Tesla
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A truck loaded with Tesla cars departs the Tesla plant Tuesday, May 12, 2020, in Fremont, Calif. Tesla CEO Elon Musk has emerged as a champion of defying stay-home orders intended to stop the coronavirus from spreading, picking up support as well as critics on social media. Among supporters was President Donald Trump, who on Tuesday tweeted that Tesla's San Francisco Bay Area factory should be allowed to open despite health department orders to stay closed except for basic operations. (AP Photo/Ben Margot)
Tesla Cars

Trotz Corona-Krise: Bei Tesla läuft's rund. Bild: AP

Von wegen Hype – darum ist Tesla der wertvollste Autohersteller der Welt



Als wertvollster Autohersteller der Welt ist Tesla ein Star der Finanzwelt. Aber auch technologisch bekommt das Unternehmen von Elon Musk ein immer grösseres Gewicht. Etablierte Anbieter wie Volkswagen, BMW & Co. müssen jetzt wirklich Acht geben, nicht den Anschluss zu verpassen.

Der Rummel um den E-Auto-Pionier Tesla war immer schon gross – doch was derzeit mit der Firma des schillernden Tech-Milliardärs Elon Musk passiert, sucht seinesgleichen. Seit Ende Juni ist der Börsenwert des Unternehmens um mehr als 85 Milliarden auf zuletzt gut 286 Milliarden Dollar nach oben geschossen. Damit ist Tesla mit weitem Abstand der am höchsten gehandelte Autohersteller der Welt.

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Tesla ist im Vergleich zu Toyota und VW ein Zwerg, aber die Zukunft spricht für den E-Autopionier. Bild: statista

Zum Vergleich: Die drei nach Absatz und Produktion grössten US-Rivalen General Motors, Ford und Fiat Chrysler bringen es auf knapp 80 Milliarden Dollar – zusammengerechnet. Und auch das deutsche Trio Volkswagen, Daimler und BMW ist meilenweit abgeschlagen.

Erwartungen übertroffen

Für Musk ist es ein Triumph. Der 49-jährige Star-Unternehmer, der nebenher die Raketenfirma SpaceX und viele andere Projekte betreibt, hat mit Tesla alle Erwartungen übertroffen. Vor einem Jahr kämpfte er mit tiefroten Zahlen, die Mittel waren knapp, die Zweifel an der Zukunft von Tesla gross. Dann drehte der E-Autobauer auf: drei Quartale schwarzer Zahlen in Serie. Plötzlich scheint der bislang chronisch verlustreiche Konzern profitabel und hebt an der Börse ab. In der Schweiz etwa gehört Teslas Model 3 seit 2019 zu den meistverkauften Autos.

Zuletzt kam es noch besser: Während der globale Automarkt stark von der Coronakrise ausgebremst wird, trotzt Tesla dem Abwärtstrend und macht sich im Massenmarkt breit. Im zweiten Quartal wurde Musks Firma deutlich mehr Autos los als erwartet. Anders als die Konkurrenz, die mit geschlossenen Autohäusern und zuhause festsitzenden Kunden zu kämpfen hat, setzt Tesla auf Online-Verkäufe und kommt wegen der vielen Vorbestellungen kaum mit Produktion und Lieferung nach.

Fan-Artikel im Onlineshop vergriffen

Musk geniesst seinen Erfolg in vollen Zügen. Bei Twitter, wo ihm 36,7 Millionen Accounts folgen, verspottet er Anleger, die es wagen, gegen Tesla zu spekulieren. Um «Shortseller» zu verhöhnen, die auf Kursverluste wetten, brachte er die «Tesla Short Shorts» heraus: Die kurzen Satin-Hosen mit goldenem Firmenlogo waren in limitierter Auflage in Teslas Onlineshop erhältlich – und trotz eines stolzen Preises von 69.42 Dollar sofort vergriffen. «Verdammt, wir haben die Website kaputtgemacht!», twitterte er angesichts des grossen Andrangs.

Warum ist ein Unternehmen, das bisher kaum Geld verdient und relativ kleine Stückzahlen fertigt, mehr wert als alle grossen deutschen und US-Autobauer zusammen? Finanzmarkt-Erwartungen sind ein Spiel mit der Zukunft, sie müssen keineswegs die tatsächliche Substanz einer Firma widerspiegeln. Der Rummel um Tesla zeigt auch, wie abgekoppelt der Börsenhandel von den realwirtschaftlichen Grundlagen sein kann.

Software-Architekturen sind das Wertvolle

Doch es mehren sich die Stimmen derer, die glauben, dass Teslas Vorsprung vor allem bei Software und Digitalisierung nur noch schwer einzuholen sein könnte. «Die Kernkompetenz, die Tesla so wertvoll macht, liegt weniger im Feld E-Mobilität», sagte der Konzernchef des zweitgrössten Autozulieferers Continental, Elmar Degenhart. Entscheidend in der Beurteilung sei vielmehr das Know-how bei neuen «Elektronik-Architekturen, deren Programmierung, drahtlosen Updates, den damit verbundenen Sicherheitsanforderungen und der Vernetzung des Autos mit der Cloud».

Gerade dort tun sich Volumenanbieter wie Volkswagen, wo sowohl der neue Golf als auch der Elektro-Hoffnungsträger ID.3 mit IT-Problemen zu kämpfen haben, aktuell noch schwer. Doch das ist keineswegs verwunderlich. Auch Tesla kämpfte jahrelang mit der Technologie und Lieferverzögerungen gehörten zum Alltag.

Anders gesagt: Auch etablierte Autohersteller können gute E-Autos mit guter Reichweite bauen, aber Teslas Vorsprung bei der Software kann nicht so einfach aufgeholt werden. VW etwa ist erst jetzt daran eine eigene Software-Abteilung aufzubauen, die das eigene Auto-Betriebssystem vw.os entwickelt. Es soll künftig in den Fahrzeugen aller Marken des VW-Konzerns eingesetzt werden.

VW bringt den Golf für das Elektrozeitalter – den ID.3

Indes, so Degenhart, müsse man bedenken, dass Tesla keine annähernd ähnlichen Modellzahlen stemmen muss und «auf der grünen Wiese» gegründet wurde. In der Tat macht Musk bisher kaum nennenswert Masse. Das japanische Schwergewicht Toyota – von Tesla jüngst als wertvollster Autobauer an der Börse überholt – lieferte im jüngsten Quartal mit 398'029 Neuwagen allein in den USA mehr aus als Tesla im gesamten vergangenen Jahr weltweit.

«Besser als bei der Konkurrenz»

Dennoch: Die altbekannten Marktführer müssen sich sputen, wollen sie in den kommenden Jahren nicht unter die Räder geraten. Der Autobranchen-Experte der NordLB, Frank Schwope, ist überzeugt: «Die Tesla-Produktion entwickelt sich besser als bei der Konkurrenz.» Das werde besonders an der Entwicklung in der heissen Corona-Phase deutlich. Trotz pandemiebedingter Rückschläge fuhr Musk die Fertigung im grössten Automarkt der Welt China weiter hoch. Und in Grünheide bei Berlin investiert Tesla mehr als eine Milliarde Euro in seine erste europäische Fabrik - der Produktionsstart soll in einem Jahr sein. Tesla will in der sogenannten Gigafactory 4 in Deutschland das neue Model Y für den europäischen Markt produzieren.

Die Gesamtbranche blickt derweil düsteren Monaten entgegen. «Wir gehen davon aus, dass Autoproduktion und -absatz 2020 gegenüber dem Jahr 2019 weltweit um 15 bis 25 Prozent einbrechen», so Schwope. «Tesla hingegen könnte die Auslieferungen gegen den Trend um rund 20 bis 35 Prozent steigern», vermutet der NordLB-Analyst. So dürfte Musk auch mittelfristig als Gewinner aus der Viruskrise hervorgehen. (oli/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Booker 14.07.2020 07:04
    Highlight Highlight Den Anschluss haben alle Mitbewerber bereits verloren. Tesla ist nur unter anderem ein Auto Hersteller. Tesla ist Innovation, neuste Technologie, Top Software und Top Energy/Batterie Management. Tesla konzentriert sich auf die Technologie und nicht auf das Produkt und genau das ist das Erfolgsgeheimnis.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 13.07.2020 15:41
    Highlight Highlight Wertvollste Firma... fragt sich nur, wie lange noch.
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  • Froggr 13.07.2020 13:42
    Highlight Highlight Zu sagen Tesla sei überbewertet ist schwierig, da schlussendlich der Wert ausschliesslich durch die Investoren bestimmt wird. Wer jeeoch das Gefühl hat Tesla sei tatsächlich so viel mal besser oder mehr Wert als Mercedes, den muss ich enttäuschen. Zumindest im Moment. Die Wachstumschancen können hier ausschlaggebend sein.
  • HARPHYIE 13.07.2020 13:27
    Highlight Highlight Tesla repräsentiert das wovor wir uns fürchten müssten: Eine Chimäre von Finanzelite und Hyper-Digitalisierung. Regierungen weltweit verschlafen es darauf mit Antworten und Leitplanken zu begegnen, während die Tech-Giganten von Palo Alto die Weichen unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zukunft stellen. Was uns bevorsteht ist die grösste Umwälzung seit der 1. Industriellen Revolution, nur scheint es niemanden zu interessieren. Wir bewundern die neuesten technischen Gadgets, während wir unsere Freiheit Stück für Stück und mit lachenden Gesichtern opfern! Traurig!
  • Joseph Quimby 13.07.2020 12:58
    Highlight Highlight Tesla kann noch so hoch gelobt werden. Ich kaufe mir sicher kein Auto von jemanden der Kunden für ein Jahr sperrt, welche bei der Auslieferung ein mangelhaftes Auto zurück geben.
    • Froggr 13.07.2020 15:31
      Highlight Highlight Alle Blitzer sind Ultra Fanboys. Stell dir vor ein pöser Autohersteller aus Deutschland würde sich so verhalten.
  • De-Saint-Ex 13.07.2020 12:37
    Highlight Highlight Natürlich hype... glücklich wer eine Tesla-Aktie besitzt... würde allerdings nicht all zu lang drauf sitzen bleiben..
    ob Tesla durch zukünftige Verkaufszahlen dem Börsenwert auch nur annähernd gerecht werden kann, würde ich mal eher bezweifeln. Ein Beleg mehr dafür, dass die Finanzwelt mit der reinen Wirtschaftswelt rein gar nichts mehr zu tun hat... völlig losgelöst. Und natürlich Glückwunsch an Herrn Musk... in der Reichsten-Liste immerhin Warren Buffet abgelöst... nun ja der verteilt ja weiterhin fleissig seine Mia an wohltätige Organisationen...
  • Shabbazz 13.07.2020 11:45
    Highlight Highlight Faszinierend was für eine Wirtschaft wir doch heute haben, der wertvollste Autohersteller ist also jener, der seit 10 Jahren kaum/keinen Gewinn erwirtschaftet...interessant.

    Siehe Wiki Rückblick auf 2017:
    "Mitte September 2017 war Tesla kurzzeitig der an der Börse wertvollste US-amerikanische Autobauer vor General Motors, obwohl das Unternehmen in den letzten fünf Jahren einen Verlust von insgesamt 2,3 Milliarden US-$ gemacht hatte"...
    Und 2018 und 2019 machte Tesla doch auch Verlust oder täusche ich mich?
    • Toerpe Zwerg 13.07.2020 13:36
      Highlight Highlight Wer Investitionen an der Vergangenheit misst, sollte das Investieren sein lassen.
    • Shabbazz 13.07.2020 14:08
      Highlight Highlight @ Toerpe, ja, da haben sie absolut recht und das Umsatzwachstum passt ja!!

      Aber ich finde es trotzdem interessant, dass man das wertvollsten Unternehmen werden kann obwohl man bis dato immer Verlust gemacht hat...
  • JoeThrasher 13.07.2020 11:35
    Highlight Highlight Man mag ja von Tesla halten was man will, sie haben aber eine Marktlücke gefüllt was die „Autobauer“ nicht geschafft haben. Dass sie dies nicht allein dafür taten die Umwelt zu retten ist klar, aber sie taten wenigstens etwas. Ich wünsche mir mehr Innovationen und ein aufbrechen alter Strukturen.
  • hemster (eidg. dipl. Rechtschreibfehler) 13.07.2020 10:54
    Highlight Highlight aktuell wissen die geier (investoren) einfach nicht wohin mit dem ganzen geld, daher investieren sie in alles was nur annähernd erfolgsversprechend ist, tesla macht aktuell halt vieles richtig bzw. verspricht mögliche gewinne.
    ich bin aber schon mal gespannt wenns nciht mehr so gut läuft und diese geier sofort eine zerschlagung/aufspaltung fordern um ihre investitionen zu schützen.
    die börse ist und bleibt halt DAS krebsgeschwür unserer zeit.
    • Toerpe Zwerg 13.07.2020 12:20
      Highlight Highlight Alles falsch. Nur eine Börse ist in der Lage, Innovation zu bewerten. Planungsbehörden wären damit erstens überfordert und zweitens korruptionsgetrieben. Auswüchse sind dagegen das weit kleinere Übel.
    • Auric 13.07.2020 12:52
      Highlight Highlight Nein der Sozialismus/Marxismus ist das Krebsgeschwür der Menschheit seit über 100 Jahren
    • beaetel 13.07.2020 13:10
      Highlight Highlight Deine Argumentation würde stimmen, liesse man marode Firmen in Konkurs gehen und würden die Nationalbanken nicht mit billigem Geld Fehler ausbügeln, welche von Kolossen unter den Unternehmen gemacht wurde, wissend, dass der Staat oder die Zentralbank sie schon retten würden. So kann es kommen, dass ¼ der US Amerikanern ihren Job verlieren können und der Dow Jones davon unbeeindruckt alte Höchststände anvisiert. Das hat mit Marktwirtschaft nichts mehr zu tun, weil die grossen Konzerne ganze Volkswirtschaften erpressen, Politiker in der Hand haben und dirigieren und manipulieren!
  • Keller101 13.07.2020 10:51
    Highlight Highlight https://www.nzz.ch/meinung/klima-elektroautos-ein-teil-des-problems-und-nicht-der-loesung-ld.1545299
    • leverage 13.07.2020 11:31
      Highlight Highlight Ein Artikel der so beginnt: Weltweit sind allerdings weniger als 0,3 Prozent aller Autos komplett elektrisch, und laut dem Entwicklungsvorstand von BMW gibt es dafür in Europa «keine Nachfrage von Verbrauchern».

      kann ich leider nicht ernst nehmen. Keine Nachfrage bei den Verbrauchern? Echt jetzt?
    • DerHans 13.07.2020 11:33
      Highlight Highlight Alles klar, das von Björn Lomborg, seines Zeichen Klimawandelleugner, nichts besseres dabei raus kommt, war zu erwarten.
    • Cityslicker 13.07.2020 16:26
      Highlight Highlight @Keller: Soso: „Batteriebetriebene E-Autos sind nur in einigen Ländern, in denen ihr Kauf stark subventioniert wird, einigermassen verbreitet.“ Dein Ernst? Darum steht wohl der Tesla Model 3 auf Rang 3 der Zulassungsstatistik der Schweiz (wo der Kauf von E-Autos so ziemlich genau Null subventiert wird). Ich finds ja auch traurig, was aus der guten alten Tante NZZ geworden ist - gerade deshalb sollte man aber nicht einfach jeden Meinungsschwall von dort unkritisch ventilieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LeChef 13.07.2020 10:41
    Highlight Highlight Tesla ist das neue Enron.
    • Toerpe Zwerg 13.07.2020 12:21
      Highlight Highlight Keine Ahnung, aber viel Meinung.

      Was war der Skandal bei Enron und worin sehen Sie Parallelen zu Tesla?
    • Cityslicker 13.07.2020 16:29
      Highlight Highlight @LeChef: Sicher Tesla mit Wirecard verwechselt? 😉 Egal, irgend so ein spektakuläres Unternehmen in den Schlagzeilen...
  • Gigi,Gigi 13.07.2020 10:31
    Highlight Highlight Ich fahre nie etwas, was von Musk stammt. Nicht mal eine Marsrakete.
    • DerHans 13.07.2020 10:45
      Highlight Highlight @Gigi da vertrauen sie lieber den Autobauern, welche nachweislich ihre Kunden betrügen, nicht wahr?
    • Drunken Master 13.07.2020 12:05
      Highlight Highlight @DerHans
      Glaubst du ernsthaft, dass die Kunden von Tesla nicht verarscht werden? Ist da nicht anders als bei allen anderen Multimilliarden Dollar Unternehmen.
    • grind 13.07.2020 12:05
      Highlight Highlight hans, nein aber ggf nicht 50k.- demjenigen in den allerwertesten blasen, der denkt kanye wests kandidatur als us präsident sei eine geniale idee
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fruchtzwerg 13.07.2020 10:28
    Highlight Highlight Auch diese Blase wird irgendwann platzen, genauso wie die Dotcom-Blase.
    Wer ernsthaft glaubt der Kurs von Tesla sei gerechtfertigt kann ja mal anfangen auszurechnen wie viele Autos (und Solarpanele) sie in Zukunft verkaufen müssten, um die 285 Mrd. Börsenwert einigermassen zu rechtfertigen...
    • The_Doctor 13.07.2020 11:55
      Highlight Highlight Skeptics on Amazon: “It would have to sell every book been sold in the world today to justify its stock price.”
      What an overvalued online bookstore bubble.
      Play Icon


      Disruptionen kann man nicht anhand von aktuellen Konkurrenten und heutigem Kundenverhalten beurteilen. Dafür gibt’s andere Modelle (z.B. von Tony Seba). Tesla hat alle Merkmale für Disruption. Und die Autoindustrie hat alle Merkmale von BlackBerry, Nokia, Kodak usw. Die Anzeichen sind alle da. Deshalb geht Tesla so ab. Viele Leute haben aber Schwierigkeiten sich das vorzustellen.
    • Toerpe Zwerg 13.07.2020 12:18
      Highlight Highlight Die Fundamentaldaten sind gut, das Geschäftsmodell ist bestechend, das Wachstum da, die Liquidität solide, der technologische Vorsprung unbestreitbar.

      Entsprechend ist das keine Blase, sondern vielleicht eine Überbewertung. Es platzt also nichts, es gibt aber vielleicht Kurskorrekturen.

      Mit Dotcom Unternehmen, welche ohne Geschäftsmodell Milliardenbewertungen erzielten ist das nicht vergleichbar.
    • Ökonometriker 13.07.2020 13:19
      Highlight Highlight Nehmen wir an, Tesla verdient netto 5000 Franken an jedem Auto dann würde diese Bewertung fair sein, wenn Tesla 10 Mio. Fahrzeuge pro Jahr verkauft. In den USA und Europa werden jährlich 20 Mio. verkauft... viel Glück
    Weitere Antworten anzeigen
  • RAZZORBACK 13.07.2020 10:21
    Highlight Highlight und trotzdem.... es geht doch nichts über den Sound eines V8
    Ich werde erst auf so ein ElektroDing umsteigen - wenn ich dazu gezwungen werde.
    • DerHans 13.07.2020 11:16
      Highlight Highlight Ihnen nimmt auch niemand ihren V8 weg. Vergleichen sie es doch mit Pferde um 1900, ein Verbrenner wird in ein paar Jahren einfach ein teures Hobby sein.
    • mutorintemporibus 13.07.2020 11:41
      Highlight Highlight Verwandt im Geist:

      Play Icon


    • Toerpe Zwerg 13.07.2020 12:21
      Highlight Highlight Ihr Sound ist mein Lärm.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sharkdiver 13.07.2020 10:01
    Highlight Highlight Sie scheinen sich auch noch nicht so recht zu trauen, die alten Hasen. Beispiel Skoda Vision IV. Der CEO sagte mal das exterior entspricht zu 95% der Endfassung. Und nun ist es ein langweiliger 08/15 Kiste kaum zu unterscheiden vom Tiguan/Kodjak. Und der ID3 ist nun wirklich nicht schön. Auch wenn die Material- und Verarbeitungsqualität von Tesla US-mässig tief ist und dafür zu teuer, hat er was riskiert und es hat sich gelohnt
  • Selbstverantwortin 13.07.2020 09:45
    Highlight Highlight Wer glaubt „Der Rummel um Tesla zeigt auch, wie abgekoppelt der Börsenhandel von den realwirtschaftlichen Grundlagen sein kann.“ sollte die Geschichte von Amazon studieren.
    Ob Tesla gleich wird, weiss niemand und zweifelhaft, aber „abgekoppelt von Realwirtschaft“ ist der Kurs nicht.
    • Trollerix 13.07.2020 11:18
      Highlight Highlight Ich glaube: Wer glaubt, dass der Kurs nicht abgekoppelt von der Realwirtschaft ist, hat an der HSG studiert und/oder arbeitet in der Finanzbranche.
    • DerTaran 13.07.2020 12:14
      Highlight Highlight Alle Kurse sind zur Zeit abgekoppelt, das liegt daran, dass die Notenbanken Geld in die Märkte pumpen und dieses Geld sofort in die Unternehmen fliesst (Aktien Inflation). Wenn die Inflation dann bei den Kunden ankommt, dann hätte man besser in Tesla investiert statt in VW. Am besten ist es aber sein Geld auszugeben, bevor die Inflationskeule kommt.
    • Auric 13.07.2020 13:00
      Highlight Highlight Nein nicht in die Unternehmen in die Aktienmärkte.
  • Posersalami 13.07.2020 09:44
    Highlight Highlight Den wirklichen Kern von Teslas Vorsprung habt ihr nicht ganz erfasst:

    Um die Software zu verbessern (Assitenten, Autopilot, etc.) braucht man heute vor allem eines: Daten, Daten und nochmals Daten. Da Teslas immer Online sind UND vor allem die ganze Ausrüstung für Autonomes Fahren immer dabei haben, kann Tesla viel mehr und schneller Daten sammeln als alle anderen zusammen. So konnten sie zB. in Mopsgeschwindigkeit bei ihren Assitenzsystemen aufholen, welche die Konkurrenten schon entwickelt haben als Musk noch zur Schule ging und so wird es jetzt weitergehen.
  • Moglyy 13.07.2020 09:28
    Highlight Highlight Hässliches Ding für Nerds. Sorry, Tesla wird masslos überschätzt.
    • Johnny Geil 13.07.2020 10:10
      Highlight Highlight Hässlich vielleicht, liegt ja im Auge des Betrachters.

      Bin noch nie ein angenehmeres Auto für den Alltag gefahren, als den Model 3. Unglaublich Bedienungsfreundlich und intuitiv.
    • dä dingsbums 13.07.2020 10:50
      Highlight Highlight @Johnny Geil: Kannst Du "Unglaublich Bedienungsfreundlich und intuitiv" präzisieren?

      Ich brauche jeweils weniger als eine Minute um mich an das Mobility-Auto zu gewöhnen, das ich gerade ausleihe, weil fast alle Autos praktisch gleich zu fahren sind.

      Was ist am Tesla anders?
    • Johnny Geil 13.07.2020 11:17
      Highlight Highlight @dä dingsbums: Alleine schon das leise, entspannte fahren im Gegensatz zum rumgehopse mit dem Verbrenner möchte ich nicht missen.
      Im Alltag von Vorteil sind das Navi (enorm zackige Eingabe + bewährtes Google-Maps), die Rückfahrkamera (messerscharf + tolle Grösse dank Bildschirm), einfaches Aufladen, Schlüsselloses Einsteigen und Losfahren, Vorklimatisieren, Vorheizen (Toll im Winter gegen Scheibenkratzen), sehr bequeme Sitze, gute Übersicht von der Innenkabine aus auf die Fahrbahn, riesiger Kofferraum (für die Fahzeuggrösse), Spotify für Musikliebhaber, 600Zeichenreicheleidernicht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daniel Heuberger 13.07.2020 09:26
    Highlight Highlight Wieso wird Tesla eigentlich immer "nur" als Autohersteller bezeichnet? Batterien für Hausstromversorgung, Industriegebiete und ganze Landesteile, Batterietechnologieforschung, bald Eigenproduktion, Solarkollektoren... Es scheint als ob das meisstens ignoriert wird.
    • Sharkdiver 13.07.2020 10:02
      Highlight Highlight Weil Beispiel die Solarkollektoren ungenügende Leidtung bieten, ne optische Spielerei.
    • T-Borne 13.07.2020 10:28
      Highlight Highlight In Europa (Kontinent) hat man leider noch nicht verstanden, was ein Technologierkonzern ist. Man kann diese Entwicklung gut oder schlecht finden. Tatsache ist, dass wir diesbezüglich Lichtjahre zurück liegen. Selbst die Spitze der deutschen Automobilindustrie versteht Tesla als Autobauer. Zurück zur Schweiz. Wie vor kurzem der Tagi schrieb: Die Schweizer stehen früh auf, werden aber spät wach. Trifft hier haargenau zu.
    • Posersalami 13.07.2020 10:50
      Highlight Highlight So schauts aus. Tesla ist genau so ein Autobauer wie Amazon ein Versandhandel.

      Beides sind Technologiekonzerne. Leider ist das den meisten nicht bewusst, inkl. den Entscheidungsträgern bei den traditionellen Autobauern..

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