Appenzell
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Zu viele Gäste am «schönsten Ort der Welt»: Wirte des Äscher geben auf



Einst war es nur eine kleine Bergbeiz. Doch in den letzten Jahren wurde das Berggasthaus Äscher-Wildkirchli zu einem weltberühmten Reiseziel – Social Media sei Dank. Und spätestens als 2015 das «National Geographic»-Magazin den Äscher aufs Cover hiefte, war es mit der Ruhe im Alpstein endgültig vorbei.

Doch nun wurde der Ansturm zu gross. Das Wirtepaar Nicole und Bernhard Knechtle-Fritsche haben auf Ende Saison 2018 gekündigt, wie der Kanton Appenzell-Innerhoden mitteilt. Sie hatten den Äscher 2014 übernommen – und folgten damit auf die Eltern von Bernhard Knechtle, die die Bergbeiz seit 1987 geführt hatten. 

Der Äscher ist die schönste Beiz der Welt

Letztlich wurde der Äscher Opfer seines eigenen Erfolgs: Die Infrastruktur des Gebäudes habe mit der wachsenden Gästezahl nicht mehr Schritt halten können, teilt das Pächter-Paar mit. So sei es bei der Wasser- und Stromversorgung immer wieder zu Engpässen gekommen – und sowohl das Platzangebot als auch die sanitären Anlagen hätten nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entsprochen. 

Eingeschränkt wurden die nötigen Umbauarbeiten nach Aussgen des scheidenden Wirtepaares durch Auflagen des Denkmalschutz und dadurch, dass sich das Gasthaus in der Archäologiezone befindet. Die Pacht wird neu ausgeschrieben. (mlu)

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • whatthepuck 20.08.2018 23:35
    Highlight Highlight Overtourism vom Feinsten.

    Zumindest früher lebte dieser Ort dort in der Wand ja auch ein Stück weit von seiner Verschlafenheit. Wär' mir eigentlich nicht unrecht wenn's ein Mahnmal der Schweizer Tourismusgeschichte bleibt. Zumindest bis sich der ganze Hype wieder gelegt hat, oder endlich mal das Internet geresetted wurde.
  • Jesses! 20.08.2018 22:08
    Highlight Highlight Danke Peter Böhni, dass diese Perle wegen Ihnen nun zu einem Un-Ort geworden ist. Genau das sollte nicht passieren!
  • Wilhelm Dingo 20.08.2018 20:01
    Highlight Highlight Wenn der Auto Parkplatz 50.- und der Car 600.- kosten würde, kämen schon viel weniger. Oder aber die Parkplätze gleich ganz abschaffen.
  • mAJORtOM95 20.08.2018 19:04
    Highlight Highlight Einfach eine Gästelimite mit Voranmeldung machen.
    Die Hütte sieht schon schön aus.
  • Tanuki 20.08.2018 16:00
    Highlight Highlight Schade. Der neue Pächter wird sich etwas neues ausdenken müssen. Platzzahl beschränken und ein Reservierungssystem einführen könnte vielleicht helfen.
  • Der müde Joe 20.08.2018 14:15
    Highlight Highlight Es ist einfach schade. Jeder „Geheimtipp“ wird heutzutage in die sozialen Medien getragen und sofort können sich diese schönen Orte kaum noch vor Touristen retten. Die Bezeichnung Geheimtipp ist darum einfach nur noch fürn Arsch.
  • So en Ueli 20.08.2018 13:40
    Highlight Highlight Besser so, zu viele Touristen an solch einem schönen Ort in der Natur tut der Umwelt so oder so nicht gut.
    • Zwischenton 20.08.2018 15:34
      Highlight Highlight Dem stimme ich absolut zu !
      Nur dürfte der Touristenstrom durch einen Pächterwechsel wohl kaum abnehmen....
    • Mia_san_mia 20.08.2018 17:16
      Highlight Highlight Wenn der Pächter wechselt, heisst es nicht, dass weniger Leute kommen...
  • lilie 20.08.2018 13:27
    Highlight Highlight Sehr, sehr schade.

    In einem solchen Fall gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder möglichst gut sanieren, um die Gästeschar bewältigen zu können - oder nur eine bestimmte Anzahl zulassen und den Rest wegweisen.

    Beides braucht Entschlossenheit und Kraft. Und vielleicht hatte das Wirtepaar das nicht mehr, immerhin führen sie das Haus ja auch schon seit über 30 Jahren...
    • aglio e olio 20.08.2018 13:55
      Highlight Highlight Preise anziehen regelt die Nachfrage, kostet aber Sympathien.
  • Nelson Muntz 20.08.2018 13:26
    Highlight Highlight Wär doch was für McDonalds oder Burger King 🤪😝
    • Don Huber 20.08.2018 14:49
      Highlight Highlight Ja so ein riesen grosses Plastik M anstatt der schönen verzierten Schrift. Coole Idee ! :-)
  • Alterssturheit 20.08.2018 13:10
    Highlight Highlight Das Problem ist vermutlich ähnlich wie in Venedig, Barcelona, Palma de Mallorca, usw.
    Irgendwann hats einfach zu viele Touris.
  • Flint 20.08.2018 13:02
    Highlight Highlight War am Wochenende dort hoch gelaufen. Schlangenstehen im Restaurant war angesagt. Den Besucherandrang empfinde ich als extrem. Das Problem dort ist die Seilbahn. 90% der Besucher würden zu Fuss niemals dort hoch laufen. Eine Retour Fahrt kostet Halbtax 16.-- was ich extrem günstig finde. Entweder man erhöht die Preise oder kontingentiert die Fahrten.
    • Alterssturheit 20.08.2018 15:23
      Highlight Highlight Meine Feststellung: wo es keine Bahnen hat, findet man immer Platz in der Bergbeiz -:))
  • DaVinci90 20.08.2018 13:00
    Highlight Highlight Ich übernehme gerne...wenn der lohn stimmt ;)
    • lilie 20.08.2018 13:51
      Highlight Highlight Ich glaube, du wärst da selbständig - Unternehmergeist ist gefragt. ;)
    • chrisdea 20.08.2018 14:47
      Highlight Highlight Als Pächter kriegst Du dort aber keinen "Lohn", sondern musst Einnahmen erwirtschaften...
    • Mia_san_mia 20.08.2018 17:17
      Highlight Highlight Für den Lohn bist Du dann aber selbst verantwortlich...
  • Vinnie 20.08.2018 12:13
    Highlight Highlight Schade, es war wirklich sehr lecker, wunderschön, sauber und preislich OK da oben!
    • Ton 20.08.2018 21:59
      Highlight Highlight Ich fand das Essen viel zu schwer. Ist doch gut, dass etwas geht. :)
  • aglio e olio 20.08.2018 12:06
    Highlight Highlight Verkehrte Welt. Da geben die Wirte auf weil es zu viel Gäste hat...

    • Scaros_2 20.08.2018 12:54
      Highlight Highlight Ich bin ja järhlich 3-4x da oben. Zu viel Gäste ist wirklich unangenehm weil du kommst nicht nach mit dem Servieren. Du kannst noch mehr Personal einstellen aber irgendwann sind alle Pfannen belegt und alle voll mit Rösti und und und und trotzdem kommst du nicht nach. Der Job in diesem Restaurant ist ein Knochenjob weil du hast 0 Pausen von Morgens bis abends teils locker über 20 Uhr. Du bist 12h+ auf den Beinen und hast ständig Gäste. Glaub mir das zerrt an deinem Körper.
    • aglio e olio 20.08.2018 13:54
      Highlight Highlight Scaros2, ich glaube dir. Habe einige Jahre in der Gastronomie gearbeitet.
      Das absurde ist die Tatsache, dass die meisten wegen Mangel an Gästen aufgeben müssen.
    • aschgyyge 20.08.2018 19:54
      Highlight Highlight Es gibt leute die machen nicht alles für geld..
  • derEchteElch 20.08.2018 12:04
    Highlight Highlight Sonnen & Schattenseite einer solchen Auszeichnung. Würde mich nicht wundern, wenn chineische Reisebusse bis vor die Hütte fahren würden, wenn sie denn könnten..
    • Scaros_2 20.08.2018 12:54
      Highlight Highlight Tun sie auch. Die fahren nach Wasserrauen, steigen aus, gehen mit der Bahn hoch, durch die Höhle zum Restaurant und essen kurz was, Foto, hier und da und wieder weg.

      Ist Realität. Der ganze Weg zum Äscher wurde so umgebaut das du mit Kinderwagen + Badeschlarpen eigentlich hingehen könntest.
    • El Vals del Obrero 20.08.2018 22:53
      Highlight Highlight Man könnte eine Kopie davon in China bauen. Machen sie ja auch mit anderen europäischen Sehenswürdigkeiten. Irgendein ähnlicher Berg gibt in diesem grossen Land sicher.
  • Hosesack 20.08.2018 12:02
    Highlight Highlight Auf dem Äscher herrschte schon seit einigen Jahren eine leichte Überforderung mit Gästen.
    Hoffen wir auf einen gestandenen Gastronomen, der die Goldgrube zu pflegen weiss.
    • Lumpirr01 20.08.2018 13:51
      Highlight Highlight ob der neue Wirt für eine frische Gabel zum Aufessen von Appenzeller Rösti des Tischnachbarn auch Geld für ein komplettes Gedeck verlangen wird?
    • zeusli 20.08.2018 17:48
      Highlight Highlight Ja hoffentlich, oder soll er die Rechnungen mit den Facebook-Likes bezahlen?
    • gfallmotsch 20.08.2018 21:12
      Highlight Highlight Die Äscherwirte sind beide in der Gastronomie gross geworden. Er hat den Äscher von seinem Vater übernommen.
      Das sind gestandene Gastronomen. Die Gasteschar ist einfach nicht mehr zu bewältigen.
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