Migration
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A migrant stands next to their makeshift tent outside the perimeter of the overcrowded Moria refugee camp on the northeastern Aegean island of Lesbos, Greece, Wednesday, March 11, 2020. Camps on Lesbos and other islands of the eastern Aegean are already overcrowded and operating above their capacity. (AP Photo/Aggelos Barai)

17'000 Menschen sollen sich aktuell auf der griechischen Insel Lesbos im Camp Moria aufhalten. Bild: AP

Frau stirbt nach Streit im überfüllten Flüchtlingslager von Moria



Im überfüllten Migrantenlager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist eine junge Frau aus Afghanistan von einer anderen Afghanin getötet worden. Die Polizei bestätigte gegenüber dem staatlichen Radio den Vorfall, der sich demnach am Freitagabend ereignete.

Die mutmassliche Täterin sei zunächst auf die umliegenden Hügel geflohen, aber in der Nacht zum Samstag festgenommen worden, berichtete das Staatsradio am Samstag. Nach Informationen aus Polizeikreisen gab es zuvor einen Streit zwischen den Kindern der beiden Frauen, die in benachbarten Zelten wohnten. Die Behörden hätten die beiden Familien inzwischen an andere Orte gebracht, berichtete das örtliche Nachrichtenportal «politikalesvos».

Das berüchtigte Lager von Moria ist überfüllt, und Streitigkeiten zwischen den Menschen, die auf engstem Raum zum Teil in Hütten und unter Plastikplanen leben, sind alltäglich. In und um das Lager mit einer Aufnahmekapazität von 2757 Personen harren nach jüngsten Angaben gut 17'000 Menschen aus. Hilfsorganisationen und das Uno-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) fordern seit Jahren, dass das Lager aufgelöst wird und die Menschen in bessere Unterkünfte gebracht werden. (sda/dpa)

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Sommaruga auf der griechischen Flüchtlingsinsel Lesbos

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    Alle Leser-Kommentare
  • Satan Claws 24.05.2020 13:04
    Highlight Highlight Für Corona kann man innert Wochen alles ändern, aber hier schafft man über Jahre nichts. Absolut erbärmlich. Die Regierungen sollen endlich zugeben, dass ihnen diese armen Seelen sche*** egal sind.
  • Shiftphoner 23.05.2020 22:38
    Highlight Highlight Mir tun beide Frauen und auch alle anderen Betroffenen leid... Unter solchen Umständen über so lange Zeit ausharren zu müssen, das ist unvorstellbar. Ich verstehe die realistischen Punkte von Flüchtlingskritikern, aber der humanistische Blick auf solche Zustände versetzt meinem Herzen dennoch wieder und wieder einen schmerzhaften Stich... das kanns doch einfach auch nicht sein...!
  • Me, my shelf and I 23.05.2020 11:05
    Highlight Highlight Menschen beginnen, am Rad zu drehen, wenn man sie lange unter unsäglichen Verhältnissen einsperrt.

    Schrecklich aber voraussehbar.
    • Gunther 23.05.2020 18:33
      Highlight Highlight es stimmt schon, aber die Probleme der Flüchtlinge können nicht in Europa gelöst werden.
    • Enzasa 24.05.2020 04:06
      Highlight Highlight Leider ist Europa der Zustand bekannt und keiner interveniert.
      Das ist Europas Schande

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