Eismeister Zaugg
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Lions Head Coach, Arno Del Curto, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League, zwischen den SCL Tigers und den ZSC Lions, am Freitag 18. Januar 2019 im Ilfisstadion in Langnau. (KEYSTONE /Marcel Bieri)

Bild: KEYSTONE

Karl Marx, Walter Frey und ein neuer Vertrag für Arno Del Curto

Die tapferen ZSC Lions taumelten gegen den turmhohen Titelfavoriten SC Bern in eine weitere Niederlage. Kein Problem: Der Vertrag mit Trainer Arno Del Curto kann verlängert werden. Karl Marx wäre begeistert.



Hätten die Zürcher den Trainer nicht schon gewechselt, so würde jetzt sicherlich die Forderung nach einem Kommandowechsel erhoben.

Die Spieler sind willig und tapfer. Aber sie sind verunsichert. Die Nordamerikaner haben für diese hockeyseelische Verfassung einen wunderbaren Ausdruck kreiert. «Das Wasser aus den Stöcken herauspressen». Will heissen: die Jungs wollen so fest, dass sie die Stöcke so verkrampft halten, dass das Wasser aus dem Holz herausquellt. Die Redewendung stammt halt aus der alten Zeit, als das Hockey-Werkzeug noch hölzern war.

ZSC Lions Stuermer Denis Hollenstein, links, gegen SC Bern Torhueter Leonardo Genoni waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem SC Bern am Sonntag, 17. Februar 2019, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Denis Hollenstein (links) Bild: KEYSTONE

Diese gutwillige Verunsicherung haben gegen den unerbittlichen SC Bern zwei Spieler personifiziert: der NHL-Saurier Kevin Klein (34), der Verteidigungsminister des letztjährigen Meisterteams und Denis Hollenstein (29), der freundliche Nationalstürmer und letztjährige Absteiger aus Kloten.

Kevin Klein leitet mit einem grandiosen Fehlzuspiel den zweiten Gegentreffer (zum 0:2) ein. Der Anfang vom bitteren Ende schon nach 6 Minuten und 57 Sekunden.

Denis Hollenstein kommt viermal alleine vor WM-Silberheld Leonardo Genoni zum Abschluss und trifft entweder den SCB-Torhütertitanen oder daneben.

Die ZSC Lions haben wieder versagt. Sie haben im 11. Spiel unter der Leitung Arno Del Curto bereits die 7. Pleite eingefahren. In den beiden letzten Heimspielen haben sie nur noch je ein Tor erzielt (1:4 Servette, 1:3 SCB).

Doch die Hoffnung auf die Playoffs, ja, auf eine erfolgreiche Titelverteidigung lebt. Die Stimmungslage im Zürcher Fanvolk lässt sich im Hallenstadion auf eine einfache Weise gut ergründen. Der Chronist stellt sich nach der Partie beim Eingang in die Katakomben auf. Dort, so wie Helden vom Eis kommen und in den Bauch des Stadions stapfen.

Ist das Hockeyvolk zornig, so werden die Männer in den ritterartigen Ausrüstungen lautstark geschmäht. Unschöne Worte fallen dann. Jeder zieht ein wenig den Kopf ein, lässt die Beleidigungen über sich ergehen und verschwindet hurtig in die Kabine. In keinem anderen Stadion der Welt ist es möglich, den Puls so gut zu fühlen.

Aber nach dem heroischen Untergang gegen den übermächtigen Titanen SC Bern ist keine Spur von Volkszorn zu spüren. Aufmunternde Worte sind zu vernehmen: So im Sinne: «Kopf hoch, Jungs». Auch während des Spiels hatte es in der ausverkauften Arena keine Pfiffe oder sonstige Missfallenskundgebungen gegeben.

Der Zuercher Trainer Arno del Curto beim Eishockeyspiel der National League ZSC Lions gegen den 
Geneve-Servette HC im Zuercher Hallenstadion am Dienstag, 12. Februar 2019. (KEYSTONE /Walter Bieri)

Arno Del Curto Bild: KEYSTONE

Die ZSC Lions sind auf eine wundersame, beinahe rührende Art und Weise auch in der Krise populär geblieben. Ulrich Pickel, die Edelfeder der vornehmen NZZ, hat es auf den Punkt gebracht: die ZSC Lions seien unter Arno Del Curto wieder dort, wo sie einst vor mehr als 22 Jahren – damals noch als ZSC – schon waren: im sportlichen Existenzkampf. Siege gegen Aussenseiter wie Langnau werden wie Meistertitel gefeiert und – als Meister – Niederlagen gegen den mächtigen SC Bern heroisiert. Endlich wieder leiden! Eine Rückkehr zu den Ursprüngen der ZSC-Romantik.

Karl Marx wäre begeistert. Zwar kommt kurz nach dem Spiel der freundliche Milliardär Walter Frey aus der Kabine. Aber Geld spielt keine Rolle. Denn die ZSC Lions spielen im 21. Jahrhundert, in einer Zeit, da ein Milliardär den Vorsitz hat und Geld zur Verfügung steht, so viel wie des Sportchefs Herz begehrt, genau so wie damals in den 1990er Jahren, als der ZSC kein Geld hatte.

ZUR MELDUNG DASS WALTER FREY SEIN AMT ALS VIZEPRAESIDENT DER SVP ABGEBEN WERDE, STELLEN WIR IHNEN AM SONNTAG, 10. JANUAR 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Walter Frey, VR-Praesident der ZSC Lions, bei seinen Ausfuehrungen, aufgenommen am Dienstag, 26. August 2008, anlaesslich der Pressekonferenz der ZSC Lions fuer die Eishockey Saison 2008/09 im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Walter Frey Bild: KEYSTONE

ZSC-Trainer Arno Del Curto bezog während seiner ersten Amtszeit im Hallenstadion zwischendurch mit der eigenen Bankomatkarte Geld, um seinen Ausländern auszuhelfen. Weil wieder einmal die Löhne nicht bezahlt werden konnten.

Ob Milliarden oder gar kein Geld – der ZSC bleibt sich selbst treu. Karl Marx, der einst eine gesellschaftliche Utopie einer Welt kreiert hat, die ohne Geld funktioniert, ist in einer gewissen Weise im Hallenstadion verwirklicht worden. Geld vermag die Seele des ZSC offenbar nicht zu verändern. Das hätte sich Walter Frey nicht räumen lassen.

Und das führt uns zur Trainerfrage. Auf den ersten Blick ist die Trainerfrage bei den ZSC Lions ja schwierig zu beantworten. Meistertrainer Marc Crawford wurde in seiner letzten Saison entthront. Der schwedische «Hockeygott» Hans Wallson scheiterte und der freundliche Kanadier Serge Aubin ist gefeuert worden.

Die Playoffs und Titelverteidigung sind nach wie vor möglich. Das wollen wir nicht vergessen. Aber ein wenig sieht es halt so aus, als sei auch Arno Del Curto beinahe am Ende seines Lateins.

Nach der Partie gibt es freundlich Auskunft. An und für sich ist das schon ein Wunder. Als er in Davos oben noch der wahre, der rockende und rollende Arno war, mochte er nach solch bitteren Niederlagen nicht noch mit Chronistinnen und Chronisten plaudern und verzog sich grollen, um seinen Zorn zu kühlen.

Aber das geht jetzt nicht mehr. Er ist nun bei den ZSC Lions und muss «in der Furche laufen». Sich also den Strukturen eines hochprofessionellen Eishockeyunternehmens anpassen.

Also gibt er Auskunft. Er tut es mit einer Milde, die für diesen Feuerkopf in so einer Situation schier unheimlich ist. Ach, wie hätte er, als er noch der wahre Arno Del Curto war, über den Fehler von Kevin Klein referiert! Mit den Händen gesprochen! Sich in Hitze geredet!

Die Karriere von Arno Del Curto:

Aber nun hat er für alles Verständnis. Er beurteilt die Leistung seiner Jungs freundlich. Am Schluss sei halt der Stress gekommen. Auch deshalb habe das Powerplay (der SCB bekam im letzten Drittel drei Strafen aufgebrummt) nicht funktioniert.

Von kecken Fragen eines Chronisten lässt er sich nicht provozieren, schaut väterlich über den Rand seiner Brille und sagt: «Nächste Frage bitte.». Selbst die Hiobsbotschaft einer neuerlichen Verletzung des mehrfachen Meistergoalies Lukas Flüeler bringt ihn nicht aus der Ruhe und er bestätigt: «Er hat eine Verletzung und deshalb habe ich ihn in der ersten Pause ausgewechselt.» Nein, er könne nicht sagen, ob Lukas Flüeler fürs nächste Spiel am Freitag im Hallenstadion gegen Lugano wieder eingesetzt werden könne.

Altersmilde mit 62 Jahren? Leise Resignation in einer schwierigen Situation? Oder die staatsmännische Gelassenheit eines wahrlich grossen, sechsfachen Meistertrainers, der weiss, dass es schon noch gut kommt? Was also, wenn es auch dieser grosse Trainer die Wende nicht schafft?

Doch auf einen zweiten Blick erkennen wir: das Trainerproblem ist bei den ZSC Lions gar nicht so gross und auf eine einfache Art und Weise zu lösen. Natürlich können wir mit bedeutungsschwerer Miene fragen: wer soll bloss nächste Saison an der Bande stehen? Müssten wir nicht erst abwarten, ob Arno Del Curto die Playoffs doch noch schafft?

Aber solche Fragen erübrigen sich. Denn der Fall ist klar. Sportchef Sven Leuenberger kann den Vertrag mit Arno Del Curto schon in den nächsten Tagen um mindestens ein Jahr bis 2020 verlängern.

Zuerichs Sportchef Sven Leuenberger, links, und Zuerichs Trainer Hans Kossmann, rechts, im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem Lausanne HC, am Freitag, 2.Februar 2018, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Sven Leuenberger Bild: KEYSTONE

Das Traineramt hat im Hallenstadion mehr noch als an anderen Orten auch eine nicht zu unterschätzende politische Bedeutung. Hier ist es wichtig, dass der Trainer beim Volk gut ankommt. Und wer kommt den beim ZSC-Fussvolk und auch oben im Verwaltungsrat in guten wie in schlechten Zeiten besser an als eben Arno Del Curto?

Auf allen Ebenen, bei den Fans, in den Redaktionsstuben und bei den Geldgebern würde einer Vertragsverlängerung das allerallergrösste Verständnis entgegengebracht. Selbst bei einem Verpassen der Playoffs. Dann würde es eben heissen: am Trainer liegt es sicher nicht! Man muss dem Arno Zeit geben, seine Hockeyphilosophie umzusetzen! Nun ist der Moment da, mal die Spieler in die Verantwortung zu nehmen! Jawoll! Und schliesslich hat ja auch der grosse SCB schon als Meister die Playoffs nicht erreicht.

Arno Del Curto vs. Serge Aubin – der Vergleich:

Eishockey Saison 2018/19:

Langnau: Der Hockey-Himmel die Limite und der Playoff-Final das Ziel? Ja, warum nicht?

Link zum Artikel

So muss Playoff! Danke den Hobby-Spielern für diese Hitchcock-Serie

Link zum Artikel

Plastik-Schlangen für den «Verräter»! So feindlich wurde Tavares in New York empfangen

Link zum Artikel

Sunrise kauft UPC – und am Ende zahlen die Sport-Fans die Zeche

Link zum Artikel

Diese 4 Stärken machen die Tampa Bay Lightning zum besten Team der NHL

Link zum Artikel

Mirco Müller fliegt kopfvoran in die Bande: «Er ist ansprechbar und kann alles bewegen»

Link zum Artikel

Niklas Schlegel, der neue Marco Bührer

Link zum Artikel

«Wo die wilden Spielerhändler schaffen» – Zug auf dem Weg zur Nummer 1 im Land

Link zum Artikel

Biel-Manager Daniel Villard: «Unser Budget ist zu klein, um immer Titelkandidat zu sein»

Link zum Artikel

«Es war kein finanzieller Entscheid» – Grégory Hofmann erklärt seinen Wechsel zum EV Zug

Link zum Artikel

Alle Playoff-Topskorer seit der Saison 2002/03

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

22 HCD-Jahre unter Arno Del Curto:

abspielen

Video: srf

Abonniere unseren Newsletter

34
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • forest hill 18.02.2019 21:35
    Highlight Highlight Lass dich pensionieren und schreib Romane Chlöisu
  • SUF 18.02.2019 18:16
    Highlight Highlight wer bin ich, um ADC zu kritisieren...
    trotzdem: früher hat davos die gegner überrannt und die topspieler brachten die genialität rein.
    unterdessen neutralisieren die anderen, systemtreuen teams nicht nur davos (das unterdessen deutlich weniger topspieler hat) sondern auch das sehr talentierte zürich.
    mir scheint ADC muss entweder das „transition-game 2.0“ entwickeln, das die taktiker wieder aus den angeln hebt oder... seine zeit ist vorbei.
    er ist eine legende und es wäre schade, wenn er jetzt die berühmte saison zu viel einfängt.
  • Porcupine Tree 18.02.2019 18:02
    Highlight Highlight KZ ist sooo amüsant. Der SCB macht diese Saison alles falsch, was man nur falsch machen kann (wenn man denn KS's Berichte verfolgt). Und dann sind sie trotzdem der turmhohe Titelfavorit? Wie geht das denn?? Könnte man nicht einer Linie treu bleiben? Wenn ja, wäre der SCB momentan nur der langweilige Gegner der mit seinen Fehleinkäufen einigermassen glückhaft unterwegs ist und in einem Monat Ferien buchen kann.... Der Z ist Personell viel besser besetzt als der SCB, da ist es lächerlich den SCB überhaupt als Favoriten zu bezeichnen...
    • Patrick59 18.02.2019 18:33
      Highlight Highlight Man kann über K.Z. Berichte geteilter Meinung sein, aber lächerlich ist sicher die Behauptung, dass der ZSC personell besser besetzt ist als der SCB. Nur schon bei der Torwart Position dürfte Genoni die bessere Fangquote haben als Flüeler. Und das Spiel der Zürcher gestern wurde erst sicherer, wie Schlegel im Tor war. ( Wenn die Leistung von Flüeler gestern durch eine Verletzung geprägt war, dann stimmt natürlich mein Einwand nicht..) Wenn man die Quoten der einzelnen Leitungsträger des Z betrachtet, sieht es im Moment eher düster aus. Aber ja, kann sich in den PO sicher ändern..
    • MARC AUREL 18.02.2019 19:29
      Highlight Highlight PT, die Fehleinkäufe die du ansprichst haben sich ziemlich gesteigert.. Sciaroni und Bieber spielen inzwischen überzeugend!
  • Hein Doof 18.02.2019 15:23
    Highlight Highlight Am Freitag das 6-Punkte-Spiel ZSC-Lugano... danach wird man mehr wissen. Ich denke der ZSC geht in die Playouts, Arno bleibt und wird im Verlaufe der nächsten Saison entlassen
  • Bruno Wüthrich 18.02.2019 11:53
    Highlight Highlight Das ist doch das wahre Zürich. Das sind doch die wahren Zürcher. Geborene Verlierer Und dann Wiederaufsteher (bzw. -steiger). Grenzenlose Freude und dann wieder Trauer und Elend. Ausser es kommt ein schwer reicher Aargauer. Nur so lässt sich dies zumindest temporär ändern. Aber aus eigener Kraft ist Zürich, sind die Zürcher nicht in der Lage.

    Ist dies zu bedauern? Nein! Denn nur durch die Wellentäler der Emotionen wird der Sport, wird Zürich (oder werden auch andere Orte) wirklich lebendig.

    Fazit: Das Herumgegurke von Arno wirkt eventuell nachhaltiger als die Millionen von Walter.
  • feuseltier 18.02.2019 10:42
    Highlight Highlight Sorry Herr Zaugg, waren Sie überhaupt am Spiel live dabei?

    Ich denke nicht, weil ich da war und ich hörte schon nach dem 2. Drittel pfiffe und auch am Schluss, als die Spieler bei der Siegerehrung sich aufgestellt haben, gab es pfiffe und böse Worte von Zuschauern!

    Jetzt muss am Wochenende gegen Lugano und Davos geliefert werden. Mindst. 5 pkt. Sonst kann man langsam aber sicher die langweiligen Playouts buchen...

    Schade gibt es kein Best of 7 mehr in den Playouts. .
    • Patrick59 18.02.2019 11:45
      Highlight Highlight ... ich war auch da, spontan, als „Berner“ einen Sitzplatz inmitten der ZSC Fans, und die Kommentare über ihre Mannschaft waren fast so wütend wie die über die Schiedsrichter. Bei Fehlpässen höhnisches Gelächter und die Feststellung, dass es seit Wochen immer das Gleiche sei.. Die gleichen Fans werden auch wieder in Begeisterungsstürme ausbrechen und ihre Mannschaft in den Himmel loben, sollte der ZSC in den Playoffs Gegner um Gegner in die Ferien schicken. AdC hat eine schwierige Aufgabe vor sich.
    • kanu 18.02.2019 12:18
      Highlight Highlight Ist eben wie in jedem Stadion, wenn die Punkte fehlen
    • Echo der Zeit 18.02.2019 18:32
      Highlight Highlight Beim Z ist es schon Ausgeprägt das man die eigenen Spieler so Verschmäht - Züri Mentalität.
  • Jüre51 18.02.2019 09:55
    Highlight Highlight Nach der Arnocam ist nun wieder der Alltag im ach so berühmten Hallenstadion eingekehrt! Ich nehme an, dass der Präsident nun nochmals ein paar Tausender einschiesst, damit die Stars auf Betriebstemperatur kommen! Oder hat der Hockeypapst noch etwas in der Trickkiste…
  • NicoleTa 18.02.2019 09:25
    Highlight Highlight Als Z Fan der in den 90er unzählige Niederlagen erlebt hat, fühlte ich mich gestern im Hallenstadion wirklich wieder wie früher! Das schlimmste daran, es macht irgendwie Freude, die Siege nicht einfach als selbstverständlich hinzunehmen, jeden geklückten Pass zu feiern und ein Schuss aufs Tor wie eine einstige Meisterschaft zu feiern.
    Zum Trainer kann und will ich nicht viel schreiben, schlussendlich müssen die Spieler Tore schiessen, da kann jeder Trainer noch so „toibele“ oder nett sein.
    • Rock'n'Rohrbi 18.02.2019 09:50
      Highlight Highlight Nun denn und dann frage ich dich doch gleich selber was ich nicht verstehen kann... ist das wirklich die Sehnsucht der Zürcher Fans und dass ihr wieder in allen Stadien das Liedlein - Stägeli uuf, Stägeli ab Z S C - hören wollt? 😅 also Klööten würde es bestimmt freuen und eure Gesellschaft samt Herzschmerzsehnsucht mit offenen Armen empfangen. Aber so ring wie in den guten alten Zeiten steigt man auch nicht mehr auf. Ja und was macht ihr dann in einem topmodernen und neuen Stadion? Da geht die verruuchte Atmosphäre dann steril den Bach ab wie bei den Bielern in ihrem OP Saal.
    • Blitzableiter 18.02.2019 12:35
      Highlight Highlight Tja alles hat vor- und Nachteile. Serienmeister: Du bist erfolgreich, aber niemand mag dich wirklich und du bist langweilig oder ein Mode-Club. Serienverlierer: du geltest als Verlierer, aber man mag dich weil du Authentisch und ein Hoffnungsloser Romantiker bist. Oder ein Mode-Club.
    • NicoleTa 18.02.2019 13:59
      Highlight Highlight Rock‘n‘ Rohrbri
      Nun, sei es Nostalgie oder Sehnsucht 😂
      Nein muss nicht sein, grundsätzlich habe ich denn Glauben an „meine“ Mannschaft nicht verloren! Sie werden es schon wieder richten, ganz so schlimm wie in den 90ern ist es ja nicht mehr. Und ich werde auch im neuen Hochglanz poliertem Stadion wieder mitdabei sein. Sei es bei den Grossartigen Siegen oder bei den traurigen Niederlagen!
      Einmal Z immer Z in guten wie in schlechten Zeiten.
      Und kämen wir ins B würde ich mich auf günstigere Preise und neue spannende Gegner freuen!
      War noch nie in Visp an einem Spiel 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stiffmaster 18.02.2019 09:19
    Highlight Highlight Der ZSC und Arno wurden doch im Heimspiel zuvor gegen Genf sogar ziemlich heftig ausgepfiffen? 🤔
  • Tikkanen 18.02.2019 07:25
    Highlight Highlight ...richtig Chlöisu, im neuen Selbstverständnis der Hipster wäre ja ein gestriger Sieg gegen die optimal laufende Hockeymaschine so überraschend wie die Eliminierung des Grande Lugano in den 90ern durch den Tättässcee. Item, machte gestern anstelle der beschwerlichen Reise ins vegane Zürich die Pisten und Schneebars im Oberland unsicher, der Sieg Bern's war vorhersehbar. Der Ochse zieht in der Furche, aber der Muni lässt sich nur vom Mensch beherrschen weil er sich seiner Kraft nicht bewusst ist. Sollten sich die verwöhnten Glamour-Lions ihrer Stärke besinnen könnte der Z gefährlich werden...
    • Tikkanen 18.02.2019 07:37
      Highlight Highlight ...btw:

      Noch 12 bis🏆🐻😎
    • Goon 18.02.2019 08:43
      Highlight Highlight Also Tikki, dieses Jahr drück ich euch die Daumen. Wird wohl der letzte Titel für Leo sein den er holen wird.....
    • Jiri Lala 18.02.2019 21:17
      Highlight Highlight Ach nein, dieses Mal wird der Z nicht wieder gefährlich, da sich solche Geschichten einfach nicht wieder wiederholen und auch nicht sollten..
  • Sherlock_Holmes 18.02.2019 06:09
    Highlight Highlight Eine meisterhafte Analyse – fast schon altersmilde, um nicht zu sagen väterlich.
  • Lümmel 18.02.2019 05:57
    Highlight Highlight Kevin Klein fragt sich wohl warum er nicht doch zurückgetreten ist. 😏
    • kanu 18.02.2019 12:17
      Highlight Highlight Das fragt man sich auch als Zuschauer...
  • Baumi72 18.02.2019 05:51
    Highlight Highlight „Altersmilde“ trifft den Nagel ziemlich genau auf den Kopf.

Kein Witz: Arno Del Curto ab sofort Trainer der ZSC Lions!

Paukenschlag im Schweizer Eishockey: Die ZSC Lions trennen sich von Trainer Serge Aubin und ersetzen ihn durch den langjährigen Davos-Trainer Arno Del Curto.

22 Jahre lang war Arno Del Curto Trainer des HC Davos, er führte die Bündner zu sechs Meistertiteln. Ende November trat er zurück – nun ist er bereits wieder als Eishockeytrainer auf höchster Ebene tätig.

Der 62-jährige Del Curto übernimmt per sofort und bis Ende Saison die ZSC Lions, die gestern 1:2 nach Verlängerung gegen Davos verloren hatten und sich nach wie vor im Strichkampf befinden. Für Del Curto ist es eine Rückkehr ins Hallenstadion: Dort war er schon zwischen 1991 und 1993 Trainer.

Sein …

Artikel lesen
Link zum Artikel