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In Südtirol wird ein neuer Landtag gewählt - niedrigere Beteiligung



Bei der Südtiroler Landtagswahl zeichnet sich eine niedrigere Wahlbeteiligung als beim letzten Urnengang 2013 ab. Bis 17 Uhr am Sonntag gaben 50.5 Prozent der aktuell 417'968 Wahlberechtigten ihre Stimme ab - 2013 waren es zu diesem Zeitpunkt bereits 56.5 Prozent.

Nach Bezirken war die Wahlbeteiligung laut Angaben des Landes bis 17 Uhr mit 43.5 Prozent in der Landeshauptstadt Bozen am geringsten, am höchsten im Pustertal mit 55.4 Prozent. In der Stadt Meran schritten indes bis zu diesem Zeitpunkt noch weniger Menschen zur Wahlurne als in Bozen: Dort kam man bis 17 Uhr auf 42.9 Prozent.

Die Wahllokale in 495 Wahlsektionen der 116 Gemeinden sind noch bis 21 Uhr geöffnet. Dann beginnt die Auszählung. Mit einem Ergebnis wurde in den frühen Morgenstunden des Montags gerechnet.

Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) stellt sich zum ersten Mal der Wiederwahl. Beim vergangenen Urnengang landete die Sammelpartei mit 45.7 Prozent und 17 Mandaten auf einem historischen Tiefstand.

Kompatscher setzte sich für die aktuelle Wahl ein Ergebnis über 40 Prozent als Ziel. Eine im August in der Tageszeitung «Dolomiten» veröffentlichte Umfrage sah die Edelweiss-Partei nur noch bei 39 Prozent.

35'000 Wahlberechtigte liessen sich als Briefwähler registrieren. Bis Freitag, dem Ende der Frist für das Eintreffen der Briefwahlumschläge im Wahlzentrum, gingen 10'442 Kuverts ein. Das waren laut Landesangaben deutlich mehr als beim Urnengang vor fünf Jahren. Damals wurden 7'993 Briefwahlstimmen gezählt. Sie werden ebenfalls erst nach Schliessung der Wahllokale ausgewertet.

In den 495 Wahlsektionen waren am Sonntag über 2549 Wahlhelfer tätig. Die kleinste Wahlsektion in Waidbruck erwartete gerade einmal 31 Wahlberechtigte.

14 Listen mit 420 Kandidaten

Um die Gunst der Wähler kämpfen 14 Listen mit insgesamt 420 Kandidaten. Beim bisher letzten Urnengang ging die Südtiroler Volkspartei (SVP) mit 45.7 Prozent und 17 Mandaten als erste über die Ziellinie. Zweitstärkste Kraft wurden die Südtiroler Freiheitlichen mit 17.9 Prozent und sechs Mandaten, gefolgt von den Grünen (8.7 Prozent, drei Mandate) und der Süd-Tiroler Freiheit (7.2 Prozent, drei Mandate).

Auf dem vierten Platz landete die sozialdemokratische Partito Democratico (PD), Koalitionspartner der SVP, mit 6.7 Prozent und zwei Mandaten. Die Wahlbeteiligung lag vor fünf Jahren bei 77.7 Prozent. (sda/apa)

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