Wild passt sich an

Wegen Wolfsrudel: Jäger am Calanda haben weniger Hirsche zum Schiessen

02.07.14, 12:07 02.07.14, 12:36

Das Wolfsrudel am Calandamassiv bei Chur reduziert die Schalenwildpopulationen. Die Bündner Jagdaufsicht hat darum die Jagdplanung angepasst. In der Region sollen dieses Jahr nur 60 Hirsche geschossen werden anstatt 80 wie im vergangenen Jahr.

Insgesamt reisse das Rudel im Jahr 250 Stück Schalenwild, also Hirsche, Rehe, Gemsen und Steinböcke, sagte Jagdinspektor Georg Brosi am Mittwoch auf Anfrage. Ein Teil der Verluste am Calanda würde aber durch die Wanderung des Schalenwildes auf mehrere Regionen verteilt.

Das Wild hat sein Verhalten wegen der Wölfe angepasst. Am stärksten veränderten die Rehe ihr Auftreten: Sie lassen sich in offenem Gelände kaum noch blicken.

Hirschpopulation erreicht Grenze

Für den ganzen Kanton sieht die Jagdplanung den Abschuss von 4655 Hirschen vor, zehn mehr als im Vorjahr. Auch in den einzelnen Regionen bleiben die Zahlen auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

Die Hirschpopulation befindet sich laut dem Jagdinspektor mit 15'000 Tieren an der Grenze des Erträglichen, könne mit der Jagd aber unter Kontrolle gehalten werden. (egg/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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