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Zwölf Ü30er-Probleme

rafi hazera

Ja, es ist soweit. Ich bin nun schon geschlagene 37 Jahre alt. Fast schon ein Enddreissiger. Hier eine Liste von Problemen, mit denen man sich als Ü30er so herumschlagen muss.

1. Die ersten grauen Haare spriessen

Neinein, das ist sicher nur sehr sehr helles Blond. 

2. Ich bin immer zu müde für den Ausgang

Und trotzdem denkt man beim samstäglichen Netflix-Marathon: das kann es doch jetzt nicht gewesen sein?! Man wünscht sich, dass der Club schon um 19 Uhr öffnet und dann so um Mitternacht schliessen würde. 

Schafft man's dann trotzdem mal in den Club, ist man froh, wenn's ziemlich dunkel ist. Und hält man dann tatsächlich bis zum Morgengrauen durch, zieht man jetzt auch drin besser eine Sonnenbrille an.

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3. Die Kinderfrage

Anm.: (Wird gerne heterosexuellen Ü30-Paaren gestellt.)

Mühsame Person fragt so (nennen wir sie Annette. Hat schon drei Kinder. Aufgewachsen in Rümlang. Und dort geblieben. Nichts gegen Rümlang. Eigentlich ... Doch. Aus Gründen. Aber zum Dialog.):

Annette: «Naaaaa? Wann ist es denn bei euch mal so weit?»

*Stille*

Ich: «Naaaaa? Wann ist es denn bei diiiir mal so weit?»

Annette: «Aber ich haaabe doch schon drei Kinnnder. Yllandrisia, Kombucha und der kleine Jordullo-Shiva.»

Ich: «Ich meinte, wann du die hohe Kunst der Soziaaaaalkompeteeeenz erleeeeernst.»

Ausgenommen hierbei ist Mama. Ja, nervt auch.
Die darf das aber fragen. Sie hat dich produziert.

Übrigens:
Nächstes Halloween verkleide ich mich als biologische Uhr, gehe an eine Ü30-Singleparty und rufe den ganzen Abend «TICK, TACK, TICK, TACK!»

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Annette aus Rümlang (Bild evtl. digital bizli dramatisiert.)  (shutterstock)

4. Augenringe und Fältchen sind jetzt permanent

Die Augenringe waren das zwar schon früher, aber ich hätte sie theoretisch wieder wegschlafen können. Damals. Nach der Streetparade. Aber durch meine neongelbe Technohose fielen die eh niemandem auf.

5. Dauermüdigkeit

Dauernd. 

6. Ein Kater dauert jetzt 3–4 Tage

Vorbei die Zeiten, als man sich am nächsten Abend schon wieder fitter fühlte. Geschweige denn am nächsten Tag noch zur Arbeit erscheinen.

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Riesenkater. via: buzzfeed

7. Das Fett ist schon viel hartnäckiger

Das herzige Bierbäuchlein wird auch erwachsen, nicht mehr ganz so herzig und heisst jetzt langsam einfach Peter. Auch hat man jetzt immer ein schlechtes Gewissen nach Junkfood.

Sah ich als Jungspund nach einer Woche leichten Hackysack Spielens schon wieder aus wie Brad Pitt in «Troy», nehme ich heute dabei höchstens zu. Nicht dass ich noch Hackysack spielen würde. Haha. Das wär ulkig. 

8. Alfred Hitchcock's «Die Kinder»

Bei gleichaltrigen Freunden spriessen die Kinder wie so Pilze, einfach ohne die coole, psychedelische Wirkung. Der eigene Kühlschrank ist voller Geburtsanzeigen. Man sieht seine guten Freunde höchstens noch ein mal im Monat, wenn man selber keine Kinder hat und will ihnen dann nur noch Kondome zuwerfen.

9. Die beginnende Halbglatze bei Männern

Hallöle. Wie ist das Wetter so dort oben, liebe kahle Stelle? Kleiner Scherz, ich spür jetzt immer sofort, wenn es regnet. 

10. Wäh. Jugendliche.

Man beginnt die Jugendlichen nicht mehr zu verstehen, ja ertappt sich sogar dabei, sich über sie aufzuregen. Füsse runter im ÖV! Wo bist du aufgewachsen?! In einer Höhle?
Dabei hab ich das auch immer gemacht. Weil wow war ich cool. Rebell.

Und wenn man die Jugendlichen dann duzt, siezen sie zurück. Autsch.

Animiertes GIF GIF abspielen

via: giphy.com

11. Der Singlemarkt ist ausgetrocknet

Die schönen und sympathischen sind alle vergeben. Die verbliebenen, schönen Singles haben eine oder mehrere psychische Störungen. Und die übrigen, sympathischen Singles sehen aus wie der Glöckner von Notre scheiss Dame. 

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der singlemarkt. (shutterstock)

12. Ich will trotzdem nicht mehr 18 sein

Reingelegt. Hier ist fertig mit Gejammere.
Punkt 12 ist nämlich gar kein Problem.
Im Gegenteil.
Olé.

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Rafi Hazera

Rafi Hazera ist Grafiker, Comedian, Zürcher und das Herrchen des Zukkihundes. Rafi ist extrem schön. Und auch weise. Das ist Allgemeinwissen. Und er hat den Text für dieses Kästli natürlich nicht selber geschrieben. Wenn ihn jemand fragt, warum sein Blog auf watson «Hipsterlitheater» heisse, obwohl er gar nicht immer über Hipster blogge, dann lacht Rafi laut und sagt der Person, dass ihm ihre Meinung völlig schnurz sei und er manchmal auch an die S-Bahn-Türe lehne, obschon dies ausdrücklich nicht erwünscht wird. So ein ungehobelter Rowdy ist er nämlich. 
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Rafi macht Comedy in der Zukunft

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Hier sehen Sie ein Bild von Rafi Hazera, wie er an der Olma eine Bratwurst mit mitgebrachtem Senf isst. Bitte beschränken Sie sich in den Kommentaren auf den Inhalt des obigen Artikels und nicht auf Rafis Olmabild. 

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