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epa04702651 A security guard stands outside the damaged entrance to the Embassy of Morocco, in Tripoli, Libya, 13 April 2015. According to reports a bomb has exploded outside the Moroccan embassy building early 13 April, causing no injuries. A drive-by attack on the Embassy of South-Korea on 12 April had left two people dead. There were no immediate reports on the background of the attacks and no one so far has claimed responsibility.  EPA/STRINGER

Ein weiterer Angriff, wieder Opfer. Libyen kommt nicht zur Ruhe. Bild: STRINGER/EPA/KEYSTONE

UNO-Vermittler: «Die Libyier sind am Ende der Geduld»



Die Friedensgespräche zwischen den Konfliktparteien in Libyen sind am Donnerstag in Marokko unter Vermittlung des UNO-Gesandten Bernardino Leon wieder aufgenommen worden. Leon fordert Flexibilität der rivalisierenden Parlamente bei der Bildung einer Einheitsregierung.

«Die Libyer sind am Ende der Geduld und die internationale Gemeinschaft ist es auch», sagte Leon. Die Gespräche finden in Skhirat bei Rabat zwischen den Delegationen der Parlamente in Tobruk und Tripolis indirekt statt.

epa04704117 UN envoy Bernardino Leon speaks during a press conference Algerian Minister for African and Maghreb affairs, Abdelkader Messahel (not pictured), in Algiers, Algeria, 14 April 2015. USA and five European countries called 12 April for an immediate and unconditional ceasefire in Libya, welcoming the resumption 13 April, in Algeria, of dialogue between the different factions under a UN aegis, urging all participants to work towards a unity government and unilateral ceasefire.  EPA/STR

Bernardino Leon von der UNO. Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Am Vormittag sprach Leon zunächst mit den Vertretern des international anerkannten Parlaments, das vor den Kämpfen in der Hauptstadt Tripolis nach Tobruk im Osten Libyens geflohen ist. Am Abend sollte Leon mit der Delegation des Nationalen Generalkongress zusammenkommen, dem in Tripolis ansässigen Parlament, das von einem Bündnis islamistischer Milizen unterstützt wird.

Vor Wiederaufnahme der Gespräche hatten die Kampfflugzeuge des Parlaments in Tobruk ein Lager der Milizen bei Tripolis bombardiert. Leon hatte diesen Angriff «aufs Schärfste» verurteilt.

Bei den Gesprächen unter UNO-Vermittlung wird die Bildung einer Einheitsregierung angestrebt, um die Spaltung des Landes zwischen den rivalisierenden Parlamenten und Regierung in Tripolis und Tobruk zu beenden. Beide Seiten werden von verschiedenen Milizen unterstützt, die um die Kontrolle der wichtigsten Städte und Ölvorkommen kämpfen. 

Das nordafrikanische Land war nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 in Chaos und Gewalt gestürzt. Dschihadistengruppen nutzen das Machtvakuum, um ihre Positionen auszubauen. (feb/sda/afp)

Öltanks in Libyen in Brand

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