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Elektronikindustrie: Toshiba kürzt Managern nach Bilanzskandal die Gehälter



Nach dem milliardenschweren Bilanzskandal beim japanischen Elektronikkonzern Toshiba wird der Führungsriege das Gehalt gekürzt. Für 16 Manager würden die Bezüge vorübergehend gesenkt.

Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der neue Präsident Masashi Muromachi geht dabei mit gutem Beispiel voran: Er verzichte auf 90 Prozent seines Gehalts, erklärte Toshiba. Für 15 weitere Manager werden die Bezüge um 20 bis 60 Prozent gekürzt. Wie lange die Absenkung gilt, blieb unklar.

Vor rund zehn Tagen war bekannt geworden, dass Toshiba seine Bilanzen in den sechs vergangenen Geschäftsjahren um umgerechnet 1.2 Mrd. Fr. geschönt hatte. Das Management habe die Zahlen «systematisch» frisiert, befand eine vom Konzern beauftragte Untersuchungskommission.

Der bisherige Toshiba-Präsident Hisao Tanaka und sein Vorgänger Norio Sasaki verliessen in Reaktion auf den Skandal das Unternehmen, auch sechs weitere Manager traten zurück. Am Mittwoch gab Toshiba einen weiteren Rückzug aus der Führungsriege bekannt.

Die jetzt verkündeten Gehaltskürzungen sind für Japan nicht ungewöhnlich. Legt ein Unternehmen schlechte Zahlen vor oder werden Verfehlungen bekannt, werden die Bezüge von Top-Managern häufig für einen gewissen Zeitraum gesenkt. (sda/afp)

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