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Festnetz-Offensive von Salt lässt Aktien der Konkurrenz abstürzen

21.03.18, 15:58 21.03.18, 16:09


Die Internet- und TV-Pläne von Salt haben am Dienstag an der Börse die Kurse von Swisscom und Sunrise abstürzen lassen. Am Tag danach sind sich die Analysten uneinig, wie schwer die überraschend aggressive Festnetzoffensive des Konkurrenten die beiden Unternehmen treffen wird. Klar ist einzig, dass Salt ein Coup gelungen ist.

Die für ihre geringe Volatilität bekannten Swisscom-Aktien wurden am Dienstag ihrem Ruf überhaupt nicht gerecht. Sie brachen um 4,6 Prozent ein und waren im Feld der Blue Chips mit Abstand grösste Verlierer. Am Mittwoch stabilisierten sich die Titel nur vorübergehend, rutschten dann aber bis auf ein neues Jahrestief von 471 Franken ab.

Noch schlimmer erwischte es am Vortag die Sunrise-Papiere, die um 6,4 Prozent nachgaben. Am Mittwoch büssen sie weitere knapp 2 Prozent ein.

Coup gelungen

Die Kursreaktion zeigt laut Experten, dass Salt ein Coup gelungen ist. Er habe schon früher darauf hingewiesen, dass ein gutes Festnetzangebot des Mobilfunkanbieters ein Hauptrisiko für die Swisscom- und Sunrise-Papiere sei, hält der zuständige Analyst von JP Morgan fest. Und ein solches biete nun Salt: «Wir glauben, dass das jetzige Angebot potenziell disruptiv ist», lautet sein Fazit.

Ein Fragezeichen setzt der Analyst zudem zu den Ressourcen des Unternehmens: Nach diversen Sparprogrammen inklusive personellem Aderlass sei es womöglich nicht ganz einfach, grössere Marktveränderungen zu stemmen.

Demonstrative Gelassenheit

Die Konkurrenz wollte sich am Mittwoch nicht in die Karten schauen lassen, wie sie auf die Salt-Offensive reagieren will. Die Swisscom sieht sich bei ihrer Kernmarke mit dem aktuellen Produktportfolio gut aufgestellt.

Und bei UPC wurde demonstrativ Gelassenheit markiert: «Wir gehen davon aus, dass der Markteintritt von Salt keine grossen Auswirkungen auf unser Geschäft haben wird», meinte ein Sprecher auf Anfrage.

Am selben Tag, an dem Salt die Festnetzpläne publizierte, flammten zudem wieder Übernahmegerüchte auf. Laut Bloomberg sollen Sunrise und UPC über eine Kooperation verhandeln. (whr/sda)

Samsung erfindet das Kino neu

Video: srf/SDA SRF

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bcZcity 21.03.2018 22:52
    Highlight Swisscom hat schon reagiert und das Wingo Paket günstiger gemacht.
    1 1 Melden
  • EvilBetty 21.03.2018 17:32
    Highlight Jetzt ist dann aber wieder mal gut mit Salt PR, ok?
    6 7 Melden
  • Xiakit 21.03.2018 17:17
    Highlight Salt spekuliert darauf, dass die Technologie der Kunden (Zuhause) genug weit hinterherhinkt, dass niemals 10Gbit ausgelastet werden. Auch das Messen der Geschwindigkeit ist schwierig...

    Die Kündigungsbedingungen sind auch gewöhnungsbedürftig. Guggsch hier:

    Es gelten folgenden Kündigungsgebühren: Maximaler Betrag von CHF 198 im Falle einer Kündigung im ersten Monat. Danach verringert sich die Kündigungsgebühr um CHF 6 pro Monat. Nach 33 Monaten fallen keine Kündigungsgebühren an.

    Trotz allem sehr geschickt gemacht.
    36 3 Melden
  • pamayer 21.03.2018 16:58
    Highlight Sollen mit den Preisen runter.
    15 5 Melden
  • sheimers 21.03.2018 16:21
    Highlight Ein kluger Schachzug: 10GBit/s günstig anbieten, im Wissen, dass 95% der Kunden trotzdem nie mehr als 1GBit ziehen werden (weil das Interface am PC gar nicht schneller ist) und 90% der Kunden auch weit unter 100MBit bleiben, weil gar kein Bedarf für mehr besteht und die meisten Server gar nicht mehr liefern.
    49 8 Melden
    • MSpeaker 21.03.2018 17:17
      Highlight Auch für 100Mbit und unlimitiertes Telefonieren zahlt man überall sonnst einiges mehr
      28 3 Melden

Sein Programm revolutioniert unser Essverhalten – das ist Manuel Klarmann

Isst man einen Teller Pasta mit Pistazien-Pesto statt eines Schweinsplätzlis verursacht das sechs Mal weniger Kohlendioxid. Solche konkreten Tipps liefert das ETH-Spin-Off Eaternity an Köche auf Knopfdruck. CEO Manuel Klarmann berechnet CO2-Bilanzen von Lebensmitteln und kompletten Menüs.

... Manuel Klarmann, 34, CEO des ETH-Spin-Offs Eaternity. Das Zürcher Jungunternehmen stellt Köchen auf Knopfdruck Tools zur Verfügung, mit welchen sie negative Umweltauswirkungen ihrer Restaurants aufspüren und reduzieren können. 

... ursprünglich aus Deutschland, studierte aber an der ETH und der Universität Zürich Mathematik und Computation. An der ETH legte Klarmann mit seiner Lebenspartnerin Judith Ellens 2008 auch das Fundament für Eaternity, ein Start-up, das für mehr …

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