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Joel Vermin lief auch schon in der NHL für die Tampa Bay Lightning auf.
Joel Vermin lief auch schon in der NHL für die Tampa Bay Lightning auf.
Bild: AP

Vier Tore in drei Spielen – früherer SCB-Junior Joel Vermin brilliert im AHL-Final

Nicht nur Josi, Weber und Streit prägen derzeit das Eishockey in Nordamerika. Mit Joel Vermin sorgt ein weiterer Schweizer – ein weiterer Berner – zusätzlich in der AHL für Furore. Mit einem Doppelpack entschied er gar das jüngste Spiel.
08.06.2017, 10:1908.06.2017, 10:33

Dass mit Roman Josi, Yannick Weber und Mark Streit derzeit drei Berner im Stanley-Cup-Final engagiert sind, weiss der gemeine Schweizer Hockeyfan. Gleichzeitig zeigt mit Joel Vermin derzeit aber ein weiterer ehemaliger SCB-Junior im Calder-Cup-Final, dem Final der American Hockey League (AHL), seine Klasse.

Die Highlights des Spiels inklusive Vermins Doppelpack.

Der 25-Jährige hat in drei Finalspielen schon vier Tore erzielt. Mit zwei Toren innert 57 Sekunden in der Nacht auf heute ist er im dritten Spiel gar der Matchwinner. Trotz des 5:3-Heimsieges gegen die Grand Rapids liegen seine Syracruse Crunch in der Finalserie noch mit 1:2 in Rückstand, weil sie die beiden ersten Auswärtsspiele verloren haben. 

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Vermin glaubt an die Wende

«Es war sehr wichtig, dass wir hier unseren ersten Sieg geholt haben», sagt Vermin nach dem Spiel. Er erklärt aber weiter: «Wir müssen jetzt noch drei Siege nachlegen. Wir freuen uns im Moment, aber wir sind noch nicht fertig.» 

«Manchmal klappt es mit dem Tore schiessen, manchmal nicht. Heute funktionierte es perfekt.»
Joel Vermin

Angesprochen auf seinen Erfolg meint Vermin: «Manchmal klappt es mit dem Tore schiessen und manchmal nicht. Heute funktionierte es perfekt.» Der ehemalige SCB-Junior geht davon aus, dass sein Team gute Chancen hat, die Finalserie trotz den Niederlagen in den ersten zwei Partien zu gewinnen. 

Ein alter Bekannter
An der Seite von Joel Vermin spielt bei Syracruse ein alter Bekannter für jeden SCB- und NLA-Fan. Cory Conacher, Topskorer des SC Bern in der Saison 2015/16, konnte sich bei Tampa Bay ebenfalls nicht festsetzen. In der AHL ist der 27-Jährige mit 24 Punkten (11 Tore, 13 Assists) nun Playoff-Topskorer.

«Wir waren schon in den beiden Auswärtsspielen nahe dran am Sieg. Wenn wir unsere Fehlerquote weiter reduzieren können, bin ich sehr zuversichtlich.» Sollte das gelingen, könnte Vermin nach Roman Wick (2011, Binghamton Senators) und Dean Kukan (2016, Lake Erie Monsters) der dritte Schweizer Calder-Cup-Sieger werden.

Ausgebildet wurde Vermin von der Organisation des SC Bern. Beim Meistertitel der Berner 2013 war er mit neun Punkten in 19 Playoff-Spielen einer der prägenden Akteure. Danach erhielt er von den Tampa Bay Lightning einen Zweiweg-Vertrag und wechselte am Ende der Saison 2013/14 im Alter von 22 Jahren nach Nordamerika.

In der NLA durfte Vermin schon oft jubeln – wie hier gegen den EV Zug.
In der NLA durfte Vermin schon oft jubeln – wie hier gegen den EV Zug.
Bild: KEYSTONE

Das Schicksal des Liftspielers

In drei Saisons in der American Hockey League hat der Flügel seine Punkteausbeute stets gesteigert. In der aktuellen Saison erzielte Vermin in 46 Spielen 32 Punkte (13 Tore, 19 Assists). Dazu kommen nochmals neun Tore und zwei Assists in den Playoffs. Seine guten Leistungen blieben auch in der NHL nicht unbemerkt. Der Berner durfte in dieser Saison 18 Mal für Tampa Bay auflaufen. Ein Tor blieb ihm dabei verwehrt, dafür gelangen ihm drei Assists. 

Vermin wurde in der Folge zum «Lift-Spieler». Er pendelte zwischen Syracruse und Tampa, zwischen AHL und NHL, hin und her. Rekordverdächtig war ein Ereignis im April, als er von den Lightning zurück zum Farmteam geschickt wurde, nur um 26 Minuten später wieder in die beste Liga der Welt zurückgeholt zu werden. 

Der Vertrag des Berners läuft Ende dieser Saison aus. Noch ist nicht geklärt, wie es mit der Karriere Vermins weitergeht. Der 25-Jährige hat im Januar bestätigt, dass er aus der NLA eine Offerte auf dem Tisch hat – Gerüchten zufolge einen Fünfjahresvertrag von Lausanne. Sein Fokus liegt aber weiterhin in Nordamerika und wenn es irgendwie geht, möchte er sich dort durchsetzen. Eines hat sein Agent allerdings schon klar gemacht: Eine Rückkehr zum SC Bern steht ausser Frage. (abu/sda)

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