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Bild: memegenerator.net

Schutz vor Datendiebstahl:

Fünf Tipps für bessere Passwörter, die Sie ein für alle Mal wissen sollten

Mit den folgenden Tipps machen Sie es den Datendieben zumindest nicht ganz so einfach.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Ole Reissmann

1. Verabschieden Sie sich von «123456»

Wenn bei einem Anbieter Passwörter geklaut werden, sind diese zum Glück oft verschlüsselt. Das hilft allerdings wenig, wenn das Passwort einfach zu erraten ist. «123456», «Passwort» oder «geheim» sind immer noch beliebt, aber denkbar schlechte Codewörter. Würfeln Sie lieber ein paar Wörter zusammen, mit mehr als zwölf Zeichen, und ersetzen Sie mehrere Buchstaben durch Zahlen und Sonderzeichen. Dann tragen Sie im Kalender noch ein, dass Sie dieses Passwort in drei Monaten durch ein neues ersetzen. Mehr dazu lesen Sie hier: Wa$ 31n 51ch3r3$ Pa5$w0r7 157

2. Ein Passwort nur für E-Mails 

Eigentlich muss man sich für jeden Dienst ein neues Passwort ausdenken. In der Praxis nervt das allerdings dermassen, dass man es schon mal vergisst. Aber zumindest für Ihre E-Mails sollten Sie sich ein sicheres Passwort ausdenken, das Sie wirklich nur dafür verwenden. Denn bei vielen Diensten kann man sein Passwort zurücksetzen – und bekommt dann eine E-Mail mit einem Link geschickt, mit dem man sich ein neues Passwort geben kann. Wer in Ihrem E-Mail-Account ist, kann so viele andere Accounts übernehmen. Das sollten Sie verhindern. 

Noch besser sind sogenannte Passwortmanager. Diese Programme kümmern sich automatisch darum, dass jeder Dienst ein eigenes, sicheres Passwort erhält. Experten empfehlen zum Beispiel die kostenlose Open-Source-Software Keepass. Aber auch der vertrauen Sie nicht alle Passwörter an, falls doch mal etwas schiefgeht: Passwörter für E-Mail-Konten speichern Sie nur im Gedächtnis ab. Oder auf Papier. 

3. Vergessen Sie Ihr erstes Haustier 

Für den Fall, dass man mal ein Passwort vergisst, schlagen viele Anbieter eine sogenannte Sicherheitsfrage vor. Man verrät dem Dienst eine Information, die nur man selbst kennt. Allerdings lassen sich die Antworten auf häufig vorgeschlagene Fragen nach Wohnort, Haustier und Mädchenname der Mutter oft einfach erraten. Also sollte man sich ein Geheimnis überlegen, dessen Antwort man tatsächlich nur selbst kennt – und die Antwort auch noch verrätseln. Eine konkrete Anleitung finden Sie hier

4. Doppelt hält besser 

Etwas, was man wissen muss, und etwas, was man bei sich hat: Nach diesem Prinzip funktioniert die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Sie kennen das vielleicht schon vom Onlinebanking, wo man neben dem Passwort noch einen Code braucht, die sogenannte Tan, die man von einem Zettel abliest oder per SMS geschickt bekommt. Einige Anbieter bieten so eine doppelte Anmeldung an, zum Beispiel Google, PayPal oder Facebook. Kommt hier ein Passwort abhanden, ist das ärgerlich, aber nicht bedrohlich. Mehr über die Zwei-Faktor-Authentifizierung lesen Sie hier

5. Ein gutes Passwort ist nicht alles 

Wer seine Daten und seine Privatsphäre vor Kriminellen schützen will, braucht mehr als nur gute Passwörter. Bei Diensten wie Google, Facebook oder Twitter kann man Apps den Zugriff auf Daten erlauben. Diese Zugriffsberechtigungen sollte man regelmässig überprüfen und nicht mehr genutzte Apps löschen – sicher ist sicher. Wie man verschlüsselt kommuniziert und sich anonym im Netz bewegt, zeigen wir Ihnen hier

(ore)



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    Alle Leser-Kommentare
  • papparazzi 05.04.2014 13:09
    Highlight Highlight Also ich würde einfach wieder ein Schlüsselbrett für die PW's im Büro aufhängen und abschliessen;-) ut (dp) Aber man könnte ja auch eine Kombination mit 1-30 als Anfangszahl machen und die Parkplatznummer dazu... oder so.
  • Zeit_Genosse 05.04.2014 11:34
    Highlight Highlight Wie managed ihr Eure PWs. Ich habe 83 PW zu verwalten. Die Diversität macht zwar sicherer, jedoch das managen umständlich. Mit einer Schweizerischen Sicherheits-Service habe einiges in deren Cloud verschlüsselt hinterlegt, doch so richtig Wohl ist mir nicht.
    • Tilaria 01.08.2016 21:06
      Highlight Highlight Wow.. ich habe nur 4 Passwörter o.O Ein super sicheres, ein sicheres, ein sehr unsicheres und eins, das ich nur für E-Mails benutze. Und bisher komme ich damit ganz gut über die Runden :)
    • Zeit_Genosse 01.08.2016 23:19
      Highlight Highlight In der Zwischenzeit sind es 96 Zugänge mit einigen Passwörtern die ich mehrfach verwende, wo nicht allzu sensibel und wichtig. Trotzdem müssen die gemanagt werden. Securesafe ist ein Anbieter für Passwortmanagement, der in der Schweiz seine Server stehen hat und sehr sicher ist.

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