Tennis
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epa04502330 Swiss Davis Cup Team captain Severin Luethi, left, and tennis players Roger Federer, center, and Stanislas

2014 gewann die Schweiz zum bisher einzigen Mal den Davis Cup.  Bild: EPA/KEYSTONE

«Ihr seid eine Schande für das Tennis» – Profis reagieren empört auf Davis-Cup-Reform

17.08.18, 14:11 17.08.18, 14:37


Der Davis Cup, wie Tennis-Fans ihn kennen, ist Geschichte. Der internationale Tennisverband (ITF) stimmte einer umfassenden Reform zu, die den Länderwettbewerb nachhaltig verändert. 

Das neue Davis-Cup-Format

Anstelle einer Weltgruppe mit 16 Teams, die an vier Terminen in Achtel-, Viertel-, Halbfinals und Final ihren Champion küren, gibt es eine Qualifikation von 24 Teams (12 Begegnungen mit Heimrecht für eines der beiden Teams) im Februar. Die 12 Sieger qualifizieren sich für das Finalturnier Ende November an einem neutralen Ort, dazu kommen die vier Halbfinalisten des Vorjahres und zwei Wildcard-Empfänger. Das Finalturnier wird in sechs Dreiergruppen gespielt, danach folgen in der gleichen Woche Viertelfinals, Halbfinals und Final. (sda)

Ab 2020 wird es könnte es noch enger werden im Tenniskalender. Dann soll der World Team Cup der ATP sein Comeback feiern. Mit Laver Cup im September, Davis Cup im November, World Team Cup im Januar und möglicherweise Hopman Cup zu einem anderen Zeitpunkt gibt es dann Team-Wettkämpfe im Überfluss. Wie es bei den Frauen im Fed Cup weitergeht, ist derzeit noch nicht klar.

Aktive und ehemalige Tennisprofis aus aller Welt und sonstige Persönlichkeiten des Weltsports bedauern den «Tod» des Nationenwettbewerbs. Kritisiert wird insbesondere, dass die Heimspiele mit der typischen Davis-Cup-Atmosphäre nun wegfallen. 

Die deutlichsten Worte findet der Franzose Lucas Pouille. Er macht nach der Abstimmung der Verbände auf Twitter seinem Unmut Luft und schreibt: «Ihr seid eine Schande für das Tennis

Weitere Reaktionen:

«Ein trauriger Tag für das Männertennis.»

«Ich habe keine Person getroffen, die für die Änderungen war.»

«Die ITF versteht es nicht.»

«Mir fehlen die Worte.»

«Ich bin stolz, zwei Mal den Davis Cup gewonnen zu haben, stolz, dass ich diese Emotionen mit den Fans in meinem Land teilen durfte. Jetzt ist alles weg.»

«Ich weine über zwei tragische Todesmeldungen.»

«Ich kann nicht beschreiben, wie traurig ich bin. Es ist das Ende einer Institution.»

«Bei einem wunderschönen Event geht es plötzlich nur noch ums Geld.»

«Sogar Cincinnati weint über die lächerliche Entscheidung der ITF.»

Provisorische Tennis-Arenen im Davis Cup

Das Hut-Interview mit Stan Wawrinka

Video: watson/Angelina Graf

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Brikne, 20.7.2017
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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JonathanFrakes 17.08.2018 18:30
    Highlight Ein über 100 Jahre alter Traditionswettbewerb wird wegen Geldgier abgeschafft. Sie glauben, wir haben diese Geschichte erfunden?

    Ich muss Sie enttäuschen, diese unfassbare Begebenheit hat sich tatsächlich im Jahr 2018 so abgespielt.

    Ihr Jonathan Frakes
    6 4 Melden
  • burton85 17.08.2018 16:18
    Highlight Huere schlimm wäg eimal
    3 35 Melden
  • Howard271 17.08.2018 14:35
    Highlight Das sagen sie jetzt, aber wenn es darum ging zu spielen, beklagten sie sich über den vollen spielplan und gingen nicht...
    60 38 Melden
    • Beggride 17.08.2018 17:24
      Highlight Der jetzt noch voller wird...
      18 5 Melden
    • Howard271 17.08.2018 18:06
      Highlight Nein, ja eben nicht
      9 3 Melden
  • LeChef 17.08.2018 14:22
    Highlight Warum ist denn das neue Format so ein riesen Problem?
    18 32 Melden
    • Hashtag 17.08.2018 15:08
      Highlight Nun ja wird im Artikel angedeutet, Ende der Saison werden die Topspieler erst recht keinen Bock mehr haben nach einem vollen Jahr. Ausserdem gibt es keine Heimspiele mehr, sprich die Atmosphäre ändert sich.
      60 1 Melden

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