DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Daumen hoch: FIFA-Präsident Gianni Infantino kriegt seine WM mit 48 Teams.
Daumen hoch: FIFA-Präsident Gianni Infantino kriegt seine WM mit 48 Teams.
Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Fussball-WM ab 2026 mit 48 Teams – die wichtigsten Fragen und Antworten

10.01.2017, 10:3810.01.2017, 12:04

Es ist vollbracht: Gianni Infantino hat sein Wahlversprechen wahr gemacht und eine Aufstockung der Fussball-WM durchgeboxt. Ab 2026 werden 48 Teams teilnehmen. Der FIFA-Rat hat den neuen Modus einstimmig angenommen.

Statt der bislang acht Gruppen mit jeweils vier Teams wird es dann in der Vorrunde 16 Gruppen mit je drei Mannschaften geben. Details wird die FIFA nach der Sitzung verkünden. 2018 und 2022 findet die Weltmeisterschaften noch mit 32 Teams statt.

Was hältst du von der neuen Fussball-WM mit 48 Teams?

Die wichtigsten Fragen:

1. Mit welchem Modus wird gespielt?

Die Teilnehmer werden auf 16 Vorrundengruppen mit je drei Teams aufgeteilt. Voraussichtlich werden die Teams auf den Plätzen 1 und 2 jeder Gruppe in die K.o.-Runde einziehen. Damit steigt die Gesamtzahl der WM-Spiele voraussichtlich von 64 auf 80 Partien. Trotzdem soll das Turnier wie bisher 32 Tage dauern. 

Ob es wie von FIFA-Präsident Gianni Infantino angeregt bei der 48er-WM keine Unentschieden mehr geben und jede Partie auch in der Vorrunde bei Gleichstand mit einem Penaltyschiessen entschieden werden wird, steht noch nicht fest.

2. Wer bekommt die zusätzlichen 16 Startplätze?

Welche Kontinentalverbände wieviele Startplätze erhalten, steht noch nicht fest. Hier eine mögliche Verteilung:

Für die Schweiz wird sich nicht viel ändern. Es ist nämlich nicht zu erwarten, dass Europa (derzeit 13) viele zusätzliche Startplätze erhält. Infantino hatte besonders Afrika und Asien mehr WM-Teilnehmer versprochen.

Die sportpolitisch brisante Frage der Startplätze soll voraussichtlich bis zum FIFA-Kongress im Mai in Bahrain endgültig geklärt werden. 

3. Wo findet die erste 48er-WM statt?

Das wird erst 2020 entschieden. Die USA gilt momentan als Favorit, doch auch viele andere Ländern haben ihr Interesse angemeldet. Kanada, Mexiko, Australien und Neuseeland, Algerien und Tunesien sowie das Dreiergespann Ecuador/Kolumbien/Peru sind im Gespräch.

In den USA hätte es genügend grosse Arenen für eine WM mit 48 Teams.
In den USA hätte es genügend grosse Arenen für eine WM mit 48 Teams.
Bild: Getty Images North America

4. Welche Nationen profitieren von der 48er-WM?

Vor allem diejenigen Nationen der fünf Kontinentalverbände, welche sich bislang stets nur knapp oder gar nicht für die WM qualifizieren konnte, sind die grossen Nutzniesser. Also nicht Teams wie Liechtenstein, Aserbaidschan, Nepal, Fidschi oder Indien, sondern am ehesten Österreich, Island, Neuseeland, China, Kanada oder Venezuela.

5. Was sind die grössten Kritikpunkte?

Trotz Elfermodus könnte es in den Minigruppen zu Absprachen kommen. Die Abschaffung des Unentschiedens wäre zudem ein Eingriff in die Fussballkultur.

Moniert wird auch, dass die FIFA das Turnier nur aufbläht, um noch mehr Einnahmen zu generieren. Bis zu einer Milliarde könnte die FIFA an der neuen WM verdienen, den Gewinn auf 680 Millionen Dollar steigern. (pre/sda)

Alle Fussball-Weltmeister

1 / 23
Alle Fussball-Weltmeister
quelle: ap/ap / matthias schrader
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Der Fussball schreibt oft die schönsten Geschichten

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

FIFA plant WM im Zwei-Jahres-Rhythmus – Fans und UEFA erheben Vorwürfe

Seit 1930 findet die WM alle vier Jahre statt. Einzig die Pause während des zweiten Weltkriegs bildete eine Ausnahme. Doch nun wird dieser Rhythmus von der FIFA infrage gestellt. Für den geplanten Zwei-Jahres-Rhythmus hagelt es Kritik – von den Klubs, der UEFA und den Fans.

In Zukunft soll die Fussball-Weltmeisterschaft der Männer sowie der Frauen alle zwei statt alle vier Jahre stattfinden. Das ist der Wunsch der FIFA. Bereits im Mai stellte der saudi-arabische Verband einen Antrag auf eine Machbarkeitsstudie zu einem Zwei-Jahres-Rhythmus. Dieser wurde mit einer überwältigenden Mehrheit angenommen. Die Pläne werden immer konkreter.

Das Ziel sei es, den Nationalmannschaften mehr Chancen auf Titel zu geben, so Gianni Infantino. «Klubs haben die Möglichkeit, jedes …

Artikel lesen
Link zum Artikel