Fussball

Bundesliga, 12. Runde.

Stuttgart – Dortmund 2:1 (1:1)

Die Stuttgarter jubeln mit VfB-Maskottchen «Fritzle». Bild: DPA

Bürki sieht zweimal schlecht aus – Dortmund kassiert in Stuttgart die nächste Pleite

Die Krise von Borussia Dortmund wird immer grösser. Der BVB bleibt nach der Niederlage beim VfB Stuttgart im fünften Spiel in Folge ohne Sieg. Vor allem nach der Pause zeigten die Gäste eine schwache Leistung.

17.11.17, 22:51

Das musst du gesehen haben:

Borussia Dortmund kann nicht mehr gewinnen. Zum Auftakt des zwölften Bundesliga-Spieltags verlor der BVB beim VfB Stuttgart 1:2. Der heimstarke VfB feiert dagegen den fünften Saisonsieg vor heimischer Kulisse und entfernt sich weiter von den Abstiegsrängen.

Für den BVB hätte die Partie nicht schlechter beginnen können. Ein Rückpass von Marc Bartra auf Torhüter Roman Bürki war viel zu hart gespielt, der Nati-Ersatzgoalie kann den Ball nicht kontrollieren und so kann Akolo auf das leere Tor zulaufen und einschieben.

Der Riesenpatzer von Bartra und Bürki vor dem 0:1. Video: streamable

Der BVB hat danach nur wenig gute Tormöglichkeiten, doch dann stoppt Benjamin Pavard im Strafraum einen Pass von Mario Götze mit der Hand. Elfmeter! Der für den suspendierten Pierre-Emerick Aubameyang in die Startelf gerückte André Schürrle tritt an, VfB-Keeper Ron-Robert Zieler pariert, aber gegen den Nachschuss von Maximilian Philipp ist er chancenlos.

Philipp trifft nach verschossenem Elfmeter. Video: streamable

Was dem BVB Auftrieb geben sollte, ist kurz nach der Pause schon wieder Makulatur. Der eingewechselte Josip Brekalo läuft bei einem Konter allein auf Bürki zu, muss noch kurz verzögern und trifft dann doch – durch Bürkis Beine.

Beim Stuttgarter Siegtreffer wird Bürki zwischen den Beinen erwischt. Video: streamable

Beim BVB dürfte Trainer Peter Bosz nun stärker unter Druck geraten – in der kommenden Woche steht das Revierderby gegen den FC Schalke an.

Das Telegramm:

Stuttgart - Dortmund 2:1 (1:1)
58'932 Zuschauer.
Tore: 5. Akolo 1:0. 45. Philipp 1:1. 51. Brekalo 2:1.
Bemerkungen: Dortmund mit Bürki. Stuttgart ohne Grgic (nicht im Aufgebot). 45. Schürrle (Dortmund) verschiesst Handspenalty, Philipp verwandelt den Nachschuss. (pre/sda)

Die Tabelle:

Bayern und? Diese Klubs wurden schon deutscher Meister

Unvergessene Bundesliga-Geschichten

31.08.1993: Jay-Jay Okocha demütigt Oliver Kahn und drei KSC-Verteidiger mit einem Wahnsinnstanz in 11 Sekunden für die Ewigkeit

29.03.1970: «Decken, decken, nicht Tischdecken, Mann decken» – so kommentiert der Moderator des «Aktuellen Sportstudio» einen Beitrag über Frauenfussball 

10.03.1998: Trap hat fertig – diese dreieinhalb Minuten Kauderwelsch bleiben für die Ewigkeit

06.04.2002: Bundesliga-Goalie Piplica fällt der Ball von einem Kirchturm auf den Kopf und von dort fliegt er ins Tor

04.04.2009: Nie wurden die Bayern schöner gedemütigt als durch die Hacke von Grafite

13.04.1995: Andy Möller kreiert mit der Schutzschwalbe eine neue Tierart

18.08.1995: St.Paulis Tier im Tor «geht einer ab», wenn er in der 1. Liga Bälle halten kann

09.05.1998: Die grösste Bundesliga-Sensation ist perfekt: Aufsteiger Kaiserslautern darf die Meisterschale in die Höhe stemmen

Kultfigur Walter Frosch spielt mit einem Zigarettenpäckchen im Stutzen

17.04.2004: Goalie Butt jubelt nach seinem verwandelten Penalty noch, als es in seinem Kasten klingelt

10.12.1995: Ciri Sforza sieht im TV, wie er ohne sein Wissen transferiert wird und wie seine Mitspieler bitterböse über ihn schimpfen

08.11.1975: Weil er betrunken ist und sich so gut fühlt, pfeift Schiedsrichter Ahlenfelder schon nach 32 Minuten zur Halbzeit 

16.05.1992: Eintracht Frankfurt verspielt den Meistertitel im letzten Moment, doch «Stepi» bleibt cool: «Lebbe geht weider»

03.04.1999: Titan Kahn tickt komplett aus – erst knabbert er Herrlich an, dann fliegt er in Kung-Fu-Manier auf Chapuisat zu

19.5.2001: Vier Minuten feiert Schalke den Titel, dann trifft Andersson in Hamburg mitten ins königsblaue Herz

20.10.2000: Christoph Daums freiwillige Haarprobe ergibt, dass er doch kein absolut reines Gewissen haben darf

04.05.2002: Der Beweis dafür, dass Leverkusen keinen Titel holen kann – und es kam noch viel schlimmer

07.05.1991: «Mach et, Otze!» Kölns Ordenewitz will sich in den Pokalfinal tricksen – aber der DFB findet den Ordene-Witz nicht komisch

02.04.1974: Ob den Dortmundern bei der Einweihung schon bewusst ist, dass sie einmal das geilste Fussballstadion der Welt haben werden?

23.09.1994: Mario Basler kommt auf die absurde Idee, eine Ecke direkt zu verwandeln und hat damit auch noch Erfolg

19.11.1994: Nach einer kuriosen Rote Karte und dem Last-Second-Ausgleich des KSC flippt Lothar Matthäus im Interview komplett aus

23.04.1994: Helmers Phantomtor, der berühmteste Nichttreffer der Bundesliga

03.01.2006: Der Bergdoktor ist da – Hanspeter Latour soll den 1. FC Köln vor dem Abstieg retten

20.05.2000: «Ihr werdet nie deutscher Meister» – Ballacks Eigentor in Unterhaching macht Bayer endgültig zu «Vizekusen»

18.09.1999: Kuffour knockt Kahn aus und als Ersatzkeeper Dreher sich das Knie verdreht, werden «Tanne» Tarnat und der Kahn-Killer zu den grossen Matchwinnern

19.08.1989: Klaus «Auge» Augenthalers Weitschusstreffer wird Tor des Jahrzehnts

Wolfgang Wolf wird Trainer der Wölfe in Wolfsburg – hihihi!

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
12
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mablu 19.11.2017 10:14
    Highlight Ich weiss ja nicht was Bürki da studiert hat. Warum legt er einen Spurt hin? Er sieht dass Bartra den Ball in den Füssen hat! Wenn er stehen bleiben würde könnte er den Ball in aller Ruhe annehmen! Aber das ist bei Bürki leider immer wieder Alltag. Glänzen mit Riesenparaden und danach wieder Eier kassieren. Es ist schade, denn Bürki ist ein super Torwart.
    1 0 Melden
  • Jonas Schärer 18.11.2017 10:34
    Highlight Wo sieht Bürki den schlecht aus?
    Beim 1:0 ist der Depp eindeutig Bartra, in dieser Situation den Ball so zurückspielen ist einfach 🙈🙈🙈 Beim 2:1 ist die Site total offen, Schmelle pennt irgemdwo rum,Zagadou ist überfordert und wird noch getunnelt, Bürki sieht den abgefälschten Ball ca 1m bevor er bei ihm ist, da kann er gar nix machen...

    Das Defensivverhalten des BVB war gestern einfach katastrophal... vA in HZ2 war das vogelwild Verteidigt und Stuttgart müsste eigentlich 2-3 Tore mehr schiessen so oft wie sie mit 3-4 Leuten gegen 2 Verteidiger angelaufen sind...
    26 3 Melden
  • Charlie7 18.11.2017 09:24
    Highlight Mir fehlen die Emotionen von Bosz. Wenn ich die Interviews betrachte, dann höre ich immer einen nüchternen Trainer, der eigentlich immer für jede Niederlage eine Ausrede hat.
    Der soll mal auf den Tisch klopfen und zugeben, dass die Leistung einfach "scheisse" war.
    Fällt mir schwer vorzustellen, dass der Trainer die Mannschaft emotional mitreissen kann.
    19 0 Melden
  • Luca Brasi 18.11.2017 09:23
    Highlight Ganz schwache Vorstellung von Bürki.
    19 37 Melden
    • Randy Orton 18.11.2017 10:29
      Highlight Beim ersten und beim zweiten Tor sicher nicht die Schuld von Bürki. Da haben mir andere (zB Schütrle und Weigl) viel schlechter gefallen.
      11 4 Melden
    • Luca Brasi 18.11.2017 11:58
      Highlight Natürlich ist ein Tor meist nie die Schuld eines Einzelnen, aber da stimmt die Kommunikation zwischen Bartra und Bürki überhaupt nicht und das bereits zu Beginn des Spiels.
      Beim zweiten Tor versagt die Dortmunder Mannschaft im Kollektiv, aber eben auch Bürki. Wer den Anspruch hat eine CL-Mannschaft zu sein und vorne mitmischen zu können in der BL, von dem darf auch mehr erwartet werden, auch auf der Torhüter-Position. Ich sage nicht, dass er ein schlechter Torhüter ist, aber das kann er besser und hat dies auch schon in Freiburg und Dortmund bewiesen.
      0 0 Melden
  • Fabio Kunger 18.11.2017 09:01
    Highlight Wenn ich Pierre-Emerick Aubameyang wäre, würde ich kräftig ins Fäustchen lachen...
    21 4 Melden
  • c_meier 18.11.2017 08:12
    Highlight "sieht zweimal schlecht aus..."
    Sorry aber das 1:0 ist der Fehler von Bartra, nicht von Bürki
    42 21 Melden
    • Madmessie 18.11.2017 10:39
      Highlight Warum? Batra spielt einen normalen Rückpass auf Bürki wie es an jedem Fussballwochenende dutzende Mal gemacht wird. Der Rückpass ist nicht einmal ungenau. Bürki aber kommt völlig hirnlos aus dem Tor gerannt obwohl schon seit Sekunden klar ist, dass Barta den Ball abfangen kann. Dieses Herumgezappel von Bürki fällt immer öfters auf. Es sieht irgendwie lustig aus, aber ist nicht von Erfolg gekrönt.
      17 8 Melden
    • Forrest Gump 18.11.2017 12:26
      Highlight Bartra hätte den Ball entweder früher spielen oder dann einfach weghauen müssen. Bürki war gezwungen herauszulaufen, weil Bartra den Ball an der Strafraumgrenze (!) lediglich abdeckt, statt direkt zu befreien. Den Rückpass kann man aus dieser Distanz kaum kontrollieren. Sowas passiert dann halt, wenns nicht läuft..
      1 2 Melden
    • Marc Mueller 18.11.2017 13:13
      Highlight Ach ja, und wieso rennt Bürki wie von der Tarantel gestochen aus dem Tor?!
      6 0 Melden
  • R10 17.11.2017 23:37
    Highlight Watzke sollte langsam über seine eigene Position nachdenken. Er entlässt einen absoluten Erfolgstrainer aus persönlichen Differenzen und kann dessen Nachfolger nun nicht mehr feuern, ohne sich selber bloss zu stellen. Er hat den Verein saniert, dafür gebührt ihm Respekt, aber seine Suche nach einem Klopp-Klon wird den Verein ins graue Mittelfeld zurückwerfen.

    PS: Schmelzer ist der schwächste Kapitän aller Bundesliga-Clubs, seit Monaten(Jahren) zeigt er keine Leistung, aber gegen Tuchel intrigieren, da war er spitze.
    75 3 Melden

Da grinst King Roger – Federer ist Sportler des Jahres, Holdener bei den Frauen gekürt

Die Schweizer Sportlerin des Jahres heisst Wendy Holdener. Die Schwyzer Skirennfahrerin setzte sich an den Credit Suisse Sports Awards in Zürich in einer engen Ausmarchung knapp gegen die Ironman-Weltmeisterin Daniela Ryf und Kunstturnerin Giulia Steingruber durch. Holdener verdiente sich die Auszeichnung mit dem WM-Titel in der Kombination und der WM-Silbermedaille im Slalom. Nach Lara Gut im Vorjahr gewann zum zweiten Mal in Folge eine Vertreterin von Swiss Ski den Award. 

Roger Federer …

Artikel lesen