US-Sports
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Eine «Po-Interception», Brady vs. Rodgers und 7 weitere Highlights des NFL-Sonntags

Wild ist's wieder mal gewesen, ennet dem Atlantik, als Menschen einem Ei hinterhereiferten. Und wie immer, wenn dem so ist, bröseln wir das NFL-Wochenende für euch ein wenig auf.



Die wenigsten hätten daran geglaubt, aber die NFL trotzt weiterhin der Coronakrise. Obwohl immer mal wieder Spieler positiv auf das Virus getestet werden, gelingt es den Verantwortlichen durch schnelles Handeln, die Saison am Laufen zu halten. Geniessen wir es, solange es noch ein wenig weitergeht. Auf geht's!

Die Resultate der Week 6

Bild

Bild: screenshot ran.de

Eine wunderschöne Kleinigkeit

Beginnen wir mit einem kleinen Schmankerl. Und zwar einem, das wir eigentlich von Patrick Mahomes erwarten würden, es aber von Lions-QB Matthew Stafford serviert kriegen.

Und sind wir mal ehrlich: Wäre es tatsächlich Mahomes gewesen, würden wir in den grossen Zeitungen davon lesen ...

Der Kicker, der noch nie ein Field Goal gekickt hat

Der Name Jon Brown (nicht zu verwechseln mit Bill-Receiver John Brown) dürfte nicht mal eingefleischten NFL-Fans wirklich ein Begriff sein. Er war als ungedrafteter Rookie 2016 zeitweise bei den Bengals unter Vertrag, ohne aber je gespielt zu haben. Offiziell spielt er auf der Position des Kickers.

So wirklich ist er das aber nicht. Denn er war eigentlich Fussballspieler und nach seiner Transition zum American Football vor allem für den Kickoff zuständig. Ein Field Goal in einem Spiel hat er folglich noch nie in seiner Karriere gekickt.

Wie es dazu kam? Nun, Josh Lambo, Kicker der Jacksonville Jaguars, ist verletzt und Ersatzkicker Stephen Hauschka setzte letzte Woche zwei Field-Goal-Versuche daneben. (Ja, das Leben als Kicker in der NFL ist brutal). Brown traf das erste Field Goal, scheiterte jedoch beim zweiten Versuch. Wir dürfen gespannt sein, wie's weitergeht in Jacksonville.

How 'bout them Titans, huh?

Die Tennessee Titans spielen bislang eine unfassbare Saison und sind auch nach sechs Wochen noch ungeschlagen. In einem spektakulären Spiel besiegten sie die Houston Texans in der Overtime. Mann des Spiels war einmal mehr Derrick King Henry, der mit 212 Rushing Yards und 52 Receiving Yards an seiner eigenen Legende weiterschrieb.

Nachdem er letzte Woche mit seinem Stiff Arm gegen Josh Norman die Fotball-Community in Ekstase versetzte, entschied er sich diese Woche offenbar dazu, mit einem 94-Yard-Touchdown für Furore zu sorgen.

Als wäre dies nicht genug, sorgte er in der Overtime im Alleingang für die Entscheidung. Nach einem kurzen Pass rannte er den Ball bis tief in die Hälfte der Texans ...

... ehe er den Ball dann schliesslich aus einer Wildcat-Formation in die Endzone der Texans pflügt.

abspielen

Video: streamable

Rodgers gegen Brady – das Duell der Woche?

Das am meisten erwartete Duell dürfte wohl jenes zwischen den Green Bay Packers und den Tampa Bay Buccaneers gewesen sein. Denn da trafen die beiden QB-Altmeister Aaron Rodgers und Tom Brady aufeinander. Das Spiel vermochte jedoch nicht zu halten, was es versprach – zumindest was die Spannung betrifft. Rodgers zog nämlich einen seiner ganz seltenen schwarzen Tage ein.

«Nachdem er, als das Spiel bereits ausser Reichweite lag, vom Feld genommen wird, beendet Aaron Rodgers mit einer Statistik von 16/35 (Completions vs. Attempts; Anm. d. Red.) für 160 Yards, 2 Interceptions und einem 35,4 Rating.»

Aber der Reihe nach. Die ersten beiden Drives der Packers sahen sehr ordentlich aus und resultierten in einem Rushing-TD und einem Field Goal. Danach ging jedoch nichts mehr. Insbesondere bei QB Aaron Rodgers, der bislang eine überragende Saison gespielt hat.

Zuerst ein Pick 6 (der gerade mal dritte (!) in Rodgers' Karriere):

abspielen

Video: clippit

Im darauffolgenden Drive dann eine weitere Interception, die beinahe ebenfalls in der Endzone der Packers landet:

abspielen

Video: streamable

Das Spiel roch lange Zeit ein wenig nach einem jener unwiderstehlichen 4th-Quarter-Comebacks von Rodgers, die ihm mitunter Legendenstatus bescherten. Doch der Drops war zu früh schon gelutscht. Insbesondere auch wegen einem akribischen Tom Brady, der in dieser Woche seine Chemie mit Langzeit-Buddy Rob Gronkowski wieder einmal aufleben liess.

Die Kombo Brady/Gronkowski kam zu ihrem insgesamt 91. Touchdown:

Wie schlecht sind die Jets wirklich? Eine Erörterung.

Darüber, wie gut die Titans sind, haben wir ja schon gesprochen. Nicht aber darüber, wie unendlich schlecht die Jets diese Saison sind. Als kleiner Vergleich:

Die Dolphins haben letzte Woche gegen die Niners zwar gezeigt, dass sie nicht mehr nur Prügelknabe der NFL sind, doch sind und bleiben sie vorerst ein Team mit überschaubaren Qualitäten. Gegen die Jets sahen sie aber aus wie ein Super-Bowl-Contender. Bei den Dolphins trumpfte Ryan Fitzmagic erneut mit ungehemmter Spiellaune auf und warf in bester Mahomes-Manier einen Pass mit links.

abspielen

Video: streamable

Dinge, die du hingegen nur bei den Jets siehst? Einen 28-Yard-Sack. Achtundzwanzig. Yards.

abspielen

Video: streamable

«Flaccos längster Sack heute (28 Yards) war länger, als sein längster Pass (22 Yards).»

Die Jets-Offensive ist ein absolutes Trauerspiel, das durch den Abgang von Running Back Leveon Bell zu den Kansas City Chiefs wohl den Gnadenschuss erhielt.

«Die Jets hatten 13 Spielzüge mehr als die Dolphins, hatten mehr Zeit in Ballbesitz, hatten weniger Ballverluste und mit 0:24 verloren. Das ist verrückt.»

Auch defensiv sehen die Jets prinzipiell mies aus. Doch diese Woche schenkten sie uns immerhin eine der denkwürdigsten Interceptions der jüngeren Football-Geschichte.

abspielen

Video: streamable

Da das Spiel schon so früh entschieden war, kam Rookie-QB Tua Tagovailoa kurz vor Schluss zu seinem NFL-Debüt. Er brachte zwei von zwei Pässen für 9 Yards an den Mann.

Wen es mitunter am meisten freut? Fitzmagic himself.

DIE FALCONS BRINGEN EINE FÜHRUNG INS TROCKENE!!1!!1!

Die Atlanta Falcons hatten bislang einen katastrophalen Saisonstart, der Headcoach Dan Quinn nach der Niederlage von letzter Woche seinen Job kostete. Mit Interimstrainer und neuem Mut gelang den Falcons tatsächlich die Trendwende. Obwohl man nach dem dritten Viertel mit 30:7 führte, konnte ein Sieg eingefahren werden.

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: tenor

Dabei zeigte vor allem auch Matt Ryan, dass er noch den einen oder anderen Geniestreich im Ärmel hat. Er warf für 371 Yards, vier Touchdowns und keine Interception. Dabei zeigte er mitunter ein Improvisationstalent, das an Russell Wilson erinnert:

Vikings-QB Kirk Cousins hingegen zeigte eine besorgniserregend schlechte Partie. Einziger Lichtblick im Offensivspiel der Vikings war (erneut) Rookie Justin Jefferson, der mit 9 Receptions für 166 Yards und zwei Touchdowns eine starke Leistung zeigte.

Hier ein Beweis für seine unheimliche Körperkontrolle:

Die Niners sammeln die Yards zu Fuss

Wow. Was war das für eine Blamage für die San Francisco 49ers, als sie letzte Woche von den Miami Dolphins zerpflückt wurden. So wurde QB Jimmy Garoppolo von seiner eigenen O-Line zum Abschuss freigegeben, was in fünf Sacks resultierte. Und nun die Rams mit Aaron Donald. Phu.

Entgegen aller Erwartungen wurde Jimmy G nicht ein einziges Mal gesackt, warf gar für drei Tocuhdowns und keine Interception. Wichtig für die Niners, die Gefahr liefen, in ihrer Division abgehängt zu werden. Dabei erwies sich vor allem Headcoach Kyle Shanahans Playcalling als Schlüssel zum Erfolg.

«Die 49ers holten 223 von ihren 168 Passing-Yards nach dem Catch. Die 9.7 Yards, die sie im Durchschnitt nach dem Catch holten, war die zweithöchste Marke diese Saison.»

Wie das aussieht, wenn die Plays so designt sind, dass die Yards hauptsächlich nach dem Catch gesammelt werden:

Beim ersten Drive warf Garoppolo zum Beispiel für -20 Air Yards (alle vier Pässe hinter der Line of Scrimmage), was in insgesamt 69 Yards resultierte.

Eine weitere positive Nachricht für Niners-Fans: Cornerback Jason Verrett, Erstrundenpick von 2014 und Pro Bowler von 2015, zeigt nach seinen unzähligen Verletzungen endlich, was er drauf hat. Sein Pick in der Endzone war zum einen wichtig, zum anderen aber auch ein technisches Kabinettstück.

Broncos bezwingen die Patriots auf unkonventionelle Weise

Die Denver Broncos schlagen die New England Patriots (wieder mit Stamm-QB Cam Newton) mit 18:12. Weder das Resultat, noch das Spiel an sich war dabei wirklich spektakulär. Wie die Broncos allerdings zu ihren 18 Punkten kamen, ist doch eher ungewöhnlich.

Den Broncos gelang also ein Sieg, ohne auch nur einen Touchdown zu scoren. Die sechs Field Goals von McManus sind aber kein Rekord: Rob Bironas von den Tennessee Titans verwandelte 2007 im Spiel gegen die Houston Texans deren acht.

Ein erster Karriere-Touchdown der etwas anderen Art ...

Eagles-Receiver JJ Arcega-Whiteside hat seinen ersten Karriere-Touchdown! Wie er sich den geholt hat, ist denn auch keinesfalls standardmässig. Aber seht selbst.

abspielen

Video: streamable

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Nummer-1-Draft in der NFL seit 2000

NFL-Star bekommt unerlaubten Besuch – und reagiert blitzschnell

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Cute News

Du brauchst eine Auszeit vom Alltag-Shizzle? Hier entlang!

Cute News, everyone!

Du hast genug von der lärmigen Welt da draussen? Dann bist du hier genau richtig. Versetz dein Hirn in den Stromsparmodus, schalte die Benachrichtigungen aus und lass dich von den heutigen Tierbildern für einen Moment aus dem Alltag entführen.

PS: Für alle, denen das Kunstwort Shizzle nicht geläufig ist:

(pls)

Artikel lesen
Link zum Artikel