Justiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Greek Prime Minister Alexis Tsipras speaks at the parliament before the vote of new batch reforms, including measures that would make it harder for labor unions to call strikes, in Athens, on Monday, Jan. 15, 2018.  Athenians are without public transport for the day and services nationwide face disruptions as Greek labor unions strike to protest further creditor-demanded measures due to be voted in Parliament. (AP Photo/Petros Giannakouris)

Alexis Tsipras: Der griechische Regierungschef verlangt von Novartis eine Entschädigung. Bild: AP/AP

Novartis soll in Griechenland Ärzte bestochen haben – nun will Tsipras Geld zurück



Das griechische Parlament soll sich mit den Korruptionsvorwürfen gegen mehrere Politiker in Zusammenhang mit einer mutmasslichen Begünstigung des Schweizer Pharmakonzerns Novartis befassen. Dies kündigte Regierungschef Alexis Tsipras am Montag an.

«Der Untersuchungsausschuss ist der einzige institutionelle Weg, den Fall Novartis zu klären», sagte Tsipras im Fernsehen. Zudem werde Athen Entschädigungen von Novartis verlangen. Es geht um den Verdacht von Schmiergeldzahlungen.

Novartis Griechenland erklärte, das Unternehmen kooperiere mit der griechischen Justiz. Alle in den Medien erschienenen Berichte seien unvollständig, erklärte das Unternehmen in Athen weiter.

Beim Bundesamt für Justiz (BJ) in Bern sind in dem Fall zwei Rechtshilfeersuchen eingegangen, eines von der griechischen und eines von der US-amerikanischen Justiz. Sie werden momentan geprüft, wie ein BJ-Sprecher am Samstag gesagt hatte.

ARCHIV - ZU DEN KORRUPTIONSVORWUERFEN AN NOVARTIS IN GRIECHENLAND STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - epa05697936 External view of the offices of Swiss medicine maker Novartis in Athens, Greece, 04 January 2017. Corruption prosecutors raided the offices of Novartis several days earlier as part of an ongoing investigation into allegations that Novartis bribed doctors and public officials. Greek authorities also requested the assistance of US authorities who first launched an investigation into the drug maker two years ago.  EPA/ALEXANDROS VLACHOS

Eingang des Novartis-Hauptquartiers in Athen. Bild: EPA ANA-MPA

Politiker und Ärzte bestochen

Der Pharmakonzern soll nach den Aussagen von unter dem Schutz der Justiz stehenden Zeugen den ehemaligen Regierungschef Antonis Samaras und andere griechische Politiker sowie «tausende» Ärzte bestochen haben, um die Preise für seine Medikamente zu erhöhen und den Markt durch die rasche Genehmigung eigener Produkten zu beherrschen.

Dies habe nach Regierungsangaben den griechischen Staat in den vergangenen 15 Jahren bis zu 23 Milliarden Euro gekostet.

Die genannten Politiker sprechen von «Verleumdung» und einem Versuch der Tsipras-Regierung, das politische Klima anzuheizen, um von der schweren Finanzkrise abzulenken. Das juristische Tauziehen wird nach Ansicht von Rechtsanwälten mehrere Monate, wenn nicht Jahre dauern.

Die griechische Justiz musste nach mehrmonatigen Untersuchungen den Fall vergangene Woche an das Parlament weiterleiten, weil viele mutmasslich Verwickelte Parlamentarier sind und Immunität geniessen. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

47
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

158
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

47
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

158
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Steuererklärung ausfüllen: Ein Leidensweg in 10 Stufen

abspielen

Video: watson/Knackeboul, Lya Saxer

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sowhat 12.02.2018 22:55
    Highlight Highlight Warum wundert mich das nicht?
    War doch seit Anfang der griechischen Finanzkrise klar, dass etwas faul war. Dass es nun Novartis ist wo es zuerst aufgedröselt wird, ist wohl Zufall. Könnte wohl etliche andere Firmen und Bestochene auch treffen. Wenn dann noch die Steuerhinterzieher gefunden und gebüsst würden, würde es den Griechen bald besser gehen.
    ....In einer besseren Welt natürlich, nicht in der jetzigen Realität ;)
  • Lowend 12.02.2018 21:44
    Highlight Highlight Eine Schweizer Firma ist die Täterin und das griechische Volk ist das Opfer dieser kriminellen Bestechung.

    Bezeichnend, dass hier nun auf das Opfer eingeprügelt wird, um davon abzulenken, dass schon wieder ein Unternehmen der Schweizer Industrie oder Bankenwelt in kriminelle Machenschaften im Ausland verwickelt ist.

  • Ökonometriker 12.02.2018 17:42
    Highlight Highlight Warum interessiert sich die US Justiz für den Fall?
    • Nein no billag 12.02.2018 18:58
      Highlight Highlight USA bestechen. Niemand interessiert sich:

      "Die CIA bestach Politiker, Offiziere und Geistliche und wiegelte sie zur Opposition gegen Mossadegh auf." (http://amp.dw.com/de/1953-irans-gestohlene-demokratie/a-17008768)

      Europäische Unternehmen bestechen europäische Personen. USA ermittelt.
    • Pasch 12.02.2018 20:56
      Highlight Highlight Weil diese Krähen die Weltpolizei spielen und bei jeder Unrechtmässigkeit mitkassieren wollen. Sonst gibts verbot für U.S.-Markt.
  • Lukas Brunner 12.02.2018 16:39
    Highlight Highlight Schlechter Versuch von Tsipras die griechische Staatskasse mit Geldern einer schweizer Firma aufzubessern.
    • rodolofo 12.02.2018 18:59
      Highlight Highlight Wieso nicht?
      Man muss das Geld dort holen, wo es sich befindet!
      Aber ich befürchte, dass die Gesetze so sind, dass Novartis am Ende davon kommt, weil irgendwie alles legal war...
      Die Gesetze werden nämlich auch von denjenigen gemacht, die das Geld haben.
  • Madison Pierce 12.02.2018 16:23
    Highlight Highlight Liest man die Details, sieht es nach einem Ablenkungsmanöver von Tsipras aus:

    Beschuldigt ist die Sandoz, die Generika-Tochter von Novartis. Der würde die Bestechung von Ärzten aber nicht viel bringen, denn in Griechenland verschreiben Ärzte nur den Wirkstoff und die Apotheker wählen das passende Medikament aus.

    Zudem sind nur konservative Politiker unter den Beschuldigten.

    Hoffe die Untersuchungen bringen Licht ins Dunkel.
    • rodolofo 12.02.2018 19:06
      Highlight Highlight @ Madison Pierce
      Letzthin kam am Fernsehen ein Bericht über die Medikamenten-Versuche, welche ein Arzt in der Psychiatrischen Klinik mit seinen Patienten machte, ohne dass diese davon wussten.
      Solche Skandalgeschichten bleiben aber meist lange geheim, so lange, bis die Straftaten verjährt sind.
      Die Akten über die Geheimarmee der Schweiz (P26, oder so) sind "verloren gegangen"...
      Und wer seine Nase in diese Dinge steckt, "will also nur ablenken von der Tatsache, dass er selber ein unfähiger Schurke ist"?
      Das ist ja eine tolle Lebenshaltung (ironisch gemeint)!

Uber-Chef über Vorwürfe: «Gibt es keine Alternative, können wir hier nicht mehr operieren»

Uber geriet in der Schweiz in den vergangenen Tagen in negative Schlagzeilen: Beim Lieferservice Uber Eats sollen prekäre Arbeitsverhältnisse vorherrschen. Zudem sind hierzulande noch einige Gerichtsfälle offen, die Uber Kopfschmerzen bereiten. Doch auch international läuft es für den Fahrdienstvermittler nicht gerade rosig – die Börsenzahlen sind schlecht und in London wurde Uber gerade eben die Lizenz entzogen, wie die NZZ am Sonntag schreibt.

In Genf wurde vor Gericht kürzlich darüber …

Artikel lesen
Link zum Artikel