Start-up-Heroes
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Thévoz kommt ursprünglich aus der Life-Science-Industrie. bild: flyability.com / watson: lea senn

Start-up-Heroes

Seine 25'000-Franken-Drohne erobert die Welt – das ist Patrick Thévoz

Sie kommt bei Anti-Terror-Einsätzen, Bränden oder Kern­kraft­werk-Inspektionen zum Einsatz und ist damit weltweit auf Erfolgskurs: die Drohne «Elios» des Lausanner Start-ups Flyability. Zoom auf den Mann dahinter, CEO Patrick Thévoz.



Sommerserie «Start-up Heroes»

Vergesst Silicon Valley, hier kommt Swiss Valley! Sie sind jung, innovativ und erfolgreich: In der watson-Sommerserie trifft unsere Reporterin jede Woche junge Talente aus der ganzen Schweiz, die mit einer springenden Idee ein vielversprechendes Start-up lancierten.

Das ist …

... Patrick Thévoz, 32 Jahre alt, Ingenieur und CEO des Lausanner Start-ups Flyability. Das Robotics Spin-off der ETH Lausanne stellt stosssichere und schlagresistente Indoor-Drohnen her. Das Unternehmen schaffte es 2017 auf den dritten Platz des Schweizer Top 100 Startup Awards. Thévoz stammt aus dem waadtländischen Nyon und gründete Flyability 2014 zusammen mit Adrien Briod, Spezialist in Robotertechnik und heutiger CTO der Firma. Bevor Flyability mit einem Umsatz von über 10 Millionen zum Shootingstar der Schweizer Drohnen-Szene wurde, kratzten Thévoz und Briod ihre ganzen Ersparnisse zusammen, um ihre ersten zwei Praktikanten zu bezahlen. 

Thévoz' Elevator Pitch 

abspielen

Video: watson

Der Elevator-Pitch-Challenge

Eine Idee, ein Lift und 30 Sekunden: In unserer Elevator-Pitch-Challenge haben die Jungunternehmer eine Liftfahrt lang Zeit, ihre Firma vorzustellen. 

Er kommt …

... eigentlich aus der Life-Science-Industrie, wo er einige Jahre lang als Consultant arbeitete. Nach einer einjährigen Weltreise, frisch zurück in der Romandie, begann er mit Briod an Schreibtischen der ETH Lausanne an einer neuartigen Drohne zu tüfteln. Denkanstoss waren die Katastrophen in Fukushima und Haïti wenige Jahre zuvor. «Wir dachten: Wie können wir vermeiden, dass Feuerwehrleute und andere Helfer ihr Leben riskieren müssen, um aus einsturzgefährdeten Häusern Menschen zu retten?», sagt Thévoz.

Er macht …

... deshalb nun eine Drohne, die an die unzugänglichsten Stellen herankommt. Dem fliegenden Roboter gab er den Namen «Elios». 

Bild

Ein elastischer Käfig schützt «Elios» vor Zusammenstössen.  flyability.com

Thévoz und Briods Innovation liegt in der patentierten Mechanik und den Flugkontrollalgorithmen des Flugroboters. «Elios» ist kleiner und leichter als die meisten Konkurrenzprodukte, hat eine HD- und Wärmebildkamera, kann bei Bedarf auch einfach über den Boden rollen und ist nur schwer zu zerstören. Ausserdem schützt ein elastischer Käfig «Elios» vor Zusammenstössen – und die Menschen vor ihm. 

Kollidiert die Drohne mit einem Hindernis, stösst sie sich federleicht ab und setzt ihren Kurs unbeirrt fort. Durch Kontrollalgorithmen lernt der Flugroboter ausserdem aus den Kollisionen. Inspirieren liessen sie sich dafür von fliegenden Insekten, wie Thévoz im Gespräch erzählt: «Und zwar von deren Fähigkeit, weiterzufliegen, nachdem sie mit Dingen zusammengestossen sind.» 

«Elios» im Einsatz bei der Feuerwehr

abspielen

Video: streamable

Inzwischen setzten mehrere Schweizer Polizeikorps und Feuerwehrzentralen auf «Elios», sowie mehrere Spezialeinheiten in Europa und dem Nahen Osten. Denn um heikle Situationen zu erkundschaften, ist ein Roboter besonders geeignet. Äusserst begeistert von «Elios» zeigte sich so auch die Anti-Terroreinheit der französischen Polizei. Sie bezeichneten die Drohne «als bahnbrechendes und einzigartiges Produkt».

Doch «Elios‘» primärer Einsatzbereich liegt nicht in Katastrophengebieten. Er inspiziert für Techniker nur schwer zugängliche oder zu gefährliche Räume in Kernkraftwerken, Minen oder Ölanlagen und sammelt Daten, die den Kunden zur Analyse ihrer Einrichtungen dienen. Was ihre Kunden brauchen, seien nicht Drohnen, sondern die Gewissheit, dass ihre Anlagen störungsfrei funktionieren. In diesem Bereich des Inspektionsgeschäfts ist Flyability Marktleader – und das in der ganzen Welt.

Er verlangt ...

... mindestens 25'000 Franken für eine Drohne samt Pilot-Schulung und Ersatzteilen. Einmalige Ausgaben, die sich langfristig finanziell und personell auszahlen würden, sagt Thévoz. Über 400 dieser Geräte hat das junge Unternehmen bereits in alle Kontinente verkauft.

Er sieht …

... die Zukunft seiner Firma im Bereich autonomes Fliegen. Sein Ziel: «Irgendwann soll der Angestellte im Kern­kraft­werk nur noch auf einen Knopf drücken müssen, damit «Elios» die Anlage inspiziert. Das Programm soll ihm dann Veränderungen in Bezug auf das Vorjahr melden.» Ausserdem will der Unternehmer seinen Kundenstamm ausbauen. «Erst kürzlich hatten wir Test-Flüge mit Air-Glaciers.»

Eis ja, roter Planet nein: «Elios» erkundet eine Gletscherspalte

abspielen

Video: streamable

Er kann nicht ...

... alle möglichen Ideen umsetzten. Drohnen üben auf viele eine gewisse Faszination aus. So sind auch die Inputs, die Thévoz erhält, oft waghalsig: «Ein Kunde riet mir kürzlich, wir sollten «Elios» doch auf den Mars schicken (lacht).»

Andere Ideen könnten zwar gegebenenfalls umgesetzt werden, jedoch fehle der Markt dafür. So beispielsweise ein wasserfester «Elios», der zu den in einer Grotte eingeschlossenen thailändischen Fussballmannschaft hätte gelangen können. 

Daraus lernen wir …

... es muss kein langer Weg sein von den Pulten einer Hochschule bis zum Unternehmen mit 70 Personen. Doch die Aufgaben eines Start-up-CEOs ändern sich im Laufe der Zeit: «Früher musste ich am Sonntagabend noch in aller Eile das Büro putzen, damit mein Team am Montag arbeiten konnte. Heute stehen andere Prioritäten an», sagt Thévoz schmunzelnd. 

Fast niemand weiss über ihn ...

... dass Co-Gründer Adrien Briod sein Cousin ist. 

Die US-Comedyserie «Silicon Valley»

watson-Artikel zur Grünen Wirtschaft

Schluss mit Strandferien? Gegner von «Grüne Wirtschaft» werben mit Angst vor Konsumverzicht

Link zum Artikel

«Grüne Wirtschaft»: Wenn Pardini und Wasserfallen sich streiten, schlägt Girod die Bundesrätin

Link zum Artikel

AHV-plus-Initiative verliert weiter an Boden – düstere Aussichten für «Grüne Wirtschaft» 

Link zum Artikel

Hey Wirtschaftsverbände: Warum seid Ihr nicht stolz auf eure grünen Unternehmer?

Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Venanz Nobel 31.07.2018 13:24
    Highlight Highlight ups, schon korrigiert! Ihr seid ja rasant!
  • Venanz Nobel 31.07.2018 13:22
    Highlight Highlight «aus einbruchsgefährdeten Häusern Menschen zu retten?» Drohne schützt vor bösen Einbrechern? ;-) Bei EinSTURZgefahr macht sie so richtig Sinn! :-)
  • nimmersatt 31.07.2018 10:59
    Highlight Highlight fragt sich bloss wie weit der Schritt von “Menschenleben retten” hin zur militärischen Anwendung ist
    • Pasch 31.07.2018 13:44
      Highlight Highlight Ein paar tausend Franken, wie immer...
  • sidthekid 31.07.2018 10:44
    Highlight Highlight Kein einziges Bild der Drohne von aussen? Hätte mich intressiert wie das Wunderding aussieht 😊
    • sidthekid 31.07.2018 11:52
      Highlight Highlight Danke fürs Update 😉

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Wer auf Jobsuche ist, muss für die neue Stelle das entsprechende Profil mitbringen. Sprach- und Computerkenntnisse zum Beispiel. Oder langjährige Erfahrung auf dem Arbeitsgebiet. Mehrere Firmen listen in ihrem Anforderungsprofil nun auch auf, dass die Bewerber Nichtraucher sein müssen. Darüber berichtete das Ostschweizer Newsportal FM1Today.

Laut dem Sender steht in einem Stelleninserat der Kosmetikfirma Lotus Beauty GmbH in Zuzwil SG, dass sich nur Nichtraucher auf den Job bewerben dürfen. …

Artikel lesen
Link zum Artikel