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Getrübtes Ferienparadies: Die Abwasser der Hotels laufen auf Boracay direkt in das Meer.  wikimedia

«Boracay ist eine Kloake» – Präsident macht «Mallorca der Philippinen» dicht



So etwas hat es wohl noch nie gegeben. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte lässt mit Boracay die beliebteste Ferieninsel des Landes  schliessen – und zwar gleich für ein halbes Jahr. Dies hat die Regierung am Mittwoch beschlossen. Hunderttausende Touristen sind betroffen. Das nur zehn Quadratkilometer grosse Touristenmekka ist auch bei Schweizern ein beliebtes Reiseziel. 

In this March 12, 2018, photo, foreign tourists sunbathe at a beach on Boracay island, central Aklan province, Philippines. Philippine officials say the president has approved the closure of Boracay island, the country's most famous beach resort, for up to six months after he said it has turned into a

Einsame Strände sucht man auf Boracay vergeblich. Bild: AP/AP

Das Problem: Das «Mallorca der Philippinen» ist in den letzten Jahren von Touristen überrannt worden. Die über 2,1 Millionen Besucher pro Jahr sorgen für riesige Umweltprobleme, weil die Gesetze nicht eingehalten werden. Abfallberge türmen sich, die Abwasser der über 300 Hotels strömen praktisch ungeklärt in das tropische Meer, das viele Kitesurfer und Taucher anlockt. «Es ist eine Kloake», wettert Duterte. 

Die Sperre gilt bereits ab 26. April. Bis Ende September soll die Insel nun «neu strukturiert» werden, wie BBC berichtet. Gleichzeitig genehmigte die Regierung zwei gewaltige Casino-Projekte auf der Insel. 

«Wir haben jahrelang vergeblich um Hilfe geschrien.»

Kiteshop-Betreiber

Für die über 17'000 Bewohner der Tropeninsel ist die plötzliche Schliessung eine Katastrophe. Sie alle leben mehr oder weniger direkt vom Tourismus. «Wir haben jahrelang vergeblich um Hilfe geschrien, doch die Regierung hat nie etwas unternommen. Nun fürchten wir wegen ihren Fehlern um unsere Existenz», so der Besitzer eines Kitesurf-Shops. 

Solange der «Shit» direkt in das Meer fliesse, bleibe die Insel geschlossen, liess Duerte verlauten. 

(amü)

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Video: watson/Lya Saxer

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21
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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 06.04.2018 07:30
    Highlight Highlight Die Hau Ruck-Lösungen von Duterte zeigen vor allem Eines: Er ist ein ungehobelter Grobian und Super-Macho, ohne jedes Einfühlungsvermögen und Gespür!
    Aber offenbar hat er damit bei sehr vielen Filipinos Erfolg!
    Die sind mittlerweile dermassen ausgelaugt und verzweifelt von der alltäglichen Katastrophe von Verslumung, Verkehrskollaps und Umweltzerstörung, dass sie ihr Heil darin suchen, als tief gläubige Katholiken den Teufel höchst persönlich anzustellen, damit der endlich aufzuräumt mit der ganzen Scheisse.
    Sehr bedenklich und nicht das, was diese wunderbaren Menschen verdient haben...
  • Tsetse 06.04.2018 06:23
    Highlight Highlight Ich war vor 12 Jahren da. Und es war damals schon schlimm. Algen und Dreck waren allgegenwärtig. Die Leute trauerten den früheren Zeiten nach
  • Nevermind 05.04.2018 19:30
    Highlight Highlight Wie sieht wohl die Beteiligung von El Presidente an den Casinos aus?

    Dürfen jetzt die gleichen die Jahrelang die Touristen von ihren Hotels aus ins Meer kacken lassen die Casinos bauen?

    Praktisch wenn man mit so einer Schliessung alle kleinen Betreiber ruinieren kann. Da fliest nachher um so mehr Kohle in die richtigen Taschen.
  • Doughnutella Servace 05.04.2018 18:54
    Highlight Highlight Nette Alibiübung. Und nach sechs Monaten fliesst der Shit in die Kanalisation? Nice try..

    Boracay ist demzufolge sprichwörtlich ein shithole 😐

    Schade um die schöne Insel
  • Stirling 05.04.2018 16:36
    Highlight Highlight „Abfallberge türmen sich, die Abwasser der über 300 Hotels strömen praktisch ungeklärt in das tropische Meer, das viele Kitesurfer und Taucher anlockt.“

    Ich verstehe: Kitesurfer und Taucher werden im tropischen Meer von praktisch ungeklärtem Abwasser von über 300 Hotels angelockt bei denen sich die Abfallberge türmen.

    Ich bin nicht cool genug für Kitesurfen und getaucht habe ich auch noch nie, aber ich weiss, dass es dazu nicht unbedingt Abwasser braucht.
  • Mova 05.04.2018 16:22
    Highlight Highlight Neee, der will ein Casino auf die Insel bauen, da braucht er Ruhe. Mit Naturliebe hat das nichts zu tun.
    • Makatitom 05.04.2018 20:59
      Highlight Highlight Chinesen bauen diese Casinokomplexe. Ich hoffe, dass Rody darauf besteht, dass sie eine funktionierende Abwasserreinigungsanlage auch bauen
    • rodolofo 06.04.2018 07:33
      Highlight Highlight Die Chinesen kopieren also das Trump'sche Erfolgsmodell...
  • sheshe 05.04.2018 15:44
    Highlight Highlight Wohl eher, dass er in einem halben Jahr ein (illegales) Casino hinstellen kann und niemand was dagegen machen kann. Dafür werden (illegal) errichtete Strandhütten a.k.a. Kitestationen etc. gebodigt. Wieder einmal mehr die Prioritäten falsch gesetzt.
  • Alterssturheit 05.04.2018 15:37
    Highlight Highlight Wie überall auf der Welt, sobald der Massentourismus kommt geht's nur noch bergab. Boracay kannte bei meinem Aufenthalt 1988 noch kein Schwein und die Anreise war mühsam mit Kleinflugzeug und wackligem Boot zur Insel. Dafür Strände pur, einfache Gäste Bungalows, nette Einheimische und ein paar ausgeflippte Westler - und viel Hanf....
    Dasselbe passierte auch auf vielen Inseln in Thailand, oder auch auf den Malediven.
    • dä dingsbums 05.04.2018 19:12
      Highlight Highlight Das ist so.

      Es ist einfacher einen einsamen Strand in Portugal oder Nordspanien zu finden als in halb Asien.
    • Nevermind 05.04.2018 19:24
      Highlight Highlight Erst gar nicht hingehen. Dann bleibt ein Paradies auch wie es ist. Und falls man doch, aus was für einem Grund auch immer, hingehen muss, einfach die erste Regel beachten. Sprich nicht darüber, mach keine Fotos und auf keinen Fall stell das auch noch ins Netz. Andere werden es sehen, sieh werden es so toll finden wie du und sie sagen es weiter. Und schon hat man aus dem Paradies eine stinkende Kloake gemacht.
    • phreko 06.04.2018 00:49
      Highlight Highlight Es gibt auch in Asien noch tausende Traumstrände ohne Touris. Dass dies niemand weiss ist umso besser!
    Weitere Antworten anzeigen
  • elias776 05.04.2018 14:54
    Highlight Highlight Naja ein bisschen zu radikal... doch wenigsten ist sich Duerte den Schäden und deren Behebung bewusst.
    • phreko 05.04.2018 16:20
      Highlight Highlight Es geht bloss um die Casinos. Das ist Korruption in reinstform!
    • ghawdex 05.04.2018 16:37
      Highlight Highlight Gleichzeitig wird noch bekannt das auf der Insel ein Casino für USD 500Mio gebaut werden soll...
    • Dubliner 05.04.2018 16:54
      Highlight Highlight ...und bewilligt gleichzeitig den Neubau zweier Casinos. Scheinheiliger geht‘s wohl kaum.
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