Gesellschaft & Politik
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Amna Aljuaid versuchte 2017 aus Saudi-Arabien zu fliehen – es gelang ihr nicht. bild: alaraby.co.uk

Hingerichtet, eingesperrt, gefoltert: Was mit Saudi-Frauen nach ihrer Flucht geschieht

Ohne ihren Vormund dürfen sie nichts – Frauen in Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten versuchen immer wieder, ihrem beengten, fremdbestimmten und oft auch von Gewalt gezeichneten Leben zu entkommen, selbst wenn das Scheitern ihren Tod bedeutet.



Die 18-jährige Rahaf Mohammed al-Kunun hat es gewagt. Während eines Aufenthalts in Kuwait hat sie sich von ihrer Familie davongestohlen und sich in ein Flugzeug nach Thailand gesetzt.

In this Monday, Jan. 7, 2019, image made from video released by Rahaf Mohammed Alqunun/Human Rights Watch, Rahaf Mohammed Alqunun views her mobile phone as she sits barricaded in a hotel room at an international airport in Bangkok, Thailand. Alqunun says she is fleeing abuse by her family and wants asylum in Australia. (Rahaf Mohammed Alqunun/Human Rights Watch via AP)

Rahaf Mohammed in ihrem Hotelzimmer am Flughafen in Bangkok, Thailand. Bild: AP/Rahaf Mohammed Alqunun/Human Rights Watch

Am Dienstag wartete sie in Bangkok unter dem Schutz des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR auf ihre Weiterreise nach Australien. Nun wurde sie von den Vereinten Nationen als Flüchtige anerkannt. Die Morrison-Regierung gab öffentlich bekannt, dass sie erwäge, Rahaf Asyl anzubieten – denn diese fürchtet, von ihrer Familie getötet zu werden, wenn sie zurück nach Saudi-Arabien geschickt würde.

Der saudische Botschafter in Bankok meint, man hätte besser Rahafs Handy statt ihres Passes konfisziert – dann hätte sie keine Unterstützung erhalten.

In Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten hat eine Frau keinerlei Bewegungsfreiheit. Ohne ihren männlichen Vormund, den wakheel, darf sie nirgendwohin. Ohne ihn hat sie so gut wie keine Rechte.

Deshalb versuchen einige immer wieder, diesem unfreien Leben zu entfliehen. Was sie dabei für Risiken auf sich nehmen, zeigen diese sechs Frauenschicksale.

Prinzessin Mischal – Wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt

Mit ganzem Namen hiess sie Mischal bint Fahd bin Mohammed Al Saud. Sie war die Enkelin des Bruders von König Chalid, der von von 1975 bis 1982 Saudi-Arabien regierte.

Die Prinzessin besuchte im Libanon die Schule, wo sie sich in Chaled verliebte, den Neffen des saudischen Botschafters. Bald nach der Rückkehr der beiden in ihre Heimat sprach sich herum, dass sich das Liebespaar immer wieder heimlich traf.

Manchen Berichten zufolge war sie verheiratet – wurde also als junges Mädchen in eine arrangierte Ehe gedrängt –, anderswo heisst es, sie sei ungebunden gewesen. An diesen Widersprüchen erkennt man gut, auf welch wackeligen Beinen die Geschichte steht und wie schwierig es ist, die ganze Wahrheit ans Licht zu bringen. Wir wollen dennoch versuchen, das Schicksal der Prinzessin nachzuzeichnen.

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Aus dem Dokfilm «Death of a Princess» (1980).

Gegen Prinzessin Mischal und ihren Geliebten wurde Anklage wegen Ehebruchs erhoben. Sie versuchte daraufhin, ihren eigenen Tod durch Ertrinken vorzutäuschen und als dies nicht gelang, wollte sie mit Chaled aus Saudi-Arabien fliehen. Sie verkleidete sich als Mann, doch den Passprüfer am Flughafen Dschidda vermochte sie nicht zu täuschen – er erkannte die Prinzessin. Sie wurde zu ihrer Familie zurückgeschickt.

Die Todesstrafe wird im islamischen Gottesstaat zumeist durch Enthauptung auf einem öffentlichen Platz vollzogen – diese wird auf der Welt sonst nur noch von den Terroristen des «Islamischen Staats» praktiziert. Sie droht nicht nur dem Mörder, sondern auch dem Drogenhändler, der Hexerei, der Sodomie (Homosexualität) oder des Ehebruchs «Überführten». So will es die Scharia.

Den Angeklagten werden dabei gern Strafverteidiger verweigert und Geständnisse durch Folter erpresst. Angehörige werden, wenn überhaupt, oft erst nach der Exekution informiert.

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Ein Henker bereitet sich im Dokudrama «Death of a Princess» (1980) darauf vor, einen Verurteilten hinzurichten.

Laut der offiziellen Version legte Prinzessin Mischal vor Gericht ein Schuldbekenntnis ab. Drei Mal habe sie erklärt: «Ich habe Ehebruch begangen.» Dies sei nötig, um eine Person wegen Ehebruchs zum Tode zu verurteilen, sofern man nicht vier erwachsene Männer auftreiben kann, die den Sexualakt bezeugen können.

Am 15. Juli 1977 musste sie sich mit verbundenen Augen in der Nähe des Palastes in Dschidda auf einem Parkplatz niederknien. Ihr Grossvater gab den Befehl für die Schüsse, denn sie hatte Schande über die königliche Familie gebracht.

Ihr Geliebter Chaled hatte der Erschiessung beiwohnen müssen, bevor auch ihn der Tod ereilte. Das Schwert führte ein Verwandter der Prinzessin. Es war nicht das Werk eines professionellen Henkers: Fünf Mal sauste der Krummsäbel auf den Nacken Chaleds nieder, bis der Kopf ab war.

Drei Jahre später wurde das Dokudrama «Death of a Princess» des unabhängigen Filmemachers Antony Thomas im britischen und US-amerikanischen Fernsehen gezeigt. Als es der saudischen Regierung nicht gelang, die Ausstrahlung des Filmes zu verbieten, verwies sie den britischen Botschafter des Landes und annullierte Exporte nach Grossbritannien im Wert von mehreren Millionen Pfund.

Im Film wurde die offizielle Version bestritten. Gemäss Thomas wurde der Prinzessin keinerlei Gerichtsverfahren gewährt. Es sei nichts mehr als ein sippenbedingter Rachemord gewesen:

«Traurigerweise habe ich Hinrichtungen in Saudi-Arabien beigewohnt. Sie werden stets auf einem besonderen Platz durchgeführt. Im Falle der Prinzessin war nicht einmal das gegeben. Sie wurde einfach auf einem Parkplatz erschossen. Es gab weder einen Prozess, noch eine offizielle Hinrichtung.»

Antony Thomas

Salwa Alzahrani – Geglückte Flucht nach Kanada

Am 23. April 2018 hat es die 24-jährige Salwa geschafft, aus Riad zu fliehen. Sechs Jahre lang wuchs dieser Wunsch in ihr, bis er schliesslich so stark war, dass sie das Handy ihres Vaters stahl und damit einen Account eröffnete, um in seinem Namen einen Reisepass für sich selbst zu bestellen.

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Auf Twitter folgen Salwa 14'000 Leute, die meisten aus Saudi-Arabien. bild: twitter/ms_dimples94

In der Nacht verliess sie ihr Zuhause und bestieg ein Flugzeug nach Kanada. Zum ersten Mal in der Öffentlichkeit zog sie ihren Nikab aus.

«Es fühlte sich seltsam an, so als würden mich alle Leute anstarren. Doch dann wurde mir immer wohler. Es ist einfacher, den Schleier abzunehmen, als ihn zu tragen.»

Salwa

Salwa im Interview

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«Secular Jihadists» ist ein Podcast mit Ali Rizvi und Armin Navabi, zwei Ex-Muslimen, die versuchen, Atheismus, Säkularismus und die Werte der Aufklärung in der islamischen Welt zu verbreiten. Video: YouTube/Secular Jihadists

Die Nachrichten von der Polizei erhielt Salwa selbst, denn sie hatte auch die Handynummer ihres Vaters zur ihrer gemacht. Manchmal schreibt ihr Vater und fragt sie, wo sie sei. Salwa antwortet nicht. Ausser ihrer Nichte fehlt ihr niemand aus der Familie.

Sie verliess Saudi-Arabien, weil ihr als Frau nichts erlaubt war. Sie durfte sich ohne ihren Vormund nicht bewegen, nichts entscheiden, überhaupt nichts tun. «Ich lebte wie eine Sklavin», sagt sie. Salwa durfte zwar studieren, doch danach musste sie sofort wieder nach Hause zurückkehren.

«Zu Hause rumsitzen und essen, that's it.»

Salwa

Die meisten Mädchen in Riad gehen zur Schule, erzählt sie, aber sie können jederzeit wieder von ihrem Vormund abgezogen werden. Zum Beispiel, wenn sie verheiratet werden sollen.

Salwa hat nicht nur Saudi-Arabien hinter sich gelassen, sondern auch den Islam. Sie ist Atheistin – und das schon, seit sie 20 Jahre alt ist.

In Kanada kannte sie niemanden, sie hatte vor ihrer Flucht nur ein Video eines Saudis gesehen, der seinen Zuschauern versicherte, dass die kanadischen Bedingungen für Flüchtlinge gut seien.

Wäre Salwa die Flucht nicht gelungen, hätte man sie wahrscheinlich ins Dar Al Reaya gesteckt, in eines der saudischen «Pflegeheime» für Mädchen und Frauen, die ihrem Vormund davonlaufen oder sonst wie Schande über ihre Familie gebracht haben. Viele der Frauen sind Vergewaltigungs- und Missbrauchsopfer. Manche begeben sich aus Verzweiflung über ihre Situation aus freien Stücken in die Einrichtung – die meisten aber werden dazu gezwungen. Sie leben in winzigen, dreckigen Zellen, ohne Kontakt zur Aussenwelt. Sie werden gepeitscht und teilweise von ihren Wächtern vergewaltigt. Einige werden verrückt, wenn sie es nicht schon durch die vorangegangenen traumatischen Erlebnisse geworden sind.

Raus kommen die Frauen nur, wenn ihre Vormunde ihre Freilassung verlangen oder sie mit einem fremden Mann verheiratet werden. Das sei entweder ein sehr alter Mann, der eine junge Frau will, ein sehr religiöser Mann, der sich davon eine göttliche Belohnung verspricht oder einfach ein Mann, der nach einer geringen Mitgift sucht, sagt diese Frau, die der Hölle des Dar Al Reaya entkommen ist:

Amna Aljuaid gelang dies nicht.

Amna Aljuaid – Vom Vater ins Gefängnis gesteckt

Am 25. Oktober 2017 postet Amna zwei Videos, vielleicht die letzten, die sie in ihrem Leben machen wird, wie sie sagt.

«Ich glaube, dass mir sehr bald etwas sehr Schlimmes passieren wird, von meinem Vater. Ich bin schutzlos. Die Regierung kriminalisiert mich, weil ich das Haus verlassen habe. Du wirst eingesperrt und gepeitscht, wenn du als Frau das Familienhaus verlässt, auch wenn du dort missbrauchst wirst.»

Amna

Im zweiten Video nennt sie ihren Vater Mohammed Aljauid als Urheber ihres Leidens.

«Er hat mich gezwungen, meinen Job aufzugeben. Er hat mich physisch missbraucht – nicht zum ersten Mal. Er hat mir gedroht, mich aus der Hochschule zu nehmen, wenn ich nicht heirate.»

Amna

Amna hatte versucht, das Land zu verlassen. Sie wollte ihren Cousin nicht heiraten, einen Mann, den sie nicht liebt. Doch die Flucht misslang und Amna wurde zurück nach Saudi-Arabien gebracht. Sofort lief sie wieder weg, bevor ihr Onkel und ihr Vater ihr etwas antun konnten. Papiere hat Amna keine und wegen des Vormundschaftssystems kann sie selbst auch keine beantragen.

Amna fürchtet um ihr Leben. Ihre einzige Chance sei dieses Video, sagt sie.

Kurz nachdem sie die Videos veröffentlicht hatte, verschwand Amna. Ihr Vater hatte sie ins Dar Al Reaya gesteckt – wegen ihres Fluchtversuchs und weil sie ihn verleumdet und seinen Namen öffentlich durch ihre Geschichte in den Schmutz gezogen hatte.

Dina Ali Lasloom – «Sie werden mich umbringen!»

«Ich weiss wirklich, wie Dina Ali sich gefühlt haben muss, als sie zu ihrer Missbraucher-Familie zurückgeschickt wurde», sagt Amna im Video. Dina Ali Lasloom, das ist eine junge Frau aus Saudi-Arabien, die bis 2017 in Kuwait wohnte. Wenn sie noch lebt, ist sie heute 25 Jahre alt.

Das bisher letzte Bild von Dina Ali Lasloom (l.), Flughafen Manila, 10. April 2017

Das bisher letzte Bild von Dina Ali (l.), aufgenommen am 10. April 2017 am Flughafen von Manila. Bild: Wikimedia

Am 10. April 2017 landete Dina Ali in Manila. Nach dem Zwischenstopp in der Hauptstadt der Philippinen sollte die Reise weitergehen nach Sydney – dort wollte sie um Asyl ersuchen, um einer drohenden Zwangsheirat zu entgehen. Dina Ali war im Besitz eines Touristenvisums, das sie sich in der australischen Botschaft in Kuwait beschafft hatte. Im Geheimen, denn als saudische Staatsangehörige war ihr dies ohne Erlaubnis eines männlichen Vormunds nicht gestattet.

Aus dem Zwischenstopp wurde ein Alptraum. Mitarbeiter der Philippine Airlines nahmen ihr im Transitbereich des Flughafens den Reisepass ab und teilten ihr mit, sie dürfe nicht weiterfliegen. Als Grund für dieses Vorgehen teilte man ihr mit, eine «sehr wichtige Person» habe angerufen und dies angeordnet.

Wir wissen das, weil sich Dina Ali auf der Suche nach Hilfe an die Kanadierin Meagan Khan wandte und sie fragte, ob sie ihr Smartphone benutzen dürfe. Sie erzählte Khan auch, dass kurz zuvor ein Mann von der saudischen Botschaft versucht habe, sie mitzunehmen, aber wieder gegangen sei, als sie ihm eine lautstarke Szene machte. Während die anderen Passagiere die Maschine nach Sydney bestiegen, rief Dina Ali mit Khans Mobiltelefon Freunde an, um sie um Hilfe zu bitten.

Khan sprach mit dem Flughafenpersonal, das sich jedoch nicht hilfsbereit zeigte und nur ausweichende Auskünfte gab. Sie versuchte auch, Menschenrechtsaktivisten zu alarmieren, jedoch mit begrenztem Erfolg. Immerhin gab es Organisationen wie das S.A.F.E-Movement, das sich für die Abschaffung der Vormundschaft von Männern über Frauen einsetzt, die zur Solidarität mit Dina Ali aufriefen:

Mehrere Stunden später tauchten dann zwei Männer und eine Frau auf, deren Anblick Dina Ali weiter verängstigte. Es handle sich um zwei Onkel von ihr, sie seien Diplomaten. Die Frau kam aus der kuwaitischen Botschaft.

Dina Ali nahm mit Khans Telefon ein Video auf, in dem sie um Hilfe bat:

Khan machte ebenfalls ein kurzes Video, das Dina Ali mit den Männern und der Frau zeigt. Diese Aufnahme schickte sie an die Menschenrechtsaktivistin Moudhi Aljohani, die es veröffentlichte:

Einer der Männer behauptete offenbar, er sei Dina Alis Vater. Das wies sie verzweifelt zurück:

«Sie werden mich umbringen! Dieser Mann ist nicht mein Vater!»

Dina

Nachdem Khan ihren Anschlussflug erreichen musste, wurde Dina Ali von der Polizei zu einem anderen Terminal gebracht, wo man sie an Bord einer Maschine nach Saudi-Arabien bringen wollte. Dies konnte sie zunächst verhindern, indem sie sich lautstark zur Wehr setzte. Doch beim zweiten Versuch am 11. April gelang es den Häschern, die junge Frau aus dem Airport-Hotel in das Flugzeug zu tragen – mit Klebeband gefesselt, geknebelt und in eine Decke gewickelt. Eine philippinische Augenzeugin sagte der Nachrichtenagentur Reuters:

«Ich habe gesehen, wie zwei, drei Männer sie getragen haben. Sie sahen nicht philippinisch aus, eher arabisch.»

Augenzeugin

Bei der Ankunft in Riad erwartete ein grosses Polizeiaufgebot die Maschine, daneben waren auch einige Journalisten anwesend. Auch einige wenige Menschenrechtsaktivisten – alarmiert durch den Hashtag #SaveDinaAli – hatten sich eingefunden. Einer von ihnen wurde verhaftet, nachdem er die saudischen Behörden nach Dina Ali gefragt hatte.

In den Sozialen Medien solidarisierten sich Tausende mit Dina Ali, doch Riad liess sich davon nicht beeindrucken. Am 12. April teilte die saudische Botschaft in Manila mit, Dina Alis Rückkehr nach Saudi-Arabien sei «eine Familienangelegenheit». Eine Woche später sagte ein hoher saudischer Beamter, der seinen Namen nicht nennen wollte, dem News-Portal Bloomberg, Dina Ali befinde sich in einer geschlossenen Einrichtung für junge Frauen. Sie habe keine rechtlichen Sanktionen zu befürchten.

Dies ist allerdings nicht sicher – Ungehorsam gegenüber dem männlichen Vormund ist in Saudi-Arabien strafbar. Tatsächlich gab es auf Twitter auch Wortmeldungen von Männern, die eine harte Strafe für Dina Ali forderten:

«Jede Hure, die vor ihrer Familie wegrennt, verdient es, getötet zu werden. Nur indem ihr sie tötet, könnt ihr euch von der Schande reinwaschen, die sie über euch gebracht hat!»

Latifa al Maktum – Auf der Flucht abgefangen

Eigentlich wäre es eine gute Nachricht: Ende 2018 bewies das Herrscherhaus von Dubai mit einem Video, dass Prinzessin Latifa Bint Mohammed bin Raschid Al Maktum noch am Leben ist. Die Tochter des mächtigen Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, Premierminister und Vizepräsident der Vereinigten Arabischen Emirate, trat mit der ehemaligen UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte Mary Robinson, vor die Kamera. Damit waren die Gerüchte widerlegt, die Prinzessin sei im Auftrag ihrer eigenen Familie umgebracht worden.

Latifa al Maktum

Latifa al Maktum. Bild: Youtube

Die heute 33-jährige Latifa war im März 2018 bei einem spektakulären Fluchtversuch vor der indischen Küste entführt worden. Seither hatte es kein Lebenszeichen mehr von ihr gegeben. Die Sorge war gross, dass ihr etwas angetan worden war, denn die Prinzessin hatte vor ihrer Flucht ein 40-minütiges Video aufgenommen, in dem sie schwere Vorwürfe gegen ihren Vater erhebt.

«Ich mache dieses Video, weil es mein letztes Video sein könnte.»

Latifa

Das sagt Latifa zu Beginn der Aufnahme, die sie vor ihrer Flucht der Menschenrechtsorganisation «Detained in Dubai» zukommen liess. Wenn man dieses Video sehe, sei sie «entweder tot oder in einer sehr, sehr schlimmen Lage».

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Latifas Video. Video: YouTube/Free Latifa

In dem Video erklärt die Prinzessin, ihr Vater – der Scheich ist als Reformer bekannt, der den Golfstaat modernisiert hat – lege grossen Wert auf seine Reputation. Doch sein Image als Modernisierer sei nur Fassade; in Wahrheit handle es sich um einen skrupellosen Gewaltherrscher, der beispielsweise eine Ehefrau seines verstorbenen Bruders habe töten lassen, weil er sie nicht mochte und sie zu viel redete.

This screen grab taken from the Dubai Police website, shows a photo of Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum, the Vice President and Prime Minister of the United Arab Emirates, and Ruler of Dubai, with the Burj Khalifa tower behind him, with one question in English and Arabic: “Are you happy in Dubai?” The online poll, which was unveiled Wednesday Oct. 21, 2015, comes as Dubai tries to break into the top 10 rankings of world’s happiest cities by 2021, an effort in league with other lofty aspirations in this emirate home to the world’s tallest building. Maj. Gen. Khamis Mattar Al Mazeina, Dubai’s police chief, told local media that his officers would randomly call a selection of those unhappy to ask what was upsetting them. (Dubai Police website via AP,)

Glücklich in Dubai? Scheich Mohammed al Maktum. Bild: AP/Dubai Police website

Im Video schildert Latifa auch das Schicksal ihrer älteren Schwester Schamsa, die nach einem Fluchtversuch in Grossbritannien hart bestraft worden sei (siehe Eintrag weiter unten).

Im Alter von 16 Jahren unternahm auch Latifa einen Fluchtversuch. Die Prinzessin, die sich selbst als «mittlere Latifa» bezeichnet, da es unter den rund 30 Kindern ihres Vaters drei Töchter mit diesem Namen gebe, wurde jedoch an der Grenze erwischt. Danach sei sie fast dreieinhalb Jahre lang gefangen gehalten, unter Drogen gesetzt und misshandelt worden.

Trotz dieser einschneidenden Erfahrung schmiedete Latifa erneut Pläne, ihrem goldenen Käfig zu entkommen, wie eine BBC-Dokumentation von Anfang Dezember nachzeichnet. Über eine falsche E-Mail-Adresse nahm sie Kontakt zu einem französischen Doppelagenten namens Hervé Jaubert auf, der selber einige Jahre zuvor aus Dubai geflohen war, als er vor Gericht gestellt werden sollte. Zugleich setzte sie ihre finnische Kampfsportlehrerin Tiina Jauhiainen ins Vertrauen.

Latifa al Maktum, Tiina Jauhiainen

Latifa (l.) mit ihrer Kampfsportlehrerin Tiina Jauhiainen. Bild: Screenshot BBC

Mit ihr zusammen floh sie am 24. Februar 2018 auf Jetskis nach Oman, wo Jaubert auf der Jacht «Nostromo» auf sie wartete. Von Oman aus sollte die «Nostromo» Latifa nach Goa in Indien bringen. Dort wollte die Prinzessin dann ein Flugzeug in die USA besteigen.

Doch bevor die «Nostromo» die indische Küste erreichte, wurde die Jacht am 5. März von der indischen Küstenwache und zwei Schnellbooten aufgebracht. Ein Kommando von etwa 15 bewaffneten, arabisch sprechenden Männern stürmte das Boot und entführte die Prinzessin. Es gelang ihr noch, «Detained in Dubai» anzurufen und vom Angriff zu berichten.

Hervé Jaubert

Mit Latifa zusammen verhaftet: Hervé Jaubert. Bild: Youtube

Ihre Komplizen wurden ebenfalls mitgenommen und erst wieder freigelassen, als das Video von Latifa auftauchte. Jauhiainen soll gesagt worden sein, sie dürfe nicht über diese Vorgänge sprechen, andernfalls werde Scheich Mohammed sie überall zu finden wissen, auch in Europa.

Nachdem im Dezember mehrere Medien über den Fall berichtet hatten, veröffentlichte das Herrscherhaus Fotos, die Latifa zeigen. Zudem arrangierte die Familie den Besuch von Robinson bei der Prinzessin. Allerdings wirkte Latifa seltsam abwesend. Robinson erklärte später in einem Interview mit der BBC:

In this Saturday, Dec. 15, 2018 photo, released on Monday, Dec. 24, 2018, by the United Arab Emirates' Ministry of Foreign Affairs and International Cooperation, Sheikha Latifa bint Mohammed Al Maktoum, a daughter of Dubai's ruler Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum, left, meets Mary Robinson, a former United Nations High Commissioner for Human Rights and former president of Ireland, in Dubai, United Arab Emirates. The UAE released the first images of Sheikha Latifa on Monday, months after friends and supporters say she disappeared following commandos storming a boat carrying her off the coast of India after she fled the Emirates. (United Arab Emirates Ministry of Foreign Affairs and International Cooperation via AP)

Kein Blick in die Kamera: Latifa (l.) mit der ehemaligen UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Mary Robinson. Bild: AP/United Arab Emirates Ministry of Foreign Affairs and International Cooperation

«Dies ist eine aufgewühlte junge Frau in einer ernsten medizinischen Situation, sie befindet sich in psychiatrischer Behandlung.»

Mary Robinson

Diese Aussage entsetzte Menschenrechtsaktivisten, die Robinson vorwarfen, sie habe sich von der Herrscherfamilie einspannen lassen und an deren Drehbuch gehalten.

Die Angaben, die Latifa in ihrem Video macht, lassen sich nicht überprüfen. Sicher ist aber, dass die Jacht, auf der sie floh, vor Goa aufgebracht und sie nach Dubai zurückgeholt wurde. Das Herrscherhaus hüllte sich lange in Schweigen, bestätigte dann aber Anfang Dezember – an ihrem 33. Geburtstag – in einer ungewöhnlichen Mitteilung, dass sich Latifa nun in Dubai aufhält. Sie habe ihren Geburtstag mit ihrer Familie gefeiert und sei «tief betrübt über die unaufhörlichen Medienspekulationen» über ihren Aufenthaltsort. Auf die Vorwürfe, die sie in ihrem Video an die Adresse ihres Vaters vorbrachte, ging der Hof mit keinem Wort ein.

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Doku: «The missing princess». Video: YouTube/60 Minutes Australia

Schamsa al Maktum – Unter Drogen gesetzt und eingesperrt

Eine ältere Schwester von Latifa, Schamsa, soll im Jahr 2000 aus dem 75 Millionen Pfund (umgerechnet knapp 94 Mio. Fr.) teuren Anwesen der Familie bei Chobham in der englischen Grafschaft Surrey geflohen sein.

Schamsa al Maktum

Schamsa al Maktum. Bild: Twitter

Der damals 18 Jahre alten Tochter des gegenwärtigen Premierministers der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, gelang es laut einem Bericht des «Guardian», ihre Bewacher auszutricksen und das mit einem Sicherheitszaun und Überwachungskameras gesicherte Gelände zu verlassen. Trotz einer umfangreichen Suchaktion, bei der das Sicherheitspersonal in Autos und sogar hoch zu Ross nach der Prinzessin fahndete, entkam Schamsa.

Doch nach einigen Wochen wurde sie offenbar im August desselben Jahres nach dem Besuch einer Bar in Cambridge entführt. Ein Auto mit vier Insassen habe neben ihr gehalten und sie sei zum Einsteigen gezwungen worden. Die Männer, die zum persönlichen Stab des Scheichs gehörten, sollen sie zu seinem Anwesen in Newmarket gefahren haben; von dort sei sie dann am nächsten Tag per Helikopter zum Flughafen gebracht und über Frankreich nach Dubai ausgeflogen worden. Diese Angaben machte ein britischer Anwalt, der im März 2001 in ihrem Namen Anzeige bei der Polizei erstattete.

Shamsa
https://www.pinterest.ch/pin/463378249133392355/?lp=true

Schamsa als Kind mit ihrem Vater. Bild: Pinterest

Nach Aussagen, die ihre Schwester Latifa in ihrem Video machte, wurde Schamsa hart für ihren Ungehorsam bestraft. Sie habe Schamsa nach deren Flucht acht Jahre lang nicht gesehen. Sie werde im Zabeel Palace in Dubai festgehalten und müsse Tabletten nehmen, die «einen zum Zombie» machen. Schamsa sei in einem sehr schlechten Zustand, man müsse sie an der Hand nehmen, um sie herumzuführen, sie öffne kaum ihre Augen. Sie sei von Pflegerinnen umgeben, die auch in ihrem Zimmer seien, wenn sie schlafe.

Die Polizeiuntersuchung verlief im Sand. Die britischen Ermittler wollten mit Schamsa in Dubai sprechen, erhielten jedoch die Erlaubnis dafür nicht. Ihr Vater, der Scheich, lehnt alle Anfragen zu ihrem Fall ab.

Dubai ruler Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum, the Emirates' vice president and prime minister, left, next to Richard Branson watch the Hyperloop One presentation aboard the Queen Elizabeth 2 in Dubai, United Arab Emirates, Sunday, April 29, 2018. DP World's chairman and CEO Sultan Ahmed bin Sulayem said Sunday that Virgin Hyperloop One would launch a freight service called DP World Cargospeed.  (AP Photo/Kamran Jebreili)

Modernisierer oder skrupelloser Despot? Wie auch immer, Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, hier mit Richard Branson (r.), wird vom Westen hofiert. Bild: AP/AP

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tilia 11.01.2019 09:41
    Highlight Highlight Wow einmal mehr bin ich so unendlich dankbar, dass ich zufällig in einem Land wie der Schweiz geboren bin!!
  • Schlingel 10.01.2019 11:04
    Highlight Highlight Und solches religionsverblendetes und patriarchalisches Gedankengut importieren wir durch "Flüchtlinge" bis nach Europa. Vorallem in Schweden, England und Frankreich führt dies oft zu Problemen, die man aber nicht beim Namen nennen will. Primär flüchten junge Männer, obwohl eigentlich die Frauen die Schutzsuchenden sind. Dieses Gedankengut gehört auf den Scheiterhaufen der Geschichte!
  • Lörrlee 10.01.2019 10:50
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen sehr informativen und umfangreichen Artikel. Es ist immer wieder bedrückend, solche Vorkommnisse und Gegebenheiten lesen zu müssen. Ich hoffe, dass die Verhältnisse in Saudi-Arabien irgendwann in naher Zukunft normalisiert werden können. So etwas sollte in der heutigen Welt einfach nicht passieren dürfen. Schon alleine, dass auch "Hexerei" ein Straftatbestand sein soll, weckt hier Erinnerungen an längst vergangene Zeiten.
  • WID 10.01.2019 08:11
    Highlight Highlight An Leib und Leben bedroht=Recht auf Asyl in der Schweiz
    • darkshadow 10.01.2019 11:00
      Highlight Highlight wie du siehst bringt auch das nichts. die finden dich überall
  • malu 64 10.01.2019 07:47
    Highlight Highlight Tiefstes Mittelalter! Und die Welt drückt die Augen zu.
  • SUF 10.01.2019 00:31
    Highlight Highlight Ich begreife es nicht.... Ich habe zwei Töchter und sie sind das Grösste für mich. Ja, ich durfte bedingungslose Liebe von meinen Eltern erfahren, aber das musste ich für meine Kinder doch nicht an ihrem Beispiel erlernen!?!?

    Wie können Eltern ihr Ego und menschenverachtende Bräuche über das Wohl ihrer Kinder stellen? Ich höre/lese die Erklärungen, aber es verstehe es einfach nicht. Es kann doch nicht so viele Psychpathen auf dieser Welt geben???

    Mir zerreist es das Herz, ich musste nach der 2. Story aufhören zu lesen...
    • rodolofo 10.01.2019 08:03
      Highlight Highlight Es gibt sinnvolle und schädliche Traditionen.
      Aber die Konservativen klammern sich an ihren Traditionen, als ob diese heilig und ideal wären!
      Männer profitieren von patriarchalen Traditionen und halten aus bequemlichem Eigennutz an ihnen fest.
      Die "Kopftuchträgerinnen" leiden zwar unter dem Patriarchat, haben aber Angst davor, mit dem Kopftuch auch die eigene Identität anzustreifen.
      Wir ALLE kennen das!
      Unser "American way of life" ist NICHT nachhaltig und zerstört unsere Lebensgrundlagen!
      Aber wir klammern uns daran fest, wie die Passagiere der Titanic sich an ihrem Schiff festhielten...
  • Triple A 09.01.2019 23:03
    Highlight Highlight Das geht gar nicht! Los, alle wirtschaftlichen Beziehungen abbrechen und politisch Druck machen.
    • DomKi 10.01.2019 00:25
      Highlight Highlight hehe, mal sehen wie schnell dann die WE Wirtschaft zum Stillstand kommt (Öl)...
    • Triple A 10.01.2019 11:48
      Highlight Highlight Ja, im schlimmsten Fall muss es ohne (arabisches) Öl gehen. Genau das heisst es, für seine Werte einzustehen!
  • Grundi 09.01.2019 21:44
    Highlight Highlight Zum heulen
    Und jetzt importieren wir diese Weltsicht nach Europa.
    Sind Tolerant und Verständnisvoll.
    Wo sind die Proteste der Frauen?
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 10.01.2019 06:26
      Highlight Highlight *hust*
      Wann wurde das letzte Magdalenenheim für gefallene Mädchen mit unehelichen Kindern geschlossen? Wann wurden die letzten Zwangsadoptionen von Kindern lediger Mütter in Europa durchgeführt? Seit wann dürfen Frauen über ihr eigenes Geld verfügen? Seit wann brauchen Ehefrauen keine Arbeitserlaubnis ihres Gatten mehr? Seit wann haben Frauen in der Schweiz das Wahlrecht? Aber toll, dass wir zwei Generationen weiter sind als diese rückständigen Immigranten. Da können wir uns wirklich gegenseitig auf die Schulter klopfen.
    • rodolofo 10.01.2019 07:53
      Highlight Highlight Wir können auch Musliminnen importieren, anstatt Muslime, wenn Du das meinst. ;)
    • Citation Needed 10.01.2019 08:02
      Highlight Highlight Es gibt Proteste gegen solche Fälle, zB von Menschenrechtsorganisationen weltweit. Aber warum findest Du, nur Frauen müssen protestieren? Die Väter (Männer) sind ja auch massiv an diesen skandalösen Zuständen beteiligt und es werden auch Männer hingerichtet (Fluchthelfer, Geliebte). Wann warst Du zuletzt auf der Strasse deswegen? Oder bist Du wenigstens Mitglied bei Amnesty International o. äh.?
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  • rodolofo 09.01.2019 21:28
    Highlight Highlight Grauenhaft und absolut widerlich!
    Das Patriarchat in seiner reinsten und damit dreckigsten Form.
    Männer als Herren, Frauen als Sklavinnen.
    Die meisten Porno-Filme funktionieren nach diesem Schema...
    Saudi Arabien ist die Spitze eines gigantischen Eisbergs!
    Alle Gesellschaften, welche Frauen und weibliche Stärken und Fähigkeiten unterdrücken, werden schliesslich scheitern und absterben.
    • Cédric Wermutstropfen 09.01.2019 23:43
      Highlight Highlight Diese Gesellschaften werden weder scheitern noch von alleine absterben, es sei denn sie werden gestorben.. Frauen werden seit Urzeiten unterdrückt, das wird sich auch nicht von selbst ändern. Das Leben ist kein Disneyfilm, ein Happy End deshalb niemals gewiss. Bzw. es gibt überhaupt kein Ende, das Ganze ist ein fortwährender Kampf und auf einen temporären glücklichen Ausgang zu hoffen wäre närrisch. Wir sollten vor allem in erster Linie dafür sorgen, unsere eigene Gesellschaft und Kultur zu bewahren.
    • rodolofo 10.01.2019 07:43
      Highlight Highlight @ Cédrique Wehrmutstropfen
      Ich weiss schon, in welche Richtung des Patriarchats Du mich zu manipulieren versuchst.
      Aber darauf falle ich nicht herein.
      Dass die männliche Vorherrschaft mittels roher Gewalt und viel Muskelmasse tausende Jahre lang "funktioniert" hat, muss nicht heissen, dass es immer so weiter gehen muss.
      Erstens gab es im Appenzellischen bereits vor dem Frauenstimmrecht "Kampfweiber", die ihrem nach Hause torkelnden, sturzbesoffenen Stammtisch-Helden mit dem Wallholz in der Dunkelheit eins überzogen, und zweitens gibt es heute Maschinen und Computer!
      ...
    • rodolofo 10.01.2019 07:51
      Highlight Highlight ...
      Eine zierliche Lady kann heute auf einem Panzer aufkreuzen, wenn sie das wirklich will.
      Die Muskelmasse verliert gegenüber der Hirnmasse an Terrain.
      Innerhalb dieser Hirnmasse wird Emotionale Intelligenz gegenüber einer technokratischen Experten-Intelligenz immer wichtiger, weil die zunehmende globale Vernetzung soziales Networking immer wichtiger macht (seit den Waschweibern und Tratsch-Tanten eine Domäne der Frauen)!
      Kurzum: Ähnlich wie die Klimaveränderung Gewinner und Verlierer produziert, produzieren die gesellschaftlich-technologischen Veränderungen Gewinnerinnen und Verlierer...
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  • Blümerant 09.01.2019 18:34
    Highlight Highlight Kann man etwas tun, um die Zustände in diesen Ländern zu ändern?
    • Fabio74 09.01.2019 18:58
      Highlight Highlight ja aufstehen und dieser unseren Regierung mal sagen was sie für rückgratlose Typen sind die so ein Drecksregime hofieren
      Nützen direkt dürfte es nichts, aber man hat der Regierung die MEinung gegeigt
    • Pisti 09.01.2019 19:13
      Highlight Highlight Das weis ich nicht! Man sollte aber schauen dass wir in Europa nicht in Zukunft selbst solche Zustände haben. Auch hier werden Frauen aus solchen Kulturkreisen durch Familienmitglieder unterdrückt.Zum glück gibt es Gesetze dagegen, nur sind diese leider viel zu lasch.
    • Maracuja 09.01.2019 21:28
      Highlight Highlight Solange man solchen Ländern Waffen liefert, intensive wirtschaftliche Beziehungen mit ihnen pflegt, Unternehmen aus diesen Ländern massgeblich Beteiligungen an hiesigen Unternehmen erwerben können, reiche Privatpersonen Wohnsitz mit Pauschalsteuerungen erhalten, sie hiesige Moscheen fördern dürfen (in Basel ist eine nach einem verstorbenen saudischen König benannt), muss man sich eigentlich nicht wundern, dass die keine Notwendigkeit für Änderungen verspüren. Wobei ich eh Zweifel habe, dass Druck von aussen viel bewirken würde. Der Wille zur Modernisierung muss von innen kommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 09.01.2019 18:12
    Highlight Highlight Nikab und Burka stehen für einen solchen Umgang mit Frauen, und eine Familie, die in die Schweiz auswandert und da die Frauen in die Burka zwingt, steht für genau das, was diesen Frauen im Bericht angetan wird! Und importiert es zu uns, wo es irgendwann unsere Gesellschaft verändern wird.
    • Oxymora 09.01.2019 19:52
      Highlight Highlight Leider sind die Religionen der Wüstentriologie nicht im Orient geblieben.
    • TanookiStormtrooper 09.01.2019 21:49
      Highlight Highlight Die Burka zu verbieten ist da aber leider trotzdem keine Lösung. Man müsste dafür sorgen, dass sich dieses Steinzeitliche Weltbild bei uns nicht verbreiten kann. Die Saudis und auch die Türkei nehmen sehr viel Geld in die Hand, damit in "unseren" Moscheen "ihr" Islam und politische Propaganda verbreitet wird. Wer dort irgendwelchen Scheiss predigt, der unseren Gesetzen nicht entspricht, gehört des Landes verwiesen. Ich würde mir ja wünschen, wir würden diese Länder wie Nordkorea behandeln, aber unsere Politiker lassen sich nur zu gerne vom Scheich "einladen".
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 10.01.2019 08:10
      Highlight Highlight Deswegen hätten wir ja vor ein paar Jahren die Chance gehabt, einen vernünftigen Deal auszuhandeln: Baut eure Minarette, aber dafür kontrollieren wir, wer da predigt und was und wer bezahlt. Aber eben - die Wutbürger denken immer nur bis zur Nasenspitze. 💁🏼‍♀️
  • Snowy 09.01.2019 17:30
    Highlight Highlight Und dieses Land ist eines der engsten Verbündeten des Westens / der Nato. Abartig.

    Einen besseren Beweis für "money rules the world" ist wohl nur schwer zu finden.

    Unsere Doppelmoral/Heuchelei bezüglich Saudi Arabien ist schier unfassbar.
  • Dirk Leinher 09.01.2019 17:21
    Highlight Highlight Barbarische Zustände. Daran gemessen ist der Iran direkt ein Paradies für Frauen.
    • DerewigeSchweizer 09.01.2019 18:20
      Highlight Highlight Ist das ein Witz?
    • Gummibär 09.01.2019 21:14
      Highlight Highlight Ich besuche den Iran regelmässig. Obwohl Frauen nicht die gleichen Freiheiten wie Männer geniessen, sind etwa 60% aller Studierenden weiblich und etwa 40% aller Angestellten ebenso.
      Auf keinen Fall sind herrschen im Iran arabische Zustände.
    • Dirk Leinher 09.01.2019 23:38
      Highlight Highlight @schweizabschaffen
      Nein, kein Witz. Während die barbarischen Zustände in Saudi-Arabien selten wie in diesem Artikel klar beschrieben werden, halten schweizabschaffer den Iran als barbarischer, obwohl dieses Land gesellschaftlich viel fortgeschrittener als Saudi-Arabien ist.
  • Oxymora 09.01.2019 17:18
    Highlight Highlight Gratuliere Watson
    Sehr guter Artikel.
    Wäre schön, wenn er helfen würde
    positive Veränderungen anzustossen.
    Da bei uns Wahljahr ist, vielleicht auf
    Saudi freundliche Parteien
    und Volksvertreter hinweisen.
    • Fabian_84 10.01.2019 00:38
      Highlight Highlight Yup, drum ist die SP auch dieses Jahr meine Wahl
    • Oxymora 10.01.2019 13:01
      Highlight Highlight @ Fabian

      Da der SP die Arbeiter davon gelaufen sind, probiert sie sich dem religiösen Milieu an zu biedern.

      Ihr Programm
      Staatliche Anerkennung und Förderung der diversen Islame und weiterer Sekten.
      Über die böse SVP weinen.

      Nun gut Ihre Exponenten haben wenigstens nicht erleichterten Waffenexporten zugestimmt. Könnte also durch aus sein, dass in der SP noch Spuren von Sozialdemokratie vorhanden sind.

      Die Leute anderer Parteien, die für Export-Erleichterung gestimmt haben, haben vielleicht nicht berücksichtigt das bald Wahlen sind.
  • Heinzbond 09.01.2019 17:07
    Highlight Highlight Wie kann man mit so einem steinzeit Staat noch einen normalen Umgang haben? Ich bin ja sehr für die Bewahrung von lokalen Sitten und Gebräuchen, aber staatlicher Mord ist finde ich zuviel....
  • NotWhatYouExpect 09.01.2019 16:56
    Highlight Highlight Danke für diesen Bericht! Für mich einfach wieder ein Grund den Saudis (Herscher) nicht zu trauen.
  • Hoodie Allen 09.01.2019 16:35
    Highlight Highlight Ja aber in der Schweiz wird Reliogionsfreiheit immer gross angepriesen. Am Ende ist das,was in Saudi-Arabien passiert, genau das: RELIGIONSFREIHEIT. Die können da machen was sie wollen & wenn sie nach dem Islam und der Scharia leben, ist das Ihr gutes Recht in Ihrem Land. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, darüber muss man nicht diskutieren, das ist völlig klar. Aber hier bei uns wird das immer alles völlig verharmlost. Glaubt ihr denn, dass jungen Frauen hier nicht unterdrückt werden und weniger Freiheiten haben die mit dieser Religion leben? Klar nicht in dem Ausmass, aber trotzdem!
    • NotWhatYouExpect 09.01.2019 17:00
      Highlight Highlight Die Religionsfreiheit geht nur soweit wie alle Menschenrechte eingehalten werden. Sobald diese Gebrochen werden muss man eingreifen was auch gemacht wird.

      Sogar beim Händeschütteln hört es mit der Religion bei uns auf!
    • DonChaote 09.01.2019 18:12
      Highlight Highlight @mclovin
      Wieder mal jemand der das wort religionsfreiheit scheinbar nicht ganz richtig versteht.
      Es bedeutet nicht, dass eine religion tun und lassen kann, was ihr beliebt. Religionsfreiheit bedeutet, dass sie sich frei für irgendeine religion entscheiden und (im rahmen der lokalen gesetze) diese auch praktizieren dürfen. Sogar missionieren zählt dazu. Auch atheismus und agnoszismus ist darin enthalten.

      Wikipedia ist ihr freund
    • dorfne 09.01.2019 18:14
      Highlight Highlight Da kann ich Ihnen nur zustimmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • D(r)ummer 09.01.2019 16:25
    Highlight Highlight Da wird mir übel.

    Nächstes mal wenn mein Mitarbeiter von Dubai (Beispiele Maktum) schwärmt, zeige ich ihm diesen Artikel mit der Bitte "Lies ihn 3 Mal durch".

    Ich bin froh, bin ich hier aufgewachsen.
    • open_minded 10.01.2019 03:32
      Highlight Highlight Du weiss aber schon, dass Dubai nicht in Saudi-Arabien liegt?
    • D(r)ummer 10.01.2019 11:29
      Highlight Highlight Natürlich. ;)
      Es ging aber nicht nur um Saudi-Barbarien.
      Die Beispiele "Maktum" finden in Dubai statt.
    • D(r)ummer 10.01.2019 12:24
      Highlight Highlight Natürlich ;)

      Die Beispiele "Maktum" liegen auch nicht in SA.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joe Frangelico 09.01.2019 16:05
    Highlight Highlight In jeder Religion ist die Frau auf eine gewisse Art diskriminiert,
    Wir sind im 2019
    Schafft Religionen ab.
    • Cédric Wermutstropfen 09.01.2019 16:26
      Highlight Highlight „In jeder Religion ist die Frau auf eine gewisse Art diskriminiert...“

      Das mag so stimmen, aber es ist vor allem eine Religion, welche sich ständig mit Exzessen von Gewalt und Frauenfeindlichkeit hervor tut. Dies jetzt auf alle Religionen zu schieben, finde ich nicht ganz halal...
    • Hoodie Allen 09.01.2019 16:43
      Highlight Highlight @Joe: Dein letzter Satz gefällt mir besonders gut👌😊
    • Fabio74 09.01.2019 19:05
      Highlight Highlight @wermut: Weder im Judentum noch im Christentum ist die Frau frei und unabhängig
      In den westlichen Ländern wurden Freiheiten erkämpft zum Glück
      Es ist erst rund 40 Jahre her dass eine ledige Frau geschäftsfähig sein kann, dass eine verheiratete Frau keine Bewilligung vom Mann fürs Arbeiten brauchte und ein eigenes Konto eröffnen durfte
      Es ist erst rund 40 Jahre her, dass Frauen STimm- und Wahlrecht haben
      Es ist noch nicht solange her, seit eine Frau die einen Ausländer heiratete, die SChweizer Staatsbürgerschaft abgeben musste.
      Auch wenn die Welten zu den Saudis sind
    Weitere Antworten anzeigen
  • opwulf 09.01.2019 16:02
    Highlight Highlight Sollten wir nicht gerade bei unseren Freunden und Verbündeten auf die selben Menschenrechte pochen, welche wir selber vertreten? Sind unsere Werte nicht die, dass ein Individuum sein Leben im Rahmen des Gesetzes, seinem Wesen entsprechend selber frei gestalten kann? Hätten wir nicht auch während wir berechtigterweise die Frauenrechte der Taliban anprangerten, gleichzeitig die Morde an Frauen & Homosexuellen in S. Arabien & Pakistan aufs äusserste anklagen sollen? Nun, unsere Regierungen & die meisten Organisationen haben nicht! Nehmen wir sie von jetzt an daher mehr in die Verantwortung!
  • opwulf 09.01.2019 15:52
    Highlight Highlight Dieser Artikel ist ungemein wichtig, um zu zeigen wie Frauen & Minderheiten in diesen patriarchalen Ländern durch die Hölle gehen müssen. Was er aber meiner Meinung nach auch aufzeigt, ist die Dringlichkeit hier in der CH & EU Ausbildungsplätze für islamische Geistliche zu schaffen, welche möglichst frei von saudisch wahhabitischem Einfluss sind. Als ich als Teenager in den frühen 90er Jahren Ägypten bereisen durfte, sah man ausser ein paar ländlichen Damen & wenige strengläubige Musliminen, fast keine Frauen die Kopftuch trugen & auch dann nur wenn sie jemandem versprochen waren.
  • leu84 09.01.2019 15:50
    Highlight Highlight Ein Grund mehr, von Erdöl und Erdgas wegzukommen. Für eine Handvoll Dollar ist es den meisten Leuten egal, wie und woher das Geld kommt...
  • Schreimschrum 09.01.2019 15:37
    Highlight Highlight Krass wie dieses Land einfach noch 600 Jahre hinterherhinkt und das von uns noch immer geduldet wird, nur wegen Öl.
  • Follower 09.01.2019 15:24
    Highlight Highlight Unsere Lehrerin in der Schulzeit pflegte zu sagen „wer Vorrechte hat, gibt sie verdammt ungern auf“. Das wäre ein grosser Machtverlust, wenn das geändert werden müsste. Wenn die Frau plötzlich auf Augenhöhe wäre oder widersprechen dürfte, nicht mehr Besitz, sondern selbstbestimmt und eigenständig. Dann wäre Liebe plötzlich freiwillig.
    Ich wünsche mir, dass in unseren Ländern unsere Werte auch für Besucher und Gäste mit grosser Vehemenz durchgesetzt werden.
  • westwing 09.01.2019 15:24
    Highlight Highlight Kauft doch noch mehr deren Öl, anstatt die Abhängigkeit zu reduzieren @FDP, SVP
    • P. Silie 09.01.2019 16:11
      Highlight Highlight ..gemäss erdöl.ch (Link Seite 6/7) bezieht die Schweiz kaum bis gar kein Oel aus Saudi Arabien.. Trotzdem wäre eine weitere Unabhängigkeit von diesen zumeist Diktaturen dank verstärkter Förderung von Alternativ-Brennstoffen stark zu begrüssen. https://www.erdoel.ch/images/com_evdocs/16_erdoel_der_weg_in_die_schweiz_d.pdf
    • decibel 09.01.2019 17:26
      Highlight Highlight @silie: Richtig. Aber der Grund, dass kein Öl aus Saudi Arabien bezogen wird, ist kein ethischer/politischer.
      "Die Schweizer Raffinerie verarbeitet nur leichtes, schwefelarmes Rohöl, das zu leichten Produkten wie Benzin, Diesel oder Heizöl verarbeitet werden kann. Saudi Arabien dagegen fördert vor allem schweres, schwefelreiches Rohöl, das zwar günstiger im Preis, jedoch aufwändiger in der Raffinierung ist."
    • decibel 09.01.2019 17:28
      Highlight Highlight 90% des Ölbedarfs der Schweiz kommen aus Nigeria und Kasachstan. Das sind auch nicht wirklich Vorbilder in Sachen Demokratie/Menschenrechte.
  • Genital Motors 09.01.2019 15:16
    Highlight Highlight Islam rules
    • dä dingsbums 09.01.2019 15:43
      Highlight Highlight Weil in allen anderen anderen Religionen die Frauen ja total gleichberechtigt sind...

    • SemperFi 09.01.2019 15:51
      Highlight Highlight @dä dingsbums: Hätten Sie gerne eine Skizze um den Unterschied zwischen einer öffentlichen Hinrchtung und dem Gender Pay Gap zu erkennen?
    • Platon 09.01.2019 16:28
      Highlight Highlight @genital motors
      „In Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten hat eine Frau keinerlei Bewegungsfreiheit.“ Es geht wie immer um die Auslegung... Soweit ich mich erinnern kann, beschränkt sich der Islam nicht nur auf diese Region und ausserdem gibt es bsp. auch christliche afrikanische Staaten, die Mädchen beschneiden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • herbsman 09.01.2019 15:16
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht wie Menschen in diesem Drecks-Staat noch ihre Ferien verbringen können. Solange Frauen keine Rechte erhalten, sollte man einen grossen Bogen um diese Neandertaler-Länder machen. Ich selbst bin offen und wünsche mir Gerechtigkeit für alle Menschen auf der Welt, ich kämpfe immer dafür..
    • manhunt 09.01.2019 16:07
      Highlight Highlight ich verstehe nicht, wieso liberale länder männer, scheiche, politiker aus solchen staaten noch als urlaubsgäste begerbergen. wieso man mit solchen menschen geschäftet. wieso man solchen menschen firmen verkauft. wieso man mit solchem gesindel überhaupt noch beziehungen pflegt.
  • Charlie B. 09.01.2019 15:14
    Highlight Highlight Das war der traurigste Bericht den ich je gelesen habe.
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 09.01.2019 15:05
    Highlight Highlight Und der Bundesrat will solche Länder noch mit Waffen beliefern. 🤮🤮🤮

    Ich weiss, wie ich bei der Korrekturinitiative stimmen werde.
    • Eh Doch 10.01.2019 11:17
      Highlight Highlight NICE, ich auch
  • Glücksbringer 09.01.2019 15:00
    Highlight Highlight Leider sind es nicht nur die eigenen Frauen, die so behandelt werden. Saudi Arabien importiert massenhaft Mädchen aus Indonesien, die mit dem Versprechen eines guten Lohns angelockt und als Hausangestellte versklavt werden. Gewöhnlich werden sie vergewaltigt und anderswie misshandelt. Wenn der Herr dann genug von ihnen hat, beschuldigt er sie des Diebstahls oder der Blasphemie und sie werden hingerichtet. Wird eine schwanger, wird sie nach Hause geschickt, wo die eigene Familie sie tötet. Ganze Flugzeuge voll werden so nach Indonesien zurücktransportiert.
    • Ril 09.01.2019 15:57
      Highlight Highlight Von denen hört man dann gar nichts. Die gelisteten Beispiele sind alle "high profile" aus "besten" Kreisen. Es sind die einzigen, die sich einen Fluchtversuch überhaupt leisten können und ein Handy haben, um an die Öffentlichkeit zu gelangen...
  • Flying Zebra 09.01.2019 15:00
    Highlight Highlight Das zu lesen ist kaum auszuhalten. Diese himmelschreiende Ungerechtigkeit..
    • westwing 09.01.2019 15:33
      Highlight Highlight Mach dir nix draus. Morgen oder spätestens nächsten Montag ist alles wieder vergessen und geht seinen normalen Gang. Nichts und niemand und schon gar nicht unsere "bürgerliche" Mehrheit wird auch nur einen Pilatus oder ein Geschütz weniger nach SA exportieren.
  • Linus Luchs 09.01.2019 14:57
    Highlight Highlight Danke für diesen Bericht. Er beelendet mich. Aber es ist gut, anhand konkreter Beispiele zu erfahren, wie katastrophal die Lage für Frauen in Saudi-Arabian ist.

    Ich würde gerne Johann Schneider-Ammann fragen, wie es sich angefühlt hat, mit diesen Scheichs zu geschäften, die aufmüpfige Frauen und Journalisten quälen oder ermorden lassen.
  • Gruusige Siech TFFKA Analdo 09.01.2019 14:49
    Highlight Highlight Himmeltraurig.
  • Antigone 09.01.2019 14:47
    Highlight Highlight Komme ursprünglich aus einem Land, welches eine ähnliche Mentalität pflegt und kann diese Frauen zu 100% verstehen.

    Einfach schrecklich, was man in gewissen Kreisen als Mensch durchstehen muss, nur weil man eine Frau ist.
    Das kann sich ein „Normalo“ garnicht vorstellen...
  • salamandre 09.01.2019 14:42
    Highlight Highlight Es wird leider noch Jahrzehnte dauern, aber ganz ganz langsam kommen wenigstens hie und einige wenige Beispiele ans Licht
  • Fräulein Sarahs Gespür für den ISLAM 09.01.2019 14:41
    Highlight Highlight Alice Schwarzer ist die einzige,mir bekannte Feministin, die es wagt, solch schockierende Zustände zu kritisieren.
    Dies hat sie, in den eigenen Reihen, zu einer Unperson gemacht.
    • P. Silie 09.01.2019 16:14
      Highlight Highlight Richti! Liebe Brüder*innen und Brüder, aber unsereins diskutiert lieber über * in Berufsbezeichnungen rum.
    • Fräulein Sarahs Gespür für den ISLAM 10.01.2019 12:39
      Highlight Highlight Echo

      Nein, vermutlich wird es noch ein paar (wenige) andere geben.
      Mir ist aber keine solche bekannt.
      A-doch... jetzt fällt mir noch eine ein.
      Julia Onken!
      Auch die leidet darunter, desswegen von der Femi-Szene angefeidet zu werden.

      Kennen Sie noch andere ?
  • Nik G. 09.01.2019 14:41
    Highlight Highlight Wer glaubt Saudi Arabien oder sonstige Golfstaaten werde sich öffnen und Toleranter werden, lebt in einer Traumwelt. Zum Glück sind die Golfstatten im UNO Menschenrechtsrat gut vertreten.
    • mauchmark 09.01.2019 15:15
      Highlight Highlight ...nicht nur das, Saudi-Arabien wurde sogar noch in die UN-Frauenrechtskommission gewählt! https://www.watson.ch/!255628140
    • Pisti 09.01.2019 22:50
      Highlight Highlight Die Schweiz sollte längst aus der UNO austreten der ganze Verein ist die reinste Farce. Via Uno unterstüzen wir übrigens Schulen in Palästina mit Millionenbeträgen, wo extremistisches Gedankengut gelehrt wird.
  • Jeanne d'Arc 09.01.2019 14:38
    Highlight Highlight ich musste weinen beim lesen....unfassbar traurig.
  • redneon 09.01.2019 14:35
    Highlight Highlight Ungeheurlich! Und die Schweiz als hochgepriesener Rechtsstaat und Moralapostel schert sich einen Dreck darum! Scheinheilig sagen die Wirdschaftlichen Intressen überwigen! Wir haben so was kein Rückgrad. Prifatpersonen Posten über Menschenrechte und sin Beschtürtz. Gleichzeitig wird in die Ferien Geflogen in dies Jämmerlichen Staaten. Schande..
    (War und werde nie Urlaub machen machen in so einem Land. Und die Fusball WM wird auch Ignoriert von Mir.... Noch was Infantiino und alle anderen die Geschäfte machen mit den Saudis. Sollen doch bitte da unten Leben. Mit ihren Frauen & Töchter f*
  • Ril 09.01.2019 14:34
    Highlight Highlight Grauslige Typen.
  • Magenta 09.01.2019 14:26
    Highlight Highlight Zu Teenagerzeiten gehörte «Ich, Prinzessin aus dem Hause Al Saud: Ein Leben hinter tausend Schleiern» zu meinen prägendsten Lektüren. An gewisse Passagen erinnere ich mich heute noch fast Wort für Wort. Wenn auch nur die Hälfte all dessen, was berichtet wird, stimmt, dann ist das Leben als Frau in Saudi Arabien wirklich die Hölle!
  • Fabio74 09.01.2019 14:22
    Highlight Highlight Noch immer hofiert der Westen diesen Drecks-Staat
    • Miicha 09.01.2019 15:42
      Highlight Highlight Die haben Öl...
    • redeye70 09.01.2019 22:22
      Highlight Highlight Ist doch nichts neues, dass westliche Politiker rückgratlose Weicheier sind.
    • Eh Doch 10.01.2019 11:20
      Highlight Highlight Korrekturinitiative JA
  • Novita 09.01.2019 14:19
    Highlight Highlight Wie kann ein Staat, dessen Justiz zu derartigen Strafen für "Ehrenbeschmutzung" (was alles mögliche sein kann) aufruft, noch international anerkannt werden?
    • Diavolino666 09.01.2019 14:37
      Highlight Highlight Zwei Buchstaben: Ö + L
      Traurig aber wahr...
    • demian 09.01.2019 14:41
      Highlight Highlight Sie haben Öl und viel Geld, dass sie ausgeben wollen und schon kriechen alle vor ihnen. Ein Armutszeugnis für die westlichen Nationen.
    • DichterLenz 09.01.2019 14:49
      Highlight Highlight Was willste machen? Wir sind abhängig vom Öl.
    Weitere Antworten anzeigen

Nationaler Spendentag für den Jemen – Glückskette sammelt 3,1 Millionen Franken

Die Glückskette hat am Donnerstag einen nationalen Spendentag für notleidende Menschen im Bürgerkriegsland Jemen durchgeführt. Dabei seien Spendenzusagen von über 3,1 Millionen Franken zugesichert worden, teilte die Organisation in der Nacht auf Freitag mit.

Die exakte Summe lautet gemäss Communiqué 3'103'017 Franken. Am Donnerstagnachmittag hatte sich auch Aussenminister Ignazio Cassis zum nationalen Sammeltag geäussert. Dabei unterstrich der Bundesrat die Bedeutung der humanitären Hilfe …

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