USA

Demonstration gegen Trumps Entscheid, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen. Bild: EPA/EPA

Uno-Sicherheitsrat stimmt am Montag über Resolution zu Jerusalem ab

17.12.17, 21:24

Der Uno-Sicherheitsrat stimmt am Montag über eine Resolution gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA ab. Dies gaben Diplomaten am Sonntag am Uno-Sitz in New York bekannt.

Sie äusserten die Erwartung, dass die von Ägypten eingebrachte Vorlage am Veto der USA scheitern dürfte. Die meisten anderen der 15 Mitgliedsstaaten könnten jedoch für die Resolution stimmen.

Trumps Entscheid soll für «nichtig» erklärt werden

In dem Textentwurf wird jegliche einseitige Entscheidung zum Status von Jerusalem als rechtlich wirkungslos bezeichnet. «Jede Entscheidung und Handlung, die vorgibt, den Charakter, Status oder die demographische Zusammensetzung» von Jerusalem «verändert zu haben, hat keine rechtliche Wirkung, ist null und nichtig und muss widerrufen werden», heisst es in dem Entwurf.

Zugleich werden alle Länder aufgerufen, ihre Botschaften nicht nach Jerusalem zu verlegen, wie es die USA tun wollen. Israels Botschafter bei der Uno, Danny Danon, hatte den Resolutionsentwurf bereits scharf verurteilt. «Keine Abstimmung und keine Debatte wird die klare Realität ändern, dass Jerusalem immer die Hauptstadt Israels war und sein wird», erklärte Danon.

Nächste Station: Uno-Vollversammlung

Sollte die Resolution durch ein US-Veto gestoppt werden, wird erwartet, dass sich die Palästinenserführung mit Unterstützung muslimischer Länder an die Uno-Vollversammlung wendet, um dort über eine Resolution abstimmen zu lassen.

US-Präsident Donald Trump hatte am 6. Dezember trotz eindringlicher Warnungen aus aller Welt Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anerkannt und den Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem angeordnet. Die Entscheidung hatte vor allem in muslimischen und arabischen Ländern heftige Proteste ausgelöst. In den Palästinensergebieten kam es wiederholt zu Gewalt. (sda/afp)

Das war das Jahr 2017 in Karikaturen

1m 57s

Das war das Jahr 2017 in Karikaturen

Video: srf

Trump und das Impeachment

Comeys Rache

Trump spinnt – jetzt muss der Kongress handeln

Trump schiesst sich selbst ins Knie – und die USA ins Abseits

Ist Trump verrückt? Und wenn ja: Wie kann er gefeuert werden?

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Super 17.12.2017 22:23
    Highlight Jamaat e islami ist ganz übel...
    4 3 Melden

Oprah for President! 5 Gründe, warum Winfrey gegen Trump antreten wird

Ihre kämpferische Rede zur Metoo-Debatte bei den Golden Globes hat weit über Hollywood hinaus für Begeisterung gesorgt. Steigt US-Talkstar Oprah Winfrey 2020 gegen Donald Trump in den Ring? Die Zeichen mehren sich. 

Sie stahl mit ihrer flammenden Rede zur Metoo-Debatte bei den Golden Globes von Sonntagnacht allen die Show. Jetzt wird die  afro-amerikanische Talkmaster-Legende Oprah Winfrey auf allen Kanälen bereits als demokratische Herausforderin von Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen 2020 gefeiert. «Sie überlegt sich ernsthaft, als Präsidentin zu kandidieren», sagen nun Freunde von ihr zu CNN. 

Im TV-Jargon würde man vom «Magic Moment» sprechen: Die emotionale Rede der …

Artikel lesen