DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Reitschule zieht in PR-Kampf gegen Polizei – und die wehrt sich so

Bilder von Verletzten und Gummigeschoss-Smiley: Nach den wüsten Krawallen schiesst das Berner Kulturzentrum auf den sozialen Medien aus allen Rohren gegen die Polizei. 



Linksautonome und Polizisten geraten sich seit der Besetzung der heutigen Reitschule 1987 immer wieder in die Haare. Nach dem obligaten Aufschrei und den Schuldzuweisungen im Nachgang von Ausschreitungen gehen sowohl die Politik wie der Reitschulbetreiber meist rasch zur Tagesordnung über – zumindest bis anhin. 

Die PR-Offensive der Reitschule

Nach den jüngsten, schweren Krawallen vor der Reitschule mit  Verletzten auf beiden Seiten feuert das Kulturzentrum auf sozialen Medien und mittels Pressecommuniqués in wohl beispielloser Manier gegen Polizei und Behörden,

Beispiel eines Verletzen

So hat die Mediengruppe seit Sonntag nicht weniger als vier Pressecommuniqués verschickt und auf sozialen Medien unzählige «Beweisfotos» von Verletzten sowie Augenzeugenberichte veröffentlicht. Ebenso ein Smiley auf einem Gummigeschoss, dass angeblich Polizisten aufgemalt haben sollen. 

Die Smiley-Mitteilung

Warum zieht die Reitschule in eine «PR-Schlacht» gegen die Behörden? In einer Stellungnahme an watson begründet die Mediengruppe die offensive Kommunikation: 

«Am Samstag wurde die Polizei in einer Manier gewalttätig, die wir so noch nicht kannten. Das ist ein Alarmsignal. Die Reitschule stellt sich an die Seite der Betroffenen jener Nacht. »

Besonders empört sind die Linksautonomen wegen Verletzten, welche offenbar von Gummigeschossen an Köpfen oder Genitalien getroffen wurden. Die Eskalation sei im Vorfeld geplant gewesen.  «Die Polizei  behauptet auch dieses Mal wieder, es sei alles ‹ordnungsgemäss› verlaufen. Unsere Bilder beweisen das Gegenteil», so die Reitschule. 

Stellt sich die Frage, wie die Mediengruppe die Echtheit der eingereichten Bilder in Zeiten von «Fake Content» sicherstellt? Man stehe mit den Menschen persönlich in Kontakt und habe Wert darauf gelegt, dass ein persönlicher Bericht beigelegt worden sei, so die Reitschule dazu. 

Das sagt die Polizei

Die Polizei erklärt den «Mitteleinsatz» mit der schweren Gewalt der Chaoten gegen die Einsatzkräfte: «Die Angriffe mit Feuerwerkskörpern und Wurfgegenständen fielen massiv aus und gefährdeten auch unbeteiligte Dritte».

Deswegen feuerten Polizeigrenadiere Gummischrot auf Krawallanten. Die Polizeisprecherin betont, dass die Beamten mit den Gummigeschossen keine Köpfe oder Genitalien anvisieren würden. Alle Mitarbeitenden seien entsprechend geschult. Weiter fügt sie an: 

«Es gilt zu beachten, dass sich die Personen  bewegt haben.»

Kapo Bern

Am frühen Dienstagabend publizierte die Reitschule derweil eine weitere Medienmitteilung zur angeblich geplanten Eskalation. 

(amü)

Polizeieinsatz Reitschule

Video: watson

Die Berner Reitschule

Das könnte dich auch interessieren:

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Schweiz sagt JA zum Abkommen mit Indonesien

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Chur, Wien, Stockholm: In halb Europa wurde gegen die Corona-Massnahmen protestiert

Am Samstag kam es in verschiedenen Ländern Europas zu Demonstrationen gegen die jeweiligen Corona-Massnahmen. In Chur nahmen mehr als 4000 Personen am Protest teil.

In Chur haben am Samstag über 4000 Personen gegen die Behördenanordnungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie demonstriert. Kundgebungen dieser Art fanden bereits in anderen Schweizer Städten statt, aber mit geringerer Teilnahme.

Aufgerufen zum Protestmarsch für eine verhältnismässige Corona-Massnahmenpolitik hatte der Verein «Stiller Protest». Die Demonstration wurde von der Churer Stadtpolizei unter Auflagen bewilligt. Bedingung für die Durchführung der Kundgebung war unter anderem …

Artikel lesen
Link zum Artikel