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AKW Beznau I ist wieder am Netz und lässt Dampf ab – ist aber nicht gefährlich

20.03.18, 15:33 20.03.18, 15:51

Block 1 des AKW Beznau ist wieder am Netz. Dies teilte der Stromkonzern Axpo am Dienstag mit. Der Volllastbetrieb wird in den nächsten Tagen aufgenommen.

Zeitweise werde aus dem nicht nuklearen Teil der Anlage sichtbar Dampf abgegeben, schreibt der Konzern weiter. Dabei bestehe keine Gefährdung von Mensch und Umwelt. Am Montag hatte die Nuklearaufsichtsbehörde Ensi die Freigabe zum Wiederanfahren erteilt, nachdem der Betrieb zuvor drei Jahre lang unterbrochen gewesen war.

Es bestünden keine Einwände gegen den sicheren Weiterbetrieb des Blocks 1. Vor zwei Wochen hatte das Ensi der Axpo grundsätzlich erlaubt, Block 1 wieder in Betrieb zu nehmen, nachdem die Beznau-Betreiberin Abklärungen über die 2015 entdeckten Einschlüsse im Reaktordruckbehälter getroffen hatte.

Diese Einschlüsse waren damals während der Jahreshauptrevision bei Ultraschallmessungen festgestellt worden. Die Axpo konnte in der Zwischenzeit nachweisen, dass die Einschlüsse keinen negativen Einfluss auf die Sicherheit haben. Das Ensi hat den entsprechenden Nachweis geprüft und akzeptiert.

«Für 60 Jahre gerüstet»

In ihrer Medienmitteilung vom Dienstag schreibt die Axpo, die Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Anlage alle sicherheitstechnischen Anforderungen für den Langzeitbetrieb von 60 Jahren erfüllten. Während des Stillstands der Anlage seien umfangreiche Modernisierungs- und Wartungsarbeiten durchgeführt worden, wie wenn die Anlage im Betrieb gestanden wäre.

Weniger erfreut über die Ankündigung vor zwei Wochen waren die Atomkraftgegner. Das Ensi gebe grünes Licht für ein waghalsiges Experiment, das die Gesundheit und die Heimat von Hunderttausenden von Menschen in der Schweiz und im benachbarten Ausland gefährde, kritisierten die Grünen Aargau.

Die SP bezeichnete das Hochfahren der Anlage als «verantwortungslos». Das AKW Beznau halte seit Jahren den Strahlengrenzwert nicht ein.

Die Partei hat deswegen auch eine Aufsichtsbeschwerde gegen das Departement von Energieministerin Doris Leuthard eingereicht. Sie fordert vom Bundesrat, er solle das Departement anweisen, den Betreibern der AKW Beznau 1 und 2 die Betriebsbewilligung zu entziehen. (whr/sda)

Ein globales Thema in den Händen weniger Branchenriesen

Video: srf/SDA SRF

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • kleiner_Schurke 20.03.2018 19:41
    Highlight ...keine Gefährdung von Mensch und Umwelt. Wer glaubt diesen Fritzen eigentlich noch ihre Geschichte von gefahrlosen Kerntechnik? Die Leute in Tschernobyl, Fukushima, Three Mile Island, Lucens, La Hague, Selafield, Schacht Konrad (Salzgitter) usw.? Denen gehen Menschenleben am Arsch vorbei, Hauptsache ihr Schrottreaktor läuft solange es irgendwie geht und Gewinn abwirft. Wenn man die Mühle steillegen muss, dann dürfen wir das Ganze auch noch blechen.
    32 27 Melden
    • kobL 21.03.2018 10:56
      Highlight Schweizer AKW würden eigentlich keinen Gewinn abwerfen. Die Rückbaukosten sind massiv zu tief eingeschätzt und auch die versicherte Schadenssumme ist um einige Potenzen zu tief, falls ein GAU eintreten würde. Alles Kosten, für die der Steuerzahler aufkommen muss und nicht der Betreiber bzw. Abnehmer des Atomstroms und somit indirekt subventioniert. Wasserkraft ist da nicht besser, aber bedeutend sicherer. Druckwasserreaktoren können gar nicht sicher betrieben werden und wurden hauptsächlich gebaut, um waffenfähiges Plutonium zu gewinnen.
      1 1 Melden
  • Str ant (Darkling) 20.03.2018 19:27
    Highlight Es hebt solangs hebt
    13 13 Melden
    • Midnight 21.03.2018 07:43
      Highlight Den wollte ich auch grad verlinken. Einfach grandios 😉
      1 2 Melden
  • Hugo Wottaupott 20.03.2018 16:41
    Highlight Ein Segen - Strom aus der Steckdose.
    17 4 Melden

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