truth 22.10.2017 22:44
      Highlight Fabio Demonstration per de wird hier nicht hinterfragt, sondern die dreiste Art Deutschland in Rassismus zu beschuldigen, nach dem das Land seit 70 Jahren Tür und Tor geöffnet hält für allerlei Migranten .
      Es geht nicht mehr und die Wahlen haben gezeigt, dass eine Kurskorrektur notwendig ist. Punkt.
      22 10 Melden
    • SemperFi 23.10.2017 05:30
      Highlight @Verifiable Truth: Dreist ist höchstens Ihr Versuch die AfD mit Deutschland gleichzusetzen.
      3 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.10.2017 09:20
      Highlight @Truth: Man kann schon offene Grenzen haben, aber nicht in Kombination mit einem Sozialstaat.

      Werden die Deutschen, und wenn wir das Ruder nicht bald herumreissen auch wir Schweizer, in naher Zukunft schmerzlich erfahren.
      7 3 Melden
    • Fabio74 23.10.2017 14:20
      Highlight @Truth ihr Rechtsnationalen seid nicht das Volk!!! 12.6% ist weit weg von der Mehrheit!!
      1 4 Melden
    • Flughund 23.10.2017 19:40
      Highlight Fabio
      Das Recht auf Meinungsfreiheit und Demonstration stellt ja gar niemand in Abrede dies ist wieder eine typische Unterstellung um mangels Argumenten vom Thema abzulenken. Ich habe in meinem Kommentar lediglich meine Meinung zum Thema der Demo-Teilnehmer vertreten. Natürlich darf jeder eine eigene Meinung dazu haben. Aber genau damit hast Du scheinbar das gleiche Problem wie die Demonstranten. (Nur Meine Meinung ist richtig ergo muss die andere falsch sein und bei dir dann immer "braun". Die typische Intoleranz der Toleranten halt.

      4 2 Melden
  • Bene86 22.10.2017 16:55
    Highlight Es wird immer noch nicht verstanden, dass ein aufrütteln des Bundestags notwendig war. Schade, muss es immer gleich so in die Extreme gehen. Nun, seit es am Bahnhof nicht mehr so viel zu klatschen gibt, singt man jetzt gegen die Afd. Übrigens: Fremdenfeindlichkeit ist kein deutsches oder schweizerisches Kulturgut. Ein paar Lieder über gewisse andere Nationalitäten dürfen ruhig auch mal gesungen werden, sonst glaube ich weiterhin, dass sich "Links" nur gegen "Rechts" und "Rechts" gegen "Links" profilieren will. Es gäbe auch noch andere Verhaltensweisen wie krankhaft Nett oder krankhaft Böse.
    25 17 Melden
    • Fabio74 22.10.2017 21:43
      Highlight mag sein, aber mit dem auf den anderen zeigen lenkt man vom eigenen Versagen ab.
      Daher ist dein Kommentar dass es Rassismus anderswo gibt billig. Und legitimiert Rassismus an keinem Ort der Welt
      8 23 Melden
    • Bene86 23.10.2017 09:17
      Highlight Mit deinem "mag sein" verharmlost du patriarchische Traditionen aus anderen Mentalitäten in unserem Land, welche den Rechtsextremen oft in Nichts nachstehen.

      Ja doch, macht Spass, Sätze zu verdrehen.
      4 1 Melden
    • Fabio74 23.10.2017 14:21
      Highlight Und du verharmlost Nazis und anderen Abschaum.
      0 4 Melden
    • Rabbi Jussuf 23.10.2017 14:49
      Highlight Fabio
      "mag sein, aber mit dem auf den anderen zeigen lenkt man vom eigenen Versagen ab."
      Ganz deiner Meinung!
      Genau das haben die links-grünen Demonstranten demonstriert: Sie haben mit dem so bequemen Feindbild AfD von ihrer politischen Misere abgelenkt.
      Jetzt sind sie überglücklich, dass sie wieder einen Erzfeind haben, dem sie die eigenen Fehler in die Schuhe schieben können.
      4 0 Melden
    • Bene86 23.10.2017 15:34
      Highlight Oh Gott, es gibt heute (fast) keine Nazis mehr. Wenn, dann sind es Rechtsextreme oder einfach Faschisten. Beleidige und verurteile doch wenigstens korrekt!
      4 0 Melden

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