DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A medical professional administers a second dose of the Pfizer COVID-19 vaccine to a man at a movie theater turned into a coronavirus vaccination center in Netanya, Israel, Thursday, Jan. 28, 2021. (AP Photo/Ariel Schalit)

Ein Mann erhält die zweite Impfdosis in einem Kino in Netanya, das zu einem provisorischen Impfzentrum umfunktioniert wurde. Bild: keystone

Rund drei Millionen Israelis bereits geimpft – Streit um Lockdown



Sechs Wochen nach Beginn der Impfkampagne in Israel haben bereits rund drei Millionen Menschen im Land die Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Das ist etwa ein Drittel der Bevölkerung. Rund 1,7 Millionen Israelis seien bereits zweimal geimpft worden, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Gleichzeitig blieben die Infektionszahlen in dem kleinen Mittelmeerland hoch. 6435 neue Fälle wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden verzeichnet.

Israel hat etwas mehr als neun Millionen Einwohner, etwas mehr als die Schweiz. Zum Vergleich: Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind in der Schweiz bis zum 27. Januar insgesamt gut 262'000 Impfdosen verabreicht worden. Dies entspricht 3,03 Dosen pro 100 Einwohner. Die Zahl der Neuinfektionen belief sich laut BAG-Zahlen vom Freitag auf 1916 in 24 Stunden.

Die Infektionszahlen in Israel sind insbesondere in den ultraorthodoxen jüdischen und den arabischen Bevölkerungsteilen hoch. Seit drei Wochen gilt in dem Land ein Lockdown, gegen den es allerdings immer wieder Verstösse gibt. Wegen eines Streits zwischen dem rechtskonservativen Likud des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie dem Mitte-Bündnis Blau-Weiss von Verteidigungsminister Benny Gantz könnten die Massnahmen aufgehoben werden. Gantz fordert eine Verschärfung der Strafen für Regelverstösse als Bedingung für eine Verlängerung.

Israeli police officers clash with ultra-Orthodox Jews during a protest over the coronavirus lockdown restrictions, in Ashdod, Israel, Sunday, Jan. 24, 2021. As he seeks re-election, Prime Minister Benjamin Netanyahu has turned to a straightforward strategy: Count on the rock-solid support of his ultra-Orthodox political allies and stamp out the coronavirus pandemic with one of the world’s most aggressive vaccination campaigns. But with ultra-Orthodox communities openly flouting safety guidelines and violently clashing with police trying to enforce them, this marriage of convenience is turning into a burden. (AP Photo/Oded Balilty)

Polizisten räumen in Aschdod einen Sitzstreik von ultra-orthodoxen Israelis, die gegen die Corona-Massnahmen demonstrieren. Bild: keystone

Das Gesundheitsministerium dringt angesichts der hohen Infektionszahlen auf eine Verlängerung der Massnahmen, die in der Nacht zum Montag auslaufen. Auch die Schliessungen des internationalen Flughafens Ben Gurion und der Landesgrenzen sind nur bis Ende Januar terminiert. Am Sonntag wird mit einer Entscheidung über das weitere Vorgehen gerechnet.

Die Koalition aus Likud und Blau-Weiss sowie kleinerer Partner war Ende vergangenen Jahres wegen eines Etatstreits geplatzt. Am 23. März steht eine Neuwahl an. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Israels «Miss Trans» – eine christliche Araberin :)

1 / 14
Israels «Miss Trans» – eine christliche Araberin :)
quelle: ap/ap / oded balilty
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Proteste in Tel Aviv gegen Benjamin Netanjahus Corona-Politik

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kein Pardon von Parmelin: SVP-Bundesrat sieht Impfen als «Bürgerpflicht»

Entgegen der Linie seiner Partei steht der SVP-Bundesrat Guy Parmelin dem Covid-Zertifikat nicht kritisch gegenüber. Im Gegenteil: Seiner Meinung nach ist es richtig, dass Impfablehner mit den Konsequenzen ihrer Entscheidung leben müssen.

«Die eigene Freiheit stoppt dort, wo die Freiheit der anderen beginnt.» Diesen Satz sagte Bundespräsident Guy Parmelin am Dienstag im Interview mit dem «Blick». Die Aussage bezog sich auf seine Haltung zum Covid-Zertifikat und der damit verbundenen Debatte über Recht und Unrecht von Nachteilen gegenüber Ungeimpften.

Doch von Anfang an: Der Bund will in den nächsten Wochen das Covid-Zertifikat lancieren. Mithilfe dieses Zertifikats soll man vor Reisen oder Veranstaltungen nachweisen können, …

Artikel lesen
Link zum Artikel