Zürich
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Zürcher Regierungsrat will keine Ausländer im Polizeidienst



Two policemen stand in front of a police car of the cantonal police Zurich, in Zurich, Switzerland, on June 2, 2015. (KEYSTONE/Water Bieri)

Zwei Polizisten stehen vor einem Dienstfahrzeug der Kantonspolizei Zuerich, am 2. Juni 2015, in Zuerich. (KEYSTONE/Water Bieri)

Bild: KEYSTONE

Der Zürcher Regierungsrat will den Polizeidienst nicht für Ausländerinnen und Ausländer öffnen. Wer als Polizist arbeiten wolle, könne sich ja einbürgern lassen, schreibt er in einer am Donnerstag publizierten Antwort auf ein Postulat von AL und GLP. Diese hatten gefordert, dass auch Ausländer mit Bewilligung C Polizisten werden können.

Es sei natürlich sinnvoll, wenn sich das Korps der Kantonspolizei aus Personen zusammensetze, die sich nach Geschlecht, Herkunft, beruflichem Werdegang und Ethnie unterscheiden. Polizistinnen und Polizisten mit Migrationshintergrund würden wertvolle Dienste erbringen, nur schon wegen der Sprachkenntnisse.

Es gebe allerdings bereits heute viele Polizistinnen und Polizisten, welche die doppelte Staatsbürgerschaft hätten. Zudem könnten sich Interessentinnen und Interessenten ja um die schweizerische Staatsbürgerschaft bemühen, schreibt der Regierungsrat weiter.

Derzeit gebe es auch keinen Mangel an Kandidatinnen und Kandidaten für die Polizeiausbildung. Die Kantonspolizei sei in der komfortablen Lage, dass sie aus einer Vielzahl von Bewerbungen auswählen könne, schreibt die Regierung. Es gebe deshalb keinen Grund, auf das Schweizer Bürgerrecht als Voraussetzung zu verzichten.

Der Kantonsrat wird in einer seiner nächsten Sitzungen darüber entscheiden, ob er das Postulat überweist oder nicht.

Auch in der Stadt Zürich ist ein identischer Vorstoss hängig. Dort forderten Gemeinderäte von GLP und Grünen, dass Ausländer mit Bewilligung C Polizist werden können. Wird das Anliegen auf Kantonsebene abgeschmettert, ist das Thema allerdings auch für die Stadt Zürich erledigt, weil sie keine eigene Regel einführen darf.

In anderen Kantonen wird die Zulassung toleranter geregelt: Im Kanton Schwyz beispielsweise können sich auch «assimilierte Ausländer» bewerben. In Basel-Stadt und im Jura steht der Polizeidienst auch Ausländern mit C-Bewilligung offen. (aeg/sda)

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2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Vipermaschine 05.12.2019 22:27
    Highlight Highlight Die Polizei geniesst hierzulande das mit Abstand grösste Vertrauen der Bevölkerung. Dem ist Sorge zu tragen und daher folgerichtig, dass das Schweizer Bürgerrecht Voraussetzung bleibt, um Polizist zu werden.
  • derEchteElch 05.12.2019 13:46
    Highlight Highlight Richtig so.

    Ein Polizist vertritt den Rechtsstaat und muss sich mit dem Land identifizieren. Er und Sie repräsentieren die Regierung, den Kanton und das Land.

    Man wird mit mit Rechten und Pflichten betraut, die nicht jeder Schweizer Bürger hat. Deshalb ist es doch logisch, dass nur Schweizerinnen und Schweizer zugelassen werden sollen.

    Ist vergleichbar, wie wenn ein Ausländer der Präsident eines Landes werden will, ohne die Staatsbürgerschaft zu besitzen.

    Wie gesagt;
    Wer es will, kann sich einbürgern lassen.

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