Bundesrat
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Andreas Meyer, CEO SBB, an einer Medienorientierung zu SBB Cargo und dem Ceneri-Basistunnel, am Donnerstag, 2. August 2018, am SBB Cargo Terminal in Cadenazzo. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

SBB-Chef Andreas Meyer muss dieses Jahr mit keiner Lohnkürzung rechnen. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Will Simonetta Sommaruga SBB-Chef Meyer loswerden?

Die neue Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga wollte Bahn-Chef Andreas Meyer das Gehalt kürzen – ohne Erfolg.

Patrik Müller / CH Media



Dass seit Anfang Jahr nicht mehr Doris Leuthard (CVP), sondern Simonetta Sommaruga (SP) Vorsteherin des Verkehrsdepartements ist, hat für den langjährigen Konzernchef der SBB, Andreas Meyer, ungeahnte Folgen.

Geht es nach Sommaruga, müsste dem als CVP-nah geltenden Meyer nämlich der Lohn gekürzt werden – und zwar um 4 Prozent. Dass Sommarugas Departement dies an der letzten Bundesratssitzung beantragt hat, machte am Samstag die «Neue Zürcher Zeitung» publik.

Brisant: Gemäss Informationen der CH-Media-Redaktion wussten weder der SBB-Verwaltungsrat, der über den Chef-Lohn entscheidet, noch Andreas Meyer selbst etwas von dieser 4-Prozent- Forderung. «Davon war nie die Rede», sagen unabhängig voneinander zwei ranghohe SBB-Quellen.

Verwaltungsratspraesidentin Monika Ribar spricht waehrend der Bilanzmedienkonferenz der SBB, am Dienstag, 21. Maerz 2017 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Monika Ribar, SBB-Verwaltungsratspräsidentin Bild: KEYSTONE

Wie kam diese Zahl an die Öffentlichkeit? Das Verkehrsdepartement (Uvek) habe sie an die «NZZ» durchsickern lassen, um Meyer zu «disziplinieren», vermutet ein SBB-Insider.

Meyer solle freiwillig verzichten, um unter die Entschädigungs-Grenze von 1 Million Franken zu kommen. Im Jahr 2017 lag er leicht darüber. Dem Vernehmen nach denkt Meyer aber nicht daran, zu verzichten, und auch der Verwaltungsrat mit Präsidentin Monika Ribar hält an der bisherigen Vergütung fest.

Auch wenn die 4-Prozent-Forderung für die SBB neu war: Dass nicht nur das Uvek, sondern auch der Gesamtbundesrat spätestens 2020 «eine Senkung der maximalen Vergütung der obersten Leitungsorgane erwartet», das wussten die SBB durchaus.

So hatte es der Bundesrat bereits vor einem Jahr beschlossen, noch unter Doris Leuthard. In einem Communiqué, welches das Uvek am letzten Freitag verschickte, wurde diese Forderung bekräftigt – mit dem Zusatz: «Dies betrifft vor allem die Konzernleitung.»

Die Richtung ist also klar: Der Bundesrat pocht auf tiefere Gehälter bei den Spitzenmanagern. Nur wusste bislang niemand, was dies genau heisst.

Meyers Drohung

Der Unterschied zur Ära Leuthard ist, dass unter Sommaruga die Gangart verschärft wird. Die CVP-Bundesrätin hatte mit dem SBB-Verwaltungsrat noch ausgemacht, dass die «Erwartungen» des Bundesrats betreffend Chefentschädigung erst für den nächsten CEO gelten sollen. Sprich: Meyer dürfe seinen Lohn behalten, solange er im Amt sei.

Bundesraetin Simonetta Sommaruga spricht im Staenderat an der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 18. Maerz 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Simonetta Sommaruga Bild: KEYSTONE

Daran fühlt man sich im Uvek nun nicht mehr gebunden. Meyer müsse schon für 2018 – via Bonus-Berechnung – zurückstecken, findet Sommaruga. Doch damit ist VR-Präsidentin Ribar nicht einverstanden. Ihren Widerstand drückte sie gemäss «NZZ» sogar per Brief aus. Sie schrieb, es bestehe die Gefahr, dass Meyer die SBB verlassen werde, sollte der Bundesrat den vom Verwaltungsrat vorgesehenen Lohn nicht genehmigen.

Nach CH-Media-Informationen war dies keine leere Drohung: Meyer soll intern tatsächlich darauf hingewiesen haben, dass eine Lohnsenkung angesichts der steigenden Anforderungen und angesichts der guten Performance – 2018 erzielten die SBB einen Rekordgewinn – «unangemessen» wäre und er kein Verständnis dafür hätte.

Dessen muss sich Sommaruga bewusst gewesen sein. Dass sie in der Bundesratssitzung vom Freitag dennoch eine Lohnreduktion um 4 Prozent beantragt hat (als ihre favorisierte Variante), zeigt: Sie nahm in Kauf, dass Meyer bei den SBB kündigt.

Nun – das Szenario ist abgewendet, weil der Gesamtbundesrat sich nicht für die 4-Prozent-Variante entschied, sondern es bei der allgemeinen «Erwartung» nach Lohnsenkungen bewenden liess. So schnell dürfte zwischen der SBB-Spitze und dem Departement aber keine Ruhe einkehren, auch wenn man gestern beim Uvek betonte, die ersten Kontakte zwischen der neuen Departementschefin und den SBB seien sehr gut angelaufen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Meier (1) 25.03.2019 13:08
    Highlight Highlight ... und dies bei einem Rekordgewinn ...
    Die 500 Millionen vom Bund/Kantonen/etc. jedes Jahr ins laufende Budget. Infrastruktur inkl. Bauten da vergessen wir doch die paar Milliarden, was schon alleine die NEAT gekostet hat, etc.
    Ich habe ja nichts dagegen, aber dann von Rekordgewinn zu sprechen, ist doch schon fast unverschämt. Das Defizit wurde verkleinert ..., dies wäre eine korrekte Aussage.
  • Mikey51 25.03.2019 12:58
    Highlight Highlight Ich denke die weltweite Wirtschaft wartet nur auf Herr Meyer.???! Als Manager wird er mit seinem Verhalten bereits als leicht toxisch eingestuft, was eine Neuorientierung nicht vereinfacht. Von mir aus darf er wirklich gehen, es gibt noch viele gute Manager die auch für den Leistungen entsprechenden Lohn arbeiten.
  • Pisti 25.03.2019 12:37
    Highlight Highlight Naja die hohen Gewinne hat man doch Immobilienverkäufen, teilweise an bester Lage, zu verdanken. Das wird sich noch Rächen in Zukunft.
  • bintang 25.03.2019 12:25
    Highlight Highlight Ich schäme mich für meinen CEO! Ribar und Meyer sind egozentrische Selbstdarsteller. Es interessiert sie nicht was die Kunden wollen, was die Mitarbeiter wollen, einzig und alleine die Entlöhnung ist die treibende Energie bei diesen Gestalten. Die SBB ist ein Trümmerfeld, ein Summe von Fehlentscheidungen und Misswirtschaft. Der BR und die Politik haben kein Bahn Know How, weswegen sich gar nichts ändern wird.
  • Mister Pucker 25.03.2019 10:31
    Highlight Highlight SBB sollte wieder das Erbringen einer Dienstleistung für ALLE in den Vordergrund rücken. Das geht nicht mit Meyer: Zuerst hat er die Deutsche Bahn mit seinen Spartickets in den Boden gefahren, und jetzt läuft dasselbe Modell bei der SBB: Total überrissene Normalpreise, Sparangebote online, alles kompliziert und immer unpünktlicher. Gierig im Immobiliengeschäft und im Pricing. Sein Abgang wäre ein Gewinn.
  • RescueHammer 25.03.2019 10:24
    Highlight Highlight Reisende, auch solche der SBB, soll man nicht aufhalten.

    Tschüss, Andreas es war sehr nett mit Dir, trotz Bombardier, Zugausfällen und maroder Infrastruktur.
    • Astrogator 25.03.2019 12:56
      Highlight Highlight Und nicht zu vergessen letzten Sommer wurde innerhalb der SBB das erste mal in der Geschichte des Unternehmens von Streik gesprochen. Die Mitarbeiterzufriedenheit sinkt jedes Jahr und für die Frage ob man die Konzernleitung für fähig hält das Unternehmen zu führen ist die Zustimmung bei unter 40%.
  • Asmodeus 25.03.2019 09:17
    Highlight Highlight "Sie schrieb, es bestehe die Gefahr, dass Meyer die SBB verlassen werde, sollte der Bundesrat den vom Verwaltungsrat vorgesehenen Lohn nicht genehmigen."


    GUUT!!!
  • Töfflifahrer 25.03.2019 09:14
    Highlight Highlight Na ja, dann soll er gehen.
  • Baum68 25.03.2019 08:56
    Highlight Highlight Sorry, hab ich was verpasst?
    Entschädigung?
    Ich bekomme einen Lohn.
    Ist Herr Mayer denn geschädigt wenn er für die SBB arbeitet!
    Oder ist man als CEO mehr geschädigt als zum Beispiel ein Rangierer?
    Normalerweise wird man doch Entlöhnt. Wenn i h Geschädigt bin beziehe ich eine IV. Wenn Sie berächtigt ist.
  • BeatB_ 25.03.2019 08:55
    Highlight Highlight Jeder ist ersetzbar. Und wenn nicht, dann hat die Gschäftsleitung und der Verwaltungsrat einen miesen Job gemacht und kann auch gleich mitgehen.
    Ich denke, ich würde einige Menschen finden, die die SBB aus dem Chefsessel managen und gut weiterführen, die auch mit weniger als einer Million zufrieden sind.
  • FW123 25.03.2019 08:34
    Highlight Highlight Herr Meyer ist nicht nur für den Personenverkehr, sondern für die gesamte SBB verantwortlich. Was sagt er denn zum miserablen Ergebnis des Güterverkehrs der SBB Cargo? Vor diesem Hintergrund ist es schwer, überhaupt einen Bonus zu rechtfertigen.
    Was nicht angeht, ist diese Rosinenpickerei: Erfolge werden aufgepuscht, Misserfolge am liebsten verschwiegen.
    Davon abgesehen gibt es einen BR Beschluss zu den Löhnen der GL von bundesnahen Betrieben, da gibt es auch für die SBB bzw Herrn Meyer keine Ausnahme!
    Herr Meyer, genügt Ihnen 1 Mio nicht, dann sollten Sie gehen!
    • Asmodeus 25.03.2019 10:05
      Highlight Highlight Ich behaupte mal ein Esel könnte mit dem Personenverkehr in der Schweiz Geld verdienen.

      Es ist einfach Geld zu verdienen wenn man als Monopolist ein Produkt anbietet zu dem die Kunden vom Staat gezwungen werden. (Man erinnere sich. 1.5 Stunden Arbeitsweg (je Richtung) sind laut RAV zumutbar)
    • Astrogator 25.03.2019 12:59
      Highlight Highlight @Asmodeus: Es sind 2 Stunden pro Weg, und es ist nicht der Staat der das für zumutbar hält sondern die SVP die diese Verschärfung eingebracht hat.
    • Asmodeus 25.03.2019 13:42
      Highlight Highlight @Astrogator
      Solange wir die SVP und die FDP nicht abwählen sind die leider der Staat der solche Brunzideen aufzwingt.
  • dorfne 25.03.2019 08:27
    Highlight Highlight Lohnkürzungen während eines ungekündigten Arbeitsverhältnisses sind Ausdruck von Geringschätzung und kommen aus der Werkzeugkiste des Mobbings. Es gibt andere Baustellen, wenn ich da an all die teuren externen Berater in den Direktionen denke, an die Spesenskandale und unnötigen, vom Volk bezahlte Reisen von Parlamentariern usw..
    • Astrogator 25.03.2019 09:47
      Highlight Highlight Dann ist Meyer wohl der Mobber vom Dienst. Beispielsweise Lokführer, die verdienen heute bis 20k weniger im Jahr als vor Meyer, Wagenreiniger, Gleisbauer waren früher alle bei der SBB selbst und verdienten besser.

      Lohnkürzungen sind in der SBB keine Seltenheit, also sollte Meyer doch als Beispiel vorangehen.
    • HabbyHab 25.03.2019 10:04
      Highlight Highlight Und wir Mitarbeitrt kriegten kürzlich eine 0.4%-"Lohnerhöhung", welche aber gleich wieder durch andere Abgaben ausgeglichen wird. Und wir sollen laut gewissen Kaderleuten auch nicht wirklich am Gewinn teilhaben können.
    • Gubbe 25.03.2019 10:47
      Highlight Highlight mogad: Herr Meyer kann nicht alles wissen, deshalb die Berater. Haben auch die BR's. Aber ich bin der Meinung, wenn Herr Meyer einen Bonus kriegt bei guter Unternehmensführung, sollte auch ein Malus bei schlechtem Arbeitsgang möglich sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 25.03.2019 08:18
    Highlight Highlight Es ist schon echt eine Topleistung unbrauchbare Züge zu kaufen. Die viel zitierte Verantwortung ist gleich null, denn dafür zahlen ja Aktionäre und Steuerzahler hohe Versicherungsprämien. Mit ihren Privatvermögen müssten sie haften. Dann sähe vielleicht manches anders aus.
    • dorfne 25.03.2019 09:24
      Highlight Highlight Nun, die Züge kommen aus der Privatwirtschaft, die angeblich Alles stets so viel besser und effizienter macht als die staatsnahen Betriebe des Service publique! Die Industrie hat den Job schlecht gemacht, nicht die SBB Führung. Oder haben Sie Herrn Meyer mit dem Schraubenzieher in der Hand in einer Bombardier-Werkstatt gesehen?
    • Mister Pucker 25.03.2019 10:35
      Highlight Highlight @mogad bestellen tun aber die SBB. Und zwar eierlegende Wollmilchsäue. Das muss man dann halt liefern, der Kunde ist auch dann König wenn er Blödsinn will.
  • Gubbe 25.03.2019 08:03
    Highlight Highlight Mir bleibt eigentlich immer dieser Bonus-Kloss im Hals. Dieses 'Leckerlispiel guter Hund' muss weg. Jeder, auch CEO's sind angestellt um ihre Arbeit zu machen. Diese ist keine Dienstleistung, obwohl die SBB ein Dienstleister ist. Wenn es bei den 4% bicht klappen sollte, muss ich mich schon fragen, wer den der Boss über den SBB Verwaltungsräten ist.
  • Astrogator 25.03.2019 07:29
    Highlight Highlight Meyer will nicht verzichten, wieso auch?
    Nach 12 Jahren Meyer ist die Infrastruktur am Boden. Selbst mit der massiven Aufstockung des Budgets wird bis 2020 der Zustand nur knapp gehalten werden können. Rollmaterial dasselbe Bild, SOPRE verursacht gegenüber der vorherigen Software mehr Kosten als das Sparprogramm Railfit einspart. Und im Intranet lässt sich die Konzernleitung feiern und macht im gleichen Artikel klar, dass es der SBB schlecht gehe und sich die Belegschaft weiter einschränken müsse.

    Führung durch Vorbild, wenn alle die Einstellung vom Meyer hätten würde kein Zug mehr fahren.
    • HabbyHab 25.03.2019 10:06
      Highlight Highlight Hey, das Ziel sind ja sowieso Flugtaxis. Und wer braucht mit SmartRail 4.0 noch Mitarbeiter? Das funktioniert ja alles total so, wie es sollte.
    • Astrogator 25.03.2019 13:01
      Highlight Highlight Habe SmartRail 4.0 vergessen, mein Fehler 😂
  • Chääschueche 25.03.2019 06:24
    Highlight Highlight Die Politiker wollen ja eh immer nur bei den anderen Sparen. Oder wurden die Vergütungsmodelle (Lohn, Sonderzahlungen, Rente usw.) der Politiker schon mal gekürzt? Glaube nicht...

    Wieso wohl...
    • Cerulean 25.03.2019 06:38
      Highlight Highlight Dir ist bewusst, dass ein Bundesrat weniger verdient als der SBB-Chef?

      Wenn Meyer wegen den 4% den Hut genommen hätte wäre die Welt auch nicht untergegangen. Im Gegenteil, ein bisschen frischer Wind bei den Bundesbahnen wäre nicht verkehrt. Die SBB werden jedes Jahr teurer, ohne dass der Service gesteigert würde...
    • HabbyHab 25.03.2019 10:07
      Highlight Highlight Bis auf den letzten Satz stimm ich dir zu. Es wird nicht jedes Jahr teurer.
  • Schneider Alex 25.03.2019 06:16
    Highlight Highlight Kein Top-Manager kann die hohen Verluste einer Fehlstrategie verantwortlich tragen, muss er auch nicht, weil die Ungewissheiten bei der Strategiewahl zu gross sind. Bei der richtigen Strategie darf er aber auch nicht für etwas belohnt werden, bei dem die Umstände, sein Mitarbeiterstab und das Glück eine grosse Rolle gespielt haben. Zudem verliert ein Topshot bei Misserfolg lediglich seine Stelle und kann als gut Qualifizierter bald wieder eine neue antreten. Die Konsequenzen aus seiner Verantwortlichkeit sind beschränkt, rechtfertigen also auch keine überrissene Entschädigung im Erfolgsfall.
    • felixJongleur 25.03.2019 07:32
      Highlight Highlight Top die Verantwortlichkeitsthematik zusammengefasst 👍
    • FrancoL 25.03.2019 08:44
      Highlight Highlight Richtig dargestellt, Danke.
    • Stormrider 25.03.2019 11:28
      Highlight Highlight Bei einem echten internationalen Geschäft würde ich Ihnen nicht zustimmen, aber bei einem Monopolisten der praktisch kein Risiko trägt und einfach unser Bahnsystem ohne Konkurrenz verwaltet, bin ich einverstanden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Regentrockner 25.03.2019 05:55
    Highlight Highlight Warum sollte ich für unter eine Million Franken den Job des SBB-Chefs machen, wenn ich in anderen Konzernen das Vielfache verdienen kann und gleichzeitig nicht so exponiert bin, dass ich für jeden Mist in der Öffentlichkeit vorgeführt werde?
    • Güsäheini 25.03.2019 07:20
      Highlight Highlight Naja wenn du das Gefühl hast, dass du 1 Million Franken verdienst (also wert bist), hast du einen Realitätsverlust und bist für den Job bei der SBBnicht geeignet.
    • ingmarbergman 25.03.2019 07:49
      Highlight Highlight Weil die SBB de facto dem Steuerzahler gehört. Bei der UBS oder CS kannst du zur Konkurrenz gehen, wenn dir die Löhne des Chefs nicht passen. Die SBB haben ein staatlich garantiertes Monopol.
      Ich finde, mehr als ein Bundesrat sollten die staatsnahen CEOs nicht verdienen.
    • dan2016 25.03.2019 07:56
      Highlight Highlight auch wenn man sehr oft in anderen Unternehmen Sesselkleben kann. In den moisten Unternehmen wäre aufgrund des Rollmaterialdebakels der Meyer seit drei Jahren ohne Million.
      Ausser die 2 Grossbanken (die zwar hohe Gehälter bezahlen, aber inzwischen nicht mehr wirklich gross sind) und vielleicht die Novartis unter Vasella (der konnte auch 15 Jahre lang zum Höchstgehalt Werte vernichten).
    Weitere Antworten anzeigen
  • eBart! 25.03.2019 05:53
    Highlight Highlight "Darin wies sie darauf hin, dass die Gefahr drohe, Meyer könnte die Firma verlassen, sollte er nicht den beantragten Lohndeckel erhalten."

    ...wie Kunden die im Laden oder am Telefon drohen: ich kaufe nie mehr bei Ihnen ein.

    Jep, und das ist gut so. In diesem Sinne: soll Meyer halt gehen, gibt andere die weniger arrogant und weniger gierig sind.
    • Matterhorn 25.03.2019 09:21
      Highlight Highlight Er ist ein guter Verkäufer seiner Ideen, mehr nicht...
  • Alphonse Graf Zwickmühle 25.03.2019 04:11
    Highlight Highlight Wahrlich eine üble Managertragödie. Minimalste 4% bei einer Million sind schon sehr schwer zu verkraften. Da täubeln sie alle im Kanon und stampfen mit den Füssen, die geistig verarmten Konzernleiter.
    • fandustic 25.03.2019 06:59
      Highlight Highlight Ja vier Prozent sind wirklich nicht viel....aber die Folgerung geht auch in die andere Richtung: Diese vier Prozent sind so minimal, da kannst du auch gleich auf eine Kürzung verzichten und am Lohn nichts ändern.
    • dorfne 25.03.2019 09:30
      Highlight Highlight @fandustic. Erst bei einem Wechsel an der Spitze. Das wär fair.
    • Gleich 25.03.2019 11:32
      Highlight Highlight 4 Prozent von 1Mio sind CHF 40'000. Ich denke das ist mehr als die hälfte eines durschnittlichen Jahreslohnes.
      Erstens finde ich es lohnt sich einen solchen Betrag einzusparen und zweitens zeigt das wie überrissen sein Lohn ist.

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