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Coop Mobile wechselt per sofort von Salt aufs Swisscom-Netz – und es gibt neue Abos. bild: shutterstock

Paukenschlag bei Coop: Kunden telefonieren jetzt im Swisscom-Netz – und es gibt neue Abos

Coop-Mobile-Kunden telefonieren, chatten und surfen neu im Swisscom-Netz. Hierfür müssen die bisherigen Kunden aber selbst aktiv werden. Salt schlägt derweil mit einem neuen Flatrate-Angebot zurück.



Salt muss einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Coop Mobile hat per sofort auf das Mobilfunknetz der Swisscom gewechselt. Damit hat der drittgrösste Mobilfunkanbieter einen weiteren Grosskunden an den «blauen Riesen» verloren, nachdem bereits der Kabelnetzbetreiber UPC abgesprungen war.

Allerdings gibt es einen gewichtigen Unterschied zwischen dem Wechsel von Coop Mobile und UPC zur Swisscom: Bei UPC mussten die Kunden nichts unternehmen und wurden automatisch umgestellt. Dagegen müssen Coop-Mobile-Kunden selber kündigen und den Wechsel aktiv vorantreiben. UPC sei hier kundenfreundlicher, urteilte Telekomexperte Ralf Beyeler vom Internetvergleichsdienst Moneyland.

Deshalb bezweifelt Beyeler, dass viele Kunden den Wechsel mitmachen: «Eine Massenwanderung zum neuen Coop-Mobile-Angebot wird ausbleiben.» Denn die Hürden seien nicht gerade tief: Die Kunden müssten die Kündigungsfristen einhalten, sonst drohten Strafgebühren.

Wer heute die Webseite von Coop Mobile besucht, wird mit dieser Nachricht begrüsst:

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«Coop Mobile wechselt zu Swisscom, auf das beste Netz der Schweiz.» screenshot: coop mobile

Nach fast 14 Jahren beendet Coop also ihre Zusammenarbeit mit dem Mobilfunk-Anbieter Salt. Coop hat die Nutzer seiner Handy-Abos bzw. Prepaid-Nutzer am Mittwochmorgen per Textnachricht über den Wechsel aufs Swisscom-Netz benachrichtigt. Wer auf das neue Netz wechseln will, muss aber selbst aktiv werden, wie Coop und Salt gemeinsam mitteilen.

Coop-Mobile-Kunden, die weiter mit Coop Mobile telefonieren und surfen wollen, müssen sich bei Coop melden

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Um neu vom Swisscom-Netz zu profitieren, müssen bisherige Coop-Mobile-Kunden auf das neue Coop-Mobile-Angebot wechseln.

Das können Coop-Mobile-Kunden nun tun

Anstelle des bisherigen Coop-Mobile-Angebots mit Salt gibt es zwei neue Angebote: Das neue Produktangebot von Coop Mobile mit Swisscom und das ebenfalls neue Angebot von Salt (nun ohne Coop Mobile).

Um weiterhin bei Coop Mobile zu bleiben und künftig auf dem Swisscom-Netz zu telefonieren, müssen Kunden – unter Beachtung der geltenden Kündigungsfrist bei Salt – einen neuen Coop-Mobile-Vertrag abschliessen. Mit dem neuen Vertrag (Abo oder Prepaid) können Kunden das Netz von Swisscom nutzen und weiterhin Coop-Superpunkte zum Bezahlen der Rechnung einsetzen. Der neue Vertrag kann online oder in einer Filiale von Coop, Fust oder Interdiscount abgeschlossen werden.

Wenn der Kunde nichts unternimmt, laufen bisherige Coop-Mobile-Verträge unverändert weiter, neu unter dem Namen Salt Swiss Flat und dies auch weiter auf dem Salt-Netz. In diesem Fall können Coop-Superpunkte nicht mehr für Prepaid-Guthaben bzw. fürs Begleichen der Abo-Rechnung eingesetzt werden.

Prepaid-Nutzer müssen für den Wechsel bei Coop, Fust oder Interdiscount vorbeigehen

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Bild: watson-leser

Das neue Coop-Mobile-Abo

Für eine Grundgebühr von 29.90 Franken im Monat erhalten Kunden eine unlimitierte Flatrate für Telefongespräche und SMS innerhalb der Schweiz. Ausserdem erhalten sie 2.5 GB Datenvolumen pro Monat. Das Datenvolumen verfällt nicht. Braucht der Kunde in einem Monat weniger Datenvolumen als die 2.5 GB, so wird das nicht übertragene Datenvolumen auf den nächsten Monat übertragen.

Interessant ist ein Promotionsangebot, das bei Abschluss eines neuen Vertrags bis zum 12. März 2019 gilt: Der Kunde erhält 100 GB Datenvolumen, die unbefristet gültig sind, solange er Kunde bei Coop Mobile ist.

Das neue Salt-Angebot kostet weiterhin 29.90 Franken im Monat und offeriert unlimitiertes Internet in der Schweiz und eine Flatrate für Anrufe in alle Schweizer Netze. Coop-Mobile-Kunden im Swisscom-Netz erhalten nur 2.5 GB Datenvolumen pro Monat. Allerdings gibt es auch bei Salt einen Haken: «Salt kommuniziert, dass die Internet-Flatrate nur bis Ende 2019 enthalten ist. Welche Konditionen ab 2020 gelten, ist unklar», schreibt Beyeler vom Preisvergleichsdienst Moneyland.

Telekom-Experte Beyeler lobt und kritisiert die neuen Coop-Angebote: «Dass das Datenguthaben nicht verfällt, ist eine sehr gute Idee – insbesondere auch in Verbindung mit dem 100-GB-Promotionsangebot.» Schade und in der heutigen Zeit aus Kundensicht unverständlich sei, weshalb das neue Coop-Mobile-Angebot nicht auch mit einer Internet-Flatrate angeboten werde. Insbesondere «da bisherige Coop-Mobile-Kunden auf dem Salt-Netz für 54.90 Franken eine Flatrate für Internet und Telefonie erhalten hatten». Erklärbar sei das mit der Mehrmarkenstrategie von Swisscom: «Flatrates gibt es nur unter der Hauptmarke und der Zweitmarke Wingo, nicht jedoch mit den Marken M-Budget und Coop Mobile», sagt Beyeler.

«Coop Mobile möchten sich mit ‹fairen Tarifen› und Konditionen positionieren. Coop und Swisscom versprechen hier ihren Kunden viel. Allerdings können sie das Versprechen nicht halten: Insbesondere für die Nutzung des Smartphones im Ausland und für Anrufe aus der Schweiz ins Ausland ist Coop Mobile alles andere als fair.»

Ralf Beyeler, Moneyland

Der Wechsel von Salt zu Swisscom ist ein Paukenschlag, kommt aber dennoch nicht ganz überraschend, da auch M-Budget seinen Handy-Nutzern das Swissom-Netz zur Verfügung stellt. Fast zeitgleich mit Coop Mobile zügelt auch UPC mit ihren Mobilfunk-Abos von Salt ins Swisscom-Netz. UPC hatte diesen Schritt bereits Anfang 2018 angekündigt. 

Nach dem Absprung von Coop und UPC hat Salt nur noch die Post, in deren Namen sie Mobilfunkangebote verkauft. Auf die Frage, warum der Wechsel so plötzlich komme, schrieb Coop, dass man nach zehn Jahren das Mobilfunkangebot neu ausgeschrieben habe.

Pikant an der Geschichte ist, dass Coop-Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli auch Verwaltungsratspräsident der Swisscom ist. Allerdings ist er dies schon seit Jahren. Dennoch: solche Grosskundenverträge haben eine mehrjährige Dauer und festgelegte Ausstiegsmöglichkeiten. Bei Coop hiess es, Loosli habe auf die Wechselentscheidung keinen Einfluss gehabt.

Mit Material der Nachrichtenagentur AWP.

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