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Seit Tagen kämpfen südeuropäische Länder wie Italien, Griechenland und die Türkei gegen Waldbrände an.
Seit Tagen kämpfen südeuropäische Länder wie Italien, Griechenland und die Türkei gegen Waldbrände an.
Bild: keystone

Feuer in Italien – Behörden ermitteln wegen Brandstiftung

09.08.2021, 12:36

Nach der Evakuierung Hunderter Menschen in Campomarino Lido an der italienischen Adriaküste ermitteln die Behörden wegen Brandstiftung.

Es gebe einen starken Verdacht, dass es sich um eine geplante Aktion gehandelt habe, sagte der Präsident der Region Molise, Donato Toma, der Nachrichtenagentur Ansa am Montag. Es seien zu viele Brandausbrüche gewesen, so dass man an etwas Menschengemachtes denken könne.

Feuer hatten sich in der Adria-Stadt am Sonntag durch die Vegetation gefressen und dadurch Häuser, Hotels und Campingplätze bedroht. Auf Sizilien erwischte die Polizei der Nachrichtenagentur Adnkronos zufolge einen Brandstifter auf frischer Tat. Die Beamten nahmen den Mann in Cammarata, einer Stadt im Landesinneren Siziliens, fest.

Vor der nahenden Hitzewelle mit teils bis zu 45 Grad Celsius auf den grossen Inseln in den kommenden Tagen warnte der italienische Katastrophenschutz die Bevölkerung vor Feuern. «Wenn Sie ein Feuer sehen, rufen Sie sofort die Feuerwehr», erklärte ein Mitarbeiter der Zivilschutzbehörde in einem Youtube-Video am Montag. Die Menschen sollten auf keinen Fall versuchen die Feuer zu löschen, sondern das Weite suchen. Brandbekämpfung sei sehr gefährlich. Die Behörde mahnte ausserdem, keine Zigarettenkippen wegzuwerfen, da sie wegen der Trockenheit leicht Brände entfachen können.

Italiens Zivilschutzbehörde warnt vor Hitzewelle und weiteren Bränden

In Italien drohen mit der bevorstehenden Hitzewelle weitere Brände. «Die Temperaturen, die uns in den kommenden Tagen erwarten, erfordern höchste Aufmerksamkeit», mahnte der Chef der Zivilschutzbehörde, Fabrizio Curcio, am Sonntag in Rom. Es sei deshalb wichtig, jegliches Verhalten zu vermeiden, das Brände verursache, und Feuer rechtzeitig zu melden, selbst wenn sie klein seien. Die vergangenen Tage im Kampf gegen die Brände bezeichnete Curcio als «herausfordernd» und «dramatisch».

Besonders heiss dürfte es am Dienstag und Mittwoch werden. Die Zivilschutzbehörde rechnete mit Werten bis zu 45 Grad Celsius auf den grossen Ferieninseln Sizilien und Sardinien. Besonders von den Feuern betroffen sind zudem die südlichen Regionen des Festlandes wie Kalabrien und Apulien.

Im Norden Siziliens waren am Sonntag Löschflugzeuge wegen Bränden im Madonie-Naturpark im Einsatz, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Demnach seien dort neue Feuer im Bereich um die Stadt San Mauro Castelverde in der Provinz um Palermo registriert worden. Auch in anderen Teilen der Provinz waren Feuerwehrleute Ansa zufolge gegen Brände im Einsatz und wurden aus der Luft unterstützt. Nahe der Adriaküste waren die Einsatzkräfte seit Samstag dabei, einen Brand in der Stadt Cesane – etwa 35 Kilometer nordwestlich vom Ferienort Rimini – zu löschen. (aeg/sda/dpa)

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